Mann und Frau voneinander abgewandt und geprägt von Trennungsgründen

13 Trennungsgründe & Tipps damit es erst gar nicht soweit kommt

von Helena Papadakis , 27. June 2019

In unserer ElitePartner-Studie1 haben wir 6.500 Menschen in Deutschland nach Trennungsgründen gefragt. Was sind die häufigsten Trennungsgründe, beenden Frauen oder Männer häufiger eine Beziehung und welche Tipps helfen, damit es gar nicht erst so weit kommt? Wir klären auf.

1. Eine längere Affäre ist für die meisten ein Auslöser

Langfristige Affären sind Trennungsgrund Nummer eins: Mehr als drei Viertel der Frauen und Männer in Deutschland würden sich deshalb trennen. Zu verletzend scheinen dauerhafte Lügen, Ausreden und der körperliche und emotionale Betrug für die Mehrheit zu sein, um der Liebe noch eine zweite Chance einzuräumen.

So vermeidest du diesen Trennungsgrund: Warum sich ein Partner in eine Affäre flüchtet, kann verschiedene Gründe haben. Achte in deiner Partnerschaft vor allem auf eine gute Kommunikation – nicht nur über deinen Job und Alltagsthemen, sondern auch über deine Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle.

2. Fehlender Freiraum führt oft zur Beziehungskrise

Keine freie Minute ohne den Partner, ein Urlaub mit Freunden undenkbar? Zwei Drittel würden sich trennen, wenn sie sich eingeengt fühlen – ein Trennungsgrund, der Männer und Frauen gleichermaßen betrifft und zu unserer individualisierten Gesellschaft passt.

Wie du für mehr Freiraum sorgst: Nimm dir mindestens einen Tag in der Woche Zeit für Dinge, die dir gut tun und Spaß machen. Ob ein Spaziergang im Park, ein Kaffee mit Freunden, ein gutes Buch oder eine Partynacht: Gönn dir und deinem Partner neben Unternehmungen zu zweit auch ausreichend Zeit für euch selbst.

3. Mangelnde Körperhygiene: für mehr als die Hälfte ein Trennungsgrund

Von wegen Schwamm drüber: Auf Platz drei stehe die mangelnde Körperhygiene. Mehr als jeder Zweite würde seinen Partner verlassen, wenn Dusche, Deo und Co Fremdworte für ihn sind. Den Partner direkt mit so einem sensiblen Thema zu konfrontieren, kann die Liebe nachhaltig schädigen und ebenfalls zum Grund für eine Trennung werden.

Tipp: Versuch es stattdessen in einem ersten Schritt indirekt, indem du ihm oder ihr sagst, dass du ein bestimmtes Parfum besonders magst oder gern mal einen Wellnessabend mit ihm oder ihr machen würdest. Gemeinsame Aktivitäten, die das Wohlbefinden und die Körperpflege fördern, verleiten deinen Partner idealerweise von selbst zu mehr Sensibilität für dieses Thema.

4. Jeder Zweite entscheidet sich für eine Trennung wegen Eifersucht

Ein Partyabend mit der besten Freundin wird kritisch beäugt? Ein Fremdflirt in Richtung einer gutaussehenden Frau wird zum Streitgespräch? Solche Szenarien sind hierzulande keine Seltenheit. Denn für gut die Hälfte der Befragten ist Schluss, wenn der Partner stark eifersüchtig ist.

So schützt du dich vor zu viel Eifersucht: Eifersüchtige Männer und Frauen haben in der Vergangenheit oft schlechte Erfahrungen gemacht, Vertrauensmissbrauch oder Betrug erlebt. Sprich mit deinem Partner offen über Ängste, Unsicherheiten und negative Beziehungserfahrungen.

5. Ein Seitensprung – vor allem ein Trennungsgrund für Frauen

Ein Seitensprung ist für etwa jeden Zweiten ein Grund, der die Liebe zerstört. Was dahinter steckt? Viele Frauen, die fremdgehen, fühlen sich in ihrer Beziehung wenig gewertschätzt, Männer hingegen treibt eher die Lust auf Neues und sexuelle Abenteuer zu einem Fehltritt.

Wie du diesen Grund für eine Trennung frühzeitig ausräumst: Unabhängig vom Geschlecht hilft dagegen in beiden Fällen Aufmerksamkeit. Mach deinem Mann bzw. deiner Frau Komplimente, wenn dir Dinge an ihr oder ihrem Verhalten positiv aufgefallen sind und rede mit deinem Partner offen über seine und ihre sexuellen Vorlieben, damit gar nicht erst Frustration im Bett aufkommt.

6. Fehlende Zärtlichkeiten – ein Beziehungskiller

Wenn Intimität nur noch als Pflicht empfunden wird, die letzten Streicheleinheiten und Küsse schon Jahre zurückliegen, ist Vorsicht geboten. Denn knapp jeder Zweite beendet eine Beziehung, wenn Zärtlichkeiten verloren gehen. Damit ist dieser Aspekt noch weitaus wichtiger als das komplette Ausbleiben von Sex.

Tipp, um diesen Trennungsgrund auszuräumen: Häufig mangelt es an Zärtlichkeiten, wenn Alltag und Job den Partner aus dem Blick geraten lassen. Schafft euch daher genügend gemeinsame Zeit und etabliert kleine Routinen in euren Alltag als Paar – und sei es nur ein zärtlicher Abschieds- oder Gute-Nacht-Kuss.

7. Zu wenig Austausch – häufig Trennungsgrund in langen Ehen

Viele Männer und Frauen in Deutschland würden ein Ende der Beziehung forcieren, wenn sie sich mit ihrem Partner nur noch über das Nötigste austauschen. Vor allem in langjährigen Ehen nimmt die Kommunikation ab. Häufig erstreckt sich der Themenfokus nicht über organisatorische Alltagsfragen, die Kindererziehung oder Wochenplanungen hinaus. Und tiefsinnige, inspirierende Gespräche finden kaum noch statt.

So gelingt eine bessere Kommunikation: Auch hier fehlt es oft an Raum für Austausch. Führe Zeitfenster – wie zum Beispiel das gemeinsame Abendessen – ein, in denen du dich mit deinem Partner austauschen kannst. Achte im Gespräch außerdem darauf, offene statt geschlossene Fragen zu stellen. Eine Frage wie „Was hat dich heute bewegt?“ bietet schließlich mehr Gesprächsstoff als die Frage „Hattest du einen schönen Tag?“

8. Trennungsgrund: unterschiedlicher Umgang mit Geld

Geld sollte in der Liebe keine Rolle spielen? Tut es aber doch! Zwar rückt das beliebte Streitthema Geld auf die hinteren Plätze, dennoch ist eine unterschiedliche Handhabung der finanziellen Mittel für immerhin jeden Vierten ein Grund für ein Beziehungsaus.

So verhinderst du eine Trennung: Damit Beziehungskrisen gar nicht erst entstehen, solltest du darauf achten, das Thema Finanzen frühzeitig mit deinem Partner zu klären. Mach deinem Partner deinen Standpunkt deutlich, vereinbare Regeln beim Umgang mit gemeinsamem Geld und Ausgaben und halte Investitionen, wenn nötig, schriftlich fest.

9. Sexflaute: für mehr als jeden vierten Mann ein Trennungsgrund

Wenn der Sex für einen längeren Zeitraum ausbleibt, ist das vor allem ein Trennungsgrund für Männer: Mehr als jeder vierte Mann in Deutschland würde sich bei einer länger anhaltenden Sexflaute trennen – Frauen scheint ausbleibender Sex weniger zu stören.

Wie es erst gar nicht dazu kommt: Wenn die anfängliche Leidenschaft nachlässt, solltet ihr euch zum Sex zu verabreden. Verschiedene Studien haben ergeben, dass die Planung von Sex tatsächlich zu mehr Zufriedenheit innerhalb einer Partnerschaft führt. Wer generell keine Lust mehr auf seinen Partner hat, sollte allerdings besser Ursachenforschung betreiben: Was hält mich davon ab, mit meinem Partner zu schlafen? Was fehlt mir in der Beziehung? Was fühle ich, wenn es zum Sex kommt?

10. Fehlende Zweisamkeit – ein häufiger Trennungsgrund

Ob der Job, die Kinder oder die Probleme einer Fernbeziehung: Jeder Fünfte gibt an, dass fehlende Zweisamkeit die Ursache für ein Liebesaus ist. Besonders frisch gebackenen Eltern mangelt es oft an gemeinsamen Stunden zu zweit.

Tipps: Planung ist bei fehlender Paarzeit das A und O. Schafft euch regelmäßig sogenannte Paarinseln. Plane romantische Überraschungen und führe zum Beispiel einmal im Monat deinen Partner schick aus, oder fahrt für ein Wochenende ans Meer. Solche Auszeiten sorgen nicht nur für mehr Zeit zu zweit, sondern auch für neue Erlebnisse und stärken das Gefühl von Verbundenheit.

11. Äußerliche Veränderung des Partners – vor allem ein Trennungsgrund für Männer

Ein neuer Kurzhaarschnitt, ein neuer Kleidungsstil oder ein paar Pfunde zu viel: Starke äußerliche Veränderungen, etwa eine deutliche Gewichtszunahme, wären für die meisten Frauen kein Grund sich zu trennen. Dagegen wären deutliche optische Veränderungen für fast jeden vierten Mann seine Frau zu verlassen.

Wie du damit umgehst: Verändert sich dein Partner optisch stark, solltest du das auf eine wertschätzende und respektvolle Art frühzeitig thematisieren. Kritisiere aber nicht, sondern biete Unterstützung bei der Umsetzung kleiner und großer Ziele an, zum Beispiel, wenn es um die Anmeldung im Fitnessstudio geht.

12. Grund für eine Trennung: Arbeitslosigkeit und fehlender beruflicher Erfolg

Auch ein fehlender Job oder beruflicher Misserfolg können zu einem Trennungsgrund werden. Gerade Frauen in der Familiengründungsphase können mit anhaltendem beruflichem Misserfolg oder längerer Arbeitslosigkeit des Partners schwer umgehen.

Wie du dich verhalten solltest: Natürlich sollte sich der Partner, bei dem das Thema Job im Argen liegt, selbstständig darum bemühen, schnell wieder Fuß zu fassen. Doch oftmals gelingt dies nicht allein. Daher ist es essentiell seine bessere Hälfte zu unterstützen und das Problem gemeinsam zu meistern. Sieh dir Bewerbungsmappen an, motiviere und freue dich auch bei kleinen Erfolgen für deinen Partner.

13. Workaholics haben es schwer

Doch auch das Gegenteil kann der Fall sein. 60-Stunden-Wochen, Überstunden und Co: Für den einen oder anderen ist auch ein Partner, der zu viel arbeitet, wenig attraktiv.

Tipp wie du diesem Grund zu Trennung entgehst: Manchmal lässt sich eine straff durchgetaktete Arbeitswoche nicht vermeiden, dennoch solltest du und dein Partner darauf achten, miteinander in Kontakt zu bleiben. Oft reicht schon eine kurze Whatsapp-Nachricht aus dem Büro, die zeigt, dass der Partner trotz vollem Schreibtisch an einen denkt und emotionale Verbundenheit besteht.

In Kürze: Die Trennungsgründe im Überblick

 Gesamt
Eine längere Affäre77%
Partner engt mich ein, lässt mir kaum Freiraum66%
Partner vernachlässigt sein Äußeres bzw. seine Körperhygiene60%
Partner ist stark eifersüchtig53%
Ein Seitensprung50%
Zärtlichkeiten gehen verloren47%
Wir tauschen uns nur noch über das Nötigste aus46%
Unterschiedlicher Umgang mit Geld23%
Länger andauernde Sexflaute22%
Wir haben zu wenig Zeit füreinander20%
Partner verändert sich äußerlich stark (nimmt z.B. deutlich an Gewicht zu)17%
Partner ist beruflich lange erfolglos, arbeitslos11%
Partner arbeitet zu viel, macht zu viele Überstunden6%

Fazit: Mangelnde Kommunikation und Zuwendung bedrohen die Liebe

Was für eine Trennung spricht, ist individuell verschieden, so die Ergebnisse unserer Statistik. Ganz egal, welche Ursache dem zu Grunde liegt – oftmals sind mangelnde Kommunikation und Zuwendung über einen längeren Zeitraum hinweg maßgebliche Faktoren, die Trennungsgründe von Frauen und Männern begünstigen. Übe dich daher in einem regelmäßigen offenen Austausch, sei du und dein Partner aufmerksam für Missstände innerhalb der Partnerschaft und schätzt einander wert.

Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, solltest du dir die Frage stellen „Soll ich mich trennen?“ Reflektiere deine vergangene Beziehung kritisch, wenn du deine Trennung verarbeitest und starte mit deinen gewonnenen Erkenntnissen die Partnersuche – mit der Aussicht auf eine Beziehung, die dich wirklich glücklich macht.