Geheimrezept für eine lebendige Liebe

von: Silvia Fauck, 24. September 2009

Brodel, dampf, zisch - das beste Rezept fürs dauerhaufte Liebesglück...

Geheimrezept für eine lebendige Liebe

Ich befragte Klienten aus allen Schichten und Altersgruppen nach ihren Geheimrezepten, wie sie ihre Liebe lebendig halten. Hier neun Tipps meiner Klienten:

"Meiner Ansicht nach hält man eine Partnerschaft lebendig, indem man nicht nur ein 'Wir', sondern auch noch ein eigenes, unabhängiges Leben hat – das man dann wieder teilen kann, und so neue Impulse gibt/bekommt."

"Mein Freund macht mir häufig Komplimente und geht auch im Streit auf mich zu. Ich versuche umgekehrt nicht so rechthaberisch zu sein und auch mal einen Streit zu vermeiden. Manchmal ist es wichtig, etwas einfach so zu akzeptieren, wie es ist, anstatt sich darüber zu streiten."

"Grundsätzlich ist es wichtig, dem Partner zu zeigen, dass man oft an ihn denkt. Das kann durch kleine Gesten oder auch kleine Aufmerksamkeiten erfolgen. Ich bringe meinem Partner zum Beispiel manchmal vom Einkaufen eine Kleinigkeit mit, von der ich weiß, dass er sie besonders gern mag. Oder ich erledige schon einmal eine kleine Aufgabe für ihn, von der ich weiß, dass er sie vielleicht vergessen hat oder sie besonders ungern erledigt. Es geht einfach darum, zu zeigen, dass man sich darum bemüht, dass der Partner sich wohlfühlt. Oft sind kleine Zeichen im Alltag viel wichtiger als große Geschenke."

"Ich finde es ganz wichtig, dass man neben den gemeinsamen Aktivitäten auch seine eigenen Interessen weiterhin verfolgt. Wenn man unabhängig voneinander eigene Geschichten erlebt, profitiert der Partner letztendlich auch davon. Man hat sich immer etwas zu erzählen und entwickelt auch wieder Sehnsucht nacheinander. Auf keinen Fall sollte man aus meiner Sicht alles gemeinsam unternehmen oder dem anderen gegenüber Verbote aussprechen."

"Wir teilen alles miteinander, gute wie schmerzhafte Gefühle und (Lebens)Situationen. Wir streiten, wenn es sein muss, und dann fast immer konstruktiv. Wir entschuldigen uns lieber einmal zu viel. Wir begegnen einander immer auf Augenhöhe, übernehmen Verantwortung für den anderen, achten darauf, dass keine Fragen offen bleiben, betreiben Psychohygiene durch gnadenloses 'Kindsein' (ein Erlebnis selbst für Kinder)."

"Wir sind uns erst mit Mitte Vierzig begegnet und erachten diese 'späte Liebe' als größtes Geschenk. Entsprechend hat von Anfang an der unbedingte Wunsch, auch das Trennende stets zum Gegenstand unserer Gespräche/Auseinandersetzungen zu machen, dazu geführt, dass alle Stolpersteine nicht mehr sind als gelegentliche ruppige Anpassungsprozesse."

"Eine Beziehung hält man am besten lebendig, wenn man sie nicht als selbstverständlich erachtet und man sie dementsprechend 'pflegt'. Das heißt, man sollte weiterhin Kompromisse schließen, sich umeinander bemühen, versuchen füreinander attraktiv zu bleiben etc. Dabei darf im Laufe einer Beziehung aber nie die Eigenständigkeit der beiden Personen verloren gehen. Denn letztlich bleibt man immer ein Individuum, das sein Leben mit einem anderen teilt, aber nicht im Leben des anderen aufgeht!"

"Ich denke, ein guter Wechsel aus Nähe und Distanz ist wichtig. Außerdem natürlich Respekt vor dem anderen, sich auch auf Sichtweisen einlassen, die einem erstmal fremd erscheinen. Außerdem halten kleine Liebesbeweise die Beziehung lebendig, z. B. dem anderen immer mal wieder kleine Überraschungen bereiten, ihn mal zum Essen einladen oder ihm ein schönes Frühstück machen…"

"Für mich ist das Wichtigste: Ehrlichkeit, einander zuhören und durch besondere Unternehmungen den monotonen Alltag durchbrechen."

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