Neues Rollenbild: Der Machie

Neues Rollenbild: Der Machie

von: Verena Schlünder

"Männer nehmen in den Arm, Männer geben Geborgenheit, Männer haben Muskeln, Männer sind furchtbar stark!" Das propagierte nicht nur Herbert Grönemeyer zukunftsweisend bereits Anfang der 80er Jahre in seinem Song "Männer", sondern das ist auch das Ergebnis unserer aktuellsten ElitePartner-Singlestudie©.

Mehr als 4.000 Singlefrauen wurden befragt, wie der ideale Partner auszusehen hat. Das Ergebnis: ein Mann soll groß, stark, selbstbewusst und männlich sein, gleichzeitig aber auch ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen besitzen. Zudem soll er treu, familienorientiert, zärtlich sein und sich bestenfalls auch noch für den Haushalt begeistern können.
Wie man diese wundersame Spezies nennt? Ganz einfach: Machie! Das ist eine Kombination aus Macho und Softie.
80 Prozent der Singlefrauen wünschen sich einen Partner mit großem Selbstbewusstsein. Dass ein Mann männliche Attribute erfüllen muss, ist für insgesamt 77 Prozent der Frauen wichtig. Hierbei spielt allerdings auch das Alter der befragten Singledamen eine Rolle: 81 Prozent der unter 29jährigen legen großen Wert auf diese Eigenschaft. Dagegen bevorzugen nur 64% der Frauen im Alter 50plus diesen Typ Mann.
Mit Einfühlungsvermögen und Zärtlichkeiten lassen sich knapp 90 Prozent der Befragten bezirzen. Zudem ist es für 73 Prozent der Singlefrauen ausschlaggebend, dass der zukünftige Partner familienorientiert und fürsorglich ist.

Der Patchwork-Mann

„Frauen wollen im Grunde den Patchwork-Mann, der von allen Typen die besten Eigenschaften in sich vereint“, erläutert Diplom-Psychologin Lisa Fischbach. Interessanterweise verändern sich die Wunschkriterien mit zunehmendem Alter. Besonders junge Frauen haben eine Antenne fürs markant aussehende andere Geschlecht. Dies definiert sich über eine dunkle Stimme, ein kantiges Kinn, breiten Schultern und eine Ausstrahlung, die Abenteuer und Spaß pur verspricht.
Rückt mit vorangeschrittenem Alter die Familienplanung immer stärker in den Vordergrund, so werden weichere Gesichtszüge bevorzugt, die indirekt ein Sinnbild für Treue und Zuverlässigkeiten darstellen.
Gut zu wissen also, was Frauen wollen. Die Frage ist nur, ob sie es auch bekommen?! Ob Männer sich gerne als Machies geben und sich in dieser Rolle gefallen, wurde bislang nämlich noch nicht geklärt!

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5 Kommentare

Dieter

22. November 2008, 15:00 Uhr

5 Kommentare (älteste zuerst)Da haben Sie wohl 4000 Traumfrauen befragt, oder Träumerinnen? Wenn das Ergebnis somit alle gängige Klischees bestätigt, waren ihre Fragen wohl entsprechend simpel. Das Geld hätten Sie sich sparen können, z.B. mit einem Blick in die Blick.

Rainer

25. November 2008, 22:00 Uhr

Amüsant! Endlich das passende Etikett gefunden! Vom Softie zum Matschie.
Altbekannte Träume "nach aussen ein Macho" zuhause "nettes Samtpfötchen".
Träume, die nur Wunschvorstellungen sind.
Entweder passt die Anziehungschemie – oder nicht.
"Macho", "Softie" oder "Matsch-ii" – die Sinneswelt der Pheromone entscheidet….immer noch und weiterhin.
Riechen können oder eben nicht.
Lasst uns schnuppernd durch die Strassen gehen…….

Hans

10. Dezember 2008, 10:00 Uhr

Hallo Männer, ich gebe meine Vorrednern vollkommen recht! Bestimmt sind wir oft selbstbewusst aber manchmal kriegt auch das größte Selbstbewusstsein einen Dämpfer. Einfühlsam, klar, und doch sind wir manchmal auch mit uns beschäftigt und haben keinen offenen Blick. Aber all die Eigenschaften in einem Mann vereint haben zu wollen, wenn möglich auch noch fast zeitgleich und jederzeit abrufbar, hej Männer, dass wird stressig. Ihr angebeteten Frauen wollt ihr das wirklich? Was, wenn der "Matschi" gerade seine männlich starke Seite lebt und ihr die einfühlsame haben möchtet, ich weiß wenn wir einfühlsam sind, dann werden wir merken welche Seite gerade gebraucht wird, klar, aber wo bleiben dann wir? Anziehungschemie, ja Rainer, und dann lasst uns austauschend, wertschätzend und über die Fehlinterpretationen lachend gemeinsam durchs Leben gehen, immer mal wieder etwas nachjustierend und achtsam. Viel Spaß dabei.

MarcoCH

16. Januar 2009, 21:00 Uhr

Da sieht man(n) doch wiedereinmal, dass die befragten Frauen wohl keine Ahnung haben, was sie eigentlich wollen. Oder wird bei Umfragen prinzipiell gelogen, weil man nicht blöde dastehen will?
Es würde mich brennend interessieren, was genau diese Frauen wohl sagen würden, wenn sie "unbeobachtet" sind.
Und wie Rainer schon sagte, die Pheromone machen’s.

apollo

31. Januar 2009, 19:00 Uhr

Infantile Lallsprache!!! Na klar, haben die keine Ahnung von Männern. Anstatt im Sprachgeebrauch solche albernen Begriffsmonster anzusiedeln, sollten Frauen die männliche Psyche studieren und sich mit seiner Andersartigkeit abfinden.
Im Haushalt tätig sein?! Nichts gegen Hilfe und Lastenabnehmen, aber es ist doch etwas wesentlich anderes, sich sowas zum Ideal zu erheben. Wie abenteuerlich so ein Mann mit Kochschürze, wie phantasiereich die Frau, die sowas ausbrütet!!!
Offensichtlich ertragen Frauen heutzutag erst dann einen Mann, wenn er große Ähnlichkeit er mit Frauen bis ins soziale oder gar sexuelle Verhalten große Ähnlichkeiten aufweist. Wer kennt außerdem die Attitüde des Feminismus nicht: Die Frau kann sein wie sie will und der Mann wie sie ihn will. Umgekehrt würde man ihn als Macho beschimpfen. Befreit vom Männlichen aber dann doch männlich sein – Herr erbarme ihrer, denn sie wissen nicht, was sie wollen. Oder doch? Den Mann nach dem Baukastensystem?