Small-Talk

Small-Talk 1×1: So kommen Sie leicht mit Ihrem Gegenüber ins Gespräch

von: ElitePartner Redaktion

Nicht wenige Beziehungen beginnen mit einem „Bist Du öfter hier?“ oder „Das Wetter ist aber auch mies heute!“ Wir verraten Ihnen, warum der kleine Small-Talk zu etwas ganz Großem werden kann und mit welchen Strategien Sie Small-Talk lernen können.

Small-Talk: Diese Tipps sollten Sie kennen

Sie kennen die Situation sicher. Sie sind bei einer Geburtstagsfeier oder einem anderen Event und erspähen aus der Ferne eine attraktive Frau oder einen interessanten Mann. Doch wie sollen Sie den Kontakt herstellen? Flirtsprüche à la „Ich habe meine Nummer verloren, gibst Du mir Deine?“ sind Ihnen verständlicherweise zu plump und auch ein einfaches „Hey“ bringt nur selten Erfolg. Der Schlüssel, der Türen öffnet, lautet Small-Talk. Wir verraten Ihnen, welche drei Tipps Sie dabei unbedingt beachten sollten.

1. Wählen Sie seichte Small-Talk-Themen

Das Wort verrät es schon – bei einem „Small-Talk“ geht es um ein kleines Gespräch, eine nette Plauderei, einen lockeren Austausch. „Reden Sie anfangs ruhig über Unverfängliches“, rät Single-Coach Lisa Fischbach.

„Es kommt weniger auf das Thema als auf das Wie an. Und auch mit Alltagsthemen finden Sie einiges über Ihr Gegenüber heraus. Zu Gesprächsbeginn sind Inhalte zweitrangig. Der erste Eindruck entsteht vor allem aus Gestik, Mimik, Stimme und Körperhaltung.“

Die erste Phase eines Gesprächs dient primär dazu, die Ausstrahlung Ihres Gegenübers wahrzunehmen und zu erkennen, ob Sympathie vorhanden ist. Nicht das Gesagte zählt, sondern: Wie kommunizieren die Augen, wie ist das Lächeln, die Stimme, die Art zu sprechen? So kann aus einem Small-Talk schnell ein Flirt werden.

Wählen Sie das Thema beim Small-Talk dennoch mit Bedacht aus. Verzichten Sie dabei auf Bereiche, die eine besonders starke Meinung hervorbringen und in einer stundenlangen Debatte enden könnten. Politik, Religion, Krankheit oder Geld sind beim Small-Talk tabu. Setzen Sie auf seichte Themen wie Reiseziele, Hobbys, das Ambiente der Location, Aktuelles aus den Medien, Essen und Trinken oder Sport. Sie wollen über das tolle Wetter sprechen? Auch das ist erlaubt. Ideal ist, wenn das Themengebiet einen Bezug zur Person oder zur aktuellen Situation hat – damit suggerieren Sie Interesse und eine gute Beobachtungsgabe.

2. Stellen Sie beim Small-Talk offene statt geschlossene Fragen

Ihr Arbeitskollege hat Sie zu seinem Geburtstag in ein nettes Lokal eingeladen und eine der Anwesenden weckt Ihr Interesse – Sie finden aber keinen Aufhänger für ein Gespräch. Hier kommen wir zu einem Klassiker der Small-Talk-Tipps: Wichtig ist, dass Ihre Frage keine Frage ist, die mit einem knappen Ja oder Nein beantwortet werden kann, was unweigerlich das Ende der Konversation bedeutet. Setzen Sie stattdessen auf offene Fragen, die ein echtes Gespräch initiieren:

  • Bist Du öfter hier? Besser: Ich liebe das Ambiente dieser Bar. Warum bist du gern hier?
  • Bist Du alleine hier? Besser: Du stehst so alleine hier. Auf wen wartest du denn?
  • Darf ich Dir noch einen Drink spendieren? Besser: Was trinkst Du da? Das sieht echt gut aus.
  • Kennst Du den Gastgeber auch von der Arbeit? Besser: Woher kennst Du eigentlich den Gastgeber?
  • Gefällt Dir die Musik hier? Besser: Super Song! Weißt du, vom wem der ist?

Wenn Sie offene Fragen stellen, dürfen Sie sich nicht nur auf komplexere Antworten freuen, Sie erfahren außerdem ein wenig mehr über Ihr Gegenüber und signalisieren damit echtes Interesse – und das einzig und allein durch einen Small-Talk. Flirt nicht ausgeschlossen!

3. Small-Talk lernen durch Assoziationsketten

Die Wenigsten wollen im Small-Talk verharren, denn der bildet schließlich nur den Auftakt für tiefere Gespräche und ein intensiveres Kennenlernen. Doch wie gelingt der Übergang von einem belanglosen Austausch über das schlechte Wetter hin zu einem Gespräch, das mehr über das Gegenüber verrät? Die Lösung liegt in der Bildung von einfachen Assoziationsketten.

Diese bieten Ihnen bei einem Small-Talk folgende drei Vorteile:

  • Ihnen geht der Gesprächsstoff nicht aus, denn Sie finden immer wieder neue Anknüpfungspunkte
  • Sie können das Gespräch selbstbestimmt in eine konkrete Richtung lenken
  • Assoziationsketten sind trainierbar; Sie können Small-Talk lernen

Ausgehend von der Wetter-Frage könnte eine mögliche Assoziationskette folgendermaßen aussehen:

Schlechtes Wetter – Lust auf Reisen – Lieblingsreiseziele – Vietnam – Halong Bay – Abenteuerliche Erlebnisse beim Backpacking usw.

Durch einfache Assoziationsketten können Sie ganz schnell mehr über Ihr Gegenüber erfahren und in komplexere Gespräche einsteigen. Wenn Ihnen kein Small-Talk-Thema einfällt, schauen Sie sich einfach in Ihrer näheren Umgebung um und machen Sie sie zu Ihrem Instrument. Fragen Sie zum Beispiel, wie Ihrem Gegenüber das Interieur der Bar gefällt:

Interieur der Bar – anstehender Umzug – Unsicherheit bei der Farbgestaltung des Wohnzimmers – Unterhaltung über damaliges WG-Zimmer – Studienort – Erlebnisse im Studium usw.

Solche Ketten sind lernbar. Notieren Sie sich vorab einige Beispiele. So sind Sie für den nächsten Small-Talk bestens gewappnet und können innerhalb kürzester Zeit eine spannende Gesprächsebene erreichen.

Fazit: Small-Talk – Flirt vorprogrammiert

Die gute Nachricht vorab: Für ein erstes Gespräch müssen Sie nicht besonders kreativ werden, um Small-Talk-Themen zu finden. Denn beim ersten Kennenlernen geht es weniger um die Dinge, die Sie sagen, als um Ihre Mimik, Gestik, Stimme und Körperhaltung. Selbst das schlechte Wetter kann ein probates Mittel für den ersten Kontakt sein. Dennoch sollten Sie bei allem, was Sie sagen, einige Small-Talk-Tipps beherzigen. Wichtig ist, dass Sie auf geschlossene Fragen verzichten und gedanklich schon Ansätze einer Assoziationskette parat haben. So halten Sie das Gespräch am Laufen und erfahren schnell viel über Ihr Gegenüber. Je mehr Sie diese kurzen, unverfänglichen Gespräche im Alltag üben, desto mehr werden Sie merken, dass der Small-Talk gelingt.

Jetzt kostenlos anmelden

Ich bin
Ich suche

Mit Ihrer Anmeldung erklären Sie sich mit unseren AGB und den Datenschutzbestimmungen einverstanden. Sie erhalten Informationen zu Elitepartner per E-Mail (Abmeldung jederzeit möglich).