Vorurteile Online-Dating

„Das habe ich nicht nötig“: Fünf Vorurteile gegenüber Online-Partnersuche

von: Annette Riestenpatt

Zu unromantisch, zu teuer, zu peinlich - die Vorurteile gegenüber Online-Partnersuche halten sich hartnäckig. Doch Fakt ist: Jeder Fünfte findet mittlerweile seinen Partner im Internet. Für uns Grund genug, den gängigen Klischees auf den Zahn zu fühlen - und mit ihnen zu brechen.

Vorurteil Nr. 1: „Interessante Menschen haben das nicht nötig.“

Wer’s glaubt, wird selig. Die Zeiten, in denen man darüber lächelte, dass sich nur schwer vermittelbare Seelen ins Netz verirren, sind längst passé. Single-Coach Lisa Fischbach bestätigt zwar, dass gerade schüchterne, vom gängigen Schönheitsideal abweichende Menschen verbesserte Chancen haben. Aber sie sagt auch: „Online-Partnersuche ist inzwischen gesellschaftlich weitgehend akzeptiert und wird somit von einem ganz normalen Bevölkerungsquerschnitt – vom Professor bis hin zur Landwirtin – ganz selbstverständlich genutzt.“ Prognose: Es wird in der Zukunft immer gängiger werden, seinen Partner im Netz zu suchen und zu finden. In unserer Umfrage fanden wir heraus: 60 Prozent der deutschen Internetnutzer können sich vorstellen, ihren Partner online zu finden. Tendenz steigend.

Vorurteil Nr. 2: „Das ist so technisch und unromantisch.“

Eigentlich ist es ganz einfach: Sie müssen lediglich dem Computer sagen, wonach er suchen soll. Grundlage für die Partnervorschläge ist ein umfangreicher Persönlichkeitstest. Diplom-Psychologin Lisa Fischbach rät zur richtigen Sichtweise: „Ich bin dem nicht ausgesetzt, sondern steuere durch meine Angaben den Suchauftrag. Das Matchingsystem beachtet Kriterien, die Grundpfeiler für eine langfristige Partnerschaft sind. Diese Dinge findet man im realen Leben oft erst nach langem Kennenlernen heraus.“ Das Internet hilft also dabei, dass Menschen einander kennenlernen, die nach Erkenntnissen aus der Paarforschung gut zueinander passen könnten. Natürlich muss dann noch im persönlichen Kontakt der Funke überspringen. Lisa Fischbach zum Thema Romantik: „Zugegeben, zunächst ist diese zielgerichtete Suche ein wenig nüchtern. Aber sobald ein charmanter E-Mailaustausch in Gang kommt und das Flirten beginnt, entsteht auch hier ein Prickeln und Herzklopfen, wie in jedem anderen Kennenlern-Kontext auch. Wenn dann spätestens beim ersten Treffen die Funken fliegen, hält die Romantik voll und ganz Einzug.“

Vorurteil Nr. 3: „Das ist teure Abzocke.“

Sie halten Online-Partnersuche für zu teuer? Denken Sie einmal an Ihre Monatsprämie im Sportstudio, das Abo vom Bezahlfernsehen oder den letzten Club-Besuch mit Ihren Freunden: Wirklich günstig sind Sie dort wahrscheinlich nicht weggekommen? Zudem: In den seltensten Fällen sind durchgetanzte und longdrinklastige Nächte der Startschuss für eine harmonische und lang anhaltende Beziehung. Deswegen: Verglichen mit dem Rundum-Service einer seriösen Online-Partnervermittlung und der Chance, einen Partner fürs Leben zu finden, ist der Preis sicherlich gerechtfertigt.

Vorurteil Nr. 4: „Da wird doch nur gelogen und betrogen.“

Es mag vereinzelt schwarze Schafe geben, die mit einer falschen Identität suchen oder unehrlich in ihren Angaben sind. Doch das sind zum Glück Einzelfälle. Die Online-Partnersuche ist für viele so normal wie Online-Banking oder Schnäppchensuche bei Ebay – und deshalb treffen sich hier eben auch alle Bevölkerungsschichten. Klar verleitet die Anonymität des Internets manche womöglich zu einer Realitätsanpassung. Doch wer mit festen Absichten sucht und einen anspruchsvollen Anbieter wählt, der hat wenig Interesse an Flunkereien. Spätestens beim ersten Treffen fliegt es ja ohnehin auf. Gefährlicher als das Kennenlernen im realen Leben ist es auch nicht. Oder würden Sie sofort eine Bar-Bekanntschaft zu sich nach Hause einladen?

Vorurteil Nr. 5: „Das ist doch peinlich.“

Ansichtssache. Die meisten Leute finden Online-Dating vollkommen selbstverständlich. Single-Coach Lisa Fischbach rät, die negative Brille abzunehmen: „Sehen Sie die Online-Partnersuche ganz sachlich als das, was sie ist: Ein neuer Zugang und damit eine positive Chance auf Menschen mit gleichen Absichten zu treffen, die man sonst nicht getroffen hätte. Wenn Sie auf einer seriösen Plattform suchen, ist das keineswegs anrüchig.“ Und Hand aufs Herz: Wie oft sind Sie bereits in „freier Wildbahn“ beim Kennenlernen in peinliche Situationen geschlittert – kein Phänomen, das ausschließlich auf die Online-Suche begrenzt ist.

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