Zwei Freundinnen suchen ihren Märchenprinzen auf dem Smartphone im Cafe und merken dass es ihn nicht gibt

Hohe Ansprüche: Märchenprinzen gibt es nicht

von: ElitePartner Redaktion , 23. April 2009

Groß, dunkel, charmant, gut verdienend und ein paar Jahre älter. So stellen sich viele Frauen ihren Partner vor, in den sie sich verlieben können. Unternehmungslustig und kulturell interessiert darf er natürlich auch sein. Bei Männern sehen die Ansprüche zwar etwas anders aus - ähnlich hoch sind sie trotzdem.

Kein Wunder, dass wir nach so einem erträumten Geschöpf lange suchen. Vielleicht vergeblich, denn: Wer seine Ansprüche zu hoch schraubt, der ist blind gegenüber vielen tollen Menschen, die durchaus Mr. oder Miss Right Potenzial hätten.

Muss er Mozart mögen?

Bevor Sie Ihre Partnersuche beginnen, überlegen Sie: In welchen Dingen sind Sie kompromissbereit? Muss der Traummann, in den sich sich verlieben können, wirklich einen tollen Job haben? Muss die Traumfrau unbedingt sportlich sein? Kommt jemand mit Nachwuchs gar nicht in Frage? Nehmen wir Eva (46). Sie ist eine karriere-orientierte Geschäftsführerin. Mit einer genauen Vorstellung, wie der Mann an ihrer Seite sein soll: „Schließlich weiß ich in meinem Alter, was ich will und brauche.“ Bis auf eine glückliche Beziehung hat sie alles erreicht: Tolles Loft, spannender Job, großer Freundeskreis. Die Hoffnung auf einen Partner hat Eva aber fast aufgegeben: „Ich lerne zwar Männer kennen. Aber irgendwas fehlt immer!“ Klar: Mit der Lebenserfahrung steigen die Ansprüche. Wer selbst viel zu bieten hat, verlangt auch vom Gegenüber viel. Das ist ein Fehler: So schränkt sich die Auswahl potenzieller Kandidaten stark ein. Diplom-Psychologin Lisa Fischbach rät beim Anforderungskatalog zu mehr Offenheit: „Befreien Sie sich von eingefahrenen Mustern.“ Manche haben sehr strikte Vorstellungen: Eva hört gern Klassik – und sortierte Männer, die Rock oder Reggae hören, einfach aus. Ein Nicht-Akademiker wäre für sie überhaupt nicht in Frage gekommen. Tipp: Machen Sie eine Liste, schreiben Sie auf, welche Punkte Ihnen wichtig sind. Gehen Sie dann Punkt für Punkt durch: Wo sind Sie bereit, alles ein wenig lockerer zu sehen?

Gebildete Frauen haben’s schwer

Je höher der Bildungsstand, desto höher die Ansprüche. Akademiker Frauen auf Partnersuche wollen meist einen Mann auf Augenhöhe. Einen ähnlichen Bildungshintergrund muss er haben und etwa fünf Jahre älter sein. „Doch diese Männer sind begehrt. Sie werden zur Mangelware“, so Fischbach. „Solche Männer haben außerdem mehr Optionen: Ein erfolgreicher Mittfünfziger hat selten ein Problem damit, eine Frau zu heiraten, die halb so alt oder weniger gebildet ist. Bei Frauen ist das anders.“ Noch steht die Gesellschaft solchen Beziehungen eher kritisch gegenüber. Hollywood-Prominenz ausgenommen – ein wesentlich jüngerer Mann kommt für viele Frauen nicht in Frage. „Will er mich heiraten?“ Um trotzdem den Richtigen zu finden, müssen Sie sich nicht über sämtliche Konventionen hinweg setzen. Eine gewisse Kompromissbereitschaft tut es auch. Es gibt viele Menschen ohne Akademikertitel, die belesen sind und gern ins Theater gehen. Bildung und Kultiviertheit hängen nicht ausschließlich von sozialem Status ab. „Ein Partner sollte nicht Schmuck oder repräsentativer Begleiter sein. Schließlich suchen Sie einen Menschen, mit dem Sie durchs Leben gehen können“, so Lisa Fischbach.

Einen zweiten Blick riskieren

Fragen Sie sich: Muss mein Partner zwangsläufig älter oder jünger sein? Oft ist das Geburtsjahr auf dem Papier gar nicht so aussagekräftig. Viele sind mit 55 heute so attraktiv und offen wie viele 25jährige. Gemeinsame Interessen und Ziele sind eine gute Voraussetzung für eine glückliche Beziehung. Aber ob es letztlich „Klick“ macht, und man sich als Frau verlieben kann entscheidet erst das persönliche Kennenlernen. Manchmal funkt es auch zwischen einem Science Fiction-Fan und einer Lyrik-Liebhaberin. Eben zwischen Menschen, die es vorher nie für möglich gehalten hätten.Besonders Männer urteilen oft schnell über eine potenzielle Partnerin. Wer nicht in das persönliche „Beuteschema“ passt, wird aussortiert. Lisa Fischbach rät ihnen: „Riskieren Sie einen zweiten Blick! Der Blitz schlägt nicht immer beim ersten Treffen ein.“ Manchmal erkennt man erst auf den zweiten Blick, dass der oder die Richtige vor einem steht. Wer da strikt nach Schema F sucht, verliert Chancen. Zurück zu Eva. Sie hat ihre Herangehensweise überdacht und ihre Suchkriterien verändert. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber schließlich lernte sie einen Mann kennen, mit dem sie sich eine gemeinsame Zukunft vorstellen kann. Die Überraschung: Martin ist fünf Jahre jünger als sie. Auch musikalisch liegen die beiden nicht auf einer Wellenlänge. „Statt in die Oper gehen wir halt ins Kino“, erzählt Eva. „Wenn wir zusammen sind, bin ich glücklich. Da ist es mir herzlich egal, welche CD er in seinem Auto hört oder dass er das Studium abgebrochen hat.“ Auch wenn „Andersdenken“ erstmal mühsam ist: Neue Wege führen an neue Orte! Oft finden wir dort genau das, wonach wir solange vergebens gesucht haben.

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