Sieben Regeln: Der Anruf nach dem Date

von: Annette Riestenpatt, 23. April 2009

Eigentlich ist es ganz einfach: Es war ein schönes Treffen und das möchten Sie dem anderen gern sagen und um ein weiteres bitten. Doch wann ist der beste Zeitpunkt dafür und wie soll das aussehen? Die Mailphase haben Sie hinter sich, also greifen Sie zum Telefon. Klingt einfach. Aber dabei sollten Sie einige Dinge beachten, damit der Anruf auch ein Erfolg wird.

Sieben Regeln: Der Anruf nach dem Date

1. Regeln über Bord schmeißen

Die Regeln machen Sie selbst: Warten Sie keine unnötigen drei Tage, um Ihrem Gegenüber mitzuteilen, dass Sie eine schöne Zeit hatten. Eine kurze SMS ist sogar noch am selben Tag erlaubt. Und wenn Sie am nächsten Tag anrufen wollen: Nur zu. Selbst auferlegte Drei-Tagesfristen oder Ähnliches abzuwarten ist überflüssig.

2. Nicht trödeln

Warten Sie nicht zu lange. Wenn Sie ein schönes Treffen hatten, sollten Sie sich innerhalb der nächsten paar Tage melden und dies zum Ausdruck bringen. Wenn Sie zu viel Zeit verstreichen lassen, kommt es bei Ihrem Gegenüber womöglich so an als seien Sie nicht interessiert.

3. Gleichberechtigung

Noch immer weit verbreitet ist die Annahme, der Mann müsse den ersten Schritt machen. Keineswegs! Auch Frauen dürfen gern zum Telefon greifen und sich bei ihm melden, wenn ihnen danach ist. Schließlich leben wir nicht mehr im Mittelalter. Machen Sie also ruhig den nächsten Schritt, meine Damen. Wenn er wirklich interessiert ist, freut er sich!

4. Kurz plaudern

Wenn Sie anrufen, bleiben Sie ruhig und besonnen. Sie dürfen natürlich gern erwähnen, wie schön Sie das erste Treffen fanden und dass Sie gern ein Zweites hätten. Aber wenn sich nicht von allein eine ausgedehnte Plauderei ergibt, halten Sie das Gespräch lieber kurz und darauf beschränkt, ein weiteres Treffen zu verabreden. So vermeiden Sie Stolperfallen.

5. Hinterlassen Sie eine Nachricht

Oops, der Anrufbeantworter. Legen Sie nicht einfach auf. In den meisten Fällen verrät die Nummernkennung, wer angerufen hat. Hinterlassen Sie eine kurze Nachricht, evtl. Ihre Nummer und die Bitte um Rückruf. Dann warten Sie eine Weile, bevor Sie es erneut versuchen. Keine Nachricht zu hinterlassen, wirkt sehr schüchtern.

6. Warten Sie nicht ewig auf den Rückruf

Sie haben eine Nachricht hinterlassen? Dann warten Sie eine Weile, denn dann liegt es am anderen, zum Hörer zu greifen. Geschieht dies nicht, dürfen Sie nach ein paar Tagen noch einmal anrufen. Aber bitte nur ein oder maximal zweimal. Kommt dann immer noch keine Rückmeldung, bedeutet das: Kein Interesse. Wenn Sie niemanden erreichen, probieren Sie es gern noch einmal, aber nicht übertreiben! Das wirkt sonst obsessiv.

7. Starren Sie nicht Ihr Telefon an

Der andere will Montag anrufen. Sie bleiben zuhaus und beäugen Ihr Telefon oder starren im Minutentakt aufs Handy. Lassen Sie das lieber! Denn: Wenn man krampfhaft auf etwas wartet, passiert es nicht. Also, legen Sie nicht jedes Wort auf die Goldwaage, manchmal kommen Dinge dazwischen oder es ergibt sich einfach nicht. Machen Sie andere Sachen. Dann wird der Anruf kommen.

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4 Kommentare

UrsDubach

2. April 2009, 10:00 Uhr

4 Kommentare (älteste zuerst)Interessant. Und das immer wieder. Wenn ich auch zugeben muss, dass das Regeln-über-Bord-Schmeissen einem nicht leicht gemacht wird, wenn einem gleich nach dieser Aussage wieder welche nachgeworfen werden ;)

Und auch wenn im Mittelalter noch nicht angerufen werden konnte, und man zwischenzeitlich wissen sollte, dass es viele Männer gibt, die auf eine initiative Frau hoffen, es aber trotzdem immer wieder gesagt und geschrieben werden muss, gibt es doch eine Regel, die aus allen hervor sticht: Sei ganz du selbst, stille deine Neugierde, zeige dein Interesse und warte nicht ab! Die Metapher mit dem warmen Essen zwingt sich gerade zu auf, auch wenn man sich nicht gerne mit einer Suppe vergleicht ;)

Was jetzt folgt, ist nur als Tipp und nicht als Regel gedacht. Man darf auch etwas hartnäckig sein, wenn eine Antwort einfach aus bleibt. Und sei es auch nur deshalb, um die Charakterzüge des Gegenübers gesellschaftsfähiger zu machen.

Ulrike

18. April 2009, 14:00 Uhr

Hallo, Urs!

Ich kann Dir nur beipflichten! Während unsere Großmütter den nachfolgenden Frauen noch beigebracht haben, sich rar zu machen bzw. dass Rarmachen züchtig, höflich, angemessen usw.sei und beim Mann das maximale Interesse wecke, ist das schon seit langem überholt. Und frau kann dann eben auch "zu spät" kommen….!Es ist nicht immer einfach, in Erscheinung zu treten, doch ich selbst habe auch im Laufe des Berufsleben gelernt:
Bescheidenheit ist KEINE Zier bzw. oft eben nicht.
Behutsamkeit und Achtsamkeit vor dem anderen (und vor sich selbst) gehören immer dazu – und sollten auch auf diesem Portal viel mehr gepflegt werden -, aber sich zum Gänseblümchen zu machen, ist keine Erfolg versprechende Methode (mehr). Wer sich hinauswagt, macht Erfahrungen, lernt also auch vom anderen mehr kennen. Und wenn das Gegenüber dann vergnatscht ist, weil ein Gruß, ein Anruf nicht seinen/ihren speziellen Vorstellungen oder "Regeln" entspricht – nun, dann hat man/frau eben durch den Versuch auch etwas gelent und sieht eher den eigenen Standort.
Persönlich finde ich sehr wichtig, statt sich durch viele Wenns oder Abers, Dos oder Don’ts…zu wurschteln, eben offen und achtsam zu sein und vor allem sich authentisch zu verhalten, denn sonst wickelt sich’s ja womöglich schon von Anfang an schief….

Alles Gute für Dich und alle anderen, die hier, bei der Suche nach ihrem "Deckelchen", mutig und doch sich selbst treu in Erscheinung treten!

steve

1. Mai 2009, 13:00 Uhr

Inwiefern hat das Abwarten oder Nicht-Abwarten einen Einfluss darauf, ob bestimmte Ereignisse eintreten oder nicht? Da würde ich doch gerne den Zusammenhang kennenlernen, den die Autorin offenbar schon weiss.

melissa

25. März 2010, 19:00 Uhr

Trotz der Emanzipation fühlen sich Männer aus anderen Ländern, die andere Sitten kennen, von so direkten Frauen, die sich als erste wieder melden und noch um ein Date bitten, in die Enge gedrängt. Damit habe ich schon 2 Mal so eine ähnliche Erfahrung gemacht. Sicherlich hilfreich ist es, herauszufinden, wie viel Direktheit ein Mann mag oder wie sehr er den Eroberer spielen muss. Denn das ist in der Tat sehr unterschiedlich.