Selbstliebe

„Ich liebe mich!“
Der 5-Punkte-Selbstliebe-Check

von: Saskia Balke

„Ich liebe mich!“ Und wie stehen Sie so zu sich selbst? Das finden Sie mit unserem 5-Tage-Check heraus - und erzielen ganz nebenbei erstaunliche Resultate. Denn wer sich selbst liebevoll begegnet, hat die besten Chancen auf eine glückliche Partnerschaft.

Warum ohne Selbstliebe keine Partnerschaft glückt

Ich liebe mich. Drei einfache Worte, eine einfache Botschaft: Wer sich selbst liebt, wird geliebt. Wer nicht, hat ein Problem. Die Sache ist: Psychologen, Freundinnen und Beziehungsratgeber haben Recht, mit dem, was sie predigen. Wer sich selbst nicht liebt, scheitert auch in anderen Liebesbeziehungen. Für viele Singles bewahrheitet sich dieses Prinzip gar in einer Art Dauerschleife der erfolglosen Partnersuche. Kein Wunder: Wer sich selbst nicht genug ist und versucht, dieses Defizit mit einer Beziehung zu einer anderen Person zu kompensieren, instrumentalisiert die Liebe. Und versucht, das eigene emotionale Ungleichgewicht durch eine glückliche Beziehung in Balance zu bringen. Dass das nicht funktioniert, ist logisch: Wie soll unser Partner uns die Anerkennung zollen, die wir nicht einmal uns selbst entgegenbringen? Zeit, etwas zu ändern!

Wellnesstag? Ego-Trip? Was ist Selbstliebe?

Doch allein durch die Erkenntnis, dass eine Partnerschaft ohne Selbstliebe nicht funktioniert, ist noch nichts gewonnen. Was soll das eigentlich heißen: Sich selber lieben? Ein Wellnesstag pro Woche? Frieden schließen mit Problemzonen? Egoistischer sein? Die Antwort lautet: Es ist ein wenig komplexer. Und gleichzeitig ganz einfach. Zumindest für alle, die sich kurz Zeit nehmen, hinter die Bedeutung der nicht ganz so berühmten drei Worte zu blicken: „Ich liebe MICH!“
Die passende Erkenntnis dazu stammt aus dem vergangenen Jahrtausend: „Wer aber leicht werden will und ein Vogel, der muss sich selber lieben […] mit einer heilen und gesunden Liebe: dass man es sich bei sich aushalte und nicht umherschweife.“ Friedrich Nietzsches Zitat bringt es auf den Punkt: Bei der Selbstliebe geht darum, sich selbst eine gute Gesellschaft zu sein. Dass das oft gar nicht so leicht fällt, wissen wir alle aus Erfahrung.

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Der Einfluss innerer Glaubenssätze

Viele Menschen stehen ihrer eigenen Person kritisch gegenüber. In unserem erwachsenen Dasein bündeln wir schließlich unzählige Erlebnisse vieler Jahrzehnte. Oft manifestieren diese sich in inneren, unbewussten Überzeugungen, die uns von einer liebevollen Begegnung mit uns selbst abhalten.

Diplom-Psychologin Lisa Fischbach erklärt: „Innere Glaubenssätze entstehen in der Kindheit und Jugend und sind vielfach durch das Elternhaus geprägt. Sie manifestieren sich im Laufe der Persönlichkeitsentwicklung zu Überzeugungen über sich selbst. Dieser Prozess entscheidet über die Entstehung eines gesunden Selbstwertes. Wie man über sich denkt und spricht, erkennt man an den inneren Monologen. Diese automatisch ablaufenden Gedanken und Selbstbeurteilungen lassen sich beobachten, analysieren und dann umlernen, indem man sie mit positiveren Sätzen bewusst überschreibt. Das braucht Übung und Ausdauer, aber es funktioniert. Mit der Zeit können daraus neue, positive Selbstüberzeugungen werden. Eine Methode, die in der kognitiven Verhaltenstherapie gang und gäbe ist.“

Wer ahnt, dass die Selbstliebe nicht im eigenen Inneren verwurzelt ist, kann also beruhigt sein: Diese Haltungen sind nicht in Stein gemeißelt und lassen sich modifizieren – Tag für Tag. Starten Sie jetzt den 5-Tage-Check!

Tag 1: Wie ehrlich sind Sie zu sich selbst?

Selbstliebe bedeutet nicht, sich selbst uneingeschränkt toll zu finden. Sie beschreibt einen ehrlichen und authentischen Umgang mit sich selbst. Die beste Voraussetzung, sich mit allen Schwächen und Stärken annehmen zu können, ist, sie alle zu kennen. Doch was wir an uns nicht mögen, verleugnen wir eben manchmal auch. Oder sind im Gegenteil übertrieben selbstkritisch.
Aufgabe: Ziehen Sie doch mal so objektiv wie möglich Bilanz bezüglich Ihrer Persönlichkeit. Am besten wechseln Sie dafür die Perspektive: Stellen Sie sich vor, dass Sie als Ihr bester Freund einen Blick auf sich werfen. Notieren Sie, was Ihnen in den Sinn kommt – ohne zu werten.

Tag 2: Wie streng sind Sie mit sich selbst?

„Die Hose kneift – schon wieder zugenommen! Wieso schaffe ich es einfach nicht, mein Gewicht zu halten?“ Viele Menschen haben hohe Ansprüche an sich selbst. Sie wollen viel leisten, ihre eigenen Ideale leben. Und überfordern sich damit regelmäßig. Wer ungnädig zu sich ist, übernimmt die Rolle des strengen Lehrers. Besser: Verständnis zeigen und sich selbst konstruktiven Rat geben!
Aufgabe: Reflektieren Sie Situationen, in denen Sie streng mit sich waren und überlegen Sie sich lösungsorientierte Strategien. Beispiel Gewichtszunahme: Woher kommt diese – vielleicht aus Mangel an Bewegung? Überlegen Sie, was Sie sich Gutes tun können, damit Sie sich wieder wohler fühlen. Sie könnten beispielsweise einfach mit dem Rad zur Arbeit fahren. Es muss nicht gleich das schweißtreibende Zirkeltraining sein.

Tag 3: Wie denken Sie über sich?

Achten Sie auf die inneren Monologe, die Sie mit sich führen. Spiegeln diese negative Überzeugungen wider? Angenommen, eine Präsentation steht bevor, und Sie erwischen sich bei dem Gedanken: „Ich blamiere mich bestimmt wieder vor den Kollegen und Kunden. Wäre nicht das erste Mal, dass ich rot werde und stottere.“ Dann wird sich diese Befürchtung sehr wahrscheinlich bewahrheiten. Kein Wunder: Sie konzentrieren sich ja geradezu darauf.
Aufgabe: Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit nicht auf Ihre Schwächen, sondern auf Ihre Stärken. Sagen Sie sich in diesem Fall: „Ich habe so viel Arbeit in die Vorbereitung gesteckt – die Präsentation ist super! Wenn ich mich an den Folien orientiere, kann mir gar nichts passieren.“

Tag 4: Tun Sie sich selbst gut?

Verwöhnen Sie sich selbst? Zum Beispiel mit einem selbstgekochten Essen, einer Kerze auf dem Tisch oder einem warmen Schaumbad? Gönnen Sie sich eine Auszeit, wenn es stressig wird – kurz: sorgen Sie gut für sich?
Aufgabe: Was immer Ihnen gut tut: Seien Sie sich den Aufwand wert! Decken Sie den Tisch nicht nur für Besuch, sondern für sich selbst. Schenken Sie sich Blumen oder eine gute Flasche Wein. Denken Sie darüber nach, wie Sie sich verwöhnen können – jeden Tag.

Tag 5: Wie sprechen Sie über und für sich?

„Du hast aber eine tolle Frisur!“ Können Sie Komplimente wie dieses gut annehmen? Oder winken Sie ab und erwidern so etwas wie: „Ach, das ist das Werk des Friseurs. Ich habe ja sonst nur feine Fusseln auf dem Kopf“? Oder haben Sie Probleme damit, eigene Bedürfnisse zu thematisieren – etwa so: „Man könnte ja heute Abend auch ins Kino gehen…“ statt „ich würde gerne mit dir ins Kino gehen“?
Aufgabe: Lernen Sie, ernstgemeinte Komplimente anzunehmen, indem Sie sich vorm Spiegel bewusst machen, dass Sie heute tatsächlich toll aussehen – und das mit einem gewissen Stolz anerkennen. Lächeln Sie sich zu und sagen Sie sich, was Ihnen gefällt. Am besten jeden Tag, bevor Sie das Haus verlassen. Üben Sie außerdem, in „Ich-Form“ auszusprechen, was Sie wollen.

Ihre Liebeserklärungen wirken!

Verinnerlichen Sie die Aufgaben des 5-Tage-Checks und praktizieren Sie sie so oft wie möglich. Auch wenn es sich erst komisch anfühlt, sich selbst Kerzen anzuzünden oder Komplimente vor dem Spiegel zu machen: Diese Handlungen wirken sich mit der Zeit tatsächlich auf Ihre innere Haltung aus. Haben Sie den Mut, sich in sich selbst zu verlieben!

Autorin

Saskia
Balke

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