Sexleben: Mann und Frau gemeinsam in der Küche

Sexleben ermüdet? So bringen Sie wieder Feuer ins Schlafzimmer

von: ElitePartner Redaktion , 16. Februar 2018

Je länger ein Paar zusammen ist, desto eingeschlafener wird das Sexleben. Was sich nach Klischee anhört, ist in den meisten Fällen Realität. Lodert am Anfang einer Beziehung noch das Feuer der Leidenschaft, kann schon nach einigen Monaten die Luft raus sein und das Nachlassen der Lust zum vollständigen Erliegen kommen. Das muss aber nicht sein. Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihr Sexleben ankurbeln.

Wann schläft das Sexleben im Schnitt ein?

Sie liegen nebeneinander und die Gefühle für Ihren Partner sind noch immer da. Doch etwas in Ihnen lässt Sie zögern die Hand auszustrecken, die Leidenschaft wieder aufflammen zu lassen und sich wie in der Anfangszeit ungehemmt aufeinander zu stürzen. Sie fragen sich, ob dieses anfängliche Feuer je wieder zurück in Ihr Sexleben findet? Keine Sorge, mit solchen Gefühlen sind Sie nicht alleine.

In unserer aktuellen ElitePartner-Studie gaben 44 Prozent der Befragten an, dass ein aktives Sexualleben ihre Partnerschaft vor die größte Herausforderung stellt. Besonders Paaren zwischen 30 und 50 Jahren setzt der Sex-Druck ziemlich zu: Jeder Zweite in dieser Altersgruppe sieht es als schwierige Aufgabe, das Sexleben in der Beziehung lebendig zu halten. Dies bestätigt auch eine Studie des Kinsey Institutes, dessen Wissenschaftler an der Universität von Indiana über Sexualität und Partnerschaft forschten: Menschen zwischen 18 und 29 Jahren haben 112 Mal Geschlechtsverkehr im Jahr, also 2,15 Mal pro Woche. Bei den 30- bis 39-Jährigen sind es noch 86 Mal Sex im Jahr, das sind 1,65 Mal pro Woche. Ab 40 Jahren nimmt die Häufigkeit erneut ab: 69 Mal im Jahr haben Paare im Schnitt in diesem Alter Sex, also 1,33 Mal in der Woche. Mit 50 steigt die Häufigkeit dann noch einmal. In dieser Altersgruppe gab ein Drittel der Teilnehmer an, mehrmals pro Woche Geschlechstverkehr zu haben.

Gründe für das Nachlassen der Lust im Sexualleben

In seinem neuen Buch „Beziehungsstatus glücklich – was Sie als Frau über die Liebe wissen sollten …“ beschreibt Beziehungs-Coach Dominik Borde zehn Gründe, warum das Sexleben in den meisten Partnerschaften abflacht:

1. Fehlendes Vertrauen

Egal, ob in sich selbst oder in den Partner: Wer sich selbst nicht vertraut und liebt, der schafft es auch nicht bei seinem Gegenüber.

2. Eifersucht

Eifersucht als Ursache belastet die Beziehung, was sich oft als Erstes in einer Sexflaute äußert.

3. Mangelndes Verstehen

Mangelndes Verständnis führt zu Intoleranz und Distanz. Das ist ebenfalls ein Grund, der das Sexualleben zum Erliegen bringt.

4. Nachtragend sein

Wer seinem Partner ständig etwas nachträgt oder nicht verzeiht, belastet damit die Beziehung und den Sex.

5. Fehlende Kommunikation

Wenn Paare nicht miteinander reden und sich nicht austauschen, entsteht Distanz und in weiterer Folge auch Desinteresse. Auch Sex-Talk kann helfen, das Bettgeflüster zu optimieren.

6. Mangel an qualitativer Zeit für das Sexleben

Liebe, Sex und Leidenschaft brauchen Zeit, um überhaupt entstehen zu können. Wer beim gemeinsamen Essen zum Beispiel ständig am Smartphone hängt und seinem Gegenüber kaum Aufmerksamkeit schenkt, sorgt dafür, dass Romantik und Lust gar nicht erst aufkommen können.

7. Stressbedingter Energiemangel

Egal ob privat oder im Job: Stress erzeugt das Stresshormon Cortisol, das zu Kommunikationsunfähigkeit und Lustlosigkeit führt.

8. Fehlender gemeinsamer sexueller Nenner

Oft driften die sexuellen Interessen im Laufe der Jahre auseinander, worunter dann natürlich auch das Sexleben leidet.

9. Ständige Kritik

Wer den anderen andauernd kritisiert und an ihm herumnörgelt, erstickt Leidenschaft und Lust im Keim.

10. Zu wenig Freiraum

Fühlt sich ein Partner eingeengt, hat auch die Liebe keinen Raum zum Atmen. Über kurz oder lang wird der Sex leiden.

Tipps für ein besseres Sexleben

Es ist ganz natürlich, dass die anfängliche Leidenschaft im Laufe der Jahre etwas nachlässt. Sie sollten unbedingt dafür sorgen, dass sich Ihr Sexleben wieder verbessert, um die Beziehung für beide interessant und spannend zu halten. Unsere Paarberaterin und Diplom-Psychologin Lisa Fischbach gibt Tipps, wie es Ihnen gelingt, Ihr Sexleben aufzupeppen:

1. Stress aus dem Schlafzimmer verbannen

Auch wenn es im Job mal wieder stressig zugeht, sollten Paare auf Raum für Nähe, Zärtlichkeiten und Erotik achten. Lassen Sie in solchen Zeiten den Job im Büro und lernen Sie, abzuschalten. Wird der Sex immer und immer wieder verschoben, helfen fest vereinbarte Termine.

2. Falsche Ideale fallen lassen, um Sexleben anzukurbeln

Das Schlafen miteinander verändert sich im Laufe der Jahre in einer Beziehung. Machen Sie sich frei von der Vorstellung, es geht immer prickelnd, aufregend und abenteuerlich zu. Mit der Zeit bekommt das Sexleben andere Qualitäten, wird vertrauter, entspannter – und verliert eben teilweise auch das anfängliche Prickeln.

3. Aktiv werden

Der Hunger kommt ja bekanntlich beim Essen. Auch wenn Sie mal keine Lust auf Sex haben, lohnt es sich, einfach loszulegen. Sie werden sehen, Ihr Sexleben wird sich verbessern.

4. Kreativ sein

Routine und Langeweile gehören zu den Hauptgründen für ein eingeschlafenes Sexverhalten in der Beziehung. Probieren Sie also unbedingt hin und wieder etwas Neues aus, um ihr Sexleben zu verbessern. Seien es Sextoys oder aufregende Orte – der Kreativität und Sex-Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Wenig Sex = schlechtes Sexleben = schlechte Beziehung?

Wichtig bei all den Daten und Zahlen: Gerade beim Geschlechtsverkehr kommt es absolut nicht auf die Häufigkeit an. Vielmehr ist entscheidend, dass beide sich wohlfühlen. Statistiken sind für Forscher. Natürlich sollte Sex auch in langjährigen Beziehungen kein Highlight sein, das einmal im Jahr stattfindet. Dennoch ist es für viele Paare erfüllender, seltenen aber dafür innigen und ausgiebigen Sex zu haben. Und wenn es doch mal nicht nach Ihren Vorstellungen läuft: Sprechen Sie offen und ehrlich mit Ihrem Partner über Ihre Wünsche und kurbeln Sie Ihr Sexleben gemeinsam wieder an. Mit ein bisschen Kreativität und aufregenden Einfällen kann ein eingeschlafenes Sexleben nämlich zu ganz neuen Horizonten führen.

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