So geben Singles einen Korb

von: , 16. Juni 2009

Im Optimalfall liebt er sie und sie liebt ihn. Doch was ist, wenn er sie liebt, aber sie ihn nicht – oder umgekehrt? Und wie vermittelt man in so einem Fall am besten, dass man die Gefühle nicht teilt?

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ElitePartner hat 4.000 Singles gefragt, wie sie einen Korb geben und mit unliebsamen Verehrer/Innen umgehen. Das Ergebnis: Frauen sind meist um Ehrlichkeit bemüht, Männer neigen dazu, Ausreden zu nutzen.

Frauen wählen den direkten Weg

67 Prozent der Frauen halten nichts davon, um den heißen Brei zu reden. Sie stellen sich der unangenehmen Situation und klären im Gespräch, dass die Zuneigung nicht auf Gegenseitigkeit beruht. Diesen Mut bringt nur jeder zweite Mann auf. Eine weibliche Alternative: Fast jede Dritte versucht sich in einer E-Mail zu erklären. Eine Option, die nur bei jedem fünften männlichen Befragten auf Gegenliebe stößt.

Männer benutzen Ausreden, Frauen ignorieren das Telefon

Eine gern genutzte Taktik von Männern ist, die Ausrede, dass sie momentan nicht bereit für eine Beziehung sind. Das ist nur für 30 Prozent der Frauen ein Weg, einen Verehrer abzuwimmeln. Stattdessen ignorieren Frauen eher ihr Telefon: Während jeder zehnte Mann die Anrufe seiner Verehrerin einfach überhört, „vergessen“ 20 Prozent der Frauen in solchen Situationen schon mal, an ihr Telefon zu gehen.

Lesen Sie hierzu: Mit Absagen umgehen: Korb-Kompetenz stärken

Jeder fünfte Single sagt, dass es jemand anderes gibt

Ein nicht unerheblicher Teil scheut das direkte Gespräch und versucht das Desinteresse subtil zu zeigen. So erzählen 20 Prozent der Singles von jemand anderem. Sowohl von Frauen als auch von Männern gern genutzt: Dates verschieben und so tun, als ob man beschäftigt sei. 15 Prozent der Befragten geben zu, Verabredungen so lange aufzuschieben bis der andere das Interesse verliert und zwischen den Zeilen liest, dass ein Treffen nicht gewünscht ist.

Keine falschen Hoffnungen machen

Single-Coach und Diplom-Psychologin Lisa Fischbach rät: “Seien Sie offen und klären die Gefühle, um den anderen vor falschen Hoffnungen und weiteren Investitionen zu bewahren. Zur direkten Aussprache gehört zwar Mut, doch sie ist fair. Ein Korb sollte konkret, wertschätzend und nicht unnötig verletzend sein. Am besten heben Sie zuerst Positives hervor und zeigen anschließend auf, dass es für mehr aber nicht reicht“, so Fischbach. „Schaffen Sie eine Atmosphäre, bei der keiner das Gesicht verliert. Und: Kommunizieren Sie eindeutig auf allen Ebenen: Stimme, Körpersprache und Inhalt sollten das gleiche ausdrücken. Sprechen Sie eine Absage allzu charmant und lächelnd aus, werden Sie schnell falsch interpretiert“, so die Psychologin.

 

1 Kommentar

G.

23. Juni 2009, 23:00 Uhr

1 Kommentare (älteste zuerst)Genau die oben angegebenen Tipps habe ich immer befolgt. Leider habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Mann über das erst Positive & Wertschätzende und dann über die klaren Worte, dass es leider nicht für mehr reicht beleidigt reagiert und unbedingt der Meinung ist, das "letzte Wort" haben zu müssen, welches jedes Mal persönlich angreifend und unnötig verletzend war. Warum haben das Männer nötig?! Das Ganze unabhängig davon, ob überhaupt bereits ein Treffen statt fand oder nicht…

Die viel feigere Version, einfach eine unpersönliche "automatische Absage" senden, war leider die bessere Erfahrung, die mir als Frau einfach nur Frieden beschert hat… Leider wahr!!!