Sapiosexuell: Frau schaut aus dem Fenster

Sapiosexuell: Weil smart sexy ist

von: ElitePartner Redaktion

Vor allem bei der Online-Partnersuche neigen wir dazu, uns so genau wie möglich beschreiben zu wollen. Wir kennen unsere Vorlieben, Wünsche und Träume und wollen, dass unser Gegenüber schon früh weiß, worauf er sich einlässt. Dabei ist ein Begriff in letzter Zeit immer häufiger zu hören: Junge Männer und Frauen bezeichnen sich als sapiosexuell. Die sexuelle Intelligenz ist für diese Personen ganz entscheidend bei der Partnerwahl. Doch was genau steckt eigentlich hinter diesem Ausdruck?

Hirn statt Sixpack: Was bedeutet es, sapiosexuell zu sein?

Fangen wir vorn an: Der Begriff „Sapiosexualität“ leitet sich vom lateinischen Wort „sapere“ („wissen“) ab und bezeichnet eine sexuelle Orientierung. Ganz grob formuliert ist für Sapiosexuelle nicht die Optik eines potenziellen Partners das Entscheidende für die Anziehung, sondern dessen Intelligenz, sein Wissen. Menschen, die sich zu dieser Vorliebe bekennen, suchen also nach einem ganz bestimmten Persönlichkeitstypen. Besonders belesene und gebildete Personen sind bei Sapiosexualität sehr anziehend. Sie wünschen sich eine bereichernde Partnerschaft auf Augenhöhe und geistigen Austausch auf hohem Niveau. Ein vielfältiger Wortschatz, eine eloquente Ausdrucksweise und eine ausgeprägte Allgemeinbildung sind bei der Partnersuche ausschlaggebend. „Sapios“ werden von den Ansichten und dem Wissen des Gegenübers erregt. Statt eines körperlichen Vorspiels führen sie vor dem Sex tiefgründige Diskussionen. Die amerikanische Psychologin Diana Raab beschreibt das Phänomen so: „Das Gehirn ist unser größtes Sexualorgan. Leute, die sich eingestehen, sapiosexuell zu sein, werden sagen, dass sie vom Intellekt eines Menschen heiß werden, und von den inneren Werten einer anderen Person angezogen. Als Vorspiel stehen Sapiosexuelle vielleicht eher auf philosophische, politische oder psychologische Diskussionen.“ Auch ein akademischer Titel kann für Personen mit diesem Faible ein Ausdruck von sexueller Intelligenz sein und wirkt besonders anziehend. Wichtige Differenzierung dabei: Nach eigener Aussage spielt bei Sapiosexualität der Kontostand absolut keine Rolle. Es geht tatsächlich ausschließlich um die intellektuelle Ebene. Wie bei jedem neuen Trend gibt es natürlich auch hier skeptische Stimmen. Kritiker dieser Gesinnung werfen Sapiosexuellen vor, mögliche Partner aufgrund ihrer fehlenden klassisch-akademischen Bildung von vornherein systematisch auszuschließen.

Woher kommt die Vorliebe für sexuelle Intelligenz?

Auf intelligente Menschen zu stehen und im Zweifelsfall das Aussehen dabei der Intelligenz unterzuordnen, ist alles andere als unnatürlich. Inzwischen haben sich längst auch Forscher mit der Frage beschäftigt, warum Wissen so anziehend wirkt. Die Erklärung: Londoner Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass Männer, die bei einem Intelligenztest besser abschnitten, auch besseres Sperma produzierten. Möglicherweise könnten Frauen sich also im Hinblick auf die spätere Familienplanung aus evolutionären Gründen von intelligenten Männern angezogen fühlen. So, wie Frauen auf erfolgreiche, reiche Männer stehen, weil sie ihnen finanziell etwas bieten können oder muskulöse Männer bevorzugen, weil sie auf den Beschützertypen stehen, ist es also naheliegend, dass intelligente Männer der weiblichen Libido entsprechende Signale senden. Der Sexualforscher Ulrich Clement hat folgende Theorie: „Intelligenz ist attraktiv, weil sie vermittelt, dass jemand Ressourcen hat und auch auf lange Sicht eine interessante Perspektive bietet.“ Vor allem für Menschen, die nach einer langfristigen Partnerschaft suchen, sind Sapiosexuelle daher besonders interessant.

Tipps für die erste Kontaktaufnahme mit Sapiosexuellen

Für Menschen, die einen besonders intelligenten und gebildeten Partner suchen, ist die Online-Partnersuche optimal. Schließlich findet hier vorerst ein schriftlicher Austausch statt – und das oft, ohne jemals überhaupt ein Bild seines Gegenübers gesehen zu haben. Allein durch das geschriebene Wort entsteht ein Bild über Humor, Intellekt und Charakter im Kopf – in das sich die Frauen bzw. Männer idealerweise verlieben. Wichtig hierbei: Auch beim Schreiben zählt der erste Eindruck. Achten Sie stets auf Ihre Worte, denn was einmal geschrieben wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden. Sie sind auf das Profil einer Person gestoßen, die sich das Prädikat „sapiosexuell“ gegeben hat und möchten sie anschreiben? Vermeiden Sie unbedingt einfallslose Banalitäten wie „Hi Süße“ oder „Hey Schnecke“. Damit werden sie eine Sapiosexuelle garantiert nicht für sich gewinnen. Geben Sie sich Mühe mit Ihrer Nachricht – vor allem, wenn es die erste ist. Auch Aspekte wie Rechtschreibung und Interpunktion sind bei Sapiosexualität ein entscheidendes Auswahlkriterium. Vermeiden Sie Floskeln und schreiben Sie in vollständigen Sätzen. Wenn Sie dann noch ganz gezielt auf bestimmte Aspekte und Informationen, die im Profil erwähnt sind, eingehen, werden Sie sich dadurch garantiert von der breiten Masse abheben.

Wissen macht sexy – Und das ist gut so!

Egal ob hetero-, homo-, trans-, pan- oder eben sapiosexuell: Die sexuellen Interessen und Vorlieben der Menschen sind sehr unterschiedlich. Die Einen verlieben sich in den Humor ihres Gegenübers, die Anderen in das Aussehen und wieder andere in dessen Intelligenz. Vor allem die Online-Partnervermittlung, bei der sich die Nutzer oft erst einmal nicht sehen und nur verbal austauschen und Fragen zum Kennenlernen stellen können, bietet für Menschen mit Vorliebe für sexuelle Intelligenz einen idealen Raum zum Kennenlernen. Es ist nichts falsch daran, sich in einen Menschen zu verlieben, weil er besonders klug und gebildet erscheint. Im Gegenteil: Wem diese Eigenschaften besonders wichtig sind, hat definitiv eine solide Basis für eine langfristige Partnerschaft.

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