Miriam: „Urs überraschte mich am Flughafen, das war das Schönste“

Miriam steht auf schnelle Sportwagen und viele PS – Urs ist selbständig mit einer Autowerkstatt. Kein Wunder also, dass die beiden auch in Sachen Liebe aufs Gaspedal traten. Dabei wollte Miriam bei ElitePartner ja erst einmal nur „unverbindlich gucken“, wie so eine Plattform überhaupt funktioniert.

Mit 48 und als Mutter von drei erwachsenen Kindern, wünschte sie sich ein unverbindliches, langsames, ehrliches Kennenlernen, vorerst auf sicherer Distanz. Doch dann war sie gleich von Urs frechen Augen fasziniert. Daher klickte sie öfter mal auf sein Profil, nicht wissend, dass ihm ihre häufigen Besuche über die Interessenliste angezeigt wurden. Nur eine Woche später lud sie Urs fürs erste Date zu sich nach Hause ein. „Wir haben alles anders gemacht, als ElitePartner seinen Mitgliedern empfiehlt“, schmunzelte Miriam im Gespräch mit ElitePartner-Redakteurin Saskia Balke. Warum nicht – Hauptsache, es hat gefunkt!

Was genau haben Sie denn anders gemacht als empfohlen?

Miriam: „So gut wie alles. Wir haben auf keine speziellen Eckdaten im Profil geachtet, sondern eher auf die charakterliche Ausdrucksweise und uns einfach angerufen. Unsere Stimmen und die Wortwahl waren nicht fremd, wir konnten frei und ungezwungen reden. Ich habe ihn mit meinem Humor herausgefordert und er konnte gleichwertig kontern. Eine Woche später bat ich Urs fürs erste Sehen direkt zu mir nach Hause, ungewöhnlich, doch meine Umgebung verrät viel über mich und wir wollten uns wirklich kennenlernen. Zu Hause fühle ich mich sicher, unbeobachtet und am wohlsten, zudem kenne ich dort jeden Ausgang sprich Fluchtweg.“

Und wie war das erste Date in vertrauter Umgebung?

Miriam: „Lustig! Ich fragte ihn, was er trinken möchte. Er wollte für den guten Ersteindruck brav einen Tee. Der stand aber ganz oben im hohen Regal und so hob Urs mich netterweise hoch, damit ich drankam. Als ich ihm die Schachtel reichte, brach er in schallendes Gelächter aus. Ich hatte ihm doch tatsächlich Mutterschaftstee angeboten! Nun ja, so etwas passiert halt ohne Brille. Wir hatten daraufhin beide einen Lachanfall.“

Wann wussten Sie: „Er ist es“?

Miriam: „Noch am selben Tag und wenn wir alles aufzählen würden, würde das den Rahmen sprengen. Es war mittags und er musste einen beruflichen Anruf tätigen. Wir saßen zusammen auf der Couch, da nahm er gedankenverloren beim Reden meinen Fuß und spielte zart mit den Zehen herum. Dazu muss man wissen, dass meine Füße wegen Überempfindlichkeit berührungsscheu sind. Doch ihm konnte ich sie komplett entspannt überlassen. Es gab keinen Argwohn, nur reines Vertrauen in der Beziehung. Und dann war da noch so ein Aha-Erlebnis.“

Wie sah dieses Aha-Erlebnis aus?

Miriam: „Ich musste die Tage darauf beruflich zu einem Kongress verreisen, was Urs auch wusste. Wir hatten es dennoch geschafft, unser erstes Date noch vor Abflug in die Agenda zu quetschen, weil zwei weitere Wochen bis zum Treffen schwer auszuhalten gewesen wären. Nun stand die Flugreise an und ich fuhr mit meiner Tochter zum Flughafen. In meinen Selbstgesprächen warnte mich mein Verstand vor einer vorschnellen Verliebtheit, die ja bekanntlich blind macht. Deshalb schaute ich mir bewusst und sehr nüchtern jeden Mann im Abfluggebäude an, ob denn nicht auch jener hier oder dort meinen Urs ersetzen könnte. Während ich ständig den Kopf schüttelnd so lief, stockte mein Herz mit einem Ruck. Meine Augen sahen tatsächlich Urs, cool, wie selbstverständlich hinter einer Zeitung versteckt dort sitzen. Er strahlte mich verschmitzt an und dann war kein Halten mehr, ich rannte ihm in die Arme. Das war für ihn ein ganz besonderer Moment, diese spontane Reaktion von mir. Wenn der Kopf gar nicht erst dazu kommt, zu denken, der Körper rein intuitiv reagiert, ist dies die ehrlichste Resonanz, die man bekommen kann. Wir haben uns einfach nur irrsinnig gefreut. Ich mich über seinen verrückten Mut in aller Herrgotts Frühe sich auf den Weg zu machen und er sich über meinen Home Run. Als ich ihm meine am Check-in wartende große Tochter vorstellte, meinte diese nur, in ihrer direkten trockenen Art auf uns zwei heruntergrinsend: „Paaaassst!“

Und – warum passt es so gut?

Miriam: „Der größte Matchpoint ist, dass wir dieselbe Sprache sprechen, mit demselben Humor Situationen begegnen, und unsere Welt mit unserem bisherigen Leben und die Menschen ähnlich verstehen und erleben. Das zeigte sich ja schon in unseren ersten Mails und Telefonaten. Hinzu kommt, dass sich unsere Leidenschaften ergänzen. Urs führt eine Autowerkstatt, fuhr und fährt hoffentlich auch bald wieder Rennen. Ich meinerseits liebe schnelle Sportwagen und habe noch dazu einen ausgeprägten Putzfimmel. Das ist der spaßige Matchpoint: Er hat die Autos und alle sind dreckig. Der für mich besonders überraschende Teil ist, dass seine Mutter, der Stiefvater und seine zwei Schwestern mich als Person lieb haben, bestimmt auch, weil Urs und ich uns gegenseitig Geborgenheit und Ruhe schenken. Meine Mutter und Geschwister habe ich bereits leider verloren, es tut mir deshalb irrsinnig gut, wie eine Tochter sprich Schwester von ihnen behandelt zu werden. Ich hab ja schon vorher an Gott geglaubt, aber jetzt möchte ich nicht aufhören, ihm zu danken. Urs und ich wollen bis zum Umfallen zusammenbleiben.

Vielen Dank für das Gespräch und alles Liebe für die gemeinsame Zukunft!

Miriam: „Gern geschehen. Wir danken Euch, dass ihr euer Know-How im Bereich der Internettechnologie, für diese sehr schöne Sache der Paarfindung einsetzt. Urs und meine Welt sind um so viel reicher geworden.“ Das Interview führte unsere Redakteurin Saskia Balke.