Vertrauen Beziehung: Mann und Frau trinken Kaffee und halten sich die Hände

Vertrauen in der Beziehung: Die Basis für jede Liebe

von: ElitePartner Redaktion , 16. Februar 2018

Eine Beziehung ohne gegenseitiges Vertrauen zu führen, ist nahezu unmöglich. Aber was passiert, wenn einer der Partner das Vertrauen missbraucht? Wie kann man es schaffen, dieses Vertrauen wiederaufzubauen? Unsere Tipps können Ihnen dabei helfen, eine feste Basis in der Partnerschaft zurückzugewinnen.

Welchen Stellenwert hat das Thema Vertrauen?

„Vertrauen in einer Beziehung sagt etwas zur Haltung bzw. die Erwartung an den Partner aus. Wer seinem Partner vertraut, geht davon aus, dass dieser sich auch künftig nach gemeinsamen Werten und moralischen Vorstellungen orientieren wird“, erklärt unsere Diplom-Psychologin Lisa Fischbach. „Dabei geht man bei Aussagen, Erzählungen und Versprechungen des Partners von deren Richtigkeit aus.“

Wie wichtig Vertrauen ist, lässt sich am besten daran erkennen, wie schwer ein gebrochenes Vertrauen in einer Beziehung wiegen kann. Wo dieser Vertrauensbruch beginnt, ist individuell verschieden. „Fast alle zwischenmenschlichen Beziehungen werden mit kleineren bis großen Vertrauensbrüchen konfrontiert. Außereheliche Affären, Lügen, Ignoranz und mangelnde Unterstützung werden oft als massive Vertrauensbrüche erlebt“, so Fischbach. Die Treue spielt hier ebenfalls eine maßgebliche Rolle. In unserer ElitePartner-Studie, bei der knapp 6.000 erwachsene deutsche Internetnutzer nach den wichtigsten Eigenschaften gefragt wurden, die ein Partner mitbringen soll, steht die Treue mit 95 Prozent bei den Frauen und 90 Prozent bei den Männern an erster, beziehungsweise zweiter Stelle.

Welches Verhalten zerstört das Vertrauen in einer Beziehung?

Nicht erst ein Seitensprung kann zu einem verlorenen Vertrauen in der Beziehung führen. Kleinigkeiten reichen manchmal schon aus. „Die Stärke der Enttäuschung ist wesentlich für die Ausprägungen. Je wichtiger und intimer der Bereich ist, der durch den Vertrauensbruch berührt wurde, desto schlimmer wird es empfunden“, erklärt Single- und Paar-Beraterin Lisa Fischbach. Folgende Faktoren können das Vertrauen in die Beziehung erschüttern:

Die Privatsphäre wird nicht respektiert:

Während es bei manchen Paaren ganz normal ist, die Post des Partners zu öffnen oder Nachrichten zu lesen, gilt das bei anderen als absolutes Tabu. Das bestätigen auch die Ergebnisse unserer ElitePartner-Studie. Von den befragten Paaren stört es 54 Prozent der Frauen, wenn der Partner heimlich ans Handy oder die E-Mails geht, bei den Männern sind es sogar 60 Prozent. Oft offenbart ein solches Verhalten auch bereits mangelndes Vertrauen in die Beziehung, das durch Kontrolle ersetzt wird.

Es wird aus dem Nähkästchen geplaudert:

Der Partner ist unzufrieden mit der gemeinsamen Situation, bespricht dies aber nicht mit seiner Lebensgefährtin/seinem Lebensgefährten, sondern mit Verwandten, Freunden oder Kollegen? Ganz schnell geht so das Vertrauen verloren in die Beziehung. Unsere Beziehungsexpertin kennt die Gründe für ein solches Verhalten:

„Hinter einem Vertrauensbruch steckt oft die Angst, Probleme offen anzusprechen und in der Heimlichkeit eine scheinbare ‚Lösung‘ zu sehen. Besser: Scheuen Sie die Konfrontation nicht und sprechen Sie über das, was Sie in der Partnerschaft bewegt, Ihnen fehlt. So können Sie im Vorfeld die Wogen glätten.“

Fehlendes Vertrauen in der Beziehung – Versprechen werden nicht eingehalten:

Ihr Partner hat versprochen, auf das gemeinsame Kind aufzupassen, damit Sie zum Sport gehen können – und plötzlich fällt ihm ein, dass er noch einen wichtigen Termin hat? „Häufig erlaubt sich ein Partner etwas, das gegen getroffene Vereinbarungen – auch unausgesprochene – verstößt und den moralischen Vorstellungen widerspricht“, erklärt Lisa Fischbach. „Wer rücksichtslos und hinter dem Rücken des anderen eigenen Wünschen und Bedürfnissen nachgeht, missbraucht dessen Vertrauen.“ Häufen sich solche Situationen, geht das Vertrauen in die Beziehung schleichend unter, denn Ihr Partner erscheint Ihnen nicht mehr verlässlich.

Sie wurden betrogen:

Für manche Menschen beginnt Betrug bereits im Kopf. Nicht umsonst behalten es 35 Prozent der befragten Paare in Deutschland laut unserer ElitePartner-Studie lieber für sich, wenn sie jemand anderen attraktiv finden – es ist damit der am häufigsten genannte Gedanke, den die Befragten lieber nicht aussprechen. Kommt es dann tatsächlich zu einem One-Night-Stand, lässt sich das Vertrauen in die Beziehung oft nicht wiederaufbauen. Für die ElitePartner-Studie 2017 wurden knapp 3.000 erwachsene deutsche Internetnutzer befragt, was sie dazu veranlassen würde, eine Beziehung zu beenden. Unangefochten auf Platz 1 liegt dabei die Affäre: 83 Prozent der Frauen würden einen Schlussstrich ziehen, wenn sie über einen längeren Zeitraum betrogen werden, 71 Prozent der Männer würden ihre Beziehung in diesem Fall ebenfalls für beendet erklären. Bei einem einmaligen Seitensprung würden 56 Prozent der Frauen ihren Partner verlassen, für 45 Prozent der Männer wäre dieser Vertrauensbruch in der Beziehung gleichbedeutend mit dem Ende.

Wie gelingt es Ihnen, das Vertrauen in die Beziehung wiederherzustellen?

Wurde Ihr Vertrauen missbraucht oder haben Sie Ihren Partner enttäuscht, müssen Sie zunächst einmal beide entscheiden, ob Sie sich überhaupt noch eine Chance geben wollen. Können Sie diese Frage mit Ja beantworten, helfen Ihnen diese Tipps, das Vertrauen in Ihrer Beziehung neu aufzubauen:

1. Leugnen Sie den Vertrauensbruch in der Beziehung nicht! Sollten Sie Ihren Partner hintergangen haben, stehen Sie auch dazu. „Sich Problemen zu stellen, kann helfen, die Beziehung zu retten“, rät unsere Expertin.

2. Sprechen Sie offen über Ihre Gefühle, denn nur dann kann sich etwas ändern und das Vertrauen in der Beziehung wieder entstehen Was waren die Gründe für den Vertrauensbruch? Welches Verhalten hat Sie verletzt? Nur durch Ehrlichkeit und Offenheit wahren Sie die Chance auf einen Neustart. „Danach muss jeder für sich entscheiden, ob er verzeihen kann oder die Enttäuschung irreparabel ist“, betont Lisa Fischbach.

3. Eine Wiederholung des Vertrauensbruchs muss zwingend vermieden werden. Neues Vertrauen in der Beziehung lässt sich nur aufbauen, wenn Sie den Versprechungen des Partners Glauben schenken können. Haben Sie oder Ihr Partner diese Situation bereits mehrfach durchlebt, stehen die Chancen, sich zukünftig wieder blind zu vertrauen, äußerst schlecht.

4. Verbringen sie Zeit zusammen. So hat derjenige, der seinen Partner hintergangen hat, die Möglichkeit, diesem Sicherheit zu vermitteln und so das Vertrauen in die Beziehung Das empfiehlt auch unsere Diplom-Psychologin: „Damit weiteres Vertrauen entsteht, müssen die Partner gemeinsame Zeit verbringen.“

Fazit: So bauen Sie neues Vertrauen in Ihrer Beziehung auf

Ein Vertrauensbruch ist immer eine schwere Belastung für Paare. Um das Vertrauen in die Beziehung wiederherzustellen, müssen beide Partner an einem Strang ziehen. Nur wenn sich beide noch eine Chance geben wollen, macht ein Neuanfang auch Sinn. „Das klappt nicht immer“, weiß unsere Expertin. „Ist die Verletzung zu groß, ist Verzeihen oft nicht mehr möglich.“ Kann sich der Hintergangene jedoch vorstellen, dass das Vertrauen in die Beziehung zurückkehrt, dann „kann eine Krise eine Chance sein, an der eine Partnerschaft wächst. Dazu muss ein Problem erkannt und auch überwunden werden.“

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