Eingefleischter Single? So funktioniert der Wechsel in die neue Beziehung

von: Annette Riestenpatt

Singles - Sie sind frei, selbstbestimmt und haben Zeit für eigene Belange. Singles können machen, was sie wollen. Doch das ändert sich spätestens dann, wenn ein neuer Partner in ihr Leben tritt. Dann ist Zweisamkeit angesagt und Kompromisse sind notwendig. Der Wechsel vom Ich zum Wir - wir verraten Ihnen, wie dieser Übergang sanft und unkompliziert gelingt.

Eingefleischter Single? So funktioniert der Wechsel in die neue Beziehung

So sehr sich Simone (35) auch einen Partner gewünscht hatte, einige Dinge an ihrem Single-Dasein fand sie doch ganz prima: „Ich musste niemandem Rechenschaft dafür ablegen, wie ich meine Zeit verbringen wollte.“ Das ist jetzt mit Peter (39) anders. „Er wirft mir vor, dass ich selbstbezogen lebe“, klagt die Event-Managerin.
Dabei sind Kompromisse unumgänglich. Das weiß auch Diplom-Psychologin Lisa Fischbach: „In einer Beziehung gilt es, die eigenen Bedürfnissen mit denen des Partners möglichst in Einklang zu bringen. Das Wir ist die Grundlage für eine erfüllende, neue Beziehung. Dazu müssen aber beide bereit sein und entsprechende Kompromisse aushandeln.“
An einem Strang ziehen, lautet der Zaubersatz. Schließlich wissen wir alle: Wenn nur einer für die Beziehung arbeitet und kämpft, ist der Anfang vom Beziehungsende besiegelt. „Meist fordert der Kompromiss einen gewissen Verzicht auf beiden Seiten. Ideal ist es, wenn das Zurückstellen der eigenen Forderungen und Bedürfnisse ausgeglichen ist“, so Lisa Fischbach.

Keine faulen Kompromisse

Peter hatte anfangs das Gefühl, immer nachgeben zu müssen. Er war unzufrieden und war kurz davor, sich von Simone zu trennen. „Ich hatte das Gefühl, dass sie mich zu sehr auf Distanz hielt“, sagt er. Simone war hin- und hergerissen zwischen der anfänglichen Verliebtheit und dem Bedürfnis nach Rückzug. „Ich habe Peter erklärt, dass es nichts mit ihm zu tun hat, sondern daran liegt, dass ich längere Zeit allein war und mich erst einmal wieder daran gewöhnen musste, mein Leben mit jemandem zu teilen.“

Simone hat erst einmal das Tempo gedrosselt, um ihr Singleleben langsam hinter sich zu lassen und sich an die neue Situation zu gewöhnen. Waren früher sieben von sieben Abenden für Freunde, Sport, Wellness, Vergnügen und Erholung geblockt, schafft Simone nun bewusst Partner-Inseln im Alltag, die ihr und Peter gehören. Zu Beginn der Beziehung fällt diese Rücksichtnahme und Umstellung gewiss nicht leicht und erfordert eine gewisse Geduld auf Seiten des Partners. Zum Glück war Peter geduldig und verzieh Simone den einen oder anderen Rückfall in gewohnte Singlemanieren. Doch auch hier kommt es auf die richtige Balance an: Sie fühlen sich in der Beziehung zweitrangig? Dann sagen und signalisieren Sie das Ihrem Partner – sanft, aber konsequent. Nur so hat er die Chance, sein Verhalten zu reflektieren, zu hinterfragen und letztendlich zu ändern.

Vom Ich zum Wir

Simone und Peter haben sich erfolgreich zusammengerauft. Glückwunsch! Doch es gibt auch hoffnungslose Fälle. Wem seine Selbstbezogenheit und Unabhängigkeit wichtiger ist, als das Teilen und die Nähe in einer Beziehung, wird laut Lisa Fischbach eher Single bleiben. Außer er findet ein entsprechendes Gegenüber, der diese Werte ebenfalls schätzt und respektiert. Nicht einfach zu finden, aber auch nicht unmöglich. Für alle anderen gilt: Es muss nicht immer die schwarz/weiß gefärbte Denkweise sein. Wie wäre es denn mit ein paar Grautönen: Ein bisschen Nähe, ein bisschen Distanz, einen ordentlichen Schuss Vertrauen, aber auch eine leichte Prise Egoismus – das sind die Zutaten, die eine gute Beziehung ausmachen. Auch die Psychologin bestätigt: „In einer Beziehung geht es vorrangig darum, eine Balance zwischen dem Wunsch nach Verschmelzung und dem Erhalt der eigenen Individualität zu finden.“ Wir wollen eins mit unserem Partner werden – vom Ich zum Wir. Aber dennoch wollen wir uns gleichsam als Person abgrenzen. Freiräume sorgen für die nötige Spannung und Lebendigkeit in einer Beziehung und wirken einer erlahmenden Verschmelzung entgegen. Legen Sie allerdings nicht Ihre Hände einfach in den Schoß und hoffen Sie darauf, dass sich das Süppchen der glücklich lebendigen Beziehung von alleine kocht und warm hält. Hier müssen Sie beide ran – Sie und Ihr neuer Partner!



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