Frau schaut nachdenklich aus dem Fenster und an Zweifel an Beziehung

Zweifel an der Beziehung zulassen und darauf reagieren

von: ElitePartner Redaktion

Es läuft gut mit der neuen Partnerschaft. Noch nach Monaten herrscht Harmonie wie am ersten Tag. Ihr Partner macht Sie glücklich, Sie fühlen sich wohl und können nicht genug von ihm bekommen. Doch mit der Entdeckung erster Macken und Streitigkeiten schleichen sich Zweifel an der Beziehung ein. Keine Sorge, nicht nur am Anfang einer Partnerschaft ist das Gefühl üblich. Die gute Nachricht ist, dass sich Zweifel an der Beziehung überwinden lassen. Wir verraten Ihnen wie.

Knapp jeder dritte Liierte hegt gelegentlich Unsicherheit

Gerade wenn die Partnerschaft sehr schnell sehr intensiv wird, stehen am Anfang der Beziehung Zweifel. Geht das nicht alles ein bisschen zu rasch voran? Ist er oder sie wirklich der Richtige oder die Richtige? Als Single hatte ich es mir zuletzt eigentlich ganz schön eingerichtet, war das nicht besser? Neben anfänglichen Bedenken wie diesen machen sich im Laufe der Beziehung Sorgen darüber breit, ob die Bindung für die Ewigkeit gemacht ist. Keine Sorge, mit diesen Gedanken sind Sie nicht allein. Unsere ElitePartner-Studie belegt, dass beinahe jeder Dritte Liierte gelegentlich mit der eigenen Beziehung hadert. Zweifel an der Beziehung sind also vollkommen normal. Werden erste Bedenken überwunden und der Bund für’s Leben besiegelt, nehmen die Zweifel ab. Nur jeder fünfte Verheiratete hegt heimliche Zweifel.

Wann kommt es zu Zweifeln an der Beziehung

Zu Unsicherheiten kann es gleich zu Beginn der Partnerschaft kommen, aber auch in längeren Beziehungen sind Unsicherheiten völlig normal. Ganz gleich in welcher Beziehungsphase Sie sich befinden: Zweifel an der Beziehung lassen sich überwinden. Der erste Schritt ist, herauszufinden, woher diese Gedanken herrühren.

Zweifel am Anfang einer Beziehung

Obwohl die meisten Menschen in der lebenslangen Partnerschaft eines ihrer Ideale verankern, zeigt unsere ElitePartner-Studie auch, dass 19 Prozent der Befragten mehreren längeren Partnerschaften in ihrem Leben dem Vorzug geben. Die Bezeichnung der Generation Beziehungsunfähig hat sich als Begriff längst etabliert. Alle heute 20- bis 40-Jährigen unter Generalverdacht zu stellen, sie seien überdurchschnittlich beziehungsunfähig, macht sicher wenig Sinn. Aber es gibt natürlich tatsächlich Menschen, die sich schwerer binden als andere. In den seltensten Fällen steckt hinter dem Zweifel an Beziehungen gleich eine Bindungsstörung, die ihre Ursachen in der Kindheit des Betroffenen hat. Wer schon zu Beginn ein ungutes Gefühl hat, und sich fragt, ob der Partner wirklich der richtige ist, dem geht es vielleicht einfach nur ein wenig zu schnell. Drum prüfe wer sich ewig bindet, ob sich nicht doch was Besseres findet. Gedanken wie diese, definieren häufig die Zweifel am Anfang einer Beziehung. Unsere Diplom-Psychologin Lisa Fischbach erklärt dieses normale Verhalten mit der heutigen Multioptionalität, welche die Modernisierung und Polarisierung der Lebenswege mit sich bringt. „Die Multioptionalität mag einige auf dem Weg in eine Partnerschaft und auch währenddessen zwischenzeitlich verunsichern“, weiß unsere Expertin. Sie verweist aber auch drauf, dass diese Zweifel am der Beziehung nicht wirklich das Aus bedeuten. „Die tiefgreifende Liebesintention der meisten geht dadurch nicht verloren.“ Es gehört Mut dazu, sich auf eine ernsthafte Beziehung einzulassen. Sind die anfänglichen Zweifel überwunden, steht dem gemeinsam Glück nichts mehr im Weg.

Zweifel an einer Zukunft der Beziehung

In der Ehe tauchen Zweifel an der Beziehung wesentlich seltener auf. Während das „Für immer und ewig“ die meisten Ehepartner beruhigt, sorgt die Verbindlichkeit bei jedem Fünften ab und an für kleine Panik-Attacken. Nie wieder anfängliche Nervosität. Nie wieder ein erstes Date. Nie wieder Sex mit einem anderen Menschen. Wer so denkt, zweifelt weder automatisch an der Zukunft der Beziehung, noch betrügt er seinen Ehepartner. Unsicherheit ist ganz normal. Hin und wieder aufkommende kleine Unsicherheiten zeigen, dass einem die Partnerschaft nicht egal ist. Der Zweifler steht dem Partner und der Beziehung keinesfalls gleichgültig gegenüber.

Der Umgang mit dem Zweifel an der Beziehung

 „Wenn Partner die Beziehung reflektieren und erkennen, was gegenwärtig gut läuft oder fehlt, eröffnet das die Chance, Verantwortung für die Beziehung zu übernehmen und mit dem Partner über Unstimmigkeiten zu sprechen. Zweifel an der Beziehung verunsichern zwar, lassen sich aber durchaus positiv nutzen.  Vielfach steht am Ende die bewusste Entscheidung für die Partnerschaft“

, so Fischbach. Unsicherheiten innerhalb einer Beziehung arbeiten nicht gegen, sondern für die Partnerschaft, wenn sie ausgesprochen werden. Zweifel an einer gemeinsamen Zukunft sind völlig normal, da Beziehungen nicht linear verlaufen. Höhen und Tiefen kommen in den besten Partnerschaften vor. Wer sich der Unsicherheit stellt, sie ausspricht und zusammen mit dem Partner zu lösen versucht, kann die Zweifel hinter sich lassen und geht erstarkt aus dieser Situation hervor.

Beziehung beenden: Im Zweifel für den Zweifel

Es braucht nicht immer das große Drama, um eine Beziehung zu beenden. Wer permanent kleine oder große Zweifel an der Beziehung mit sich herumträgt, und an diesen schlicht verzweifelt, muss schon aus Gründen des Selbstschutzes agieren. Manifestieren sich die Zweifel an der Zukunft der Beziehung als Dauerzustand, der zunehmend belastet, gilt es zu handeln. „Wer in einem ruhigen Moment ehrliche Innenschau betreibt und sich selber über die letzten Monate reflektiert und erkennt, wie der persönliche Energiehaushalt immer mehr gegen Null läuft und die Erschöpfung zunimmt, der sollte die Notbremse ziehen und handeln – vor allem, wenn schon viele Anläufe zur Verbesserung der Situation angestrebt wurden“, rät unsere Paartherapeutin Lisa Fischbach. Sind die Bemühungen die Zweifel an der Beziehung zu beseitigen gescheitert, und hat diese Zeit psychische und physische Folgen hinterlassen, gilt es den Tatsachen ins Auge zu schauen. Wer allerdings bei jedem kleinen Ärgernis gleich ans Schluss machen denkt, sollte sich seiner Bindungsangst stellen.

Fazit: Nutzen Sie Zweifel, um Ihre Beziehung zu stärken

Das unwohle Gefühl kommt in den besten Beziehungen vor. Das liegt daran, dass Zweifel an der Beziehung normal sind. Niemand läuft mit Scheuklappen durch die Welt. Das Angebot auf dem Single-Markt ist groß. Sehnsüchte nach mehr Aufmerksamkeit oder die Stagnation im eigenen Lebenslauf beschwören so manche verunsichernde Überlegung herauf: Soll das jetzt schon alles gewesen sein? Gründe für die eigene Unzufriedenheit werden schnell in der Beziehung, aber nicht bei sich selbst gesucht. Manch Unsicherheit ist so klein, dass sie überhaupt nicht ins Gewicht fällt. Bei anderen, vor allem immer wieder kehrenden Bedenken, ist es notwendig diese Punkte anzusprechen. Und zwar vor dem Partner. Wer kleine und größere Zweifel an der Beziehung direkt gemeinsam überwindet, geht gestärkt aus der Beziehungskrise heraus. „Wir müssen reden“, muss nicht das Ende einer Beziehung einläuten. Stellen Sie diesen Satz an den Anfang der Überwindung Ihrer Beziehungsprobleme. Denn wer sich mit den Zweifeln an der eigenen Beziehung auseinandersetzt, dem liegt viel an der Partnerschaft. Und daran besteht kein Zweifel!

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