Mann umarmt Frau von hinten bei Schneeballschlacht - wenn aus Freundschaft Liebe wird

Wenn aus Freundschaft Liebe wird: Es hat Zoom gemacht!

von: ElitePartner Redaktion , 16. Februar 2018

Wenn aus Freundschaft Liebe wird – ein Happy End à la Harry und Sally – gibt es etwas Schöneres? Keine hormonellen Irrwege, kein erster Blick, der trügen könnte, keine bösen Überraschungen – stattdessen Vertrautheit, Wärme und Geborgenheit. Oder? Erst Freundschaft dann Liebe – es steht viel auf dem Spiel. Doch der Preis für den gewagten Einsatz könnte größer ausfallen als Sie denken. Analyse einer emotionalen Gratwanderung.

Wenn aus Freundschaft Liebe wird: Die Liebe auf den zweiten Blick

Beziehungen zwischen Mann und Frau sind ein echter Drahtseilakt. Mehr noch, wenn es sich um Freundschaft statt Partnerschaft handelt. Kann aus Freundschaft Liebe werden? Bei vielen kommt recht schnell der Sex dazwischen, was diejenigen bestätigt, die ein rein platonisches Verhältnis zwischen Mann und Frau ohnehin kategorisch ausschließen. Doch in einigen Fällen gibt es sie doch: Die echte Freundschaft zwischen den Geschlechtern, die uns bereichert wie keine andere. Weil wir ganz nonchalant unsere Schwächen zeigen und unsere Masken fallen lassen. Und weil jemand um unserer selbst Willen immer für uns da ist – ganz ohne Aussicht auf ein kleines erotisches Abenteuer zur Belohnung.

Klingt zu schön, um wahr zu sein? Ist es in vielen Fällen auch. Denn was besonders schön ist, von dem wollen wir mehr. Wen wundert es also, wenn aus Freundschaft plötzlich Liebe wird? 30 Prozent der Single-Männer waren laut unserer ElitePartner-Studie schon einmal verliebt in ihre beste Freundin, bei den Single-Frauen waren es immerhin 21 Prozent. Doch warum sprühen plötzlich die Funken, wo beide jahrelang quasi geschlechtslos nebeneinanderher gelebt haben?

Warum das Herz plötzlich schneller schlägt, wenn aus Freundschaft Liebe wird

„Die meisten Menschen brauchen Vertrauen, um tiefer gehende Gefühle überhaupt erst zuzulassen“, erklärt Single- und Paarberaterin Lisa Fischbach. „Der leidenschaftliche Teil der Liebe verliebt sich schneller, sucht Sex und läuft eher über die unbewussten, biochemischen Prozesse.“ So können wir innerhalb weniger Augenblicke für uns abklopfen, ob uns ein Mensch sympathisch ist, sogar, ob er als potenzieller Partner in Frage kommen könnte, eben auch, ob aus einer beginnenden Freundschaft Liebe werden könnte. Komplexe biochemische Prozesse entschlüsseln das innerhalb von ein paar Sekunden. Doch was dann passiert, ist weitaus komplexer. Denn obwohl die Voraussetzungen günstig sind, kann es passieren, dass einfach nichts passiert. „Sich als Mann oder Frau zu verlieben ist kein automatischer Prozess, erzwingen kann man es erst recht nicht, auch wenn alles zu stimmen scheint.“ Gerade darum ist der zweite Blick oft wichtiger als der erste Eindruck. Und manchmal fällt der Groschen auch einfach später – am Arbeitsplatz oder wenn aus Freundschaft Liebe wird. So hat sich jeder Dritte schon einmal in seinen Arbeitskollegen verliebt – und war wohl kaum beim ersten Aufeinandertreffen Feuer und Flamme.

„Nicht jeder sprüht bei der ersten Begegnung vor Charisma. Aufregung und der Wunsch, alles richtig zu machen, lässt uns verkrampfen und wenig authentisch wirken“

, erklärt Fischbach. Anders, wenn Sie von der Freundschaft zur Beziehung gehen: Sie kennen die ungeschminkte Wahrheit, haben nichts zu verbergen oder zu kaschieren. Sie haben gemeinsam gelacht, geweint, gelitten und das Leben gefeiert. Können Sie mit so guten Karten verlieren? Oder ist es am Ende etwa kontraproduktiv, wenn so wenig Geheimnisse offenbleiben? Fragen Sie sich, ob Sie das Unbekannte brauchen, um sich als Frau oder Mann zu verlieben.

Wenn aus Freundschaft Liebe wird? Riskieren oder verlieren

Sind Sie einmal in Ihren Gefühlen für Ihren Lieblingsmenschen gefangen, gibt es eigentlich kein Zurück mehr – das zumindest sagt das Herz. Aber Sie haben ja immer noch Ihren Verstand. Will heißen: Wenn für Sie aus Freundschaft Liebe wird, entscheiden Sie alleine, ob Sie sich outen und unter Umständen riskieren, dass ein Nein auch gleichzeitig das Ende Ihrer Freundschaft bedeuten könnte, oder ob Sie Ihre Gefühle beiseiteschieben. Die schlechte Nachricht: Die Entscheidung können nur Sie treffen. Die gute: Die Wissenschaft steht auf Ihrer Seite. Denn Harmonie entsteht durch Gemeinsamkeiten. „Ähnlichkeiten auf Basis von Einstellungen, Wertehaltungen, Zielen und Interessen bilden ein entscheidendes Fundament einer zufriedenen Partnerschaft“, erklärt unsere Diplom-Psychologin Lisa Fischbach. „Durch Gemeinsamkeiten entstehen Harmonie und das Gefühl, verstanden zu werden. Auslaugende Konflikte werden vermieden und ständige Kompromissverhandlungen obsolet – das entlastet eine Beziehung und führt zu mehr Stabilität. Das Motto ,Gegensätze ziehen sich an’ mag eher eine geeignete Formel für Leidenschaft und körpernahe Merkmale sein.“

Darüber hinaus hat eine Studie des National Bureau of Economic Research gezeigt, dass Partner, die zugleich Freunde sind, die besten Chancen auf eine erfolgreiche Ehe oder Partnerschaft haben. Darüber hinaus soll die Zufriedenheit in dieser Art von Beziehung steigen, da die Liebe zusätzlich durch die Freundschaft gefestigt wird. Das Phänomen von der Freundschaft zur Beziehung ist also durchaus erfolgsversprechend für eine Partnerschaft mit Zukunft.

Verliebt in den besten Freund? So gehen Sie damit um

Es ist passiert. Sie sind sich Ihrer Gefühle sicher und möchten den großen Schritt wagen? Dann fallen Sie jetzt bloß nicht mit der Tür ins Haus. Zeigen Sie Ihrem Gegenüber mit kleinen Andeutungen und liebevollen Gesten, dass Sie mehr als eine Freundschaft möchten. Und seien Sie aufmerksam, wie er Ihnen begegnet. Hinterfragen Sie bei der Gelegenheit auch nochmals kritisch Ihre Gefühle: Sind Sie wirklich verliebt in den besten Freund? Ist es wirklich Liebe oder fühlen Sie sich derzeit nur schrecklich einsam und möchten jemanden, der Sie als Mann beziehungsweise Frau wahrnimmt? Reagiert Ihr Gegenüber auf Ihre Avancen – wie fühlt es sich an? Vertraut, leidenschaftlich oder am Ende gar geschwisterlich? Spätestens dann wissen Sie, dass Ihnen die Hormone ein Schnippchen geschlagen haben.

Wenn dennoch aus Freundschaft Liebe wird, sollten Sie sich in Acht nehmen, dass Sie nicht vom Regen in die Traufe kommen. Das bedeutet in diesem Fall: der Weg von der Freundschaft zur Beziehung oder anders gesagt – von der Kumpelzone auf direktem Wege in die „Freundschaft Plus“-Zone. Kein seltenes Phänomen – laut unserer ElitePartner-Studie erfreut sich zwangloser Sex insbesondere bei den unter 30-Jährigen großer Beliebtheit. Mehr als jeder vierte dieser Altersgruppe hat demnach diese Erfahrung schon einmal gemacht. Doch Vorsicht: Aus dieser erst zwanglosen Freundschaft wird dann nicht zwangsläufig Liebe.

Das Bauchgefühl zählt wenn sich die Freundschaft zur Liebe entwickelt

Kann aus Freundschaft Liebe werden? Die Antwort lautet: Ja. Wenn Sie sich treu bleiben! Versuchen Sie, ein Gefühl dafür zu entwickeln, was Sie brauchen, um glücklich zu sein und was Sie sich von einer Beziehung erhoffen. Das gibt Ihnen im diffusen Gefühlschaos den Boden unter den Füßen zurück. Und vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl! Es gibt viele Situationen oder Lebensabschnitte, die uns den Blick auf die Realität für einen kurzen Moment verwehren. Gönnen Sie sich die Zeit, um herauszufinden, was Sie wirklich möchten. Wenn aus Freundschaft Liebe wird, lohnt es sich, den Mut aufzubringen und für Ihre Ziele zu kämpfen – auch wenn Sie dabei Gefahr laufen, auf die Nase zu fallen. Ihre Ehrlichkeit gegenüber Ihren Wünschen und Sehnsüchten wird Sie schnell wieder aufstehen lassen.

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