„Ich bin Psychologe!“ – Soll man seinen Beruf beim Flirt immer nennen?

„Ich bin Psychologe!“ – Soll man seinen Beruf beim Flirt immer nennen?

von: Dr. Marcus Damm

Manche Berufsgruppe haben es nicht leicht in der Gesellschaft.

Schon im Laufe des ersten Flirts kommt es meistens zur unausweichlichen Frage: „Und – was machst Du sonst so?“ Die Antwort kann einen Flirt von jetzt auf gleich beenden.

Wenn wir uns mit Fremden unterhalten, die wir näher kennenlernen wollen, fragen wir gewöhnlich irgendwann nach dem Beruf, den er (oder sie) ausübt. Dies kann einige Überraschungen zutage fördern. Denn dass mit dem Beruf auch gewöhnlich viele Vorur-teile zusammenhängen, positive wie negative, liegt klar auf der Hand.
In unserer Gesellschaft sind verschiedene Berufsbilder angesehener als andere. Hoch im Kurs stehen bekanntlich folgende Berufe: „Pilotin/Pilot“, „Ärztin/Arzt“, „Dozen-tin/Dozent“, „Professorin/Professor“. Gerade männliche Flirter mit entsprechendem Berufshintergrund wissen, dass viele Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts Sympathien für die genannten Beschäftigungen und auch andere Berufsbilder haben. (Nachweislich präferiert das weibliche Geschlecht im Allgemeinen Männer mit einem hohen sozialen Status.) Auf der anderen Seite haben schon einige Frauen berichtet, dass sie schon zahlreiche Flirter mit der Nennung ihres hoch angesehenen Berufs in die Flucht geschlagen haben.
Nun, wenn wir die Tatsache bedenken, dass so gut wie jeder Beruf verschiedene Vorurteile im Anderen auslöst, so kommen wir schnell zu der Frage: „Soll ich einen exotischen Beruf wie etwa Psychologe gleich nennen?“ Denn bekanntlich hängen damit irrationale Konstruktionen zusammen wie „Psychologen durchschauen gleich alle“ oder „Psychologen haben selbst nicht mehr alle Latten am Zaun“.
Gut, man kann ja seine genaue Bezeichnung auch leicht „verzerren“ und etwa sagen: „Ich arbeite berufsmäßig mit schwierigen Kindern und Jugendlichen zusammen.“ (Der Beruf „Pädagogin/Pädagoge“ wird eher positiv eingeschätzt, ich spreche aus Erfahrung.)
Extremer liegen die Dinge sicherlich bei Berufen wie „Bestattungsunternehme-rin/Bestattungsunternehmer“, „Kampfsportlerin/Kampfsportler“, „Berufssoldatin/Berufssoldat“ usw.
Sicherlich sagt der Beruf auch einiges über die Persönlichkeit des Betreffenden aus, aber nun doch nicht so viel. Es kann zwar oft sein, dass etwa Beamtenberufler eher rational „ticken“ und Sozialarbeiter emotional. Doch man kann ja nicht am Anfang wissen, in wieweit der Betreffende seine Berufsmotivation auch mit nach Hause bringt.

Man kann es drehen und wenden, wie man will: An diesem Thema scheiden sich die Geister. Wer Wert darauf legt, beim Flirt in dieser Hinsicht auf der sicheren Seite zu stehen, kann ja aus der Angelegenheit ein Spiel machen. Der Gesprächspartner soll am Ende des Abends Ihren Beruf erraten; er (oder sie) hat drei Versuche. Auf diese Weise erzeugen Sie beim Anderen Interesse; auf der anderen Seite bleibt genug Zeit, Beziehungskredit (Sympathie und Vertrauen) aufzubauen.

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