Welcher Beziehungstyp sind Sie?

Beziehungstypen-Test – die richtige Konstellation für eine erfüllende Partnerschaft

von ElitePartner Redaktion , 20. April 2020

Beziehungstypen gibt es viele – der eine wünscht sich maximale Nähe, der andere will sich um jeden Preis seine Unabhängigkeit bewahren. Welche Typen in einer Partnerschaft aufeinandertreffen, entscheidet maßgeblich darüber, ob diese langfristig funktioniert oder nicht. Mit dem Beziehungstypen-Test finden Sie heraus, zu welchem Beziehungstyp Sie zählen und welche Konstellation für Sie am besten passt.

Warum Beziehungstypen bei der Partnersuche helfen

Trifft Unabhängigkeit auf extremes Nähebedürfnis oder ein Streithahn auf einen Harmoniemenschen kann das nicht gut gehen – manche Menschen passen einfach nicht zusammen. Das ist keine Binsenweisheit, sondern wissenschaftlich bewiesen. Die Konstellation von Beziehungstypen bestimmt bereits beim Online Dating oder spätestens am Anfang einer Partnerschaft, ob diese zwischen zwei Typen auf lange Sicht zusammenpassen. Anhand welcher Faktoren sich entscheidet, welcher Beziehungstyp Sie sind und welche Konstellation die richtige ist, wird mit verschiedenen Ansätzen erforscht. Wir haben zwei unterschiedliche Blickwinkel näher betrachtet:

  1. Die Studie von Heller und Levine beleuchtet die Verhaltensmuster von Einzelpersonen im Alltag in Beziehungen.
  2. Die Forscher der University of Illenois konzentrieren sich in ihrer Studie auf das Verhalten von Paaren.

Nur eine Konstellation passt gar nicht zusammen: Beziehungstypen nach Heller und Levine

Jeder Mensch sehnt sich nach Bindung und Beziehung – davon sind der Psychiater Amir Levine und die Psychologin Rachel Heller überzeugt. Warum es trotzdem immer wieder zu Problemen und Missverständnissen in Partnerschaften kommt, haben die beiden Wissenschaftler in jahrelanger Forschung untersucht. Auf Basis ihrer Erkenntnisse haben Levine und Heller drei Beziehungstypen mit eigenen Dynamiken und Eigenschaften herauskristallisiert – und das ganz unabhängig vom Geschlecht. Hauptunterschiede dieser Typen: Kommunikationsverhalten, Erwartungen an den Partner, Konfliktbewältigung und Einstellung zu Sex.

1. Fels in der Brandung: der sichere Beziehungstyp

Nähe zulassen, aber nicht ins Extreme abrutschen – den sicheren Typ zeichnet eine gute Balance zwischen Nähe und Unabhängigkeit aus. Er hat verstanden, das Nähe guttut, zu viel Zweisamkeit aber auch schaden kann. Durch Uneinigkeiten lässt sich der sichere Beziehungstyp nicht aus der Ruhe bringen. Stattdessen kommuniziert er offen und effektiv über seine Bedürfnisse und Wünsche und beugt so Missverständnissen vor. Die beste Ausgangslage also für eine langfristige und stabile Partnerschaft.

Gut zu wissen: Rund die Hälfte aller Menschen zählt zu diesem Beziehungstyp.

2. Sorgen über Sorgen: der ängstliche Beziehungstyp

Liebt mein Partner mich? Werde ich vielleicht verlassen? Menschen, die zum ängstlichen Beziehungstyp gehören, hinterfragen ihre Beziehung täglich. Aufgrund der Verlustängste brauchen sie viel Nähe und Aufmerksamkeit. Distanziert sich der Partner oder weist ihn oder sie zurück, fühlt sich der ängstliche Typ schnell gekränkt und neigt zu Protestverhalten. Doch anstatt diese negativen Gefühle offen zu kommunizieren, schweigt er lieber und unterdrückt seine Gefühle aus Angst, den Partner zu vergraulen.

Gut zu wissen: Auch, wenn der ängstliche Beziehungstyp auf den ersten Blick wenig beziehungsfähig scheint, kann er durch einen sicheren Partner aufgefangen werden und durchaus erfüllende Partnerschaften führen.

3. Freiheit über alles: der vermeidende Beziehungstyp

Das komplette Gegenteil dazu stellt der vermeidende Beziehungstyp dar. Er fühlt sich durch Nähe eingeengt und macht sich keinerlei Gendanken darüber, dass der Partner ihn oder sie zurückweisen oder die Paarbeziehung in die Brüche gehen könnte. Unabhängigkeit auch innerhalb einer Partnerschaft steht für diesen Typus an erster Stelle. Emotionale Verbundenheit setzen solche Menschen meist mit Verlust ihrer Freiheit gleich und gehen deshalb bei zu viele Nähe auf körperliche und emotionale Distanz und senden ihren Partnern unklare Signale.

University of Illinois: Viele Konflikte bedeuten nicht gleich schlechte Partnerschaft

Neben den Wissenschaftlern Heller und Levine deckte auch eine groß angelegte Untersuchung der University of Illinois vier verschiedene Partnerschaftstypen auf. Dabei begleiteten die Forscher 376 sich datende Paare neun Monate lang, befragten sie regelmäßig nach ihrem Befinden in ihrer Beziehung und erkundigten sich danach, ob sie sich auch eine Ehe mit ihrem Partner vorstellen könnten. Am Ende der Studie kristallisierten sich vier unterschiedliche Beziehungstypen heraus.

1. Die Beziehung an erster Stelle: die Partnerfokussierten

Möglichst viel Zeit miteinander verbringen, ähnlichen Freizeitaktivitäten nachgehen und häufig sogar ein oder mehrere gemeinsame Hobbys haben – das zeichnet den partnerfokussierten Beziehungstyp aus. Paare dieses Typus wachsen durch die vielen gemeinsamen Aktivitäten stärker zusammen, ihre Bindung zeichnet sich durch ein hohes Maß an Gewissenhaftigkeit aus. Auch treffen solche Paare Entscheidungen überlegter als andere, da sie sich in der Regel mehr Gedanken über die Partnerschaft machen. Kein Wunder, dass die Wissenschaftler diesem Typ die größten Erfolgschancen prognostizieren und bei dieser Gruppe die höchste Zufriedenheit feststellen.

2. Achterbahn der Gefühle: der konfliktreiche Beziehungstyp

Konfliktreiche Paare streiten oft und gerne. Das Ende der Liebe ist also nah? Weit gefehlt! Streitigkeiten destabilisieren und gefährden eine Beziehung nicht zwangsläufig. Denn konfliktreiche Paare nutzen ihre Auseinandersetzungen, um Entscheidungen zu treffen. So herrscht bei solchen Partnerschaften auf der einen Seite eine ständige Spannung, die sie auseinandertreibt, auf der anderen Seite bringt sie ihre leidenschaftliche Anziehung aber immer wieder zusammen.

3. Stärkung durch Freunde: Die sozial Vernetzten

Paare des Beziehungstyps der sozial Vernetzten charakterisieren sich durch einen gemeinsamen Freundeskreis, der die Beziehung und die mit ihr verbundenen Entscheidungen prägt. Durch gemeinsame Freunde wachsen die Partner stärker zusammen. Solche Verbindungen sind besonders aussichtsreich. Schließlich fußen gerade Langzeitbeziehungen auf einem freundschaftlichen Fundament.

4. Drama, Drama: die Dramatischen

Anders sieht es bei dem Beziehungstyp der Dramatischen aus. Ihre Partnerschaft startet zwar vielversprechend, doch dauerhaft klappt es bei den Wenigsten. Denn am liebsten verbringen sie ihre Zeit ohne den Partner, Entscheidungen treffen sie aufgrund negativer Erfahrungen und äußeren Einflüssen. Die Konsequenz: Das Trennungsrisiko solcher Verbindungen fällt etwa doppelt so hoch aus wie das anderer Paare. Aber keine Panik, auch hier gibt es Hoffnung, denn Paare können auch vom einen zum anderen Typ innerhalb der Beziehung wechseln.

Prägend für Beziehungstypen? Das Bedürfnis nach Nähe und Distanz

Was die beiden Forschungen eindeutig zeigen: Ob eine Paarbeziehung auch langfristig funktionieren kann, ist maßgeblich davon abhängig, welches Bedürfnis von Nähe und Unabhängigkeit die beiden Partner mitbringen. Deswegen haben wir von ElitePartner einen Test entwickelt, der sich besonders auf das Nähe-Distanz-Verhältnis in Partnerschaften fokussiert. Das Ergebnis: drei Beziehungstypen, die offenbaren, wie Sie zu Verbundenheit und Intimität in einer Partnerschaft stehen. Unabhängig, verbindlich oder ausgeglichen? Das zeichnet diese Arten von Beziehungsverhalten aus:

  1. Der unabhängige Beziehungstyp bekommt bereitsbei dem Gedanken an zu viel Nähe und emotionale Verbundenheit Schnappatmung.
  2. Nicht nur der Wunsch nach maximaler Nähe mit dem Partner zeichnet den verbindlichen Typen aus, auch ein anderes Merkmal ist ganz prägend.
  3. Die Ausgeglichenen leben ganz nach dem Motto „Der Mix macht’s!“ – besonders in Bezug auf Nähe.  

Beziehungstyptest– was ist Ihnen wirklich wichtig?

Unabhängig, verbindlich oder ausgeglichen? Machen Sie jetzt unseren Beziehungstypen-Test und finden Sie heraus, was Sie in einer Partnerschaft ausmacht und welche Rolle Sie in einer Beziehung einnehmen.

  1. [1/10] Sie lernen eine interessante Person kennen. Welches Kompliment überzeugt Sie am ehesten?

  2. [2/10] Sie sind noch nicht lange zusammen. Wie ist Ihr Verhalten als Beziehungtyp in der Anfangszeit?

  3. [3/10] Es hat gefunkt. Wann ist der Zeitpunkt, um miteinander intim zu werden?

  4. [4/10] Das Wochenende liegt vor Ihnen. Wie verbringen Sie es idealerweise?

  5. [5/10] Auf einer Party flirtet Ihr Partner mit einer anderen Person. Wie reagieren Sie?

  6. [6/10] Sie sind auf einer Geschäftsreise in Amsterdam und schicken Ihrem Partner eine WhatsApp-Nachricht. Wie lautet diese am ehesten?

  7. [7/10] Sie haben sich gerade heftig gestritten – mit Türenknallen und lautem Geschrei. Und nun?

  8. [8/10] Können Sie sich vorstellen, Ihr ganzes Leben mit nur einem einzigen Menschen zu verbringen?

  9. [9/10] Wird eine Heirat Ihre Beziehung verändern?

  10. [10/10] Ungeplant erwarten Sie beide ein Kind. Wie reagieren Sie?

Die beste Konstellation von Beziehungstypen

Sie fragen sich, was Ihr Beziehungstyp für Ihre neue Beziehung bedeutet? Die Antwort: Suchen Sie einen kompatiblen Partner für Ihren Typ. Besonders hohe Chancen auf eine langfristige und glückliche Partnerschaft haben zwei ausgeglichene Typen miteinander. Aber auch mit einer Person der verbindlichen Sorte oder einem unabhängigen Partner, kann ein ausgeglichener Typ eine harmonische Beziehung führen – er ruht genug in sich selbst, um die unterschiedlichen Bedürfnisse dieser beiden Typen auszugleichen. Eine Konstellation, die sehr fordernd sein kann und verstärkt das Risiko von Konflikten mit sich bringt: Verbindlich verliebt sich in unabhängig. Hier sind die Differenzen zwischen den Nähe-Distanz-Bedürfnissen nur schwer zu überbrücken. Die eine festgelegte Konstellation von Beziehungstypen gibt es jedoch nicht. Diplom-Psychologin und ElitePartner-Expertin Lisa Fischbach hält abschließend fest:

Die Bedürfnisse nach Nähe und Unabhängigkeit sind elementar und tief in unserer Persönlichkeit verankert. Welchen Bindungsstil wir entwickeln und wie dieser später unsere Liebesbeziehungen beeinflusst, wird früh in der Kindheit angelegt, kann sich aber aufgrund von positiven oder negativen Erfahrungen in unserem Leben und in Partnerschaften verändern. Wir sind daher nicht unflexibel in der Art zu lieben und Beziehungen zu leben, auch wenn wir ein Grundmuster in uns tragen.