Störendes Verhalten in Beziehungen

Sex-Muffel, Kontrollfreaks, offene Badtüren: das stört in Beziehungen wirklich

von: Beatrice Bartsch

Die besinnliche Weihnachtszeit und eine rauschende Silvesterparty stehen vor der Tür und viele Paare ziehen sich zum Ende des Jahres in die traute Zweisamkeit zurück. Doch so ruhig und gemütlich diese Zeit auch sein mag – wer mehr Abende gemeinsam verbringt, stört sich auch schneller an ungeliebten Angewohnheiten des anderen. Die ElitePartner-Studie mit über 11.000 Befragten offenbart, welche Verhaltensweisen den Deutschen in einer Beziehung den letzten Nerv rauben. Besonders lästig: Fehlende Berührungen, zu viel Kontrolle und Vernachlässigung.

Die Top 10 Störfaktoren in einer Beziehung

  • Fehlende körperliche Nähe (67 %)
  • Kontrolle über jeden Schritt (65 %)
  • Ausspionieren persönlicher Nachrichten (57 %)
  • Unternehmungen mit anderen Vorrang geben (54 %)
  • Bei Verspätungen nicht Bescheid sagen (42 %)
  • Sich gehen lassen, sich nicht mehr schick machen (34,6 %)
  • Die Toilettentür offen lassen (31 %)
  • Lieblose Blicke (29 %)
  • Langweilige gemeinsame Abende (26 %)
  • Nüchterner Kommunikationsstil (19 %)

Berührungsphobiker können draußen bleiben

Unter den Top 10 der störenden Verhaltensweisen gibt es einen klaren Negativ-Sieger: 67 Prozent der liierten Frauen und 69 Prozent der liierten Männer empfinden es als belastend, wenn der Partner oder die Partnerin körperliche Nähe nicht annimmt oder nicht erwidert. Ob heiße Küsse, feurige Nächte oder ganz einfach eine liebevolle Umarmung – Berührungen sind schließlich ein wichtiger Weg, dem Partner zu zeigen, wie gern man ihn hat. Einmal allein unterwegs streben Liierte dann aber nach der größtmöglichen Freiheit: Kontrolle auf Schritt und Tritt sowie das Ausspionieren von Handy- oder E-Mail-Postfach landen auf den Plätzen zwei und drei.

I’ve been looking for freedom: Freiräume für Männer wichtiger als für Frauen

Vergebenen Männern sind Freiräume allerdings noch wichtiger als liierten Frauen. Ständige Nachfragen nach dem „wo“ und „mit wem“ belasten zwei Drittel von ihnen stark. Und während nur 54 Prozent der vergebenen Frauen etwas dagegen haben, ihre privaten Unterhaltungen mit dem Partner zu teilen, können es 60 Prozent der Männer nicht leiden, wenn die Partnerin heimlich ihre Kommunikation mit anderen überwacht. Dafür bringt es Frauen ungleich stärker auf die Palme, wenn der Partner mehr mit anderen unternimmt als mit ihnen (61 Prozent der Frauen und 48 Prozent der Männer) oder unangekündigt zu spät kommt (49 Prozent der Frauen und 35 Prozent der Männer).

Verschlossene Türen können sexy sein

Ein großes No-Go in Beziehungen ist also Vernachlässigung. Die kommt manchmal auch in Form einer Jogginghose daher: 35 Prozent der Liierten sind enttäuscht, wenn der Partner oder die Partnerin sich nicht mehr für sie schick macht. Wenn der oder die Liebste den Abend immer häufiger auf der Couch verbringen will, stört das etwa jede vierte Frau und jeden vierten Mann. Manchmal sind es aber auch Kleinigkeiten wie eine offen gelassene Toilettentür, die Partner in den Wahnsinn treiben, wie 31 Prozent der Befragten angaben.

„Vor allem Zärtlichkeit und körperliche Intimität gelten für die meisten Paare als Gradmesser für eine intakte Beziehung“, erklärt Diplom-Psychologin Lisa Fischbach von ElitePartner. „Zu viel Kontrolle oder Hinterherspionieren wird dagegen als Verletzung der eigenen Grenzen empfunden. Darüber hinaus deutet solches Verhalten auf mangelndes Vertrauen hin. Insgesamt profitiert jede Beziehung davon, sich eine gute Brise Fremdheit und Respekt zu wahren. Und die kann man durch verschlossene Türen und Gesten der Wertschätzung am besten erreichen.“

Akademiker sind toleranter, Jüngere suchen Romantik

Insgesamt recht entspannt gegenüber einem unabhängigen Partner zeigen sich Akademiker: Nur 49 Prozent finden es lästig, wenn der Partner mehr mit anderen unternimmt als mit ihnen – im Vergleich zu 57 Prozent bei den Nicht-Akademikern. Auch eine nüchterne WhatsApp-Nachricht oder SMS bringt sie nicht so schnell aus der Fassung. Jüngere Verliebte dagegen fühlen sich von vermeintlich unromantischen Verhaltensweisen wie sachlichen Nachrichten oder fehlenden verliebten Blicken häufiger gestört.

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