Studie zur Partnerschaft: Die ewige Suche nach der Liebe fürs Leben

Studie zur Partnerschaft: Die ewige Suche nach der Liebe fürs Leben

von: Saskia Balke

Die aktuelle Studie zur Partnerschaft vom Institut für Demoskopie Allensbach zeigt, dass die Deutschen romantische Ideale hochhalten – dabei aber ständig auf dem Sprung sind. Neues vom Suchen und Finden der Liebe fürs Leben.

Zwei Drittel der Deutschen glauben an Liebe, die ein Leben lang währt. Sie halten es für möglich, einen Partner zu finden, an dessen Seite sie ewig glücklich sind. Und nicht nur das: Die Mehrheit erklärt die Ehe zum erstrebenswerten Lebensmodell und eine glückliche Beziehung zum elementaren Ziel, so die Ergebnisse einer repräsentativen Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach. Die Deutschen sind überraschend romantisch – doch die Frage nach der Bedeutung der Liebe und der Idealvorstellung von Zweisamkeit brachte auch erstaunliche Ergebnisse hervor.

Der perfekte Partner – ein unerreichbares Ideal?

Die Liebe fürs Leben zu finden scheint sich eher als sehnsuchtsvolle Idee in den Köpfen der Deutschen als in ihrer realen Lebenswelt zu manifestieren. Selbst glücklich Vergebene schmachten der Vorstellung eines perfekten Partners hinterher, statt sich mit ihrem derzeitigen Lebensgefährten am Ziel zu wähnen. Jeder Vierte dieser zufriedenen Liierten hält es nämlich für möglich, dass ihm ein potenzieller Partner über den Weg laufen könnte, der noch besser zu ihm passt als der aktuelle. Ein Drittel aller Deutschen ist gar der Überzeugung, dass sich niemand sicher sein kann, den richtigen Partner bereits gefunden zu haben. Grund dafür sind die unzähligen Möglichkeiten einander zu begegnen, so die Studie zur Partnerschaft. Die Bereitschaft sich für den eigenen Partner ohne Wenn und Aber festzulegen und sich ohne Netz und doppelten Boden auf eine Beziehung einzulassen, scheint angesichts dieses gedanklichen „Hintertürchens“ stark geschmälert. Doch sind die Möglichkeiten der Liebe tatsächlich unerschöpflich?

Fatal: Der Wunsch, die objektiv beste Partnerwahl zu treffen

Ehrgeiz gehörte vor noch nicht allzu langer Zeit in die Abteilung Ausbildung und Job. Heute scheint das Streben nach dem Optimum auch Macht über unsere Liebesbeziehungen zu ergreifen. Wir wollen auch in der Liebe das Bestmögliche für uns „herausholen“. Doch messbar ist dieser Superlativ der Gefühle nicht. Und so bleibt auch während einer glücklichen Bindung die Ahnung einer gewissen Wahrscheinlichkeit, dass doch noch ein passenderer Partner den Lebensweg kreuzen könnte. Möglich wäre das vermeintlich ja ständig und überall.
Tatsächlich vergrößert sich auch über die modernen Kommunikationskanäle der Aktionsradius des Einzelnen immer mehr – so überbrücken Internet, SMS und Videotelefonie hinderliche Kilometer; günstige Flüge, Wochenendtrips und mehr Autos als je zuvor auf unseren Straßen machen uns mobiler denn je.
Auch Online-Dating ermöglicht das Kennenlernen über Landesgrenzen hinaus. Im Internet offenbart sich dem Partnersuchenden darüber hinaus eine Vielzahl interessanter Profile; Matchingpunkte geben Aufschluss über die Wahrscheinlichkeit einer harmonischen Verbindung. Doch das macht die Liebe fürs Leben noch nicht zum schnell verfügbaren Massenprodukt.

Die Auswahl scheint groß – das Besondere bleibt selten

„Liebe ist unverändert faszinierend, da wir durch sie über unsere Grenzen hinauswachsen können. Trotz aller modernen Möglichkeiten des Kennenlernens wird sich das nicht ändern“, sagt Diplom-Psychologin Lisa Fischbach. „Anstatt den Schuldigen in der großen Auswahl bei der Online-Partnersuche zu sehen oder beim nicht perfekt passenden Partner, sollten wir besser an unserer Liebeskompetenz feilen. Wer die Verantwortung für seinen Teil am Beziehungsglück begreift, wird die Liebe gestalten, wie es möglich ist. Und demzufolge eine schädliche konsumorientierte Haltung aufgeben.“ Nur wer verführbar ist, kann sich durch die grenzenlose Welt der Online-Suche verunsichern lassen. Anderen hingegen eröffnet diese Innovation erst eine Chance für eine neue Partnerschaft. So war früher für viele Singles auf dem Land oder im fortgeschrittenen Alter das Leben ohne Partner ein Schicksal auf Dauer. Hier hat die Partnersuche übers Internet sehr wertvolle Perspektiven geschaffen.

Das Internet kann also dem großen Gefühl auf die Sprünge helfen. „Die offenbar zunehmende Hintertürchenmentalität ist Gift für jede Partnerschaft. Denn sie lässt die Bereitschaft sinken, auch Krisen gemeinsam zu meistern“, erläutert Lisa Fischbach. „Wir sollten aufhören, unseren Partner als Wunscherfüllungsmaschine zu sehen. Der perfekte Partner garantiert in keiner Weise eine perfekte Partnerschaft. Für eine glückliche Beziehung ist es viel wichtiger, den Partner so zu nehmen wie er ist und seine kleinen Macken zu akzeptieren. Ein starkes Wir-Gefühl entsteht durch tiefes Vertrauen, gegenseitige Verlässlichkeit und emotionale Nähe. Das wünschen wir uns alle, also sollten wir auch bereit sein, das unserem Partner zu geben.“

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