Männer gehen mehr Kompromisse in ihrer Beziehungein

Freundschaften, Hobbys, Finanzen: Männer geben für die Liebe mehr auf als Frauen

von: Beatrice Bartsch

Selbstverwirklichung steht hoch im Kurs. Auch in Beziehungen achten immer mehr Menschen auf die Erfüllung eigener Bedürfnisse. Welche Kompromisse Frauen und Männer ihrem Partner zuliebe dennoch eingehen würden – und welche nicht – das zeigt die ElitePartner-Studie 2017. Und macht deutlich: Männer tun mehr für die Liebe als Frauen.

Die Top 5 Dinge, die Partner füreinander tun würden

  • Für immer treu sein (69 %)
  • Ihn / sie finanzieren, falls er / sie weniger verdient (63 %)
  • Beim Sex Neues probieren, z.B. neue Praktiken, Rollenspiele (58 %)
  • In eine andere Stadt ziehen (57 %)
  • Lebensgewohnheiten ändern, z.B. weniger fernsehen (52 %)

Auf den letzten Plätzen: Dinge, die nur wenige Menschen für ihren Partner tun würden

  • Kontakt zum Ex-Partner einstellen (31 %)
  • Das Rauchen aufgeben (30 %)
  • Mein Äußeres verändern, z.B. abnehmen (30 %)
  • Freundschaften weniger pflegen, lockern (25 %)
  • Meine Ernährung umstellen, z.B. Vegetarier werden (12 %)

Höhere Kompromissbereitschaft: Männer sind die heimlichen Helden in Beziehungen

Die Ergebnisse der ElitePartner-Studie zeigen: Männer sind in Beziehungen, zumindest in der Theorie, deutlich kompromissbereiter als Frauen. Die würden zwar für den Partner eher in eine andere Stadt ziehen (61 gegenüber 53 Prozent) und eine Paartherapie machen (43 gegenüber 35 Prozent). In vielen anderen Aspekten liegen aber die Männer vorn: 70 Prozent würden ihre Partnerin finanzieren, falls sie weniger verdient (Frauen: 55 Prozent), zwei Drittel beim Sex Neues ausprobieren (Frauen: 49 Prozent). Die Hälfte der Männer würde ihre Hobbys reduzieren, um mehr Zeit füreinander zu haben (Frauen: 36 Prozent). Vier von zehn Männern würden für die Partnerin ihr Äußeres verändern (Frauen: 21 Prozent). Und jeder dritte Mann würde sogar seine eigenen Freundschaften der Partnerin zuliebe weniger pflegen. Dazu wäre gerade einmal jede sechste Frau bereit.

Männer in den Dreißigern entwickeln Versorgerinstinkt

Die ElitePartner-Studie 2017 hat bereits gezeigt, dass Frauen bei der Partnersuche insgesamt sehr hohe Ansprüche an ihr Gegenüber haben. Diese Einstellung zeigt sich nun auch bei ihrer Kompromissbereitschaft in Beziehungen. Sogar „beruflich kürzer treten“ würden Frauen nicht merklich eher als Männer: Nur gut jede und jeder Dritte ist überhaupt dazu bereit, dem Partner zuliebe weniger zu arbeiten. Männer dagegen entwickeln in der Familiengründungsphase ein finanzielles Verantwortungsbewusstsein: 77 Prozent der Männer zwischen 30 und 39 sind bereit, ihre Partnerin zu finanzieren falls sie weniger verdient.

Gewohnheiten ändern: keine Chance bei Essen und Rauchen

Der Mensch als Gewohnheitstier ist meist wenig offen dafür, Verhaltensweisen aufzugeben. Überraschend daher, dass immerhin gut jeder zweite (52 Prozent) Bereitschaft zeigt, für den Partner oder die Partnerin Gewohnheiten zu ändern, etwa weniger fernzusehen. Das gilt jedoch nicht für alle Lebensbereiche. Besonders stur zeigen sich die Deutschen bei der Gewohnheit schlechthin – ihrer Ernährung. Nur zwölf Prozent wären bereit, die für ihren Partner umzustellen, also zum Beispiel Vegetarier zu werden. Auch das Rauchen, für viele Singles ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Partnersuche, ist kaum diskutabel – nicht einmal jeder Dritte würde dem Partner zuliebe eine Entwöhnung starten (30 Prozent).

Flirten muss sein: Zwei Drittel würden nicht darauf verzichten

Flirtwüste Deutschland? Vielleicht – aber ganz aufgeben will man hierzulande das Flirten dann doch nicht. Nur 34 Prozent würden für den Partner oder die Partnerin aufhören, mit anderen zu flirten. Allerdings gibt es deutliche Unterscheide bei den Altersgruppen: So würden 55 Prozent der unter 30-Jährigen das Flirten aufgeben, aber nur 26 Prozent der 60 bis 69-Jährigen. Auch in allen anderen Aspekten sind Jüngere viel kompromissbereiter als Ältere. Einzig wenn es um Berufliches geht machen die Jüngeren seltener Kompromisse. Nur 32 Prozent der unter 30-Jährigen würden der Partnerschaft zuliebe die Arbeitszeit reduzieren. In der Lebensmitte sind es etwa 40 Prozent.

Lisa Fischbach: „Beziehungen stehen hoch im Kurs – aber nicht um jeden Preis“

„In einer Partnerschaft zu leben ist nach wie vor eines der wichtiges Ziele im Leben der meisten Menschen“, so Diplom-Psychologin Lisa Fischbach von ElitePartner. „Allerdings nicht um jeden Preis: Das Bedürfnis nach Selbstentfaltung wird für viele immer bedeutsamer und konkurriert mit der Bereitschaft, sich in einer Beziehung anzupassen. Geringe Kompromissbereitschaft ist deshalb auch einer der häufigsten Gründe für Singles, solo zu bleiben – besonders für Frauen. Ihre Ansprüche sind hoch, die eigene Komfortzone wird nicht so schnell aufgegeben. Männer dagegen brauchen Beziehungen mehr, sind deshalb kompromissbereiter.“

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