Online-Partnersuche: Ein gutes Foto steigert Erfolg

Online-Partnersuche: Ein gutes Foto steigert Erfolg

von: Annette Riestenpatt

Gehören Sie auch zu den Menschen, die nicht so gern fotografiert werden? Der CEWE Fotograf Robert Geipel hat schon Bundeskanzlerin Angela Merkel oder Rocksängerin Tina Turner ins rechte Licht gesetzt. Im Interview erklärt er, wie wir eine solche „Foto-Phobie“ mit ein wenig Humor und Spaß beim Shooting ausgleichen und dabei richtig gute Fotos machen können.

Herr Geipel, was macht ein gutes Porträtfoto aus?

Es soll authentisch und spontan sein, nicht zu sehr gestellt, nicht zu viel Gegenlicht. Besser ist, vorhandenes Licht zu nutzen und nicht mit dem eingebauten Blitz zu arbeiten. Auch sollte die Haut nicht zu sehr glänzen. Hier hilft unter Umständen Babypuder, das ist farblos und mattiert die Hautflächen an Stirn und Wangen.

Was machen die meisten Menschen falsch, wenn sie Fotos von sich auswählen, die sie für die Partnersuche verwenden möchten?

Es ist besser, wenn dritte die „Bildredaktion“, also die Auswahl, übernehmen. Oft ist man selbst einfach zu nah dran. Die Endauswahl sollte man dann wieder selbst treffen. Lustig kann auch eine Fotostrecke sein, die gut in einem kleinem CEWE FOTOBUCH gestaltet werden kann. Wichtig ist durchaus, viele Fotos von sich machen zu lassen, damit der richtige Schnappschuss dabei ist. Nicht reden, denn das Foto friert die Gesichtszüge ein. Die besten Bilder entstehen, wenn man nicht für das Foto lächelt, das wirkt oft steif und gestellt. Authentische „Schnappschüsse“ kommen spontan oft besser an.

Mit vielen modernen Digitalkameras können auch Laien gute Fotos machen. Haben Sie ein paar Profi-Tipps?

Möglichst keine Aufnahmen mit Weitwinkel machen, ein leichtes Teleobjektiv ist besser. Es muss nicht immer eine Spiegelreflex-Kamera sein, auch Kompaktkameras machen gute Aufnahmen. Das Porträtprogramm kann durchaus genutzt werden, dann aber lieber den eingebauten Blitz ausschalten. Der Hintergrund sollte nicht zu unruhig sein und es empfiehlt sich eine offene Blende zu wählen, um mit selektiver Schärfe zu arbeiten: So wird im Telebereich der Hintergrund unscharf und der Betrachter fokussiert sich auf den Menschen. Personen mit rundem Gesicht sollten mit Seitenlicht beleuchtet werden, so wird das Gesicht durch den Schatten geteilt und erscheint schmaler. Wer leicht zum Doppelkinn neigt, den sollte man ein wenig von oben fotografieren, damit das Kinn nicht gestaucht wird. Ansonsten auf Augenhöhe fotografieren. Eine Perspektive von unten kann leicht überheblich wirken. Auch das Licht darf nicht von unten kommen, dies wirkt meist unvorteilhaft.

Was sind die häufigsten Fehler, die Amateurfotografen bei Porträts machen?

Meist blitzen sie zu sehr von vorn, so dass man im Telebereich rote Augen hat und der Hintergrund zu dunkel wird. Besser wäre es, näher an das Modell heranzugehen und nicht zu viel vom Umfeld zu zeigen. Es muss nicht immer die ganze Person auf dem Bild zu sehen sein, ein sogenanntes Head and Shoulder-Close Up, also Kopf bis Mitte des Oberkörpers, ist oft aussagekräftiger.

Wie wird ein gutes Porträt noch besser?

Indem die Aufnahmen inszeniert werden. Wichtig ist Spontaneität, sich locker zeigen und Spaß am Shooting haben. Wählen Sie verschiedene Kleidungsstücke, Sachen, in denen Sie sich wohl fühlen. Kleine Requisiten erleichtern die Handhaltung. Möglichst Finger zeigen. Der Fotografierende sollte Sinn für Ästhetik und Ausschnitt haben. Bitte keine Selbstauslöser-Fotos, denn diese wirken oft sehr gestellt. Gute Fotos bekommen Sie, wenn Sie mit einem engagierten Profifotografen arbeiten.

Sehr geehrter Herr Geipel, wir danken Ihnen für das Gespräch!

 

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