Verflixt hohe Ansprüche

von: , 22. April 2009

Bauen Sie keine Luftschlösser - werden Sie sich stattdessen bewußt, was Sie im Leben wirklich wollen und brauchen!

Verflixt hohe Ansprüche

Sie sind attraktiv und beruflich erfolgreich. Karrierefrauen ernten die Lorbeeren ihres Engagements, aber wie steht es mit der Liebe? Oft haben sie es schwer, den passenden Partner zu finden. Der STERN griff das Thema zum Kinofilm Sex and the City auf: Die Ansprüche der Frauen zwischen 30 und 40. Welchen Typ Mann suchen diese Frauen?

Eine 39jährige Juristin aus München antwortete mir darauf während eines Beratungsgesprächs sehr offen: Es soll ein Mann sein, zu dem sie in jeder Hinsicht aufschauen kann. Ausstrahlung und Persönlichkeit soll er haben. Gern darf er 5 bis 10 Jahre älter sein, doch wäre es schön, noch in volles Haar greifen zu können. Auf jeden Fall müsse er gebildet sein, ein gewisses soziales Image mitbringen und finanziell unabhängig sein. Schließlich biete sie das ebenfalls. Bevor sie irgendeinen nehme, bleibe sie lieber allein. Zu viele Kompromisse einzugehen, sei sie nicht bereit.

Diese Generation Frauen ist die erste, die seit der Frauenbewegung in den 70ern gesellschaftlich und beruflich als Modernisierungsgewinnerin gilt. Sie hat im Vergleich zu Männern aufgeholt, hat eine gute Ausbildung, einen interessanten Job, genug eigenes Geld. Doch diese Erfolge sind häufig kein Selbstgänger bei der Partnersuche. Leider sogar eher kontraproduktiv. In einem Interview für ein Video zu diesem Thema für Stern.de habe ich dazu meine Meinung vertreten: Sind die Ansprüche der Frauen zu hoch? Wer viel zu bieten hat, darf auch hohe Erwartungen an sein Gegenüber haben. Doch liegt das Problem, seinen Mr. Big zu finden, nicht allein an den hohen Ansprüchen. Männer, die Frauen für diese Eigenschaften schätzen, gibt es sehr wohl. Jedoch nicht in entsprechendem Umfang. Männer und Frauen suchen und wählen nun mal anders. Sie wählen Frauen auf gleicher Augenhöhe, suchen aber auch nach "unten". Zwar nicht mehr in gleichem Maße wie es laut Focus Ausgabe Nr.19  jahrzehntelang der Regelfall war, als jeder zweite Mann eine Frau mit einer geringeren Bildung und Ausbildung heiratete. Was Männer nur sehr selten tun: sich eine Frau mit mehr sozialem Prestige und Bildung suchen. Doch kaum eine Frau geht eine Beziehung mit einem Mann unter ihrem Bildungsniveau ein. Damit stehen rein rechnerisch Frauen weniger Männer ihren Suchkriterien entsprechend gegenüber als umgekehrt.

Die Gesetze des Partnerwahlmarktes lassen sich nicht wunschgemäß verändern. Was kann Frau dagegen tun? Mag es ungerecht sein und wenig attraktiv klingen: Sie kann es nur selbst in Hand nehmen und vor allem innerhalb ihrer Person lösen. Aktiv auf Partnerschaftssuche gehen, die Augen offen halten, ihre Ansprüche auf den Prüfstand stellen. Kim Catrall, Samantha in Sex in the City, hält es für unrealistisch, dass man von einer Person alles bekommt. Dinge, die sie mit ihrem Mann nicht leben kann, teilt sie mit ihren Freunden. Stellt sich die Frage, ob es der richtige Weg ist, eine Wunschliste zu erstellen, auf der alles eine 1+ erhalten soll. Abschied von der Traumvorstellung zu nehmen, kann ein schmerzlicher Prozess sein. Und ist sicher kein Patentrezept. Aber ich finde es einen Gedanken wert, einen Blick auf die eigene Einstellung zu werfen. Natürlich entscheidet jede Frau für sich eigenverantwortlich, wann sie zu Kompromissen bereit ist. Letztlich trägt sie ja auch die Konsequenzen, gut oder schlecht mit oder ohne Partner zu leben. Doch es wäre ein Weg …

67 Kommentare

Gabi

9. Juli 2008, 11:00 Uhr

Danke für Ihre klaren Worte, Frau Fischbach! Ich glaube auch, dass es die Männer sind, deren Emanzipation noch aussteht. Durch Frauenbewegung und Gender Studies sind den Frauen ihre Lebensziele viel klarer als den Männern.

Torsten

9. Juli 2008, 21:00 Uhr

@Gabi: ich finde, dass du es dir etwas zu einfach machst. Nicht immer lassen sich längerfristige Lebensziele definieren – manchmal ändern sich die Rahmenbedingungen sehr schnell. Wichtig ist doch die Gelegenheit/Möglichkeit sich über die Lebensziele auszutauschen, oder?

Matthias

9. Juli 2008, 22:00 Uhr

Können sie mir bitte erklären, wo im Artikel etwas davon steht, dass die Emanzipation der Männer noch aussteht? Womit begründen sie ihren letzten Satz? Im meinen Augen geht auch er nicht aus dem Artikel hervor. Sie verdrehen die Aussage des Artikel für ihre unbegründeten Behauptungen.

renategschaide

10. Juli 2008, 00:00 Uhr

Emanzipation soll aber nicht heissen maenner nicht mehr zu verstehen..wir muessen in der arbeit anders u.schnell reagieren,haben eine maennersprache uns zugelegt… wo bleibt das weibliche das maenner an frauen jeder art lieben. gruss r.g.

Gabi

10. Juli 2008, 09:00 Uhr

@ Torsten & Matthias:
Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet zwei Männer auf diese Weise meinen Kommentar kritisieren. Sie beide sind genauso in phallogozentristischen Sprachstrukturen gefangen wie jeder andere Sprachteilnehmer auch. Nur wird er von Männern weniger erkannt als von Frauen. Auch das ist kein Vorwurf an Sie beide oder die Männer an sich. Es ist einfach Ergebnis eines patriarchalischen Habitus, der die Gesellschaft seit Jahrhunderten prägte und unterminierte.

@ Renate:
Ja, ich denke, damit haben Sie völlig recht.

Matthias

10. Juli 2008, 14:00 Uhr

Das heißt phallogozentrisch oder phallozentrisch, wenn sie schon mit solche Begriffen rumschmeißen und dann würde mich interessieren, wie Sprachstukturen eine Eigenschaft haben können, die dem Männlichen das Geistige und dem Weiblichen das Körperliche zuschreibt. Ich finde, sie sollten mal auf den Boden zurück finden und nicht so einen Unsinn erzählen!

Zum Nachlesen:
http://de.wikibooks.org/wiki/Soziologische_Klassiker/_Butler,_Judith#Materielle_K.C3.B6rper
http://wwwu.uni-klu.ac.at/hstockha/alt/mythos/sub/geschlechter.html

Alexandra

10. Juli 2008, 18:00 Uhr

Gerade habe ich die Kommentare studiert. Unweigerlich bekomme ich das Gefühl, dass hier nach wie vor der Geschlechterkampf vorherrscht. Offen gestanden betrübt mich dieses. Ich habe mich während meines Studiums intensiv mit kritischer Geschlechter- und Sozialforschung auseinandergesetzt. Auch dort musste ich die Polarisierung feststellen. Die bösen Männer – die armen Frauen. Selbstverständlich können wir die patriarchalen Strukturen, die heute noch großteils gelebt werden, nicht ausradieren. Wäre es aber nicht mal an der Zeit weg von diesen emotional geladenen Emanzen/Macho Schubladen zu gehen und das Herz zu öffnen? Sich auf die Person gegenüber einzulassen? Studien haben doch vor längerer Zeit schon ergeben, dass die Unterschiede in der Genusgruppe größer sind, als die zw. den Genusgruppen. Aus meinem täglichen Erleben kann ich nur sagen, es ist auch für Frauen die an exponierter Stelle in der Wirtschaft stehen nicht immer leicht. Nach wie vor muss ich mich – lebe in einem Dorf – mit der Frage der guten Mutter/Frau auseinandersetzen. Das berufliche exponiert Sein verunsichert doch auch. Unabhängig vom Geschlecht. So zumindest meine Erfahrung. Sehr oft wünsche ich mir, dass MANN hinter die Kulisse Unternehmerin schaut. Dann würde er nämlich feststellen, dass sich dort eine Frau befindet, dich gerne die weiblichen Schubladen bedient. Sich zwar bewusst ist, dass sie damit gängige Rollenbilder reproduziert, dabei aber nicht die Freude am Geben vergisst.

hannah

10. Juli 2008, 18:00 Uhr

Super Matthias, hast absolut recht. solche leute, die mit fremdwörtern um sich schmeißen, verstecken dahinter meist, dass sie gar keine wirkliche meinung haben!

J

11. Juli 2008, 11:00 Uhr

@Gabi:
Ja, es ist kein Zufall, dass Männer auf diese Kommentare antworten. Denn Ihre Ausführungen sind einseitig und unangebracht. Derartige Pauschalisierungen tragen bereits einen Hang zu Schablonendenken in sich, der die befreite Frau von heute doch sicher nicht kennzeichnen sollte!? Für mich klingt das nach einen zusammengezimmerten Weltbild, das von Frustration geprägt ist und anderen bzw. der Gesellschaft die Schuld für das Nichterreichen der ach so klaren eigenen Lebensziele in bezug auf Partnerschaft zu geben versucht.

@Alexandra: Mit diesem Kommentar habe ich mich wohl in den Geschlechterkampf begeben? ;-) Ich denke nein, m.E. hat es jeder Mensch verdient als Individuum betrachtet und gewürdigt und nicht gegen jedwedes Rollenschema im eigenen Kopf abgeglichen zu werden. Und wenn dieses Schema auch noch wie selbstverständlich als wissenschaftliche Wahrheit dargestellt wird, platzt mir einfach der Kragen.
Um das klarzustellen: Ich mag Frauen u.a. ob ihrer empathischen Fähigkeiten und ich mag auch erfolgreiche Frauen. Aber ich muss nicht alle mögen, sei es Frau oder Mann.

Lutz

11. Juli 2008, 14:00 Uhr

Interessanter Beitrag, der allerdings ein wesentlich gravierenderes Problem außer Acht lässt: Es sind nicht nur die hohen Ansprüche der Frau, die eine Partnerwahl erschweren, häufig ist es viel schlimmer: Es sind völlig inkonsistente und sich gegenseitig ausschließende Anforderungen, die eine Partnerwahl eigentlich unmöglich machen.
Bestimmte Charaktereigenschaften und Lebensinhalte schließen sich nun mal gegenseitig aus.
Und was noch viel heimtückischer ist: Welche Frau hat sich eigentlich schon einmal die Frage gestellt: Würde ein Mann, der meinen Anforderungen genügt, eigentlich an einer Frau wie mir interessiert sein???
Ist es nicht wahrscheinlicher, dass einer, der diesen Anforderungen genügt, selbst ebensolche Ansprüche stellt, denen Frau dann ggf. selbst nicht genügen kann?

Alexandra

11. Juli 2008, 18:00 Uhr

@Jörg: Hallo Jörg, wenn du meine Aussage mit dem Geschlechtekampf in diesen Hals bekommen hast, habe ich mich womöglich nicht klar genug ausgedrückt. Mir war wichtig zu sagen, dass wir doch bitte endlich mal unser Herz und unsere Augen öffen sollen für den Menschen. In deinen Worten für das Individuum. Lernen wir einander kennen und schubladisieren uns gleich wieder, dann kann ja keine Innenschau möglich sein und wir laufen im Kreis. Ich bin ganz bei dir wenn es um empathische Fähigkeiten geht. Auch ich schätze einen Mann der empathisch ist. Der zu seinen Stärken bzw. Schwächen steht und bereit ist auch mal Handlungen und Denkweisen zu hinterfragen.

@Lutz: Hallo Lutz, grundsätzlich stimme ich dir mit den Ansprüchen natürlich zu. Entweder es passt, oder es passt nicht. Allerdings gibt es auch Studien – sogar hier veröffentlicht- die besagen, dass sich Männer nach wie vor eher nach unten orientieren, als Frauen. Ob das für dich wissenschaftlich abgefedert ist sei dir überlassen. Ich kann nur von mir und meinem Umfeld bestätigen, dass es so ist. Vermutlich ist hier ein Umdenken beider Geschlechter angesagt.

Sebastian

11. Juli 2008, 19:00 Uhr

Frauen suchen – egal wie hoch sie selbst stehen, fast immer einen Partner, der noch höher steht.
Das ist doch das eigentliche Problem. Und dann wird tatsächlich noch auf so etwas wie Haare geachtet! Da kann einem Mann schonmal der Hut hochgehen.
Es sind doch die Frauen, die in der alten Rollenverteilung kleben geblieben sind, wenn sie immer noch zwanghaft einen Mann suchen, zu dem sie "aufschauen" können.
Mir würde es nichts ausmachen, wenn ich zu meiner Frau aufschauen muss, deshalb halte ich mich in der Beziehung für emanzipierter als solche Frauen.
Bei der Emanzipation der Frauen gibt es sehr viel verbrannte Erde, nur sprechen die Männer nicht darüber, weil sie es nicht zugeben wollen.
Wie würden die Frauen reagieren, wenn Männer mit solchen Ansprüchen, also Listen die frau zu erfüllen hat, in die Partnersuche gehen würden?
Ein Mann der sich eine erfolgreiche Rechtsanwältin mit dem Aussehen eines Models wünscht, wird schief angeschaut. Eine Frau darf offenbar ihre Ansprüche beliebig hoch ansetzen, ohne dass da (offiziell) jemand was merkwürdig dran findet.
Dabei ist es glaube ich genau diese Diskrepanz, die die Männer so sauer macht.
Ich gebe zu, da suche ich lieber "nach unten", bevor ich mit einer Frau lebe, die Ansprüche an mich stellt, von denen ich befürchte, dass ich sie irgendwann nicht mehr erfüllen kann.
Auch ist es kein glücklicher Beginn einer Partnerschaft, wenn als erstes mal abgecheckt wird, ob man auch wirklich "gut genug" ist.
Ich (erfolgreicher Mann mit Modelfigur, aber ohne Haare) bin da aufgeschlossener.
Es muss knistern und es muss eine gemeinsame Perspektive geben. Und die muss man zusammen erarbeiten.
Auch wird oft unterstellt, Männer würden nicht damit klar kommen, wenn Ihre Frau mehr darstellt als sie. Das stimmt m.E. nicht. Es ist entweder die Frau die damit nicht zurecht kommt, oder der Mann, weil er von vornherein Neid und Komplexe unterstellt bekommt, ohne überhaupt den Mund aufgemacht zu haben.

Manuela

12. Juli 2008, 14:00 Uhr

Ab einem gewissen Alter wachsen nun mal die Ansprüche bei der Partnersuche, v. a. weil Erfahrungen früherer Partnerschaften einige Ausschlusskriterien nach sich ziehen können. Mit 40 ist die Partnersuche oft an andere Kriterien geknüpft als mit 20. Und auch Frauen sollen Ansprüche haben dürfen, denn Männer suchen doch auch meistens die junge hübsche Frau, egal ob sie selbst jung oder attraktiv sind. Habt ihr Männer eigentlich schon mal daran gedacht, dass einige Frauen auch gerne in ein hübsches Gesicht und auf einen schlanken Körper schauen wollen und nicht zwangläufig an einem 20 Jahre älteren Mann interessiert sind, nur weil viele Männer 20 Jahre jüngere Frauen suchen?

Alexandra

13. Juli 2008, 15:00 Uhr

@ Sebastian: Hallo Sebastian, mir ist nicht ganz klar, was du mit verbrannter Erde im Kontext der EMANZIPATION verstehst. Bei der Emanzipation geht es doch darum, sich von Haltungen und Einstellungen zu befreien. Für beide Geschlechter. Ich war auch übersensibilisiert in diesen Fragen und musste beweisen, dass ich selbst meine Koffer tragen kann. Aber auch das Gedankengut der Emazipation kann frau/mann einengen. Mir scheint, eine wirklich emanzipierte Frau ist eine Frau, die sich von der Emanzipation emanzipiert hat. D.h. für mich, ich weiß, dass vieles selbst kann, muss dies aber nicht mehr beweisen. Wie siehst du das?
AUFSCHAUEN EIGENE BEDÜRFNISSE: Das Abklären, ob mein Gegenüber meinen Vorstellung entspricht finde ich schon notwendig, denn nur, wenn der mögliche Partner mit meinen Grundwerten in etwa übereinstimmt, kann sich eine tragfähige Basis bilden. Da ich viel mit erfolgreichen Männern zu tun habe, kann ich sagen, dass die Position nicht automatisch mit sozialer und emotionaler Intelligenz einhergeht. Da habe ich dann auch keinen Respekt. Diesen gewinne ich doch durch das Verhalten, die Einstellung, das Denken … durch die Taten. Wie schnell verschiebt sich doch der Blickwinkel vom Idealtyp – dem Traummann hin zum liebevollen Berühren des Bauchansatzes, wenn Mann mein Herz erobert hat. Und ob ein Mann eine Glatze hat oder nicht, sollte doch wirklich kein Thema sein. Ich finde dies sogar charismatisch. Sebastian, ich würde dich jedenfalls gerne kennenlernen. LG

Christoph

13. Juli 2008, 17:00 Uhr

Ich habe gerade die schon geposteten Kommentare gelesen und finde, dass daraus schon einige Problematiken zu erkennen sind. Jeder hat seine eigenen Vorstellungen und Wünsche, wenn es darum geht den geeigneten Partner zu finden. Unabhängig davon, sollte doch heute jeder so offen sein, seinen Gegenüber zunächst als Mensch zu sehen und nicht schon bei dem 1. Kennenlernen die "Schubladen" zu öffnen. Es muss doch menschlich zueinander passen. Mir persönlich ist es nicht so wichtig, ob mein Gegenüber eine ähnliche akademische Ausbildung hat. Frauen machen sich dabei (wie ich finde) zu viele Gedanken, so dass es meist schon vorab scheitert, ohne den Anderen überhaupt richtig kennengelernt zu haben. Die oben aufgeführte Diskussion zeigt ein gegenseitiges Positionenbeziehen – oft ohne Kompromisse, was sich auch in den Beziehungen abspielt. Es ist doch wichtiger gemeinsam zu diskutieren und ggf. eine andere Meinung zuzulassen, ohne das es in eine endlose Rechtfertigung ausarten muss oder alles auf Emanzipationsfragestellungen hinausläuft. Es ist sehr schade, andererseits aber auch ein Spiegelbild der heutigen Gesellschaft.

Frank

14. Juli 2008, 21:00 Uhr

Kinnings, Kinnings, Kinnings, ich bin neu hier und schon von der Rolle.
Da wollte ich mir einfach nur

Burkhard

15. Juli 2008, 21:00 Uhr

Junge, Junge, ich kann Alexandra und Christoph nur recht geben. Es ist doch in Ordnung und völlig legitim, wenn die Ansprüche von Männern und Frauen bei der Partnersuche nach einer langen Ausbildung und einem guten Einstieg in den Beruf relativ hoch sind. Das sollte nicht so verbissen gesehen werden – wie schrieb Alexandra: entweder es passt oder es passt halt nicht. Mit zunehmenden Alter weiß man – zumindest ich für mich – auch eher, ob eine Partnerin zu einem passen könnte. Da spielen optische Einflüsse natürlich eine Rolle, aber doch wohl genauso die vielzitierten "inneren Werte". Ist es nicht zuweilen betrüblich, wenn man sich nicht unterhalten kann, und damit meine ich keineswegs nur schöngeistige Gespräche, weil man einfach kaum weiß, über was man sich unterhalten soll? Meines Erachtens muss eine annähernd adäquate gemeinsame Basis vorhanden sein – sonst fällt spätestens nach den rosaroten Wochen auf, dass da nur heiße Luft ist. Es mag zwar stimmen, dass viele Männer "nach unten" suchen, es gibt aber auch Ausnahmen. Als Mann muss ich hinsichtlich der Optik natürlich auch fair sein – ich kann doch nicht von Top-Models träumen und mich selbst nicht fit halten, oder? Problematisch ist wie ich finde jedoch auch, wenn allem Anschein nach erfolgreiche Frauen Schwierigkeiten mit dem Erfolg und/oder der Bildung ihres Gesprächspartners haben. Ist Bildung neuerdings verboten? Soll ich als Mann im Gespräch nur einen Teil preisgeben und damit die anderen Teile gleichsam verleugnen, um später mitunter vorwurfsvoll gefragt zu werden, warum man den Rest verheimlicht habe? Spätestens im Gespräch merkt man doch sehr schnell, ob es passen könnte oder nicht.

Kay-Uwe

15. Juli 2008, 23:00 Uhr

Das ist schon nett aufschauen will Frau und gesund und fit soll er sein. Wenn möglich auch emanzipiert, gut aber in dieser Kategorie ist die Luft wohl eher dünn.
Und ob sich all diese Kriterien hier auf Anhieb finden lassen, das wage ich zu bezweifeln.
Was ist dann mit so jemandem wie mir, frage ich mich da?
Haare, allein erziehend, einigermaßen gebildet und der sucht vielleicht auch noch eine Frau zu der aufsehen kann und die einen emanzipierten Mann sucht.
Das grenzt wohl an ein Wunder?
Vielleicht sollte Frau mal wirklich emanzipiert sein und sich von einigen archaischen Vorstellungen lösen, das wäre sicher hilfreich.

Marlon

17. Juli 2008, 19:00 Uhr

Die These, dass Frauen mit hoher Bildung und Erfolg im Beruf sich ab 35 schwer tun einen passenden Partner zu finden, liegt klar auf der Hand. Die wenigsten Männer sind bereit sich nebst beruflichen Stress und Konkurrenz auch ein Kriegsschauplatz daheim zu schaffen!!! Ich habe es selbst erlebt. Meine Exfrau und ich hatten Erfolg und Familie und als meine Exfrau wegen zwei Kindern daheim bleiben musste, was ich heute bedaure, begann das Ende unserer Beziehung! Leider konnte ich aus meinem damaligen Job keinen Halbtagsjob machen und ihr mehr als nur am WE helfen. Aus meiner Sicht kann die Frau das natürliche biologische Verlangen der Männer nach jüngeren Frauen nicht wegwischen, auch wenn es noch so unverständlich und verletzend für sie ist. Besser wäre für die gebildeten Frauen, sich einen gleichgestellten oder schlechter gestellten Mann zu suchen und die führende Position einfach anzuerkennen! Warum nicht?
Alternative wäre, dass sich jüngere Frauen, die Karriere machen wollen, so 25-30 jährige, einen 10-20-Jahre älteren, attraktiven erfolgreichen Mann suchen, der sie dann später unterstützt. So haben sie mitte 35 oder früher dennoch Zeit und Gelegenheit eine Familie zu gründen und müssen nicht einen Mann krampfhaft suchen.
Der Gedanke, dass eine Beziehung ewig währt, ist doch eh veraltet. Dann lieber 20-30 Jahre mit einem Partner, der einen in dieser Phase glücklich macht, oder? :-)
Andererseits kann die ende dreißig jährige Erfolgsfrau auch sich einen jüngeren Mann suchen und eine Familie gründen. Warum nicht? Ich finde diese sterotypischen Altersgrenzen eher beklemmend und schädlich für die Paarbeziehung. Letzendenlich entscheidet die Liebe und die Gemeinsamkeiten der Paare. Die Aussage vieler Frauen, dass Männer, die 20 oder mehr Jahre älter als Frauen sind, sich um ihr Aussehen kümern sollten, finde ich absolut zutreffend.
In dem Sinne viel Spass. Kim Catrell hat recht, es gibt keinen Perfektenmann oder Frau :-)

Marlon

17. Juli 2008, 19:00 Uhr

Einige Kommentare sagen, dass man auf den Menschen achten soll. Das ist richtig. Allerdings: die Menschen sind ein Spiegelbild der Gesellschaft und in einer Gesellschaft, wo sich der Einzelne immer schlechter von der Masse abgrenzen kann und sich für seine Existenz nur durch Bildung und Erfolg abgrenzen kann, sind die Menschen geneigt auch diesen Faktoren viel Raum für ihre Werte einzuräumen. Das es falsch ist, da man im emotionalen Bereich doch andere Werte schätzen sollte, was mit Freundschaft, Chemie, Sensibilität teilweise abrunden könnte, das kann man mit Scheinen und Graden oder Monetärenwerte nicht aufwiegen.
Für mich zählt der Mensch an erster Stelle! Sicher wünsche ich mir einen Menschen, der meiner optischen Wunschvorstellung nahe kommt, und möglichst gebildet ist und natürlich auch sportlich und offen ist, aber was nützt mir das alles, wenn sie kein Herz hat und in entscheidenden Momenten des Lebens nicht zu mir stehen kann, oder nicht weiß, was Freundschaft ist. Die menschliche Komponente ist aus meiner Sicht das wichtigste überhaupt und das sollte der Focus jeder von uns sein, egal welche Bildung und Herkunft einer hat. Es gibt Ausnahmen, die wegen der Erziehung und besonderer Umstände nicht zu erwarten wären. Ich bin selbst ein Perser, der in D aufgewachsen ist und bin sehr frei erzogen worden und bin Akademiker und habe nur Akademikerinnen als Partnerinnen gehabt und für mich ist die Gleichberechtigung ein MUSS das würden die wenigsten auf den ersten Blick von mir erwarten. Auch ich gehe mit Vorurteilen gegenüber anderen Kulturen in der Welt, aber lerne immer wieder, wir sollten uns die Mühe machen, den anderen Menschen kennenzulernen.
Viel Erfolg :-)
Wunder gibt es immer wieder, wenn man danach sucht….

Geelbeen

18. Juli 2008, 09:00 Uhr

Dass intelligente Frauen wie Männer Partner mit mindestens gleichem Bkildungsniveau suchen, ist verständlich. Völlig falsch aber wäre, wenn sie dies von Scheinen (Abitur, Studium usw.) abhängig machen. Handelt es sich um mögliche Partner so um die 40 und 50, mag der Start ins Berufsleben auf niedrigem Niveau erfolgt sein.Inzwischen mag aber ein Niveau erreicht sein, das mancher Professor nicht hat. Daher: Prüfen im Gespräch, im Handeln und welchen sonstigen Umgang er hat.
Beispiel: Habe nur Realschulabschluss und bin heute Vorstandsmitglied in einem der größten deutschen Unternehmen.

Geelbeen

18. Juli 2008, 09:00 Uhr

Habt Ihr Pseudowissenschaftler und Frauen- und MännerkennerInnen auch berücksichtigt, welchen Einfluss das Vater-Tochterverhältnis
bei diesen Frauen hat? Diese Verhältnisse sind so unterschiedlich, dass auch das Verhalten von emanzipierten und gebildeten Frauen Männern gegenüber eben so different ist.

guckamal

18. Juli 2008, 19:00 Uhr

Ich find witzig, dass hier fast nur Männer einen Artikel kommentieren, der doch wohl eher die Frauen ansprechen soll. Von dem überhöhten Anspruchsdenken der Männer war hier doch garnicht die Rede. Wieso fühlt ihr euch dann alle so beflissen dagegen anzuwettern. Ich wette 100 zu eins, dass hier bei den Kommentatoren jeder auch so seine unfüllbaren Ansprüche hat. Warum sonst laufen wir hier alle noch alleine rum? Wie wäre es, wenn ihr uns mal ein gutes Vorbild abgebt und eure Ansprüche an die Realität angleicht? Denn es gibt immer noch genügend Frauen, die zwar studiert haben, aber mit Kind und Minus auf dem Konto aufwarten können. Huch wie abschrecken :-O.
Diese Diskussion finde ich albern.

RenateK.

18. Juli 2008, 23:00 Uhr

als ich vor bald vierzig Jahren auf Partnersuche war, wäre es für mich undenkbar gewesen unter meinem Niveau Ausschau zu halten. Mittlerweile weiß ich, daß Akademiker keine besseren Menschen sind als Leute mitweniger qualifizierter Ausbildung, da mein Mann mich trotz zweier akademischer Titel nach dreieinhalb Jahrzehnten Ehe ganz fies abgesägt hatte.Heute kommt es mir tatsächlich mehr auf die Herzensbildung als die Bildung an., Und ich stelle zunehmend fest, daß "Older Ladies" mit einer steigenden Tendenz bei 15 bis 20 Jahre Jüngeren Männern mit mittleren Berufen eine hohe Akzeptanz haben, vorausgesetzt man sieht noch passabel aus. Andererseits wird man von den adäquaten Altersgenossen oder auch noch Älteren Akademikern als zu alt abgewählt, ohne daß diese sich die Mühe machen würden, einen wirklich kennenzulernen. Man kann dazu nur sagen: verkehrte Welt.

Susanne

19. Juli 2008, 23:00 Uhr

Hallo Renate,
interessant was du schreibst. Glaubst du, diese 15 bis 20 Jahre jüngeren Männer wählen bewußt eine older lady? Wenn ja, was denkst du warum? Ich selbst komme spontan auf den Gedanken, dass es vielleicht solche sind, die keine Kinder wollen und sich diesem Wunsche einer entsprechend jüngeren Frau (z.B. Mitte / Ende 30) nicht stellen wollen. Oder eben, eine older lady wirkt einfach entspannter als viele Jüngere, die sich noch irgendwie beweisen wollen?
Grüße
Susanne

Detlef

21. Juli 2008, 14:00 Uhr

Befremdet mich etwas, dieses aufflammen des alten Grabenkrieges im Geschlechterkampf, welches hier manchen Postings zu entnehmen ist…

Mal ehrlich… : Hier fliegen einem Statements um die Ohren, die unabhängig vom Geschlecht nicht den den Hauch eines Zweifels aufkommen lassen, weswegen einige der hier postenden Damen und Herren noch – oder wieder – auf Partnersuche sind. Den adäquaten Partner zu finden, dürfte für diejenigen, die mir besonders aufgestoßen sind, der Quadratur des Kreises gleichen. Mein Tipp: spielen Sie lieber Lotto, da sind die Chancen auf eine "Sechser" größer, als für zwei drei Teilnehmer(innen) in dieser Runde einen Partner zu finden…

@Alexandra und Sebastian… ;-)
Der stimmigste Umgang mit dem Thema… Good Luck!

Hazel

26. Juli 2008, 09:00 Uhr

Ich (29 Jahre) habe vor kurzem eine Mail von einem Herrn bekommen, der sich für mich interessiert hat. Der "Interessent" ist 48 Jahre alt. Das an sich hat mich nicht weiter gestört, was mich allerdings störte, war folgendes: Er meinte, ich solle mich nicht über den Altersunterschied erschrecken, es wäre nur so, dass er mit seinen 48 Jahren noch sehr viele Projekte und Pläne hätte und allgemein sehr aktiv sei (das hätte ich sowieso nicht in Frage gestellt, egal welches Alter jemand hat…). Aus diesem Grund, so schrieb er, kämen für ihn nur jüngere Frauen in Frage, da Frauen in seinem Alter diese Pläne und Projekte nicht mehr hätten.
Ehrlich gesagt, hat mich diese Ansicht doch etwas erschrocken und ich hatte eher den Eindruck, dass dieser Mann sich gar nicht die Mühe gemacht hat sich nach Frauen mit Projekten, Plänen etc. in seinem Alter umzusehen, denn warum sollten Frauen Anfang 50 keine Pläne mehr haben??
Der Mann hat mich generell, nicht wegen seines Alters, nicht interessiert, weswegen auch kein weiterer Kontakt zustande kam, aber diese pauschale Aussage hat mich doch mitgenommen…
Was sagt ihr dazu??

Fletch

28. Juli 2008, 12:00 Uhr

So, jetzt drehe ich den Spieß einmal um:

Ich bin 29 und suche eine Frau, die Anfang 40 ist. Sie muss lange Beine haben, einen Minirock tragen, einen Hut und eine Sonnenbrille aufhaben. Außerdem erwarte ich, dass sie ein glattes Gesicht hat und in einer hohen Position ist.

Und wenn es nur eine einzige Abweichung gibt und sei sie noch so klein, bin ich nicht mehr interessiert!

Spaß bei Seite. :-) Es kommt aus meiner Sicht einfach darauf an, dass die Chemie stimmt. Die Position ist mir herzlich egal. Wir sind doch alle nur Menschen und so schnell wie man heute seinen Job verlieren kann, zählt das aus meiner Sicht sowieso nicht mehr. Mir ist hier leider öfter passiert, dass ich Frauen angeschrieben habe und als Antwort bekam, dass meine psychologische Analyse zu sehr von ihrer abweichen würde. So wurde die Möglichkeit, sich etwas kennenzulernen direkt im Keim erstickt. Ich sehe das allerdings eher als Vorwand. Wahrscheinlich entsprachen andere Dinge (Status etc.) nicht den Vorstellungen.

Viele Grüße
Fletch

MausvonMars

28. Juli 2008, 22:00 Uhr

Hohe Ansprüche verdecken oft auch Unsicherheit. Auch die Erwähnung von Gender Studies in diesem Kontext sind ein Zeichen von Unsicherheit.
Ich stamme nicht aus dem deutschsprachigen Raum. So unsicher wie hier habe ich Frauen weder im Mittelmeerraum noch im angelsächsischen Raum erlebt. Als Mann muss ich das immer beachten, was die Annäherung umständlich macht. Aber ein geschickter Mann kann sich diesen Umstand zunutze machen. Ich habe so einen mal erlebt. Er hat nicht mal gross Komplimente gemacht, er hat nur konsequent besänftigende und beruhigende Sachen erzählt.
Beruflich erfolgreiche Frauen sind meiner Meinung nach nicht anders als erfolglose. Sex and the city ist Fantasy. In meiner Erfahrung war ihr beruflicher Erfolg nie ein Problem, in einem Fall musste ich einfach sehr klar machen, dass ich nicht nach ihrem Geld aus bin, dann war’s toll.
@Hazel: ja, die Begründung dieses Typen ist Quatch. Ich kenne 70jährige Frauen mit Projekten. Traurig dass er nicht frisch von der Leber sagen kann, dass er auf deutlich jüngere Frauen steht. Männer haben oft das Gefühl, man nimmt ihnen das übel.

Anna

30. Juli 2008, 16:00 Uhr

Ich bin 47 Jahre alt, Ärztin. Ich habe mögliche Partner im Internet oder life nicht primär nach "Status" kennengelernt. Ich habe aber leider die Erfahrung gemacht, dass mich gerade diejenigen nach einiger Zeit "abservierten", die dann doch Probleme damit bekamen, weniger beruflichen Status, finanzielle Möglichkeiten, kulturelle Interessen etc. zu haben. Oft wurden sie diesbezüglich von ihren männlichen Freunden bestärkt. Das kippte von heute auf morgen, ohne dass es vordem ein gravierendes Thema war. Mir sind eigentlich "Herzensqualitäten" am wichtigsten. Dafür kann ich Kompromisse machen. Andere Interessen kann ich auch mit Freunden und Bekannten teilen. Allerdings braucht es leider offensichtlich doch einige "Schnittstellen" mehr als "nur" schöne Sexualität und liebevollen Umgang miteinander. Natürlich wäre mir ein Partner auf "Augenhöhe" in menschlicher und intellektueller Ebene schon auch lieb.
Zu dem "Aktivitätsgrad" von Frauen in meinem Alter kann ich nur sagen, dass ich die sehr häufig lebendiger, risikofreudiger und veränderungsfreudiger erlebe als Männer. Ohne dass ich das jetzt verallgemeinern will.
Ich bin ein wenig ratlos geworden.
Bei EP u. anderswo habe ich auch erlebt, dass Männer sich jünger machen; was bringt das ?

ImrePenzes

31. Juli 2008, 01:00 Uhr

Danke Anna. Vielen Dank dafür, dass Du gewagt hast, das Wort "Herzensqualitäten" zu brauchen. In vorherigen Kommentaren ist auch das gute alte Wort "Chemie" gefallen. Anscheinend ist "Liebe" und "Verliebt" heute nicht mehr so wichtig, oder doch? Hat jemand unter Euch schon einmal mit dem "perfekten" Partner gelebt, aber ohne ein starkes Gefühl im Bauch? Wie fühlt sich so etwas an, wenn überhaupt? Bedeutet Liebe nicht eben das Annehmens und des Kompromisses? Oder existiert so etwas wie Loyalität in der Partnerschaft nicht mehr? Was tun, wenn die Partnerin oder der Partner den "Anforderungen" (Check List bei der Partnersuche) nicht mehr entspricht? Kürzlich hat mir jemand erzählt, dass die eine Hälfte eines Paares an MS erkrankte. Als die andere Hälfte des Paares davon erfuhr, packte diese die Koffer und verabschiedete sich mit den Worten: "Ich will nicht den Rest meines Lebens Deine Krankenschwester sein." Bin ich zu romantisch oder zuwenig modern, um dies zu verstehen?…

Bezüglich dem Bildungsniveau und dem gesellschaftlichen Status: Klar ist eine ähnliche Augenhöhe einer Partnerschaft nicht abträglich, aber Grundlage ist sie nur, wenn sie von den Partnern auch Bedingung sind, denke ich.

Paladin

2. August 2008, 12:00 Uhr

Zunächst allen Dank für die Kommentare hier. Zufällig bin ich darauf gestoßen und habe alle gelesen.
@Gabi, viel Freude weiter beim weiteren Solo-Dasein… :-) Lies weniger den Dreck von Alice Schwarzer, das ist dein Fehler!

Ansprüche war das Thema. Fakt ist, daß man als gebildeter Mann einen Partner haben will, der wenigstens einigermaßen mithalten kann. Es bringt mir nichts, gewaltsam nach Gesprächstoff zu suchen oder selber immer wieder eine Konversation in Gang zu setzten. Es muß auch von der anderen Seite was kommen…. Frauen erwarten das sicher auch. Was Frauen auch erwarten, ist Sicherheit und Verantwortung und das müssen wir ihnen auch geben, weil sie wiederum das Rückgrat der Familie sind.

Natürlich hätte jeder gern eine intelligente, schöne, weltgewandte und weibliche (!) Frau. Aber wie realistisch ist das ? Zumal man ja selber auch nur Teile davon erfüllt. Also ich habe keinen Waschbrettbauch (aber auch keinen Bierbauch) und die Haare lassen auch nach, mit 35. Aber wer damit nicht leben kann, ist für mich eh nicht von Interesse.

Leute, was mir hier auffällt, ist die mangelnde Diskussion über die "Emanzipation" an sich. Man sollte auch mal darüber reden, ob hier nicht ein grober Irrweg gegangen wird. Was hat das alles gebracht ?

Paladin

2. August 2008, 12:00 Uhr

Die faktischen Unterschiede zwischen Mann und Frau sollen verwischt werden. Die Frau wird vermännlicht und gleichzeitig soll der Mann verweiblichen. Was für ein Schwachsinn ist das, der nicht mal kritisch hinterfragt wird?! Die Massenmedien-Verblödungsmaschine will uns immer wieder eintrichtern, wie schön es doch sei, als Hausmann sein Dasein zu fristen und der erfolgreichen Frau den Rücken freizuhalten. Zum Glück gelingt der Trick kaum, denn das ist auch totaler Unsinn. Ein solches Dasein wäre nur für Männer etwas, die entweder extrem schwach und leicht unterzubuttern sind oder tatsächlich im Familienleben völlig aufgehen (Familie i.S. von Kindern). Dieses verrückte Bild darf und wird nie mehrheitsfähig werden. Es wäre der Untergang jeder Gesellschaft.

Es ist schon immer so gewesen, daß Frauen die Kinder bekommen und die Mutter die erste und wichtigste Bezugsperson eines Kindes ist. War so und bleibt so! Aber nein, Karriere ist wichtiger bzw. die Medien reden den Frauen ein, es wäre so! Und sie glauben es auch noch! Also geht Sie sich lieber selber "verwirklichen", schiebt den Nachwuchs in die Betreuung ab und wundert sich dann, wenn ihr die Erziehung entgleitet bzw. mißlingt. Das ist überhaupt kein Wunder. Diese Gesellschaft stellt leider das Wohl des Individuums deutlich über das der Familie und wer noch traditionellen Lebensentwürfen den Vorzug gibt, wird als altmodisch, "rechts" oder zurückgeblieben gebranntmarkt. Nein, da geht mir der Hut hoch. Es ist völlig normal, daß der Mann den Hauptteil seiner Leistung in den Erwerb des Lebensunterhalts steckt, die Frau auch beitragen kann, ihr primärer Hauptaugenmerk aber die Familie ist! Ich weiß, daß diese Satz bei einiges das Blut in Wallung bringen wird, aber darum scher ich mich, mit Verlaub, einen Dreck. Sorry, Emanzen.

Paladin

2. August 2008, 12:00 Uhr

Eben fällt mir ein gutes Beispiel einer "emanzipierten" Frau ein. Heide Simonis….Ihr erinnert Euch an Schleswig-Holstein…. Typische Karrierefrau, dann abgesägt und jetzt "solo" ?? Gut, bin mir da nicht ganz sicher. Als Mann wäre die für mich nur dann interessant, wenn meine eigene Familienplanung abgeschlossen ist. Eine Karrierefrau, die nur sich selbst im Mittelpunkt sieht, soll Karriere machen. Ohne mich. Später kommt dann ihr Gewinsel und ihre krampfhafte Suche.

So, fast fertig. Ich habe ein erfolgreiches Kleinunternehmen, muß viel arbeiten und reisen, verdiene aber gut. Eine egozentrische Karrierefrau ist für mich uninteressant. Ich erwarte eine Frau, die auch eine Frau ist, der Familie viel bedeutet und die das Herz am rechten Fleck hat. Intelligenz und Bildung sind nicht unerhebliche weitere Zutaten, natürlich auch gemeinsame Interessen. Ein noch so kluger bzw. sie klug dünkender

Sarina

2. August 2008, 15:00 Uhr

Ich kann von mir sagen, dass ich leider ziemlich genau in das im Artikel beschriebene Muster passe. Vom Kopf weiss ich, dass es sicherlich im Jahr 2008 als "starke Frau auf eingenen Beinen" nicht notwendig ist nur nach Männern zu schauen, die "mehr leisten/sind", als ich selbst. Auch dass es realistisch ist einen solchen Mann zu finden, dessen Ansprüchen ich dann auch gerecht werde, möchte ich mal in Frage stellen. Die Hormone schauen aber, zumindest in meinem Fall, immer wieder lieber zu Männern hinauf als hinunter. Dass ich dann auch dass "hinunter" und "hinauf" heute so und morgen so sehe macht die Sache nicht einfacher… Ich weiss für mich, dass meine Ansprüche auf jeden Fall ein großes Thema in Bezug auf meine Partnersuche sind und sie auch das Bewußtsein sie auf keinen Fall einfacher macht!

Außerdem ist sicherlich auch so mancher Mann mit einer Partnerin, die auf der einen Seite ständig Stärke beweisen will, aber gleichzeitig von ihm Überlegenheit in vielen Dingen verlangt, überfordert und sucht sich lieber jemanden, der nicht ständig mit ihm und sich selbst um die Macht in der Partnerschaft kämpft.

Ein interessantes Buch zu diesem Thema ist überigens "Überlisten Sie Ihr Beuteschema" von Dr. Stefan Woinoff (ISBN 979-3-442-39127-1).

Susann-Marleen

5. August 2008, 21:00 Uhr

Ihr seid toll….Eure Beiträge sind wirklich sehr interessant zu lesen. Er fühlt sich angegriffen….und Sie kann sich mit dem Artikel identifizieren (wie ich übrigens auch) *lach*. Ich weiß um meine Situation, aber ich nehme es mit Humor….irgendwann wird auch mir der Richtige über den Weg laufen, und wenn es Klick macht ist es mit Sicherheit egal welchen gesellschaftlichen o./u. beruflichen Status er hat. Viel Glück euch allen :-)

claudia

6. August 2008, 00:00 Uhr

@Paladin du sprichst mir aus dem Herzen. Ich hab eine gute Ausbildung genossen, wäre aber trotzdem froh gewesen, wenn mein damaliger Mann mir ermöglicht häte, meine Mutterrolle mit weniger Hindernissen zu leben und zu geniessen. Warum wird die Zeit, in der unsere ( doch hoffentlich gewollten ) Kinder uns am meisten brauchen, heute als Opfer dargestellt? Ich hab es irgendwie geschafft, beides ordentlich unter einen Hut zu bringen, die Folgen davon spüre ich noch heute. Jetzt sind meine Kinder gross genug und ich habe glücklicherweise eine Arbeit, die mir viel Freude macht. Jetzt bin ich auch bereit für einen neuen Partner und habe gelernt, worauf es ankommt. Mit 20 Jahren ist man dumm genug, sich einen Mann auszusuchen, der den bereits diskutierten Kriterien entspricht. Jetzt bin ich dabei, mich in einen Mann zu verlieben, der absolut nicht dem Typ Mann entspricht, der mich bis jetzt aus der Ruhe bringen konnte. Getroffen haben wir uns nur, weil unsere Interessen zusammenpassen, wir uns nett unterhalten konnten und wir vermutlich beide neugierig waren. Jetzt geht mir dieser Mann nicht mehr aus dem Kopf, er ist eine tolle Persönlichkeit, er schafft es, mich zum lachen zu bringen und bereits das erste Treffen verlief in erstaunlich vertrauter, lockerer und fröhlicher Atmosphäre. Der Gespärchsstoff ging uns niemals aus und die Zeit lief uns einfach davon. Ich bin überrascht und verunsichert, hab tausend Schmetterlinge im Bauch und versteh mich selbst nicht mehr. Vermutlich hab ich endlich kapiert, worauf es ankommt. Ich wünsch euch allen, dass ihr euer "Beuteschema" überdenkt, macht einfach mal die Augen zu und hört ganz fest auf euer Herz! Wir sind doch alle nur noch immer oder wieder auf der Suche, weil wir bisher offensichtlich in der falschen Richtung gesucht haben.

Hazel

9. August 2008, 10:00 Uhr

Mit Faszination habe ich die Beiträge von Paladin gelesen: Geht es nur mir so, oder scheint dieser Beitrag zu extrem blöde um wahr zu sein? Ich dachte mir, das kann doch nicht wahr sein, das hat doch bestimmt jemand lediglich geschrieben um zu schauen, wie die Leute darauf reagieren! Wenn das wirklich so gemeint war, Paladin, Respekt! Selten so gelacht! Viel Spaß beim Suchen nach einer passenden Partnerin!

Paladin

13. August 2008, 01:00 Uhr

Hallo Hazel,

selbstverständlich habe ich jedes Wort so gemeint. Denkst du, ich nehme wegen des Zeitgeistes (um den ich mich noch nie auch nur die Bohne geschert habe) oder irgendwelcher verzogener Emanzen ein Blatt vor den Mund? Warum sollte ich. Wenn du lachst, prima! Du hast sicher sonst wenig zu lachen. :-) Übrigens zeigt die Antwort von Claudia, dass nicht alle deine Meinung teilen. Gefällt mir. Ich halte übrigens, um dich jetzt auf 180 zu bringen, recht viel von Eva Hermann.

Nette Grüße und auch dir viel Erfolg bei der weiteren Suche. :-))

P.

veralinde

15. August 2008, 20:00 Uhr

Hallo zusammen !

Ich habe mich gerade durch diesen Blog gelesen und möchte (MUSS) dem Ganzen jetzt noch meine Sicht zum Thema "Anspruch" hinzufügen. Ich habe damit nämlich ein gewaltiges Problem – aber eher im umgekehrten Sinne.

Ist es vorstellbar, dass eine gebildete Akademikerin, engagiert und erfolgreich, welt- und lebenserfahren, sozial kompetent und beizeiten ein lustiges Haus, finanziell unabhängig, allein lebensfähig und für 46 auch noch einigermaßen passabel beieinander… – keinen Partner findet ? Offensichtlich ist das so.

Warum ist das so? – Weil sich keiner rantraut ? Weil sich keiner vorstellen kann, dass es mir sowas von scheissegal ist – schon immer war – was ein anderer darstellt, was er verdient, wie er aussieht ? Manchmal habe ich schon den Eindruck und seitdem ich hier bei EP bin verstärkt sich dieser um ein Vielfaches.

Ist es so unvorstellbar, dass hinter einer "mit beiden Beinen im Leben stehenden" Akademikerin ein ganz normaler "Mensch" steht, dem Status, Kohle und Optik wurscht sind. Dass sich dieser in allen Lebensbereichen "hochqualifizierte" Akademiker unter Glück etwas anderes vorstellt, als eine stylische Wohnung, höchst anspruchsvolle Gespräche und ein optimal gestaltetes, vorzeigbares Freizeitleben. …und noch dazu weder das eine noch das andere vorzuweisen hat…

Ist es so unvorstellbar, dass sich Menschen lieben können, obwohl sie nicht aus der gleichen Gesellschaftsschicht kommen, nicht die gleichen Interessen haben, nicht die gleichen Voraussetzungen? Geht

michael

21. August 2008, 10:00 Uhr

das thema ist "brisant" … die anzahl der kommentare zeigen es …auch ich habe mich durch alle leserisch "durchgekämpft" ….

@veralinde (weil dein kommentar der letzte in der reihe ist, oder "die letzten werden die ersten sein"…)
kann es sein, dass du zu viele fragen stellst und dafür zu wenige antworten gibst? ….ich habe einmal gelesen und es gefällt mir: "wer nur fragen stellt, weiß keine antworten…."
das thema heißt hier "ansprüche" und nicht fragen stellen! ….als gebildete und intellektuell hochstehende dame wirst du doch in der lage sein "mann" anzusprechen … du hast doch hier bei ep alle möglichkeiten "der erde" männer kennenzulernen … stell nicht 100 fragen, sondern gib antworten ..oder bist du doch schon wieder in der "anspruchsfalle" gelandet? ..

nimms wie susann-marlen …."kommt zeit, kommt man(n)…"
und so gehts dahin …sarina hat das problem usw usw….

das problem ist meines erachtens: wir haben trotz aller intelligenz ein "sprachenproblem" …. wir können alle einen "geschlechterkampf" ausfechten, aber vernünftig miteinander kommunizieren können wir nicht ….
mein fazit, obwohl es gegen ep spricht…. wir müssen wieder zurück den "fröhlichen urständen" ..zu den "heiratsvermittlern" á la yente in anatevka oder "fiddler on the roof" …partnerzusammenführung á la " ….so wie sie sieht und er aussieht, sind sie ein wunderbares paar … " diese "yentes" überbrücken unsere "inhernete sprachlosigkeit" ….. lächel…
und all die yentes wissen um den status der einzelnen beteiligten …. (geld zu geld, armut zu armut … beamter zu beamtin etc etc…..)

p.s. könnte noch viel mehr schreiben …..

Ludger

26. August 2008, 18:00 Uhr

@veralinde,
es gibt sie also doch, die Frau deren Ansprüche relativ ins Leben oder die Liebe passen. Wenn ich mir die Kommentare hier durchlese, dann frage ich mich, was man denn noch alles analysieren muss. Es liest sich als wenn hier lauter Berater und Projektleiter über Lösungen nachdenken. Die perfekte Lösung gibt es zu diesem Thema Partnerschaft und Liebe eben nicht.

Jeder Mensch, der mit beiden Beinen auf dem Boden steht, weiß was er Wert ist, was er kann und was er nicht kann oder darstellt. Mit ein wenig Selbstkritik steht Mann oder Frau durchaus stabiler auf dem Boden.

In den meisten Punkten stimme ich dir zu, Veralinde. So ganz glaube ich dir aber nicht, dass die Optik keine Rolle spielt und das es egal ist wenn nicht annähernd gleiche Interessen vorhanden sind. Natürlich müssen es nicht immer die von dir beschriebenen höchst anspruchsvollen Gespräche sein, dennoch möchte man sich zumindest ein wenig auf "einer Wellenlänge" bewegen.

Also so vollkommen egal wie sich dein Kommentar hier liest, ist dir das bestimmt auch nicht.

Waltraud

31. August 2008, 13:00 Uhr

Hallo zusammen, mit großem Interesse habe ich Eure Postings gelesen und kann viele Aspekte nachvollziehen. Ich habe auch geglaubt, dass es zu Beginn einer Bekanntschaft ausreicht, wenn man sich symphathisch ist und dass man den Status, die bereits erfolgreich abgeschlossene Karriere und den finanziellen background außen vor lassen kann. Leider bin ich eines Besseren belehrt worden, weil ich mehrfach gehört habe, ich sei finanziell zu gut gestellt, ich könne mir viele Dinge leisten, für die andere erst sparen müßten etc. Ja, es ist richtig, ich habe schon immer außerordentlich gut verdient und kann auch gelassen in die Zukunft sehen, was meine Altersabsicherung betrifft (die Rente ist schon in greifbarer Nähe), d.h. ich werde meinen (hohen) Lebensstandard halten können. Ich hätte also nur die Wahl gehabt, meine Ansprüche zurück zu schrauben (was ich aber nicht wollte und will) oder z.B. die Urlaube für die Männer mit zu finanzieren (was die Männer aber nicht wollten, da sie sich nicht "aushalten" lassen wollten). Inzwischen vertiefe ich keine Bekanntschaften mehr, wenn sich heraus stellt, dass jemand finanziell deutlich schwächer ist, als ich. Ich habe mir alles, was ich habe, selbst erarbeitet und möchte es jetzt auch genießen, mich mit schönen Dingen zu umgeben und mir Komfort-Urlaube leisten zu können. Das könnte ich aber nicht, wenn mein Partner nicht mithalten könnte oder ich sogar alleine in den Urlaub fahren müßte. Von daher ist es mir jetzt wichtiger als in jungen Jahren, dass jemand finanziell unabhängig ist und eine gewisse Bildung und Niveau hat, d.h. sich mit mir "auf Augenhöhe" befindet.
Herzliche Grüße
Waltraud

He

14. September 2008, 13:00 Uhr

Welch Fundus! Ich habe mich

michaelm

19. September 2008, 07:00 Uhr

mein kommentar hier könnte auch unter

Johann

19. September 2008, 16:00 Uhr

Wenn man manche dieser Kommentare liest, weiß man warum der ein oder andere keinen Partner hat.
Übrigens! Emanzipation wird oft missverstanden. Es steht für Gleichberechtigung. Also gleiche Rechte und Pflichten für Mann und Frau. Das unterstütze ich auch. Über Männer (aber natürlich auch Frauen) schlecht zu reden und sie für alles Übel dieser Gesellschaft verantwortlich zu machen, ist nicht im Sinne der Emanzipation. Da schiessen viele Frauen über das Ziel hinaus.
Ich bin Akademiker und liebe Karrierefrauen und es ist deren gutes Recht auch Männer zu suchen, die ihren Ansprüchen genügen. Sollte ihnen der Beruf wichtiger sein als Liebe, Familie, etc. ist das aus meiner Sicht in Ordnung. Die Vor und Nachteile daraus müssen die Frauen dann aber auch bereit sein zu tragen.

WinnyG

20. September 2008, 11:00 Uhr

Ja, so ist das nun mal. Frau sucht nur Mr. Big!
Ab 180, gutsituiert, charmant, gut gekleidet, schlank, wohlerzogen und am besten 10 Jahre jünger, weil "potenziell" besser drauf.

Und Mann sucht das auch!

Nur, was machen wir mit den 20 Jahren Altersunterschied dazwischen?

Und dann kommt bei Frau noch das Thema dazu: "ICH WEISS GENAU, WAS ICH NICHT WILL! Was ich wirklich will, weiß ich aber auch nicht so genau ….."

michael

18. Oktober 2008, 12:00 Uhr

ich seh, das thema hat sich "totgelaufen" …. ich warte seit monaten auf eine antwort und seh aber weit und breit keine befriedigende lösung ….
"karrierefrauen", schön, intelligent und weiß gott noch alles stellen "verflixt hohe ansprüche", wissen, was "sie nicht wollen, aber nicht was sie wollen" (so ein weiblicher kommentar) haben aber keine lösungen für ihr "problem" parat ….. schade eigentlich ;
müssen erst wieder "die männer" eine passende gesellschaftliche lösung anbieten? eine lösung, die gellschaftlich akzeptiert und speziell auch den "karrierefrauen mit verflixt hohen ansprüchen" gerecht wird?
wer sind nun eigentlich die besseren (vor)denker – frauen oder männer?
ich weiß, das klingt provokant und arrogant, aber ich finde generell betrachtet, dass "frau" am "schwachen mann" nicht herummäkeln sollte, wenn sie keine antwort/lösung parat hat …..
in diesem sinne – ich liebe immer noch "die frauen", lächel ….
mit liebem gruß

michael

michael

18. Oktober 2008, 14:00 Uhr

hallo wer mag, schaut bei "schön und intelligent", kommentar 32-34 hinein

gruß michael

freue mich auf eure antwort

thomas

20. Februar 2009, 10:00 Uhr

Ja wir Männer sind schuld – vor allem immer dann wenn die Frauen es nicht gebacken bekommen. Ich bin seit über zehn Jahren auf der Suche nach einer intelligenten, gebildeten attraktiven Partnerin mit Herz – angeblich gibt es ja viele solche Singlefrauen. Eigentlich entspreche ich ja deren Beuteschema – ich bin erfolgreicher selbstständiger technischer Unternehmensberater, ich habe mehrere akadamische Titel, arbeite an zwei Promotionen gleichzeitig, mache Kunst. Ich bin 190cmgroß, sportlich, athetisch, attraktiv – nein ich sehe nicht aus wie Brad Pitt. Viele Männer und Fragen sagen ich wäre eine Persönlichkeit mit sehr starker positiver Ausstrahlung usw. Ich habe die Erfahrung im Internet und auch im wirklichen Leben gemacht, dass diese angesprochene Sorte Frauen kein Interesse hat mich kennenzulernen. Entweder bekomme sofort eine Absage – du bist nicht mein Typ oder 90% aller Frauen sind so unhöflich gar keine Anwort zu geben. Frauen scheinen innerhalb der ersten 3 Sekunden zu entscheiden, wem sie eine Chance geben oder nicht. Das finde ich wirklich ein beeindruckendes Vorurteilsvermögen – Hut ab! Ich mache mir die Mühe einen Menschen kennenzulernen, auch wenn mein erster Eindruck verhalten ist. Und ich habe sehr viel Erfahrung darin Menschen zu beurteilen – schon aufgrund meines Berufes. Menschen können einen oft überraschen – aber nur wenn man sie nicht nach 3 Sekunden aussortiert.

Um irgendwelchen Kommentaren vorzubeugen – ich suche eine Partnerin auf Aiugenhöhe und das klassische Rollenmodell ist mir ein Greuel. Und ich habe keine Angst vor intelligenten Frauen – aber die scheinen Angst vor einem intelligenten, sehr viel seitigem Mann zu haben.

thomas

20. Februar 2009, 10:00 Uhr

Fortsetzung. Mein Eindruck ist, dass viele Frauen – insbesondere der studierte erfolgreiche Typ mit einer Art Einkaufsliste unterwegs ist, die sehr hohe Ansprüche an einen Partner stellt. Und wenn ein potentieller Kandidat da auch nur einen Hauch von abweicht wird er sofort aussortiert. Und sei es nur, weil er blond ist und nicht dunkelhaarig. Oder die Nase ist eine Spur zu dick. Schließlich hat man als Frau ja so viel zu bieten – vielleicht würde da ein Realitätscheck Frauen mal wieder auf den Boden der Tatsache zurückbringen. Und meine Damen – Männer, überhaupt Menschen sind weder Objekte wie Schuhe oder Handtaschen und in einer Beziehung ist ein Mann (bzw. eine Frau) nicht dazu da, die eigenen Bedürfnisse (wie Geld, Status, Kinder kriegen, usw.) zu befriedigen. Das ist nichts als purer Egoismus. Und bei sowas bekomme ich das Grauen. Auch bei Fragen bei ersten Date, wie groß meine Wohnung (Haus) ist, was ich für ein Auto fahre usw. Müssen Frauen immer gleich das eine abchecken? Zählen für Frauen nur Geld, Status, Aussehen? Bei so Fragen stehe ich jedenfallls auf und gehe.

thomas

20. Februar 2009, 10:00 Uhr

Ich habe den Eindruck, dass es vielen Frauen auch gar nicht um eine Beziehung geht – deswegen sind sie auch so wenig bereit, ein wenig an ihrer Einkaufsliste vorbei zu schauen. Wenn man nie Mr Right findet, geht man ja auch nie das Risiko ein sich auf einen anderen Menschen einzulassen. Und auch nicht das Risiko schlechte Erfahrungen zu machen. Auch nicht das Risiko positiv überrascht zu werden. Auch nicht das Risiko mal selber in den Spiegel zu sehen. Und frau kann sich immer sagen, es gibt ja auch nicht den richtigen Mann für mich. Und Männer taugen nichts. Oder auch Männer haben Angst vor Frauen auf ihrer Augenhöhe oder drüber – sorry, aber das ist einfach Quatsch. Meine persönliche Erfahrung ist, dass ich tiefsinnige, anspruchsvolle Gespräche kaum mit Frauen führen kann, weil einfach zu wenige dazu in der Lage sind, teils auch weil ihnen das Wissen dazu fehlt. Also führe ich so Gespräche mit Männern. Ich will damit nicht sagen, dass es nicht auch Frauen gibt, die dazu in der Lage wären, aber es gibt wesentlich mehr Männer die es können.

So jetzt habe ich auch mal meinen Senf zu dem Thema dazugegeben. Ich habe jedenfalls meine Suche praktisch aufgegeben – und nein meine Damen, ich werde jetzt nicht versuche ein dummes blondes Gänschen zu finden. Das ist mir einfach für eine Beziehung zu wenig.

Traudel

20. Februar 2009, 21:00 Uhr

Hallo zusammen und insbesondere ein Hallo an Thomas, da mich Dein Kommentar gerade

Traudel

20. Februar 2009, 21:00 Uhr

Um noch einmal auf Deine Anschreiben und wie Du sie verfasst hast, zurück zu kommen: Kürzlich habe ich eine von diesen unsäglichen, vorformulierten Anfragen bekommen, die für mich ein Unding sind. Es hat jemand "wild angekreuzt", was ihm da vor die Flinte kam, ohne sich über Sinn bzw. Unsinn Gedanken zu machen. So erhielt ich dann u.a. "die Aufforderung, doch etwas mehr in mein Profil einzustellen, damit er die Möglichkeit hätte, evtl. weitere Gemeinsamkeiten erkennen zu können". Tatsache war: Ich hatte gewissenhaft jede einzelne Frage ausführlich beantwortet, er allerdings nicht eine Einzige…..! Dazu kam, dass er nicht ein persönliches Wort und auch keinen Namen als absendender Interessent angegeben hat. Als ich diese

Traudel

20. Februar 2009, 21:00 Uhr

Außerdem würde mich schon sehr interessieren, welche "tiefsinnigen, anspruchsvollen Gespräche" man nur mit Männern führen kann, weil den Frauen das notwendige Wissen hierzu fehlt??? Diese Aussage hat mich nun völlig umgehauen. Ich wüsste gar kein Thema, bei welchem -nach Deiner Aussage- "die Frauen" nicht mitreden können, weil ihnen das nötige Wissen fehlt. Es gibt sicherlich manche Fachgebiete, bei denen weder Frauen noch Männer mitreden können, aber die fallen sicherlich nicht unter die Begriffe "tiefsinnig und anspruchsvoll", sondern es sind und bleiben Fachgebiete und da wird es immer Menschen geben, die kompetenter sind als andere.
So, das muste mal gesagt werden.
Viele Grüße an alle

Sven

21. März 2009, 11:00 Uhr

als Mann weiß ich, daß bei Männern eine Menge verkehrt läuft. Aber ich stelle hier fest, daß Frauen sehr hohe Maßstäbe bei der Partnerwahl haben. Noch immer muß der Partner größer oder stärker sein usw. Kurzum: Es kommen derart viele und hohe Maßstäbe zusammen, daß ich mich frage, wie soll ich all das erfüllen?
Ein Kennenlernen erst einmal entstehen lassen, das wäre mir lieber. Vertrauen, Gefühle und Offenheit brauchen ihre Zeit.
Ich empfinde virtuelle Kontaktbörsen inzwischen als Profile-Hopping.
Sicherlich mache ich auch Fehler, machen Männer hier Fehler. Aber insgesamt stelle ich fest, daß Männer, nicht alle, aber doch viele, sich verändert haben.
Doch dann bist Du als Mann schnell für eine Frau zu nett.
Insgesamt wird kaum noch geschaut, daß der Mensch hinter einem Profil dreidimensional ist. All dieses unterschiedlichen Eigenschaften kann ich nur im realen Leben und über einen längeren Zeitraum kennenlernen.
Und genau dieses "sich Einlassen" auf ein Kennenlernen über einen Zeitraum, genau das findet nicht mehr statt.
Irgendeine Eigenschaft im Profil gefällt mir nicht, klick, bin ich beim nächsten Profil und so weiter.
Ich selbst gebe mir hier als Mann sehr viel Mühe bei der Kontaktaufnahme. Aber ich erlebe leider bei Frauen genau dieses Hopping.
Und ich denke, daß geht hier noch vielen Männern und Frauen so. Und ich denke nicht, daß wir alle so wirklich etwas verkehrt machen.

stephan

15. April 2009, 21:00 Uhr

@sven

ein beeindruckender text von ihnen!

WOmbat

6. Mai 2009, 16:00 Uhr

"Erfolgreich und Intelligent bin ich selber, was will ich mit einer erfolgreichen und intelligenten Frau?, Wenn ich mich gepflegt unterhalten will, suche ich mir für einige Stunden ein attraktives, Intelligentes Wesen und diskutiere über Gott und die Welt. Die Frau an meiner Seite sollte mich beflügeln und unterstützen, nicht überflügeln und bevormunden. " .. sagte damals vor ca. 30 jahren mein Großvater,..

melanie

19. Januar 2010, 01:00 Uhr

Das hat Dein Großvater richtig gesagt….

Susanne

31. Januar 2011, 04:13 Uhr

Die Kommentare hier finde ich wirklich erschreckend.
Zum Artikel muss ich sagen, dass ich mich teilweise darin wieder finde. Ich bin Mitte 30, habe eine sehr gute Ausbildung und einen ebenso guten Beruf. Ich hätte gern einen Partner, der sich auf einem ähnlichen Bildungslevel bewegt. Für mich ist es aber dabei zB egal, ob er weniger verdient oder die ein oder andere Qualifikation nicht hat, die ich habe. Aber ich möchte mich auf jeden Fall mit ihm gut unterhalten können und auch in ähnlichen gesellschaftlichen Kreisen bewegen. Ich bin übrigens keine Frau, die “aufschauen will”…nun ja, gut, rein körperlich schon, aber ich suche niemanden, den ich “bewundern” will.
Und kompromissbereit bin ich in einer ganzen Reihe von Dingen, die zB das Zusammenleben betreffen, auch. Ich hätte sehr gerne Kinder, für mich ist aber klar, dass es allein eine finanzielle Notwenigkeit für mich ist, weiterzuarbeiten (kein Mann kann mir dauerhafte Versorgung und eine gute Altersabsicherung garantieren). Ich treffe allerdings nur auf Akademikermänner mit Kinderwunsch, die sich dazu eine Hausfrau wünschen. Das ist schlicht und einfach für mich so nicht zu erfüllen. Kürzer treten könnte ich, aber alles ganz aufgeben wäre nicht machbar. Dabei wäre ich ohne weiteres einem Hausmann gegenüber aufgeschlossen! Aber das wiederum wollen die Herren auch nicht.Es scheint also nur ganz aufgeben oder gar keine Familie zu haben, zu geben….Und ich bekomme immer nur Affärenangebote (ich sei ja, wie mir gesagt wird, ganz nett und auch durchaus attraktiv), aber für eine Beziehung werde ich von vornherein ausgeschlossen. So bleibt dann gar nichts: Kein Partner, keine Kinder, keine Sex (weil ich keine Affäre will).

Ole

17. Februar 2011, 19:24 Uhr

Der Artikel scheint mir klar und realistisch. Ich versuche im folgenden, die Analyse der Konsequenzen weiblicher Berufserfolg ein wenig zu vereinfachen und zu erweitern.

Etwas vereinfacht führt der Artikels aus, Frauen akzeptieren gleichen oder höheren Status, Männer dagegen gleichen oder niedrigeren. Wenn der Status pyramidenförmig in der Population verteilt ist, also niedrigerer Status häufiger vorkommt als höherer, dann haben Frauen den im Artikel genannten rechnerischen Nachteil: Ihnen steht eine zahlenmäßig geringere Zahl an Männern (nämlich jeder Mann mit gleichem oder höherem Status) zur Verfügung als es bei Männern mit ihrem Status der Fall ist (nämlich jede Frau mit gleichem oder niedrigerem Status). Das dürfte sich auf das marktmäßige Kräfteverhältnis zwischen den Geschlechtern auswirken.

Der Artikel rät den Frauen, Kompromisse zu machen. Projiziert man sämtliche Attraktivitätskriterien auf zwei Dimensionen, Status und menschliche Attraktivität, würden die Frauen also vor allem hinsichtlich der “menschlichen Attraktivität” Kompromisse schließen. Der berufliche Erfolg würde den Frauen somit keinen Vorteil in der Partnersuche bieten, sondern erstens ein zumindest teilweiser Tausch von Status gegen menschliche Attraktivität bedeuten. Zweitens führt sie aufgrund des verschobenen Zahlenverhältnis dazu, dass ein Teil der Frauen allein bleiben, wie es Susanne schildert. Übrigens dürfte sie dazu drittens führen, dass die Männer am Boden der Pyramide ohne Partner bleiben. Der erste und dritte Effekt scheinen in Europa und den USA empirisch beobachtbar zu sein.

Es kommt noch ein zweiter, nicht im Artikel erwähnte Tendenz hinzu, die den erfolgreichen Frauen zum Nachteil gereicht. Ich gönne Frauen Erfolg und materielle Macht, und sehe beides eindeutig als attraktiv an. Ziemlich sogar. Wobei mir weder das eine noch das andere selbst fehlt, zumindest für meine Maßstäbe. Vielmehr sehe ich beides für Partnerschaft und Nachkommen als wichtige Aktiva an. Nun ist Attraktivität nicht gänzlich angeboren, sondern zu einem wesentlichen Teil angeeignet. Berufliche Entwicklung kann diese Attraktivität mehren. So dürften Strukturiertheit, Konfliktfähigkeit, Wissen, Zielgerichtetheit oder auch der eben erwähnte Erfolg und materielle Macht an sich durchaus als attraktiv gelten. Der Beruf kann aber auch die Attraktivität mindern. Zum einen nimmt sie Zeit auf, die für die Entwicklung der eigenen Attraktivität fehlt, zum anderen prägt sie die Persönlichkeit auch in attraktivitäsmindernder Weise. Die Vor- und Nachteile gelten grundsätzlich für Männer wie Frauen. Allerdings sind die Attraktivitätkriterien nicht gleich. Und ich glaube, die meisten Männer und Frauen werden mir zustimmen, dass das Verhältnis von Förderung und Belastung für die Attraktivität der Männer günstiger ist als für jene der Frauen. Auch die zeitlichen Implikationen, sowohl im Sinne von freier Zeit persönliche Entwicklung, als im Sinne von Jahren, dürften zum Nachteil für Frauen sein.

Ich befürchte, dass es noch mehr Gründe gibt, weshalb das Engagement im Beruf die Chancen der Frauen auf dem hier relevanten Markt schmälert. Der empirische Befund, dass ein solcher Nachteil besteht, dürfte aber recht deutlich sein.

Diese zweite Gruppe von Gründen unterstützt also die Empfehlung des Artikels an die Frauen, Kompromisse zu machen. Die beruflichen erfolgreichen Frauen werden somit für ihren Einsatz im Beruf nicht entlohnt, sondern büsen ihren erarbeiteten Vorteil durch menschliche Kompromisse bei der Partnerwahl, Risiko des Alleinseins und Verschlechterung ihrer Attraktivität ein. Das mag ungerecht erscheinen, und könnte z.B. ein Argument dafür sein, als Arbeitgeber den Frauen mehr zu zahlen. Für den Partnermarkt wäre es aber ein Faktum.

Nun könnte man meinen, die Männer hätten Glück. Rein rechnerisch ist dies jedoch nicht der Fall: Ihnen steht eine geringere Zahl von Frauen zur Auswahl. Zwar sind diese beruflich erfolgreicher als ohne Ehrgeiz der Frauen, da es aber scheint, dass die Männer dies nur mäßig zu schätzen wissen, dürfte sich die Situation durch die negativen Wirkungen des Berufs auf die Attraktivität der Frauen insgesamt per Saldo für die Männer verschlechtert haben. Für die Männer am boden der sozialen Pyramide hat sich sich insofern stark verschlechtert, dass sie allein bleiben.

Diese nutzenökonomische Analyse legt also nahe, dass die Integration der Frauen auf den Arbeitsmarkt aufgrund der geschlechtlich assymmetrischen Statuspräferenzen für den Partnerschaftsmarkt eher negativ sein dürte. Die Verschiebungen im Partnerschaftsmarkt scheinen eher ungünstig wegen des teilweisen Marktversagens für die Alleinbleibenden und der möglichen Paarung menschlich ungleich attraktiver Partner, und die Verschiebung der Attraktivität der Frauen von privater zu beruflicher Qualität hat eben private Kosten zur Folge.

Gott sei dank gibt es aber einen wichtigen Aspekt, der noch unberücksichtigt geblieben ist: Unabhängige Partner sind im Allgemeinen wesentlich glücklicher und auch bessere Partner als abhängige Partner. Dies dürfte u.a. meine Heimat, Dänemark, recht deutlich demonstrieren.

Wollte man deshalb aus der Analyse auf die Schnelle Handlungsempfehlungen ableiten, wären sie an die Frauen, sich hinreichend beruflich einzusetzen, um eine zumindest minimale Unabhänigkeit zu sichern, dabei aber nicht die eigene menschliche Entwicklung und Attraktivität zu vernachlässigen. Dann dürften sich die anschließenden Kompromisse in Grenzen halten. Die Handlungsempfehlung an die Männer wäre ähnlich, wobei mehrere Gründe (Asymmetrie der Statuspräferenz, Asymmetrie der Attraktivitätsförderung des Berufs, Dauer der Berufstätigkeit in Jahren) dafür sprechen, den Beruf höher zu gewichten.

Es gab Zeiten, zu denen ich mich beinahe als männlichen Feministen bezeichnet hätte. Für einen solchen scheinen diese Betonung der privaten Kosten des beruflichen Fortkommens der Frauen recht konservativ, aber im Laufe des Lebens lernt man immer mehr, wie viel der Unterschied in der biologischen Rolle für die Lebensführung bedeutet.

Ole

17. Februar 2011, 19:36 Uhr

Hier eine kürzere, persönlichere Version meiner Analyse von eben: Ich denke, die zahlenmäßige Verschiebung durch weiblichen Berufserfolg sind privat insgesamt ungünstig, sowohl für mich als auch für die fähigen und fleißigen Frauen. Es ist aber gut, wenn eine Frau unabhängig ist. Das – isoliert gesehen – macht sie wesentlich glücklicher und mich damit auch. Ich empfehle deshalb Frauen, sich beruflich soweit einzusetzen, dass sie sich einen noch akzeptablen Lebensstandard unabhängig von einem Mann sichert, dabei aber ihre persönliche Entwicklung als Frau nicht zu vernachlässigen. Solche Frauen bevorzuge ich auch selbst.

Ralf

19. Februar 2011, 00:24 Uhr

Bin gerade über diesen Thread gestolpert, und habe genüsslich die Kommentare beider Geschlechter studiert. Meine persönliche Erfahrung dazu ist:

Die im Artikel beschriebenen Frauen suchen den Mann auf sozialer, finanzieller und sozialer Augenhöhe … aber wenn sie so einen treffen schrecken sie davor zurück! Diese Frauen mögen es gar nicht wenn auch SIE mal ihre Grenzen aufgezeigt bekommen. Und das kann eben ganz leicht passieren, wenn man auf einen (vielleicht noch stärkeren) Mann trifft.

Diesen Karrierefrauen fehlt in aller Regel eine ganz wichtige Eigenschaft , die jedoch eine Beziehung erst erfolgreich werden lässt: Gelassenheit!

Nach einigen Anläufen in dieser Richtung darf ich hier offen aussprechen: lieber suche ich nach “unten”, als mir “Zeitfenster” im übervollen Terminkalender einräumen zu lassen.

Opera Omnia

3. März 2011, 22:39 Uhr

Liebe Lisa Fischbach, verstehe ich Sie richtig, dass Sie den Frauen raten, deren Ansprüche an potentielle männliche Partner zurückzuschrauben, um damit bei Frauen mit hohen Ansprüchen die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, zwar nicht den passenden, aber wenigstens irgendeinen Mann zu bekommen, um zwar unzufrieden und unglücklich, aber wenigstens nicht allein und nicht ohne männlichen Partner alt zu werden?
Als Mann kann ich allen Frauen nur raten: Hört nicht auf diesen Schwachsinn! Gebt in euren Ansprüchen keinen Millimeter nach. Gebt ihr dennoch nach und geht mit einen Mann, der euch nicht gerecht wird, eine enge und dauerhafte Beziehung ein (weil ihr ganz einfach niemanden findet, der wirklich passt), wird genau dies passieren: Ihr werdet zwar nicht allein, aber unzufrieden und unglücklich alt werden.
Für eine anspruchsvolle und attraktive Frau ist es einfach, einen Mann zu verführen. Schwierig ist es jedoch, einen Mann zu finden, der es wert ist, verführt zu werden.

Tori

27. März 2011, 11:21 Uhr

Mir gefällt der Artikel übehaupt nicht. Denn dieser zeigt mal wieder eindeutig: Frauen sind schuld!
In diesem Artikel wird eindeutig zu wenig darauf eingegangen, was für Probleme Männer eigentlich mit erfolgreichen Frauen haben. Vielleicht könnte mir das ja mal einer verraten.

@ Ralf:
Dazu kann ich nur sagen: Ich bin gelassen. Ich bin zufrieden mit meinem Erfolg, ich geniesse meine Freizeit. Keine Ahnung, was du mit Gelassenheit meinst. Vielleicht fehlt dir die Gelassenheit, mit dem beruflichen Erfolg umzugehen, evtl. sich auch darüber zu freuen, statt Eifersüchtig zu sein. Denn das impliziert deine Aussage über den Terminkalender!

@ Opera Omnia
Du solltest dir lieber den Menschen statt den Status sehen! Wie behandelt er dich und fühlst du dich wohl mit ihm? Dann stellt sich die Frage nach den Ansprüchen gar nicht.

Anja

5. Dezember 2011, 09:05 Uhr

So, nun habe ich mich durch die Kommentare gequält. Sehr interessant, was alles in dem Artikel gelesen wird, was ich da so nicht gelesen habe.
Meine Frage bleibt: Wo finde ich (29, keine Kinder aber promoviert) nun den Mann, der mich “erträgt”? Meine Erfahrung sagt: Die “jungen”, die Männer “unten” kommen irgendwann nicht damit zurecht dass ich mehr Geld (für gemeinsames Leben) habe. Die “älteren” “oben” haben schon Ehen an die Wand gefahren und “Erstkinder”, sind also in einer anderen Lebensphase. Für mich ist hier Bildung klarer Nachteil.

Mr Perr

13. Januar 2012, 10:13 Uhr

Ich hab die ganze Latte an Kommentaren jetzt ebenfalls endlich durch, und es sind eine Menge; über einige hab ich mich gefreut, über andere hab ich geschmunzelt. Aber trotz all dieses Materials vermisse ich immer noch einen ganz wichtigen Aspekt in dieser Sache.

Ich denke, ich frag einfach mal die Damen hier, und zwar ganz besonders die selbstbewussten, erfolgreichen, berufstätigen und attraktiven Frauen aus den angesagten Stadtteilen, die das hier lesen: Stellt euch vor, ihr sitzt mit euren Freundinnen bei Kaffee, Keks und Kerzenschein in trauter Runde, da eröffnet euch eine eurer Freundinnen mit leuchtenden Augen und zitternder Stimme, sie habe einen ganz wunderbaren Mann kennengelernt. Er kann wunderbar zuhören, er ist unternehmungslustig, er habe sie immer wieder zum Lachen und ganz innig zum Lächeln gebracht, es war alles wie ein Zauber und es habe so richtig weh getan, ihn wieder gehen zu lassen. Und dann erzählt sie, dass er einen eher kleineren Wagen fährt, seine Brötchen als Klempner verdient, korrekt, aber nicht allzu edel gekleidet war und Fragen nach der Größe seiner Wohnung immer mehr oder minder geschickt ausgewichen ist.

Was würdet Ihr jetzt dieser Freundin sagen, wo sie das schildert? Würdet ihr ihr gratulieren?

Oder ganz direkt gefragt: Könnt ihr Frauen einen Mann lieben, an dessen Seite euer Ansehen bei den für euch “wichtigen” Leuten leiden könnte?

Ich bin gespannt.

Mr Perr (der eigentlich Matthias heißt)

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