Mann nimmt Frau Huckepack als Symbolbild für Kosenamen

Was Kosenamen über die Partnerschaft aussagen

von: ElitePartner Redaktion , 14. Februar 2018

Gerald begrüßt die Kollegen, die er zur Grillparty eingeladen hat, und ausgerechnet jetzt ruft ihn seine Frau Mara aus der Küche bei seinem Kosenamen: „Hase, kannst du bitte den Sekt holen?“ Das Gelächter unter den Kollegen ist groß, und Gerald schämt sich. Hätte Mara ihn nur nicht „Hase“ gerufen. Jetzt wird er wohl wochenlang der „Hase“ bleiben.

Kosenamen-Bedeutung: „Schatz“ unangefochten auf Platz 1

„Süßer“, „Bärchen“ oder doch klassisch „Schatz“? Unsere ElitePartner-Studie zeigt, dass die Deutschen weit weniger kreativ sind, als es vermuten lässt: Bei beiden Geschlechtern zählt „Schatz“ zu den beliebtesten Kosenamen für Männer und Frauen. 58 Prozent der Männer und fast die Hälfte aller Frauen gaben diesen Begriff als ihren Favoriten an. Danach folgen „Sonnenschein“ oder „Liebling“. Kreativere Namen wie „Mein Herz“, „Prinz“ oder „Baby“ kommen bei Männern dagegen überhaupt nicht gut an, gerade einmal sechs Prozent der Befragten mochten diese Namen. Bei den Frauen landeten dagegen Tiernamen wie „Mausi“, „Hase“ oder „Schnecke“ auf den hinteren Rängen. Unabhängig von der Beliebtheit sollen diese Bezeichnungen immer eines ausdrücken: Zuneigung. Darüber hinaus sagen diese Namen aber auch etwas über die jeweilige Beziehung oder Partnerschaft aus.

„Hinter einigen Kosenamen steckt eine witzige Geschichte, andere symbolisieren nur etwas Positives, wie zum Beispiel ein niedliches Tier“

, erläutert unsere Diplom-Psychologin Lisa Fischbach. Wir haben die beliebtesten Namen und ihre Bedeutung für Sie zusammengestellt.

Die beliebtesten Kosenamen für Männer und Frauen

  • Schatz: Bei beiden Geschlechtern liegt „Schatz“ ganz weit vorne. Wenn Sie Ihren Partner „Schatz“ nennen, drücken Sie damit eine enge Verbindung und besondere Wertschätzung aus. Ihr Partner ist Ihnen so wertvoll, dass Sie ihn auf keinen Fall verlieren und stark an sich binden wollen. Dieser Kosename hat allerdings auch etwas Besitzergreifendes und eine deutliche Anspruchshaltung.
  • Liebling: Ein echter Klassiker ist „Liebling“. Die Bedeutung des Kosenamens ist eindeutig: Ihr Partner ist für Sie das Liebste auf der Welt. Mit 27 Prozent ist dieser Spitzname bei Frauen und Männern gleichermaßen beliebt. „Liebling“ steht für Treue und Zuverlässigkeit. Gleichzeitig heißt das aber auch, dass Sie keine Überraschungen lieben. Wer „Liebling“ genannt wird, muss sich diese Stellung immer wieder verdienen.
  • Sonnenschein: Diesen Kosenamen verbinden wir vor allem mit einem fröhlichen Gemüt. Bei Männern und Frauen gleichermaßen beliebt, verwenden diesen Kosenamen vor allem Männer für ihre Frauen.
  • Maus: Ein altbewährter Kosename für Frauen, allerdings nicht unbedingt beliebt. „Maus“ steht für flink, scheu, schutzbedürftig und neugierig. Nennen Sie Ihren Partner Maus, dann bevorzugen Sie einen ruhigen Menschen mit geringen Ansprüchen. Zudem wollen Sie ihn beschützen. Während sieben Prozent der Frauen Gefallen an dem Namen finden, schaffte es „Maus“ bei den Männern noch nicht einmal in die Top 10.
  • Süßer/Süße als Kosename: Verwenden Sie „Süßer“ oder „Süße“, dann sind Sie in der Beziehung der dominante Teil. Sie gehen mit Ihrem Partner sehr liebevoll um, zeigen ihm aber gleichzeitig die Grenzen auf. In unserer ElitePartner-Studie landet der Kosename bei Frauen und Männern im Mittelfeld. Der „Süße“ soll sich nicht verändern. Männer, die ihre Partnerin „Süße“ nennen, wollen eine liebe, unterwürfige Frau.
  • Schnucki: Ebenfalls verniedlichend ist „Schnucki“. Oft wird dieser Kosename für dominante, starke Männer verwendet, die so gar nicht niedlich sind. Nennt Ihre Partnerin Sie so, dann spielt sie damit auf Ihre weiche, weniger starke Seite an.
  • Baby: Dieser Name belegt unter den Kosenamen, die Männer mögen, den letzten Platz. Bezeichnen Sie Ihren Partner als „Baby“, dann nehmen Sie ihn nicht wirklich ernst. Schließlich ist ein Baby hilflos und schutzbedürftig.
  • Engel: „Engel“ oder „Engelchen“ weist auf einen Beschützer oder Retter hin. Werden Sie so gerufen, empfindet der Partner Sie als mild, sanft und weise. Sie werden quasi angebetet. Allerdings werden Sie auch einem überirdischen Wesen gleichgesetzt – zu gut für diese Welt. Nennen Sie selbst Ihren Partner „Engel“, dann haben Sie hohe Ansprüche, die er zu erfüllen hat. Dazu gehört auch, keine Fehler zu machen.

Absolut tabu: Vorsicht mit Namen wie „Schnucki“, „Hasi“ & Co.

Kosenamen für Frauen und Männer sind sehr beliebt, denn viele sind damit aufgewachsen. Von Kindheit an sind wir daran gewöhnt. Sie drücken immer eine besondere Intimität und liebevolle Zuneigung aus. Meist haben Kosenamen eine tiefere Bedeutung und sind untrennbar mit den Gefühlen verbunden, die Sie Ihrem Partner entgegenbringen. So zeigen Sie Ihrem Partner, dass er etwas ganz Besonderes ist. „Exklusivität kann man darüber auch vermitteln. Lassen Sie sich in einer neuen Partnerschaft von gemeinsamen Erlebnissen oder den liebenswerten Eigenschaften des anderen inspirieren, um ihn mit einem besonderen Kosenamen zu würdigen. Kosenamen brauchen Zeit für die Entstehung, Sie müssen keinen zu Beginn einer Beziehung hervorzaubern. Doch gerade, weil sie sehr intim sind, bereitet die unbedachte Verwendung in der Öffentlichkeit vielen Unbehagen. „Kosenamen sollten zum Kontext passen!“, rät unsere ElitePartner-Expertin. In bestimmten Situationen sollte aus „Hase“ wieder Gerald und aus „Mausi“ Mara werden. „Wer sich in Gesellschaft anderer befindet, sollte sich lieber mit Vornamen anreden oder den Umgang vorher mit dem Partner abstimmen. Manche möchten nicht ihren intimen Umgang vor anderen preisgeben. Besonders Männer fühlen sich unwohl, wenn sie damit vor Fremden verniedlicht werden, auch aus Sorge, von anderen weniger ernst genommen zu werden“, weiß unsere Diplom-Psychologin.

Negativ besetzte Kosenamen sind tabu

Da die schmeichelnden und verniedlichenden Namen für den Partner sehr intim sind, können sie durchaus ungewöhnlich sein. Wichtig allein ist, einen Kosenamen mit positiver Bedeutung zu wählen. Denn nichts erweist sich als respektloser, als mit einem ungeliebten oder negativ besetzten Wort angesprochen zu werden. Im schlimmsten Fall kann dadurch Ihre Beziehung zerbrechen.

Fazit: Kosenamen – nichts für fremde Ohren

Auch der schönste Name hat nichts in der Öffentlichkeit zu suchen. Denn diese Form der Ansprache ist Ausdruck inniger Zweisamkeit und des Gefühls der Zugehörigkeit. Auf Außenstehende wirken die eigentlich liebevoll gemeinten Bezeichnungen schnell lächerlich. Neutrale Kosenamen, wie etwa „Schatz“ sind dagegen unverfänglicher und auch – wohldosiert – in der Öffentlichkeit möglich.

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