Seelenverwandte statt Gegensätze: So sieht für Singles der perfekte Liebesstart aus  

Partnerwahl| 24. Februar 2026

Vier Liebestypen im Check: Warum ab 40 plötzlich ganz andere Dinge zählen 

Herzklopfen und große Gefühle, toller Sex oder etwas ganz anderes? Die ElitePartner-Studie 2026 mit 1.900 Singles verrät, worauf es Frauen und Männern beim Start in eine Beziehung ankommt. Der Wunsch nach Ankommen und echter Empathie ist Priorität Nummer eins – und das über alle Altersgruppen hinweg. Der „Kindred-Spirits-Effekt“ – das Gefühl verwandter Seelen, die von Anfang an harmonieren – ist für die meisten Singles (66 Prozent) Voraussetzung für den perfekten Start. 

Die vier Zugänge zum Liebesstart – und was mit dem Alter wichtiger wird 

Emotionale Verbindung als Grundbedürfnis: Zwei Drittel (66 Prozent) wünschen sich, ohne viele Worte verstanden zu werden. Doch ein Universalrezept für den Beginn einer großen Liebe gibt es nicht – stattdessen offenbaren sich vier Liebestypen mit ihren unterschiedlichen Prioritäten und Sehnsüchten. Und eines wird dabei besonders deutlich: Die meisten Singles lassen sich nicht von unrealistischen Hollywood-Szenen blenden, in denen ein durchdringender Blick eine lebenslange Liebe verspricht. Nur knapp 3 von 10 (29 Prozent) möchten sich auf den ersten Blick verlieben – diese Aussage landet damit auf dem letzten Platz und zeigt: Das vermeintlich romantische Ideal ist ein Mythos. Allerdings zeigen sich überraschende Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Immerhin ein Drittel der Männer (33 Prozent) träumt von filmreifer Romantik, während dies bei Frauen nur für jede Vierte (25 Prozent) gilt.  

66%

der Singles wünschen sich jemanden, der einen direkt ohne viel Worte versteht.

n = 1.900 Singles

Die Wachstumsorientierten: Liebe, die sich entwickelt 

Rund 6 von 10 Singles (61 Prozent) vertrauen beim Verlieben darauf, dass sich Gefühle entwickeln – und setzen auf gemeinsames Wachstum statt auf Liebe auf den ersten Blick. Doch mit den Jahren nimmt diese Überzeugung ab: Während unter den 18- bis 29-Jährigen noch knapp 7 von 10 (68 Prozent) an eine sich entwickelnde Verliebtheit glauben, sind es bei den 60- bis 69-Jährigen nur noch gut die Hälfte (56 Prozent). 

Abweichungen vom Ideal sind dabei keineswegs ein No-Go – viele sehen darin sogar eine Chance für echtes Potenzial in einer Partnerschaft (59 Prozent). Männer geben sich hier deutlich offener: Rund 6 von 10 (63 Prozent) würden einer Beziehung eine Chance geben, auch wenn der:die Partner:in nicht ganz ihren Idealvorstellungen entspricht. Frauen sind hier etwas kritischer (54 Prozent). Ähnlich entspannt gehen viele Singles mit körperlicher Harmonie um: Mehr als jede:r Zweite (56 Prozent) ist offen dafür, wenn der Sex nicht sofort perfekt passt, sondern erst mit zunehmendem Vertrauen wirklich erfüllend wird. Besonders Single-Männer zeigen sich flexibel – 6 von 10 (59 Prozent) sind offen für diese Entwicklung. 

„Ich finde, Verliebtheit wächst mit der Zeit“

18- bis 29-Jährige
30- bis 39-Jährige
40- bis 49-Jährige
50- bis 59-Jährige
60- bis 69-Jährige
1.900 Singles (erwachsene deutsche Internetnutzer:innen). Bevölkerungsrepräsentativ quotiert und gewichtet nach Alter, Geschlecht und Bundesland. Prozentangaben gerundet..

Die Entschlossenen: große Gefühle als Startsignal 

Eine andere Strategie zählt für Singles, die bei der Partnersuche lieber auf Nummer sicher gehen und ihre Idealvorstellungen von Anfang an erfüllt haben möchten. Bei gut jedem:r Zweiten sind große Gefühle die Voraussetzung, um sich überhaupt auf eine neue Liebe einzulassen (53 Prozent). Für rund die Hälfte müssen zudem Einstellung, Persönlichkeit und Lebensziele von Beginn an passen (51 Prozent) – genauso viele (51 Prozent) vertrauen auf das Ähnlichkeitsprinzip und wollen in vielen Dingen Übereinstimmung. Dabei sind Frauen etwas klarer mit ihren Vorstellungen bei der Partnerwahl: Über die Hälfte (56 Prozent) würde ohne große Gefühle keine Beziehung starten (vgl. 50 Prozent bei Männern). Ebenso legen mehr Frauen (53 Prozent) als Männer (48 Prozent) Wert auf viele Gemeinsamkeiten mit dem Gegenüber.  

Etwas weniger als die Hälfte aller Singles besteht darauf, dass auch der Sex von Anfang an harmoniert (45 Prozent) – hier sind es die Männer, die höhere Ansprüche haben (47 Prozent) als Frauen (43 Prozent). Beim Aussehen des Gegenübers machen 4 von 10 Singles (41 Prozent) keine Kompromisse – sie wissen genau, was ihnen gefällt. Doch mit den Lebensjahren sinkt der Wunsch, dass der:die Partner:in genau den eigenen optischen Vorstellungen entspricht. Darauf legen 44 Prozent der 18- bis 29-Jährigen Wert, aber nur noch gut ein Drittel (35 Prozent) der 60- bis 69-Jährigen.  

Für den Start in eine Beziehung ist wichtig…

Einstellungen, Charakterzüge, Lebensziele etc. müssen genau dem entsprechen, was ich suche.

Partner:in, der:die mir in vielen Dingen sehr ähnlich ist.

Für mich muss es beim Sex von Anfang an gut harmonieren.

Er:Sie muss genau das Aussehen haben, das mir gefällt.

Frauen
Männer
1.900 Singles (erwachsene deutsche Internetnutzer:innen). Bevölkerungsrepräsentativ quotiert und gewichtet nach Alter, Geschlecht und Bundesland. Angaben in Prozent.

Die Neugierigen: Unterschied schlägt Ähnlichkeit 

Alles andere als festgefahren: 4 von 10 Singles (40 Prozent) sind offen dafür, eine:n Partner:in kennenzulernen, der:die sich in vielen Dingen von ihnen unterscheidet. Besonders Männer zeichnet diese Offenheit aus: Knapp jeder zweite Single-Mann (46 Prozent) findet es spannend, wenn sich Interessen, Hobbys und Einstellungen nicht zu sehr ähneln. Im Vergleich dazu schätzt nur jede dritte Frau (34 Prozent) das Ergänzungsprinzip in der Liebe. Mit zunehmendem Alter sucht man allerdings mehr Passung, die bereits vorhanden ist und sich nicht erst mit der Zeit entwickeln muss. Zwischen 40 und 49 Jahren ist nur noch jede:r Dritte (35 Prozent) offen für ein Gegenüber, das sich in vielerlei Hinsicht von ihnen unterscheidet. Bei den 60- bis 69-Jährigen fällt der Wert nochmals auf 30 Prozent. 

Die Kopfgesteuerten: Wenn die Vernunft über das Herz entscheidet 

Weniger eine Frage des Herzens als vielmehr eine bewusste Entscheidung: Über ein Drittel der Singles (37 Prozent) durchdenkt die Entscheidung, sich auf eine Beziehung einzulassen, rational statt emotional. Sie vertrauen weniger auf ihr Bauchgefühl und mehr auf klare Überlegungen. Single-Männer sind dabei deutlich kopfgesteuerter: Rund 4 von 10 (44 Prozent) geben dem Kopf vor dem Bauch den Vorzug. Unter den Single-Frauen ist es gerade mal knapp jede Dritte (30 Prozent). Bei jungen Männern zwischen 18 und 29 Jahren ist das Vertrauen in eine rationale Einschätzung in Sachen Liebe am stärksten ausgeprägt (55 Prozent), sinkt dann aber mit den Jahren (vgl. 40 Prozent bei 60- bis 69-Jährigen). Bei Frauen bleibt die Kopforientierung über die Altersgruppen hinweg relativ stabil mit einem Drittel auf niedrigerem Niveau. 

Ein Mann schaut auf ein Smartphone.

30%

Frauen

44%

Männer

Ob wachstumsorientiert, entschlossen, neugierig oder kopfgesteuert: Der Liebesstart ist so vielfältig wie die Singles selbst – doch die Suche nach emotionaler Verbundenheit und einer erfüllenden Passung eint alle Typen. 

„Die Sehnsucht, in einer Beziehung ein emotionales Zuhause zu finden, tiefgehend verstanden und akzeptiert zu werden, ist eines der wichtigsten menschlichen Grundbedürfnisse. Viele erleben dieses Gefühl, wenn sie ohne viel Worte mühelos harmonieren. Wieviel Ähnlichkeit und Unterschiedlichkeit für eine glückliche Beziehung letztendlich passend ist, hängt vor allem von den eigenen Beziehungserfahrungen ab und dem Vertrauen, verschiedene Bedürfnisse gut im Miteinander zu verhandeln. Weit auseinanderliegende Interessen und Einstellungen erfordern kommunikatives Gespür und Toleranz, werden dann aber meist als spannende Bereicherung erlebt.“

Lisa Fischbach
Diplom-Psychologin | Forschungsleiterin und ElitePartner-Expertin

„Nehmen Sie bitte an, Sie wären auf Partnersuche: Inwieweit treffen die folgenden Aussagen auf Sie zu?“

 GesamtFrauenMänner18- bis 29-Jährige30- bis 39-Jährige40- bis 49-Jährige50- bis 59-Jährige60- bis 69-Jährige
Ich brauche jemanden, der mich direkt ohne viele Worte versteht.66,068,163,968,062,465,863,568,6
Für mich kann sich Verliebtheit auch erst mit der Zeit entwickeln60,758,662,568,461,759,455,656,0
Auch wenn er:sie nicht ganz meinen Idealvorstellungen entspricht, würde ich uns eine Chance geben.58,954,463,264,361,358,058,252,1
Es ist für mich okay, wenn der Sex erst mit der Zeit und zunehmendem Vertrauen wirklich erfüllend wird.56,353,159,460,254,353,356,355,9
Ich brauche große Gefühle, sonst lasse ich mich nicht auf eine Beziehung ein.52,756,049,555,254,052,850,350,9
Seine:Ihre Einstellungen, Charakterzüge, Lebensziele etc. müssen genau dem entsprechen, was ich suche.50,853,348,452,254,652,047,348,6
Ich möchte eine:n Partner:in, der:die mir in vielen Dingen sehr ähnlich ist.50,551,649,557,250,349,747,146,4
Für mich muss es beim Sex von Anfang an gut harmonieren.45,443,447,340,547,848,548,244,5
Er:Sie muss genau das Aussehen haben, das mir gefällt.40,633,647,344,141,242,939,135,3
Ich bin offen für eine:n Partner:in, der:die sich in vielen Dingen von mir unterscheidet.39,733,545,753,141,735,335,029,8
Bei der Entscheidung/Partnerwahl höre ich mehr auf den Kopf als auf den Bauch.37,430,244,344,738,534,932,834,2
Ich möchte mich auf den ersten Blick verlieben.29,225,033,234,327,927,429,025,6
1.900 Singles (erwachsene deutsche Internetnutzer:innen). Bevölkerungsrepräsentativ quotiert und gewichtet nach Alter, Geschlecht und Bundesland. Angaben in Prozent
Informationen zur Studie
  • Art der StudieBevölkerungsrepräsentative ElitePartner-Studie 2026
  • MethodeOnline-Befragung
  • TeilnehmerErwachsene deutsche Internetnutzer zwischen 18 und 69 Jahren
  • Fallzahl1.900 Singles
  • ErhebungszeitraumOktober/November 2025
  • InstitutFittkau & Maaß
  • Region/Stadt/LandDeutschland
  • SpracheDeutsch