Erotik und Sex

Erotik und Sex

von: Volker Drewes

Wie bleiben Erotik und Sex im Laufe einer Beziehung erhalten? Wie verhindern wir, dass die totale Flaute im Bett eintritt? Die Frage wird wahrscheinlich auch deswegen immer wieder aufgeworfen, weil die Antwort schwierig ist.

Langeweile macht unsexy

Ich bin allerdings der Meinung, dass nicht die Antwort schwierig ist, sondern die heraufbeschworene und empfohlene Umsetzung.
Sie kennen sicherlich alle das Bild vom griechischen Liebesgott Eros, der mit Pfeil und Bogen dargestellt wird. Wer durch seinen Pfeil getroffen wird, dessen Liebe werde entzündet, heißt es. Nun – interessant im Zusammenhang mit unserer Ausgangsfrage, wäre herauszufinden, wie und wann und unter welchen Umständen denn Eros seine Pfeile loslässt. Einfach so, wahllos? Keinesfalls! Er sucht sich immer den- oder diejenige als Opfer seiner sportlichen Begierde, der oder die ihm interessant erscheint. Wo es langweilig ausschaut – keine Chance!

Und siehe da – schon haben wir die Antwort auf unsere schwierige Frage gefunden: Nur dort bleibt Erotik und sexueller Schwung erhalten, wo noch die Spannung in der Beziehung ist, wo es etwas Neues zu entdecken gibt und wo sich keine Langeweile breitmacht. Und da wird doch sofort jedermann und jedefrau zustimmen: das ist wirklich schwierig! Denn Menschen sind nun mal so gestrickt; sie neigen dazu, es sich bequem zu machen, die Pantoffeln unter dem Tisch hervorzuholen und den Fernseher einzuschalten. Vielleicht entdecken da die momentan immer wieder gern zitierten Evolutionsbiologen irgendwann einen Zusammenhang (es ist heutzutage einfach zu ungefährlich draußen, wo früher vor der steinzeitlichen Höhle immer noch die eine oder andere Gefahr lauerte …).
Jedenfalls ist das Moment „Veränderung“ in einer festen Beziehung nicht ohne weiteres zu erreichen, bzw. als dauerhafte Einrichtung zu erhalten. Trotzdem gilt aber: nur mit ständiger Veränderung wird die Spannung aufrechterhalten. Wer es sich gemütlich macht und „sich einrichtet“ – der riskiert, dass bald darauf der Blick des Partners in andere Richtungen abschweift. Was heißt Veränderung in diesem Zusammenhang genau? Nun – es geht in erster Linie darum, nicht daran zu glauben, dass man mit seiner eigenen Entwicklung in irgendeiner Form abgeschlossen haben könnte, dass man sozusagen „fertig“ sei, so wie ein Gericht. Und das gleiche gilt für den Partner: keinesfalls sollte man davon ausgehen, dieser sei „fertig“ oder man würde ihn „kennen“. Das Neue will immer wieder gesucht und entdeckt werden! Und dann ist auch Eros weiterhin interessiert.

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1 Kommentar

Iris

26. April 2010, 15:00 Uhr

Da bin ich ganz ihrer Meinung, immer wieder Neues zu entdecken gehört nun einmal in das Interesse der Menschen, sonst wird es echt langweilig. Um einen Partner zu finden, lassen wir uns ja auch so manches einfallen, um ihn dann zu gewinnen, oft noch mehr, damit ist aber wirklich nicht "fertig", hier spielen neue "bin-ich-noch-interessant-für-dich-Ideen" eine besondere Rolle…