"> ">
Zwei Hunde nähern sich über den Geruchssinn an als Symbol dafür dass man seinen passenden Partner erschnüffeln kann

Den richtigen Partner erschnüffeln

von: ElitePartner Redaktion , 23. April 2009

Obwohl unser Geruchssinn im Vergleich zu anderen Spezies unterentwickelt ist, sollten Sie bei der Partnersuche "der Nase nach" gehen.

Die Natur macht es vor: Über die Nase verständigen sich Blume und Biene oder lassen Löwenweibchen die Männchen wissen, dass sie paarungswillig sind. Und obwohl wir es uns nicht vorstellen können: Bei uns sieht die Sache ähnlich aus. Schwedische Forscher ließen weibliche und männliche Probanden östrogen- und testosteronähnliche Substanzen riechen. Das Ergebnis: Die östrogenartige Substanz löste bei den Männern einen erhöhten Blutfluss im Hypothalamus aus, einer Hirnregion, die das Sexualverhalten mit beeinflusst. Frauen hingegen reagierten auf den testosteronartigen Stoff.

Geruchsgegensätze ziehen sich an

Das ist nicht nur ein sinnloser Spruch. Das bestätigt auch Cordelia (37): „Ich hatte einen Mann kennen gelernt, den ich von seinen Mails her und auch am Telefon unheimlich toll fand. Aber als wir uns zum ersten Mal trafen, konnte ich ihn buchstäblich nicht riechen.“ Cordelia war irritiert, aber für sie stand fest, dass trotz der vielen gemeinsamen Interessen mit diesem Mann keine gemeinsame Zukunft möglich sein würde. Die Erklärung: „Über den Körpergeruch unseres Gegenübers identifizieren wir jemanden als sexuell attraktiv oder nicht“, so Psychologe Volker Drewes. „Und dabei gilt: Gegensätze ziehen sich an. Je mehr sich jemand vom Duft her von uns unterscheidet, desto stärker die Anziehungskraft. Denn das deutet darauf hin, dass wir mit diesem Menschen die widerstandsfähigsten Nachkommen zeugen können.“ Die viel beschworenen Gemeinsamkeiten, die das dauerhafte Gelingen einer Partnerschaft bedingen, sind hier völlig belanglos.

Gesunde Gegensätze

Das hat die Evolution clever eingerichtet: Eine Reihe von Genen ist für das Immunsystem verantwortlich. Je unterschiedlicher diese Zusammensetzung, desto größer der Immunschutz. Deshalb ist es vom biologischen Standpunkt aus gesehen optimal, wenn zwei Menschen mit möglichst unterschiedlichen Genen fortpflanzen. Das garantiert den bestmöglichen Immunschutz. „Wenn wir einen Menschen nicht riechen können“, so der Psychologe, „ähnelt er zu sehr unserem Gentyp. Erst in der olfaktorischen Andersartigkeit wittern wir den idealen Sexualpartner. Das ist ebenfalls eine Art biologische Bremse, die Inzucht verhindert.“ Cordelia hatte scheinbar das Pech, einen Menschen zu treffen, dessen Immunsystem dem ihren zu ähnlich war.

Instinktive Schnüffelei

„Gerüche wirken in einer Region im Gehirn, in der Gefühle und Instinkte entstehen“, so Duft-Experte Volker Drewes. „Für das Verarbeiten von Gerüchen sind entwicklungsgeschichtlich sehr alte Hirnregionen zuständig, die schon bei unseren urzeitlichen Ahnen vorhanden warten.“ Deshalb nehmen wir Gerüche vornehmlich unbewusst wahr, sie berühren uns unmittelbar und sind somit losgelöst von Vorurteilen oder Ressentiments. Eine wichtige Rolle in Sachen Geruch spielen die Pheromone. Das sind Botenstoffe, die von anderen Exemplaren derselben Spezies wahrgenommen werden und bei diesen eine sichtbare, körperliche Reaktion auslösen – Kommunikation auf biochemischer Ebene also. Während im Tierreich die Verwendung von Pheromonen jedoch recht gut erforscht ist, gibt es auf ihre Wirkungsweise beim Menschen nur wenige erhellende Erkenntnisse.

Warum Parfums dufte sind

Einige Parfumhersteller werben mit Pheromon-Düften, deren Sexuallockstoffe das andere Geschlecht becircen sollen. Aber ob der Mensch tatsächlich in der Lage ist, Pheromone zu erschnüffeln und dadurch sexuell erregt zu werden, ist höchst fraglich. Die Wirkung dieser Parfums konnte jedenfalls nicht nachgewiesen werden und ist in Fachkreisen umstritten. Stellt sich die Frage, ob die Verwendung von Parfums die natürliche Witterung beeinträchtigt. Forscher konnten aber nachweisen, dass wir bei der Wahl des Parfums unbewusst diejenigen Duftnoten bevorzugen, die unseren genetischen Profilen entsprechen. Unsere Lieblings-Parfums unterstreichen also unseren natürlichen Körpergeruch eher als dass sie ihn überdecken. Deshalb gilt für die Partnersuche: Vertrauen Sie auf Ihren Instinkt und gehen Sie bei der Suche ruhig immer der Nase nach.

Jetzt kostenlos anmelden

Ich bin
Ich suche

Es gelten die AGB und Datenschutzhinweise. Mit der kostenlosen Mitgliedschaft erhalten Sie regelmäßig Angebote zur kostenpflichtigen Mitgliedschaft und weiteren Produkten der PE Digital GmbH per Email (Widerspruch jederzeit möglich).