Es gibt Verhalten, das in Beziehungen besonders verletzt zu den No-Gos in Beziehungen gehört Ignorieren und im Streit schreien

Ignorieren, Alleingänge, Intimitäten ausplaudern: Die 7 Todsünden in Beziehungen

von: Beatrice Bartsch

Gerade Menschen, die sich nahestehen, können einander schmerzhaft verletzen. In der ElitePartner-Studie 2017 wurden über 4.100 Liierte gefragt, welche Verhaltensweisen sie in Beziehungen besonders treffen. Absolute No-Gos sind demnach: Einander ignorieren, im Streit laut werden, allein entscheiden und Beziehungskonflikte ausplaudern.

Das verletzt in Beziehungen besonders:

  1. Den anderen nach dem Streit ignorieren (50 %)
  2. Wichtige Entscheidungen allein treffen (44 %)
  3. Im Streit laut werden oder schreien (39 %)
  4. Intimitäten und Konflikte mit anderen besprechen (25 %)
  5. Den ganzen Tag nicht auf Nachrichten antworten (25 %)
  6. Im Streit Sachen werfen oder Türen knallen (23 %)
  7. Mehr Zeit für Hobbys haben als für den Partner (19 %)

Beziehungskonflikte und Bettgeschichten ausplaudern? Bringt Männer auf die Palme!

Wenn die Fetzen fliegen, dann sind sich liierte Frauen und Männer ziemlich einig, welche Verhaltensweisen unangebracht sind. Beide können es gar nicht leiden, im Streit angeschrien (39 Prozent) oder mit Dingen beworfen zu werden (23 Prozent). Noch schlimmer: anschließend ignoriert werden (50 Prozent). In anderer Hinsicht zeigen sich Unterschiede zwischen den Geschlechtern. So trifft es mehr als jeden vierten vergebenen Mann (28 Prozent) besonders, wenn die Partnerin Intimitäten und Konflikte aus der Beziehung mit anderen bespricht. Bei den Frauen sind es nur 22 Prozent. Partnerinnen sollten sich daher genau überlegen, ob sie Geschichten aus dem Ehebett oder den Streitverlauf des letzten Abends beim Brunch mit Freunden ausplaudern – auch dann, wenn ihr Partner sonst so lässig wirkt. „Männer sind stärker darauf ausgerichtet, ein souveränes, unabhängiges Image zu erzeugen“, erläutert Diplom-Psychologin Lisa Fischbach von ElitePartner. „Umso unangenehmer erleben sie den Kontrollverlust, wenn ihr Intimleben gegen ihren Willen preisgegeben wird.“

Alleingang unerwünscht: Frauen wollen in Entscheidungen mit einbezogen werden

Ein weiterer Unterschied zeigt sich, wenn es um wichtige Entscheidungen geht. So verletzt es jede zweite vergebene Frau, wenn sich ihr Partner ohne ihr Wissen etwa für ein Abendstudium einschreibt oder ein neues Auto kauft (48 Prozent). Auch was die Gestaltung ihrer Freizeit angeht, sollten Männer aufpassen: Ein Viertel der vergebenen Frauen (24 Prozent) kränkt es, wenn ihr Partner mehr Zeit für Hobbys hat als für sie. Bei den Männern sind es nur 13 Prozent.

„Ich liebe dich“ – 18 Prozent können nicht ohne

Vorsicht ist auch beim Umgang mit sozialen Kontakten geboten. 17 Prozent der liierten Frauen sind verletzt, wenn der Partner sie nicht seinen Freunden oder seiner Familie vorstellt. Männer dagegen scheint es weniger zu stören, wenn die üblichen Vorstellungsrunden ausfallen (11 Prozent). Einig sind sich Männer und Frauen wiederum, sobald die berühmten „drei Worte“ ausbleiben: Wenn Partner nicht ihre Liebe bekunden, kränkt das 18 Prozent. Eher unkompliziert sind beide Geschlechter, wenn der Partner etwas unternimmt, obwohl sie selbst nicht verabredet sind (11 Prozent), sowie bei getrennten Urlauben (15 Prozent) und mangelnder finanzieller Unterstützung (7 Prozent).

Besser mit Samthandschuhen: Junge Frauen unter 30 sind schnell verletzt

Besonders umsichtig sollten Männer sein, die mit einer Partnerin unter 30 zusammen sind. Fast jede zweite vergebene Frau zwischen 18 und 30 ist verletzt, wenn ihr Partner den ganzen Tag nicht auf Nachrichten antwortet (44 Prozent, Männer u30: 35 Prozent). Ihre Partner sollten also lieber einmal mehr auf ihr Smartphone schauen. Ein Viertel der Partnerinnen unter 30 (26 Prozent) stört es außerdem sehr, wenn sie nicht Freunden oder Familie des Partners vorgestellt werden und jede Fünfte ist verletzt, wenn ihr Partner etwas mit anderen unternimmt, obwohl sie selbst nichts vorhat. Diplom-Psychologin Lisa Fischbach von ElitePartner führt das auf weniger Beziehungserfahrung zurück: „Jüngere zeigen sich insgesamt leichter verunsichert in der Liebe. Häufig fehlt ihnen aufgrund kürzerer Beziehungserfahrungen Gelassenheit und Vertrauen, dass Streitigkeiten, Nicht-Antworten oder Alleingänge nicht gleich das Beziehungsaus bedeuten müssen.“

Ehering schützt vor Ansprüchen

Eine gute Nachricht für alle Ehefrauen und -männer: Verheiratete Liierte sind weniger schnell gekränkt als unverheiratete. Sie trifft es deutlich weniger, wenn der Partner oder die Partnerin nicht auf Nachrichten antwortet (Verheiratete: 19 Prozent, unverheiratete Liierte: 33 Prozent). Auch Entscheidungen dürfen Verheiratete deutlich häufiger allein treffen, ohne den Partner sehr zu verletzen (Verheiratete: 41 Prozent, unverheiratete Liierte: 49 Prozent).

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