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Die Traumfrau: Wie sieht sie aus – und vor allem: Was macht sie aus?

von: ElitePartner Redaktion

Wie muss eine Frau sein, die Männer als Traumfrau bezeichnen? Tausende Männer verrieten uns ihre geheimen Wünsche ihm Rahmen unserer großen Partnerschaftsstudie. Blond, blauäugig, schlank – damit hätte wohl jeder gerechnet. Doch für welche Charaktereigenschaften die Männerwelt entflammt, mag überraschend sein … Nur so viel: Die Traumfrau ist ein echtes Chamäleon-Weib.

Traumfrau von außen: blond, blauäugig, schlank und mittelgroß

So klischeehaft der Begriff Traumfrau auch klingt, so verständlich ist das Anliegen, herausfinden zu wollen, wie Männer in Deutschland mehrheitlich die in ihren Augen perfekte Frau beschreiben. Was deren Aussehen betrifft, sind die Würfel zweifellos zugunsten einer blonden, blauäugigen Erscheinung gefallen. Dabei trennen allerdings nur fünf Prozentpunkte die Anhänger von Blondinen (37 Prozent) und die von Brünetten. Auf dem Ranking eher abgeschlagen liegen schwarzhaarige Frauen, die nur von 24 Prozent der Befragten favorisiert werden. Auf die Frage nach der idealen Silhouette kreuzte die Mehrheit der Männer (43 Prozent) eine schlanke Figur an, während nur jeder Vierte den kurvigen Frauentyp bevorzugt. Wenig Anklang fand die Option „Modelmaß“, für die sich nur fünf Prozent entschieden. Was die Körpergröße betrifft, bevorzugt die Hälfte der Befragten Frauen, die zwischen 1,60 und 1,70 Meter messen. 36 Prozent finden größere Frauen bis zu 1,80 Meter attraktiv. Und für zehn Prozent der Männer sollte die Traumfrau über das Modelmaß von 1,80 Meter hinausgewachsen sein.

Innere Werte einer Traumfrau: freundlich, humorvoll und treu

Im Rahmen der Frage, auf welche Aspekte und Gemeinsamkeiten Männer bei ihrer Traumfrau besonderen Wert legen, gab es verschiedene Antwortoptionen: Am häufigsten angekreuzt (von fast 70 % der Männer) wurde der Punkt „dass ich mich gut mit ihr austauschen kann“. Dicht gefolgt vom Sinn für Humor, Bildung, Geborgenheitsgefühl sowie Interessen und Hobbys. Auf den letzten beiden Plätzen rangieren überraschenderweise die Aspekte „dass sie attraktiv und gutaussehend ist“ (55 %) und „dass wir sexuell gut zusammenpassen“ (49%).

Beim Ranking der wichtigsten Eigenschaften einer Traumfrau lagen bei den meisten Männern (93 %) Sympathie und Freundlichkeit ganz vorn. Dicht gefolgt von häufig zur Wahl gestellten Attributen wie charmant, gebildet, klug, treu, romantisch, aufmerksam und zärtlich. Um die 70 Prozent der Männer nannten Sinnlichkeit, Leidenschaftlichkeit, Attraktivität und nicht zuletzt eine „gute Figur“ und die Gabe, eine gute Liebhaberin zu sein. Im Verhältnis dazu deutlich seltener angekreuzt wurden Kinderliebe und Familienorientierung (46 Prozent) – und der berufliche Erfolg (29 Prozent).

Männern sind ihre archaischen Wünsche unangenehm

An dieser Stelle könnte der Eindruck entstehen, dass bei der Definition der Traumfrau das Aussehen und wie wichtig Sex ist nur eine untergeordnete Rolle spielen. Aber dieser Eindruck täuscht, wie Lisa Fischbach aus Erfahrung weiß. Die ElitePartner-Psychologin, die die große Partnerschaftsstudie mitentwickelte, erläutert die Zahlen, die man als Laie nicht falsch interpretieren dürfe: „Männer wollen zunehmend einem modernen Rollenverhalten entsprechen und sich offen und aufgeschlossen bei der Partnerwahl präsentieren.“ Das führe auch zu einem gewissen Maß an sozialer Erwünschtheit bei solchen Angaben, wie es die Psychologin formuliert. Bei der Beantwortung der Fragen läuft also immer unbewusst ein Korrektiv in den Köpfen der befragten Männer mit. „Kaum ein Mann, selbst wenn er es sich insgeheim wünscht und die Befragung anonym ist, würde als wichtigste Eigenschaften angeben, seine Traumfrau solle sexy, gutaussehend, positiv angepasst sein und sich um den Haushalt kümmern. Das würde als Ausdruck archaischer Triebe bewertet werden, selbst bei vielen Männern führt das zu einem inneren Konflikt. Schließlich wird uns vermittelt, dass die inneren Werte zählen und dass dies die gesellschaftlich anerkannte Variante ist – besonders für Männer.“

„Schick, aber nicht zimperlich“: das Chamäleon-Weib

Auch wenn die sexuelle Anziehung für Männer also eine größere Rolle bei der Bestimmung ihrer Traumfrau spielt, als die Umfragen widerspiegeln: Lisa Fischbachs Erfahrung ist, dass sich die Mehrheit der Männer vor allem aktive Frauen an ihrer Seite wünschen, mit denen sie etwas unternehmen und ihren Hobbys nachgehen können. „Die meisten Männer mögen weder zickige Frauen, die sich vor allem um ihr Make-up und jede überflüssige Kalorie sorgen, noch einseitige, eindimensional hemdsärmelige, burschikose Kumpelfrauen. Als Traumfrau schwebt den meisten Männern eher ein femininer Typ Frau vor, der kompatibel in jede Richtung ist: eine Frau, die schick und gestylt auf einer Gartenparty auftreten kann, die sie aber auch gerne zum Bergsteigen begleitet und dabei nicht zimperlich ist.“ So wie sich Frauen im Zuge der fortgeschrittenen Emanzipation bei einem Mann längst nach einem sogenannten Alpha-Softie sehnten, stellten sich auch Männer ihre Traumfrau als ein paradoxes, sehr wandlungsfähiges Wesen vor, als eine Art Chamäleon-Weib, flexibel, vielgesichtig und feminin. Lisa Fischbachs Resümee unzähliger Partnerschaftsstudien aus den letzten Jahren: „Die Traumfrau soll sportlich und spontan, aber auch feminin und sexy sein. Mitfühlend, romantisch und fürsorglich einerseits, humorvoll, leidenschaftlich und unabhängig andererseits.“

Männer stehen bei Frauen nicht auf Alpha-Eigenschaften

Auf die Frage, welche Eigenschaften einer Frau sie irritieren, verunsichern und auf Distanz halten würden, antwortete die überwältigende Mehrheit der Männer (69 %): Wenn sie eitel und selbstverliebt seien; 57 Prozent nannten Geiz als abschreckend; während der geringste Anteil der befragten Männer (35 %) auf Abstand gehen würde, wenn eine Frau sich unterordnete. Auch diese Umfrageergebnisse, sagt Lisa Fischbach, würden auf die Folgen einer ins Wanken geratenen Rollendefinition verweisen, also auf eine Entwicklung, bei der vor allem Männer unter einer großen Verunsicherung leiden und auf Bestätigung durch die Frau angewiesen sind. „Was sie dabei auf keinen Fall brauchen können, ist ein Gegenüber, das nicht auf sie eingeht und stattdessen vor allem um sich selbst kreist.“ Denn nach wie vor sei es eine gesellschaftliche Tatsache, so Lisa Fischbach, „dass Männer bei Frauen nicht auf deren Alpha-Anteil stehen, sondern gerne als führenden Part betrachtet werden.“ Besonders beim ersten Date, bei dem entscheidend sei, welches Gefühl man beim anderen auslöse, dem man hier zum ersten Mal begegne, würden viele selbstbewusste, starke Frauen heute einen großen Fehler begehen, so Fischbach. Denn wer in einer solchen Kennenlernsituation zu dominant als attraktive, erfolgreiche Karrierefrau auftritt, die sich völlig unabhängig und omnipotent in allen Belangen gibt, könne sehr häufig erleben, dass selbst Männer, die Stärke und Klugheit als Eigenschaften ihrer Traumfrau genannt hatten, sich überflüssig und an die Wand gedrückt fühlten und das Weite suchten. Fischbach: „Die denken dann häufig: Welche Rolle soll ich denn im Leben einer Frau spielen, die nichts und niemanden zu brauchen scheint?“ Ein derart auftrumpfendes Verhalten sei bei starken Frauen häufig eine unbewusste Reaktion auf die von vielen Männern seit jeher kultivierte machohafte Selbstdarstellung: eine Art Überkompensation des tradierten Chauvinismus, die Frauen selbst oft gar nicht bewusst sei, sagt die Psychologin.

Rat an die Traumfrau: Schaffen Sie Platz für einen Mann!

Die Alternative dazu ist nun allerdings nicht, tiefzustapeln und eigene Stärken unter den Tisch zu kehren oder sich etwa dümmer und schwächer darzustellen, als man ist, um als Traumfrau im Stil der 50er-Jahre durchzugehen. Die Herausforderung besteht vielmehr darin, der Versuchung zu widerstehen, in die Fußstapfen jener Männer zu treten, die bis heute ein gockelhaftes Auftreten kultivieren, das unabhängig vom Gegenüber der Logik der Überbietung gehorcht, nach dem Motto der berühmten Sparkassen-Werbung: „Mein Haus, mein Auto, mein Boot“. Statt etwa mit beruflichen Erfolgen und der eigenen Mehrsprachigkeit zu prahlen, so Fischbach, sei es klüger, sich auf emotionalem Terrain zu erkennen zu geben und mit dem anderen das Gespräch über jene Qualitäten zu suchen, die einem auch in einer Beziehung wichtig sind. „Wenn es um die gleiche Wellenlänge geht und damit um die Frage, ob man sich mit dem anderen wohlfühlt, ist zum Beispiel der Umgang mit Gefühlen entscheidend“, weiß die Psychologin. Das Auftreten einer Traumfrau ist also im Prinzip der Begegnung einer sensiblen, guten Freundin nicht unähnlich: Statt einander prahlerisch und monologisch zu begegnen und das Gegenüber einzuschüchtern oder abzuschrecken, sollte man ihm vielmehr ausreichend Raum lassen, um sich als Persönlichkeit entfalten zu können. Was für den Mann wiederum Voraussetzung dafür sei, so Fischbach, sich überhaupt eine Beziehung vorstellen zu können, die von Gegenseitigkeit geprägt ist und in der er gebührend vorkommt. Keine Frage: Dieser Aufruf zur Zurückhaltung ist nicht nur an Frauen adressiert, die von Männern als Traumfrau tituliert werden wollen, sondern auch an Männer. Aber in Hinblick auf die weitverbreitete Unsicherheit – Stichwort: Wann ist ein Mann ein Mann? – und ein sich neu entwickelndes Selbstverständnis scheint es, dass der Single-Mann derzeit ungleich stärker darauf angewiesen ist, dass seine Traumfrau ihm erklärtermaßen einen zentralen Platz in ihrem Leben einräumt. Also, liebe Single-Frauen: Schaffen Sie Platz in Ihrem Leben für einen Mann an Ihrer Seite!

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