Schöner Mann, mittel-attraktive Frau

von: , 24. April 2010

Es gibt eine Folge von Sex and the City, in der Miranda - ihres Zeichens smart und erfolgreich, aber eher burschikos als wirklich schön - ein Date mit Adonis hat. Allerdings fällt ihr das erst auf, als sich alle Frauen im Restaurant nach Adonis umdrehen.

Schöner Mann, mittel-attraktive Frau

Sie stellt sich die Frage: Wenn er jede Frau haben könnte, warum nimmt er ausgerechnet mich? So emanzipiert wir sind, ist dies das letzte Tabu der Liebe, die Paarung: Attraktive Männer und mittel-attraktiven Frauen? Die viel kommunizierten Kriterien der Partnerwahl besagen: Männer suchen eine schöne Partnerin, Frauen einen Mann mit Status. Diese Rollenvorstellungen geraten ins Wanken. So dürfen Frauen nun auch schlau sein, gebildet und entsprechend anspruchsvoll bei der Wahl ihres Gefährten. Doch dürfen sie auch mit einem Mann zusammen sein, dessen Spiegelbild hübscher ist als ihres?

Spielen wir in einer Liga?

"Männer haben mit schönen Partnerinnen erfahrungsgemäß keine Probleme", sagt Psychologe Volker Drewes. Es liegt ja gerade in ihrer Natur, sich eine schöne, junge, da besonders fruchtbare Partnerin zu suchen. Selbstzweifel hinsichtlich des eigenen Aussehens tauchen kaum auf. Frauen dagegen betrachten sich kritisch. Sie kennen ihre Schwächen besser als ihre Stärken, duellieren sich jahrelang mit ihnen. Zuviel männliche Schönheit erschüttert ihr Ego eher, als dass sie es aufgewertet.

Konkret sieht das so aus: Ein virtuelles Paar mailt sich hin und her, man mag sich, lacht über die Witze des anderen, schaltet einander schließlich die Fotos frei. Szenario 1: Auf seinem Bildschirm taucht eine bildschöne Brünette auf. Er wird sein Weinglas beiseite stellen, sich entzückt den Hinterkopf kraulen und schleunigst ein Date vorschlagen. In keinem Fall wird er Zögern beim Freischalt-Klick seines Fotos, das ihn zeigt, wie er ist: Vielleicht eher klein, vielleicht mit kleinem Bauchansatz und altersgemäßer Haarpracht. Zögern würde vielleicht aber umgekehrt die eher mit mittelmäßigem Aussehen bedachte Frau, die von ihrem virtuellen Gegenüber plötzlich ein Foto zu sehen bekommt, das ihr den Atem verschlägt. Vielleicht hätte sie in ihrer Jugend von so einem geträumt, einem Kerl, der blaue Augen hat, volle braune Haare und ein symmetrisches Gesicht. Doch das Leben hat ihr Beziehungserfahrung und diese Erkenntnis beschert: Solche Männer spielen nur mit Frauen aus derselben Liga. Und sie selbst – sieht sich eher als Zweitligist. "Wenig selbstbewusste Frauen kapitulieren vor zuviel männlicher Schönheit eher, als dass sie sich auf so einen Mann einlassen", konstatiert Psychologe Drewes.

Die Blicke der anderen

Doch Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Verliebte sehen in ihrem Partner die Idealversion seiner selbst. Tränensäcke verschwinden, Hüftspeck schmilzt und aus Segelohren machen die Hormone etwas Niedliches. Doch da ist noch etwas. Etwas, das in den ersten Monaten für Verliebte keine Rolle spielt, ihnen dann aber auf die Schulter tippt: Die Außenwelt. "Hallo, ihr zwei", wird sie sagen. "Habt ihr die beiden Frauen gesehen, die über euch tuschelten? Und vorhin, die Kollegen, die euch bestaunten?" Das Paar schweigt betreten. Und die Zweifel sind gesät. Ein Paar ist ein Paar und sich selbst genug. Aber eine Insel ist es nicht, es gibt Fährverbindungen zum Festland. In Form von Gerüchten, Blicken, Kommentaren. Und die können böse sein, denn die anderen haben gelernt: Die Frau hat schön zu sein, nicht der Mann.

Wirklich fatal wird die Verbindung, wenn die Frau reich ist. Geld war von jeher Anlass zu allerhand Intrigen. Und in dieser Konstellation gibt es den Startschuss für Spekulationen: Würde er sie auch ohne Konto lieben? "Solche Paare haben mit großen Vorurteilen zu kämpfen", sagt Volker Drewes. "Sie brauchen ein solides Selbstbewusstsein. Aber trotzdem können sich die Zweifel der anderen in die Beziehung schleichen und von dort vergiften."Heißt: Das Paar zweifelt schließlich an sich selbst. Der Klatsch zerstört die Liebe. Das wusste schon Sartre: "Die Hölle, das sind die anderen."

Er ist der Gute

Vielleicht haben attraktive Männer weniger Probleme als ihre Partnerinenn. Denn es ist einfacher, der zu sein, der auf die inneren Werte Wert legt als der, der die inneren Werte hat. Für andere Frauen wird er noch begehrlicher: Er ist nicht nur hübsch. Er hat auch Tiefgang. Der Psychologe bestätigt: "Ein Mann, der eine weniger attraktive Partnerin wählt, beweist damit Unkonventionalität und einen Ausbruch aus dem bekannten Beuteschema. Er steht damit quasi für die echte Liebe, die sich über alles hinwegsetzt." Solch ein Mann sucht keine Frau zur Ego-Aufwertung. Er sucht sich die, die ihm gefällt. Das – so Drewes – verlangt dem Mann ein gewisses Selbstbewusstsein ab.

Die Folge von Sex and the City endet übrigens so: Miranda kann Adonis nichts von ihren Zweifeln erzählen. Deshalb sucht sie Antwort im Alkohol: Sie trinkt sich den Mann hässlich. Trotzdem wird aus den beiden kein Paar, denn er interpretiert ihren Rausch als Alkoholproblem. Und geht.

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38 Kommentare

Hans-JoachimA.

18. August 2008, 21:00 Uhr

38 Kommentare (älteste zuerst)Wunsch und Chance, einen Menschen nicht nur an- und zwischen-, sondern zu Ende zu lieben und dabei das Datum seines Verfalls auf der von vielen (Fremden) hochgehaltenen Schönheitsskala in Bedeutungslosigkeit zu versenken, sind in meinen Augen Grundvorausssetzungen für Partnerschaftstauglichkeit. Wie schnell wird andernfalls eine Wunde zum Hochrisikofaktor und das Doppelfältchen zum Supergau. Es geht nicht allein um Ausgleich durch sogenannte innere Werte. Mann muss sich in diesem Sinne durchaus seine Partnerin nicht schön saufen, sondern kann sie sich um so erfolgreicher und dauerhafter schön lieben. Das dabei gestärkte partnerschaftliche Selbstbewusstsein wächst in aller Regel dem eigenen hinzu, bedeutet zusätzliche Nähe und Geborgenheit.
Ob die Kleidergröße 34 mit Körbchengröße wasweißich, langhaarbedecktem Gesäß, Farbfernsehteint, umwerfender Erscheinung und rechtzeitiger Betthupfbereitschaft nicht eher Eifersucht schürt als Zusammengehörigkeitsgefühle verströmt, mag ich zumindest vors Auge des partnerschaftswilligen Betrachters zerren. Allerdings wünsche ich auch allen gegenteilig Ausgerichteten nur das Beste.

S.Leyendecker

19. August 2008, 12:00 Uhr

Das mit den Partnern, die besser aussehen ist ja wirklich so eine Sache. Als Mann trumpft man da natürlich auch mit Charisma und Charme auf. Aber ist das bei Frauen nicht auch so? Klar, Adonis und JessicaAlba-look-alikes sind einfach Augenöffner. Aber wie lange hält das? Und was haben Menschen so zu bieten die sich den ganzen Tag um ihren "body" kümmern. Einfach versuchen. Wird schon schief gehen.

Ich sage ja immer: Das Auge ißt mit, macht aber nicht satt :-)

J

19. August 2008, 15:00 Uhr

Nur ungern möchte ich den unerschöpflichen Wortschwall der Emanzen, Frauenrechtlerinnen, Feministinnen, Femalistinnen & Konsorten unterbrechen, doch widerspricht die Empirie all ihrem theoretischen Gefasel, zu dessen ästhetischen Ausgeburten nicht nur die naiv-infantilen Nanas einer Niki de Saint Phalle zählen, sondern auch US-Trash-Serien wie

fidelgrille

19. August 2008, 17:00 Uhr

… oh, Männer, die Jürgen heißen und nix von sact verstehn, sollten sich hier einfach still verhalten. Und Männer, die Hans-Joachim heißen und solche Schachtelsätze schreiben, wie "Wunsch und Chance, einen Menschen nicht nur an- und zwischen-, sondern zu Ende zu lieben und dabei das Datum seines Verfalls auf der von vielen (Fremden) hochgehaltenen Schönheitsskala in Bedeutungslosigkeit zu versenken, sind in meinen Augen Grundvorausssetzungen für Partnerschaftstauglichkeit.", ebenfalls. Wer soll das verstehn? Da nutzt doch einer dieses Medium, um Wortschwälle der ganz besonderen Art über uns zu ergießen. Wenn dieser Herr hier Mitglied ist, hoffe ich sehr, dass er mir hier nicht auch noch begegnet ;-)

Tinchen

19. August 2008, 23:00 Uhr

Na, Ihr lieben Chatter mal wieder! ;-) Wieder mal viele Meinungen….na klar! ;-) Ich bin auch Mitglied geworden hier…..weil da Kennenlernen von "normalen" Männern ja immer schwieriger wird……. aber jetzt habe ich doch im "normalen" Leben einen kennen gelernt….und – guck an – er ist sogar zehn Jahre jünger und sieht einfach zu schön aus! (na, so ein halber Jim Morrison) ….und nu???? Er findet mich toll…..möchte ein Kind von mir….mit mir zusammen leben…… na???? Was denkt Ihr??? Ich bin vielleicht eine 1 minus Frau…..38 und langsam den Pfunden zuneigend…..aber ich bin doch gerade etwas besonderes! Denn ich weiß mittlerweile, was ich will……und ich bin mittlerweile selbstbewußt genug, um trotzdem meine eigenen Ziele zu haben…..und erfahren genug, um Weiblichkeit genießen zu können!
Zweifler gibt es immer…..und den UNKEN kein Gehör zu schenken gehört zum Prozess der Beziehung….immer auf beiden Seiten…..gelle??? Wie stark ist die Vision, die man MITEINANDER HAT???? Naja, man darf sich halt durch Zweifler nicht so schnell aus der Mitte bringen lassen, oder????

Andrea

20. August 2008, 21:00 Uhr

Frage an Jürgen: War dein Kommentar als Witz gemeint? Ich muss immer noch lachen :-)

N.

22. August 2008, 15:00 Uhr

Lieber Jürgen,
das kann nur ein Mann wie du behaupten, dass eine Frau bei einem Mann auf das Äußere keinen Wert legt. Weißt du, es gibt sehr wohl noch etwas zwischen einer metrosexuell-androgynen Schwuchtel und dem behütenden, potenten Versorger. Nämlich hoffentlich einen ganz normalen Mann, der im Gegensatz zu dir zwischen schwarz und weiß unterscheiden kann und etwas differenzierter denkt. Und dabei hoffentlich noch richtig gut aussieht!!!

N.

andreas

30. November -0001, 00:00 Uhr

@Andrea: lach nich! sowas gibts wirklich! (eigentlich nur als Waldschraat auf ‘ner Harley, dem der 2-zöpfige Bart fast in die Kette kommt :o)
Ich antworte mal (falls er sich nicht meldet für Jürgen) sicher kein Witz – bei dem Anklang von Verächtlichkeit. Mir scheint es eher als hätte da ein Hypothalamus ‘ne zuviel TestoSteron erdulden müssen (=toxische Dosen sollen auch zu Autismus führen).

@Fidelgrille: HaJo) => nein – kein witz – eher so`n Pfau – prahlt – statt langem GEFIEDER mit langen GESCHWÜLST. — ich find es auch als Mann einfach nur UNGELENK & ANSTRENGEND – obwohl: wir Männer mit dem S-HIRN leiden unter der Tendenz zum Konstruieren=Sprache als Metallbaukasten.

ciao ah.g – der dies schmunzelnd schrieb – um Spekulationen vorzubeugen

sofie

23. August 2008, 10:00 Uhr

also nee!!!! wieviel selbstverliebtes geschwafel von pseudo-intellektuellen muss man sich eigentlich antun??? hans-joachim scheint hier überall seinen senf dazu geben zu wollen – hört dir zuhause keiner zu???

da gefällt mir der einfache mann, der immer noch gern jagt und weiß, was gut für ihn und sein weibchen ist, viel besser. ich als attraktive und selbstbewusste frau empfinde diesen typ mann immer noch als herausforderung und unglaublich anziehend! weiter so jürgen! machtspiele gehören einfach dazu!!! :-)

seid alle gegrüßt und probiert es mal aus, lohnt sich!

Holg

30. August 2008, 16:00 Uhr

Was tut man als Singlemann, wenn man samstags vorm PC sitzt und mal wieder 5 Postfächer löschen darf, da sich die Damen zwar durchaus für das Interesse bedanken, jedoch auch den Zusatz "Ich bin jedoch zu der Ansicht gelangt, dass wir nicht…" nicht vergessen? Ich hole mir einen guten Cognac, lehne mich im Chefsessel zurück und betreibe Ursachenforschung. Zufällig stoße ich dabei auf diesen Artikel. Eigentlich denke ich gerade an Fußball. Aber irgendwie bleiben meine Augen an diesem einen Satz hängen: "Zuviel männliche Schönheit erschüttert ihr Ego eher, …" Ich setze mich aufrecht. Während der Fußballteil meines Gehirns den nächsten Spieltag analysiert, formt sich in einer anderen Hirnregion ein vager Verdacht, anfänglich eine bloße Vermutung nur, doch allmählich nimmt sie konkrete Formen an: Sollte genau das mein Problem sein? Ich

Quasimodo

31. August 2008, 09:00 Uhr

Gleich und Gleich gesellt sich gern! – Wo liegt also das Problem? Geld ist offensichtlich eine Kompensation für mangelnde Schönheit oder Jugend ,um eine weitere Dimension ins Spiel zu bringen.
Ich sehe ganz gut aus, heiße nicht Adonis und finde es bedauerlich, dass einige Frauen, diese Spielregeln nicht kennen oder akzeptieren. Und dabei mache ich mir aus Attraktivität gar nicht so viel. Ich finde Individualität viel spannender, denn Körper ist leichter zu tunen als der Geist. Ich muss immer über Männer schmunzeln, die eine offensichtlich dumme Hübsche (kein Stigma) als Parnterin haben oder besser als fleischgewordener Sportwagen-Schlüsselanhänger. Vielleicht neide ich ihnen aber nur den 911er. Kann sein.
Bonne Chance!

philippa

5. September 2008, 18:00 Uhr

… sehr vergnüglich die kommentare…jürgen ist offensichtlich (jedenfalls teil-)gebildet, aber in seiner argumentation bei den neanderthalern hängengeblieben, die wahrscheinlih ihre partnerwahl ausschließlich evolutionskonform über die nase effectuierten
aber wir sind doch weiter?!! wir haben doch die kultur!! oder?
nun einerseits ist es keine frage, dass ich einen schönen mann will. ist doch einfach schön anzuschauen, anzugreifen…. und so weiter (NB übrigens auch artikel h.o. über große/kleine männer). und an so einen großen mann, insbesonders wenn man eine größere frau ist kann man sich einfach besser anlehnen.
aber nichts ist mehr sexy als geist und witz!
sollte einer dabei sein, der das alles noch in kombi hat! bitte gleich melden!!
viel spaß ihr lieben (und nur die!)

Chitty

6. September 2008, 13:00 Uhr

Lieber Holgär, oh wie wahr. Ich würde mich eher als Medusa bezeichnen als eine Circe. Trotzdem habe ich mich noch nie vor einem Beau gedrückt. Im Gegenteil, Frau weiss was sie will und kann. Holgär, wir könnten doch mal auf den Markt und unsere Körbe verkaufen? Könnten uns somit doch noch etwas Gutes tun und gemeinsam über Zweifel und falsche Unsicherheit der Menschen philosophieren. Den Cognac bringst du aber mit

MissSaigon

6. September 2008, 22:00 Uhr

Hallo Holgär,
vielen Dank für diesen erbaulichen Beitrag.
Mir geht es ähnlich wie Dir, nur dass ich die Flasche noch nicht geöffnet habe und es wird kein Cognac, sondern ein Wein sein, noch dazu von der Tanke, weil das mit dem Alleinsein heute abend zu unverhofft kam.

Dadurch dass ich diese Seite entdeckt habe, verschiebt sich das Öffnen der Flasche nun erfreulicherweise ein wenig nach hinten und ich kann die Zeit zwischen dem Wirkungseintritt des Alkohols und dem Zubettgehen mit einer neuen Erkenntnis füllen:

Könnte es sein, dass auch Männer gelegentlich Probleme mit gutaussehenden Frauen haben und das Foto den Rest Ihres Mutes tilgt, der ihnen nach dem Lesen des Profils noch geblieben ist? Denn an sich lässt sich nur so erklären, dass ich noch nicht einmal Absagen bekomme…

Rose66

7. September 2008, 12:00 Uhr

Chapeau Holgär! Du hast als einziger begriffen, wie man dieses Thema "entwaffnet": Humor ;-).

Wir wissen doch alle, Schönheit ist relativ und es sei hierzu jedem gegönnt, seine Meinung zu haben und zu behalten. Ich vermisse auf dieser Seite den Respekt und die Toleranz vor dem Gegenüber. Attribute die aber sicherlich bei der Partnersuche angegeben und gewünscht werden.
Ebenfalls mit Humor und Phantasie ausgestattet, versuche ich mir anhand einiger Kommentare gerade vorzustellen, wie eine Unterhaltung mit selbigem Autor vonstatten ginge ….

Wolfgang

9. September 2008, 16:00 Uhr

Wenn ich den Kommentar von Jürgen lese, danke ich dem lieben Himmel dafür, nicht schwul zu sein. Wenn ich den Kommentar von Holgär lese, kommen mir leichte Zweifel, danke Holgär für Deine hilfreiche Neuinterpretation kalter Duschen.

Corny

9. September 2008, 16:00 Uhr

Hallo Miss Saigon,

wenn ich da mal schamlos von mir ausgehen darf, vermute ich, dass es durchaus auch noch andere Männer gibt, die bei schöneren Frauen bereits den Versuch scheuen und sich lieber gleich nach jemandem in ihrer eigenen Schönheitsliga umgucken. Da kommt es bestimmt auch noch auf Erfahrungen an, die man mit schöneren und/oder weniger schöneren Frauen gemacht hat.
Der Artikel ist meiner Meinung auch wieder nur ein ganz stumpfer Versuch, Frauen und Männern unterschiedliche Verhaltensmuster zuzuordnen, wobei die völlig unterschiedlichen Menschen innerhalb jeder Geschlechtsgruppe schwuppdiewupp über einen Kamm geschoren werden.
Mit welchem Ziel? Ganz klar, zu vereinfachen und mir zu sagen: "Hey Corny, sei doch froh, dass Du aussiehst wie ‘ne Gurke, dann haste noch Chancen!" Hmm…Danke für den Trost!
Was für’n Käse, aber durchaus amüsant :-)

Chaja

9. September 2008, 21:00 Uhr

Quasimodo stempelt tief…!
Aber: schön, so vernünftige Ansichten zu haben (obwohl es doch um Liebe gehen sollte? Und die entzündet sich nunmal doch irgendwie zuerst am Äußeren)
Ich ertappe mich immer wieder dabei, wenn es um den Austausch von Fotos geht, dass ich sofort einen Rückzieher mache, wenn Komplimente kommen. Habe dann immer das Gefühl, dieser Mann wollte als Entscheidungshilfe erst das Foto und will sich infolgedessen nur mit mir treffen, weil das Foto in seine "Schublade" passt…. in seine geistige, seine Vorstellungswelt. Ich denke dann sofort an Katalogware und steige aus… Man, nein Frau, sollte wohl kein ZU schönes Foto von sich wählen!

Frieda

12. September 2008, 09:00 Uhr

Jürgen, du tust mir echt leid.

birke

19. September 2008, 22:00 Uhr

Kann eine Frau mit 56 – 66 schön sein? Mit ihrer Haut, die nicht mehr glatt ist, mit ihren Pfunden, Säckchen und grauen Haaren? Ist diese Frau interessant für den Mann, weil sie "gebären kann"? Schönheit – das ist ein Talent der Jugend. Danach bleiben Witz, Geist, Weißheit, Erfahrung, Attraktivität und was noch … Und hier sind wir, Frauen und Männer – gleichberechtigt, finde ich …

mac

13. Oktober 2008, 01:00 Uhr

Ich muss an dieser Stelle den Jürgen in Schutz nehmen. Sein "Fehler" war lediglich dass er seine Meinung etwas zu plakativ formuliert hat.
Aber im Grunde hat er Recht. Wieso? Weil wir Menschen uns genetisch einfach viel langsamer verändern als unsere Lebensumstände. Unsere Kultur entwickelt sich zu schnell, als dass unsere Gene auch nur ansatzweise mit den Veränderungen schritthalten könnten. Wir sind immernoch so programmiert wie vor tausenden von Jahren. Wenn man ein Neugeborenes von vor 5000 Jahren in unserer Kultur aufwachsen ließe…es würde genauso funktionieren wie jeder andere.
Unser Programm ist nicht mehr zeitgemäß. Heutzutage ist es nichtmehr lebensnotwendig den stärksten Mann als Versorger zu wählen. Trotzdem tun wir es unterbewusst.
Wenn Frauen hier behaupten sie würden ihren Wunschmann nicht mit ansehnlicher Größe, gutem Körperbau, hohem finanziellem sowie sozialen Status ausstatten, dann machen sie sich selbst etwas vor.
Ich musste selbst bereits die leidvolle Erfahrung machen, dass ich nach einer traumhaften Kennenlernphase plus anbahnender Beziehung auf den letzten Metern einen Korb bekommen habe, da ich leider ein armer Student bin, der außerdem nur 10cm größer war als sie…. Da kommt man sich sehr hilflos vor. Was erwartet eine 1.60m Frau die selbst Studentin ist? Einen Mann ab 1.80 der bereits fertig studiert ist und ein stattliches Einkommen vorweisen kann. Mit Charme und Intelligenz allein kann man da leider nicht punkten.

Abschließend noch ein Denkanreiz zum Thema genetische Programmierung:
Wieso macht Sex Spaß? Sicher nicht um des Spaßes willen, sondern einzig und alleine um einen Anreiz zur Fortpflanzung zu bieten.

paula

26. Oktober 2008, 20:00 Uhr

Ich bin begeistert, wie einfach es ist aus der Reserve gelockt zu werden. Seit mittlerweile 9 Monaten suche ich hier vergebens und ich kann nicht behaupten mich nicht bemüht zu haben. Doch es bleibt leider so, dass die Natur sich nicht überlisten lässt. Also werde ich wohl eher vom Blitz getroffen, als einen neuen Partner zu finden…
Dabei sind die Ansprüche eher normal als überspannt… er soll Humor haben, Verständnis für meinen zeitintensiven Beruf, akzeptieren, dass ich mit 47 nicht mehr wie 27 aussehe.. Ist das wirklich zuviel verlangt. Ach ja und dann sehe ich auch noch gut aus, wie schrecklich… Also muss ich wirklich etwas falsch machen, vielleicht bekome ich ja von jemanden hier Hilfe

Lutz

30. Oktober 2008, 15:00 Uhr

Was Sie hier immer über Frauen fantasieren …

Louie

5. November 2008, 09:00 Uhr

Leider scheint es tatsächlich so zu sein, daß einem attraktiven Mann nicht zugetraut wird, daß er noch mehr wünschenswerte Eigenschaften hat. Nur sehr wenige Frauen sind nicht erstaunt wenn aus seinem Mund intelligente Worte kommen. Wenn dieser erste Schreck überwunden ist kommt die nächste Unterstellung: Du bist ein Weiberheld, denn Du weißt, daß Du ein attraktiver Mann bist. Und das nutzt Du auch aus. Fazit: Mit Dir will ich nichts zu tun haben. Manchmal habe ich wirklich das Bedürfnis mich selber häßlich zu machen. (Nein, ich bin nicht psychisch auffällig) Einfach um solchen und anderen Verurteilungen schon im Vornherein zu entgehen. Es entzieht Dir jede Basis die Frau kennenzulernen.
Noch ein anderes Problem wenn Du als Mann allzu hübsch bist: Die Frau, die Du gerne kennenlernen möchtest

Karin

18. Januar 2009, 13:00 Uhr

Oh, Holgär dein Humor ist Klasse! Gehst du mit dem Programm auf Tour?!
Hallo Louie, das was du erzählst ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Ich bin auch nicht gerade hässlich, aber ich habe mich auch schon bei dem Gedanken beim Anblick eines schönen Mannes: "zu schön um wahr zu sein" ertappt. Ich vermute, wenn ich von "Adonis" angesprochen werde, nur Zwischenstation zu sein. Durch deine Schilderung werde ich jetzt mutiger! Man sollte j e d e m zuerst einmal eine Chance geben! D a n k e !

Aurore

30. November -0001, 00:00 Uhr

Ich bin 3 Wochen auf ElitePartner.de und habe mir verschiedene Gesichter angeschaut. Die Männer, die angeben, dass "andere sie als SEHR attraktiv bezeichnen", kamen mir nur mittel-attraktiv vor, und auch umgekehrt: Manche, die angebllich nur als "attraktiv" oder "sehr sympathische" bezeichnet sind, würde ich als sehr attraktiv einstufen. Meine Erfahrung – sowohl im Online-Dating als auch im Realleben zeigte, dass schöne Männer viel leichter zu verführen sind. Sie spielen gerne mit, sind kommunikativer, offener und brauchen keine Selbstbestätigung. Diejenigen, die hingegen UNBEDINGT eine schöne Frau wollten, waren selbst optisch (und oft auch charakterlich) nichts besonderes, hatten ein niedrigeres Selbstwertgefühl und brauchten eine Bestätigung von aussen ("schaut her, wen ich flachgelegt habe").
Die männliche Schönheit ist vor allem die Schönheit des Körpers, und weniger des Gesichts. Leider sieht frau das unter dem Anzug nicht, also vor der ersten Nacht ist es sowieso unklar, wer in welcher Liga spielt.
Bei offenen Bezieungen gibt es die o.g. Problematik sowieso nicht. Wenn ich mit einem Adonis zusammen bin, aber ihm (und natürlich mir selbst auch!) lasse, sich mit anderen zu treffen, dann braucht er auf schönere Frauen nicht zu verzichten und alle seine Bedürfnisse sind damit gedeckt. Denn für eine langfristige Beziehung sind im Gegensatz zu One-Night-Stands und Affären für Männer nicht die Schönheit, sondern andere Kriterien ausschlaggebend.

Jana

26. Januar 2009, 15:00 Uhr

Hier darf jeder seine Meinung schreiben, schlimm finde ich nur die welche die Meinung anderer immer kommentieren müssen , meist negativ.

Was ist denn Schönheit, das ist doch in jedem Auge etwas anderes. Männer sind nicht alle oberflächlich, sie sagen nur offen was sie schön und was sie nicht schön finden, was sie anspricht oder eben auch nicht. Das Problem liegt eher an uns Frauen das wir damit nicht umgehen können sondern es zuerst mal grundsätzlich verletzend finden. Das wollte der Mann wohl garnicht. Ein bischen Selbstbewusstsein. Jeder ist wie er ist, dem einen gefällts dem andren nicht. Gut so sonst gäbs ein Chaos. Männer suchen einen Frau die sich auch so gibt, denen ist am Ende auch egal wenn da paar Pfunde mehr auf er Waage sind, hauptsache das ist nicht 24h Thema zu Hause. Vieleicht sollten wir Frauen uns mal an der eignen Nase packen. Ich bin wie ich bin, wem ich nicht gefalle….ja nu…dem gefalle ich halt nicht. Und wenn mir einer sagt * Du bist eine schöne Frau* dann werde ich das geniessen und nicht hinterfragen.

Hagen

3. Februar 2009, 00:00 Uhr

Ich finde die Kommentare hier mindestens ebenso interessant wie den Haupttext und mußte z.B. über Jürgens Text trotz oder gerade wegen seiner politisch unkorrekten Eindimensionalität ordentlich grinsen… Nein, ich teile seine Ansicht nicht. Es wär übrigens schön, die Kommentatoren/innen (falls sie bei EP angemeldet sind) auch direkt kontaktieren zu können… käme eine sehr vielseitige Diskussion heraus, und ggf. interessante persönliche Kontakte. EP, geht sowas nicht?
Meine Ansicht zum Thema Schönheit bei Frauen und Männern: Ja, auch mir ist das Aussehen bei Frauen wichtig, allerdings beileibe nicht als einziger Faktor. Ausstrahlung und Selbstbewußtsein ist mindestens ebenso wichtig. Ich bin froh, inzwischen herausgefunden zu haben, daß ich mir auch nicht 100%ig in mein Beuteschema passende Frauen schön gucken kann, wenn andere Dinge stimmen. Aber es gibt auch no-go-Kriterien beim Aussehen für mich (höchst subjektiv natürlich).
Für mich muß eine Frau nicht superschlau sein, aber frech und selbstbewußt. Ausgesprochen dumm oder humorlos würde gar nicht gehen. Auch wenn sie sehr hübsch ist…
Ich habe bereits einmal eine Beziehung gehabt, wo ich des öfteren von meiner Freundin gehört habe, sie würde sich im Vergleich zu mir häßlich fühlen (so im Sinne wie im obigen Artikel angedeutet). Ich fand das richtig tragisch, besonders weil ich es – zumindest zwischenzeitlich – auch so gesehen habe wie sie. Das wurde ne Art selbsterfüllende Prophezeiung. Ich habe allerdings den Eindruck, daß so etwas eher die Ausnahme ist? Auf jeden Fall ist es nicht angenehm, als Mann der

Amandine

13. Februar 2009, 21:00 Uhr

Hagen:

"frech & selbstbewusst" – ja, es gibt Männer, die auf so was stehen, und gerade die ziehen ich immer wieder an – sowohl live als auch online und nicht zuletzt auf EP.de.
Das Problem ist aber, dass es nicht das, was die Masse anspricht. Die meisten Männer finden "frech & selbstbewusst" nicht weiblich.
Finde es auch schade, dass man die Kommentierenden nicht persönlich kontaktieren kann. Nur wenn man die E-mail-Adresse hinterlässt. Die meine ist na3829@fen-net.de

Till

21. April 2009, 18:00 Uhr

@Amandine

>Die meisten Männer finden "frech & selbstbewusst" nicht weiblich

Pe

24. April 2009, 15:00 Uhr

Ich habe mich köstlich amüsiert, aber jetzt mal ehrlich, ich würde mich selber als eine selbstbewusste und auch emanzipierte Frau bezeichnen, doch glaube ich das emanazipiert immer als unweiblich eingstuft wird und mit Alice Schwarzer in Verbindung gebracht wird.
Kommentare hin Kommentare her, aber wünscht sich nicht jede noch so gut im Leben stehende Frau einen auch im Lebenstehend Mann der es liebt für seine Frau und Familie zu Sorgen und es auch zu können?
Ich empfinde es als sehr schön und anziehend, im Gegenzug zu einem Mann der nur Autark ist und sich nicht um das Versorgen seiner Liebsten kümmert. Das zeigt doch nur, dass er keine Verantwortung übernehmen möchte und nicht bereit ist zu geben. Die Natur hat uns so erschaffen und ich finde gewisse Rollenverteilungen sogar wichtig. Natürlich ist das nicht mehr die Zeit für Extremitäten, wie Frau ist am Herd, der Mann geht arbeiten, aber darum geht es ja auch gar nicht. Heut zu Tage weiß man oft selbst nicht mehr was es heißt Frau zu sein. Ich persönlich möchte keinen Nichtversorger als Mann, obwohl ich es finanziell nicht bräuchte. Aber es geht um das Gefühl sich auch als SEINE Frau zu fühlen und da gehört das für mich einfach dazu.

Vic

22. Mai 2009, 22:00 Uhr

Nicht mehr die Zeit für Extremitäten? Wenn das nicht so urkomisch wäre, wäre es traurig…
Ich bin ganz fasziniert von diesem Blog hier, weil man einfach merkt, wieviel mehr Angst die Frauen vor der Bewertung ihres Äußeren (die meisten@Amadine) haben, als die Männer. Als junge, erfolgreiche, promovierte, 1,80 große Frau, die nicht mit größeren äußeren Makeln belegt wurde, habe ich festgestellt, dass e.g. Faktoren für viele Männer die Attraktivität meiner Person mindern oder zumindest Impotenzängste auslösen. Da ich aber gerne Sex habe und selbstbewusste Männer schätze, habe ich mich zwangsläufig und ungewollt auf meist ältere "Alpha-Männchen" verlegt, weil die sich einfach bei mir rangetraut haben und mir nicht nach einem halben Jahr in den Ohren lagen, dass sie sich neben mir "klein" fühlen würden… Deshalb bin ich doch keine Sklavin eines angeblich steinzeitlich programmierten Verhaltensmusters…oder? Mein Nachtgebet heute könnte ja mal wieder den Wunsch nach einem Mann mit HHH einschließen, der neben aller Partnerschaftlichkeit, geschlechterpolitischem Know-How und Differenziertheit in der Frauenmenschenbetrachtung im Bett mal schöööön den Kopf abschaltet. Dafür lad ich ihn dann auch immer beim Essengehen ein.

Louie

15. Juni 2009, 18:00 Uhr

@Vic:
Lang her, daß ich so schmunzeln mußte beim Lesen eines Artikels hier. Schade ist ja schon, daß sehr oft die Kommentare der Anderen niedergemacht werden, aber dass hier kaum Konstruktives, Optimistisches "rüberkommt" finde ich traurig. Schließlich sitzen wir alle mehr oder weniger im selben Boot. (Sollte man zumindest annehmen bei Menschen die sich auf einer Partnervermittlungsplattform rumtreiben).
Auf jeden Fall finde ich Deinen Beitrag sehr erfrischend. Interessant so wie es bei Dir die Alpha-Männchen zu sein scheinen, sind es bei mir die äußerlich weniger attraktiven Frauen – oder zumindest finden sie sich weniger attraktiv – die sich trauen. (Ist für die Eine oder Andere politisch nicht korrekt, spiegelt aber nur meine subjektive Meinung wieder) Woran das liegt? Darüber kann ich nur spekulieren. Wie dem auch sei. Nach einem halben Jahr oder auch früher vermehrt sich das Denken, dass ich zu schön für sie sei und dass ich sie ja eh verlassen werde. Oh, wie hab ich das satt. Ich will nicht mehr ständig sagen müssen: Schatz, ich werde Dich nicht verlassen. Es ist alles in Ordnung. Ich habe keine Lust mehr der Telephonjoker zu sein, den man natürlich kosten- und gebührenfrei anruft, der perfekte Schwiegersohn mit Manieren oder das Model, das nur an die nächste Nase voll Koks denkt und sowieso nymphoman ist. Es gibt mich zwar nur als Gesamtpaket, aber ich fürchte, ich werde mich einschränken müssen. Statt der unzähligen Gesichter nur noch die, die keine Komplikationen mehr nach sich ziehen. Naivität, Phantasielosigkeit und Spezialisierung bis zur Eintönigkeit zahlt sich scheinbar doch aus.
Was meinst Du Vic? Gute Idee? :-)

PS.:Was die 180cm angeht:

Mia

19. Juni 2009, 12:00 Uhr

@Hans-Joachim: Mir gefiel dein Beitrag, besonders der erste Teil. Es erinnerte mich an Erich Fromms "Die Kunst zu lieben", wo er definiert, dass Liebe eine Entscheidung ist (im Gegensatz zum temporären Feuerwerks-Gefühl "Verliebt-sein").
@Jürgen: s.o.: Neandertaler.
@Holgär: schöne Schreibe, interessante Geschichte, danke.
Aus eigener Erfahrung: In meinen frühen Twens ging ich Schönlingen als Gigolos oder vermutlich Dummen auch aus dem Weg, in meinen späteren Twens bis heute habe ich dieses Vorurteil abgelegt. Zunächst irritiert, habe ich mir als mittel-attraktive Frau mit zunehmenden Fallbeispielen auch so meine Gedanken gemacht, als mir auffiel, dass wenig bis gar nicht attraktive Männer mich als unattraktiv bezeichneten (auf direkter Nachfrage), wohingegen ich von m. E. schönen Männern als attraktiv bezeichnet wurde. Diese beiden Gruppen vergleichend stellte ich dann auch fest, dass die "Häßlichen" auf die reine Körperlichkeit sahen und bewerteten (nach der Medien-Mode), wohingegen die "Schönen" selbstbewusster waren und das Gesamtpaket wirken ließen. Letztere hatten Spaß an den Gesprächen mit mir, genossen Eloquenz und Witz, fühlten sich wohl bei den unkomplizierten Unternehmungen und genossen meine Leidenschaft im Bett. Selber schön brauchten sie keine Barbiepuppe und wollten lieber jemanden "zum Pferde stehlen". Wobei einige/viele "Schöne" es nicht immer schon waren, sondern früher mal zu dick, zu dürr, zu klein … waren.
Schöner Mann, mittel-attraktive Frau ist eine gute Kombination – solange die Frau es einfach hinnimmt/genießt und nicht mit unberechtigter Eiffersucht oder (Selbst-)Zweifeln nervt.
Schöne Grüße, Mia

Kelli

15. August 2009, 10:00 Uhr

Ich hatte mich in einen Mann verliebt, der für mich äußerst attraktiv schien. Andere finden ihn überirdisch schön. Ich bin nicht mal mittelattraktiv. Mich bezeichnet er als igitt und redet schlecht über mich. Ich habe ihn sehr verehrt, ihn mir gewünscht. Aber durch diese Kluft (igitt), keine Chance bei ihm. Dabei konnten wir soviel Miteinader lachen, bis das auf einmal wegbrach. Daher bleibt immer:
schöner Mann und schöne Frau
mittel-attraktive Frau mittel-attraktiver Mann

Gerrit

7. Dezember 2009, 15:00 Uhr

Auch wenn der letzte Post schon etwas her ist:

Es gibt bei solchen Diskussionen eigentlich immer eine Grundregel: Verallgemeiner niemals etwas, das du nicht selbst erforscht und belegt hast. Es macht doch wirklich keinen Sinn hier über Meinungen und Geschmack zu streiten.
Es wird immer wieder Beispiele geben die bestimmte "über-den-Kamm-scher-Aktionen" bestätigen, es ist aber damit kein allgemeingültiges Gesetz der Natur oder ähnliches.

Ich für meinen Teil schaue bei Frauen besonders auf eine natürliche Ausstrahlung. Wunderschöne Frauen machen mir eher Angst. Jetzt weiß ich allerdings nicht ob ich zur ersten oder zweiten Klasse gehöre …

heike

12. Januar 2010, 23:00 Uhr

Es ist schon bezeichnend, wieviele Männer sich bei EP als attraktiv empfinden, während sich Frauen eher als mittel-attraktiv einstufen.Als 47- jährige Frau kann ich natürlich nicht das ewig junge medienwirksame sportliche Multifunktionsmädel verkörpern – und will das auch nicht. Schließlich habe ich mit 43 Jahren völlig natürlich nochmals ein Kind geboren,- und das zwei Wochen nach gemeinsamen Entschluß. In Sachen Fruchtbarkeit habe ich somit jede Statistik völlig entkräftet, das gibt natürlich jenseits etwaiger optischer Attraktivität ein enormes weibliches Selbstbewußtsein. Die Herren, die unabhängig von ihrer körperlichen Attraktivität – welche ich natürlich nicht ablehne, ob diese zutrifft, beurteile ich aber lieber selbst – diese enorme urweibliche Kraft durch ebenbürtige männliche Funktionalität ergänzen können, dürfen sich gerne bei mir melden. Auf Attraktivitäts-Attrappen lege ich allerdings keinen Wert. Schönen Gruß von fishermens friend.

Michael

21. Februar 2010, 22:00 Uhr

Das hängt natürlich mit dem Gefühl zusammen sich für schön zu halten – womit vielleicht Frauen mehr Probleme haben als Männer. Dabei spielt eine Rolle, was man wirklich will: Die sogenannte ‘wahre’ Liebe, die immer Seelenliebe ist, oder eben das was man glaubt daß Liebe ist – die äußere Attraktion. Ich selbst suche nach einem Seelenpartner, den ich ausschließlich lieben kann und das hängt bei mir eben nicht vom Aussehen ab. Eine solche Frau ist für mich dann auch automatisch schön, weil sie genau das hat was ich anziehend finde. Und das empfinden die meisten anderen, wenn auch unbewußt so…