Partnerwahl – Gegensätze oder Ähnlichkeit?

Partnerwahl – Gegensätze oder Ähnlichkeit?

von: Anna Kuchenbecker

Gleich und gleich gesellt sich gern oder Gegensätze ziehen sich an: Welches Gesetz sollte bei der Partnerwahl gelten? Experten sagen: Das kommt ganz darauf an.

„Wir passen einfach perfekt zueinander.“ Diesen Satz sagen vor allem frisch verliebte Paare oft. Doch was bedeutet perfekte Passung bei der Partnerwahl: Entsteht Liebe aus maximaler Übereinstimmung oder braucht sie einen Funken Gegensätzlichkeit? Katja spielt gern Golf, während Jens St. Pauli anfeuert; Sina liebt mexikanisches Essen, während Ole alles für Sushi tut; Patrick hat seine Wohnung gern blitzblank, während Miriam ihre Klamotten der Woche erst Sonntagabend aufsammelt. Solche Gegensätzlichkeiten mögen oft Zündstoff sein, aber stellen eine Beziehung doch selten auf die Probe. In den elementaren Bedürfnissen allerdings sollte ein Paar harmonieren, um dauerhaft miteinander glücklich zu bleiben. Zu diesen Grundbedürfnissen gehören etwa die Persönlichkeitsdimensionen und Gegensatzpaare Nähe und Distanz, Dominanz und Unterordnung, Autarkie und Versorgung. Diese stehen beim ElitePartner-Persönlichkeitstest im Fokus, um Partner mit möglichst hoher Übereinstimmung zusammenzubringen. „Paare sind mit ihrer Beziehung zufriedener, wenn sie in diesen Bereichen gut harmonieren“, erklärt Lisa Fischbach, bei ElitePartner verantwortlich für das Matchmaking. Dabei sind Unterschiede hier selten verhandelbar, sie lasssen sich bei aller Liebe nicht einfach verändern.

Gegensatz oder Ähnlichkeit? Es kommt darauf an!

Doch was bedeutet harmonisch – völlige Deckungsgleichheit oder Gegensätzlichkeit? Die Antwortet lautet: Es kommt darauf an. In einigen Bereichen ist es bei der Partnerwahl optimaler, wenn beide ähnlich ticken. Dies gilt z.B. für viele soziale Kompetenzen, wie das Kommunikationsverhalten, Konfliktvermögen, Empathie oder der Umgang mit Stress. Ein eher schweigsamer Mensch würde auf Dauer mit der kommunikativen Plappertasche wahrscheinlich wenig glücklich sein, genauso wie der sehr mitfühlende Typ mit einem eher gefühlsneutralen Menschen. In anderen Bereichen ist dagegen Gegensätzlichkeit optimaler für das Beziehungsglück. Allerdings sollte der Abstand zueinander nicht zu groß sein, sondern – wie es Psychologen ausdrücken – gesund. Dies gilt z.B. im brisanten Bereich von Dominanz und Unterordnung: Ein sehr dominanter Mensch wird auf Dauer glücklicher mit jemandem, der sich tendenziell seinem Partner eher unterordnet. Ansonsten droht die Partnerschaft zur Arena für viele Revierkämpfe zu werden. Das Gleiche gilt für den Bereich Nähe und Distanz: Zwei „Klammeraffen“ werden langfristig genauso wenig miteinander eine glückliche Beziehung aufbauen können wie zwei „einsame Wölfe“. Ein optimaler Abstand ist nötig, damit ein Paar hier glücklich wird. „Sind die Partner zu weit voneinander entfernt, nehmen sie verschiedene Rollen in einer Partnerschaft ein und verstärken sich dabei in ihren Eigenschaften“, so Paartherapeutin Lisa Fischbach. „Was wir zuvor als positive Stärke des Partners empfanden, sehen wir plötzlich als Schwäche.“

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