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Werner, 55
Geschäftsführer
Wetter

Werner, 55
Geschäftsführer
Wetter

„Keine Spätzle und keine Brezeln. Das war hart.“

Werner

kennenlernen?Chiffre: 7E8A5865

Der typische Unternehmer ist rasch beschrieben: Er denkt konservativ, liest das Handelsblatt und checkt nach einem 12-Stunden-Tag in der Firma abends die Börsencharts auf seinem 47-Zoll-Flachbildschirm. Werner aus Wetter an der Ruhr ist Unternehmer. Und doch ist der 55-Jährige so ganz anders: Er praktiziert Yoga und spielt Querflöte, auf seinem Küchenbord liegt die linke taz und obwohl Werner oft früh Feierabend macht, besitzt er keinen Fernseher.

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Dabei passt das Haus, das er seit mittlerweile zwei Jahren alleine bewohnt, noch am ehesten ins Klischee: Weitläufig mit großem Garten, ebenso sparsam wie stilvoll möbliert, an der Wand hängen Originale. Dem Besuch bietet er zum Kaffee erst einmal ein Himbeerküchlein an, das er zuvor in der Biobäckerei besorgt hat. Zum Backen sei er nicht gekommen, scherzt er. Doch Werner steht tatsächlich gerne selbst in seiner modernen Küche, legt dabei größten Wert auf ausgewählte Zutaten, wie er verrät. „Gerne Bio, aber nicht zwanghaft. Am wichtigsten ist mir, dass es schmeckt.“

„Keine Spätzle. Keine Brezeln. Das war hart.“

Dass Essen eine große Bedeutung in Werners Leben hat, hängt mit seiner Herkunft zusammen. In einem kleinen Schwarzwalddorf geboren, wo er als kleiner Bub die Milch noch vom Bauern holte, kam er mit fünf Jahren als Pflegekind zu einer Bekannten ins Ruhrgebiet. Die Trennung von seiner Familie war dabei gar nicht das Dramatischste („Ich habe nie den Kontakt verloren“), vielmehr war es das westfälische Essen. „Keine Spätzle und keine Brezeln. Das war hart.“ Vielleicht, mutmaßt er, habe er deshalb bereits als Zehnjähriger mit dem Kochen angefangen – und tue das bis heute mit Leidenschaft, wobei er im Restaurant derzeit vor allem Japanisch, Koreanisch und Vietnamesisch bevorzugt.

„Das waren elementare Berührungen mit dem menschlichen Leben“

Dass er sich nicht nur diesen Luxus, für den es Zeit braucht, leisten kann, hat mit seinem anderen Blick auf die Arbeitswelt zu tun. Als grundlegende Erfahrung nennt Werner seinen Zivildienst auf der Krebsstation eines anthroposophischen Krankenhauses. „Krankheit, Alter, Tod – das waren elementare Berührungen mit dem menschlichen Leben“, erinnert er sich. Ein Grund, warum er dann zunächst in Bochum Germanistik und Philosophie studierte, erst später ein Wirtschaftsstudium anhängte. Dies war allerdings mehr die Idee seiner Frau, mit der er mittlerweile einen Sohn hatte. Doch auch an BWL fand Werner schnell Gefallen, „weil es mir eine berufliche Perspektive eröffnete“.

„Gewinnmaximierung ist nicht meine Maxime“

Diese tat sich auf in Form eines traditionsreichen aber überschuldeten Zulieferbetriebs für Anlagen- und Maschinenbau, den er bereits wenig später übernahm und erfolgreich sanierte. Bis heute ist er dort geschäftsführender Gesellschafter, wenngleich er manch ungewöhnliche Entscheidung trifft, wie er meint. Dass er im Job weder Anzug noch Krawatte trägt, ist dabei nur ein äußeres Zeichen. „Meine Maxime ist nicht Gewinnmaximierung, sondern eine humane Arbeitswelt“, verrät er sein eigentliches Ziel – und bezieht das durchaus auch auf sich selbst. Längst sei er morgens nicht mehr der Erste in der Firma, was er damit kompensiere, dass er abends gerne etwas früher gehe. Er lacht.

„Ich ernähre mich auch von kulturellen Praktiken“

Seine so gewonnene Freizeit nutzt der 55-Jährige auf vielfältige Weise. „Ernährung, Kochen, Genuss“ hat er zu einem Lebensprinzip gemacht. Jedoch: „Ich ernähre mich auch von kulturellen Praktiken.“ Dass er seit elf Jahren Querflöte spielt, möchte er dabei gar nicht allzu hoch hängen. Auch wenn er sich mittlerweile im Trio durch die gesamte Flötenliteratur spielt, sieht er sich als nicht allzu begabt an. Fast noch bedeutender sind ihm Theateraufführungen, Performances und Kreationen anderer. Auf dem Kunstfestival Ruhrtriennale ist er beispielsweise ebenso Stammgast wie bei PACT Zollverein, einer Bühne für zeitgenössischen Tanz. Für ihn, sagt er, seien die Besuche immer auch eine kritische Auseinandersetzung mit sich selbst. „Wie ein gläubiger Mensch in den Gottesdienst geht, gehe ich dahin.“

Die Welt sehen wie sie ist

Er selbst, obwohl Christ, besucht Kirchen hingegen lediglich „um sie sich anzugucken“. Sein starkes Bedürfnis nach Spiritualität lebt der Unternehmer stattdessen bei Meditation und Yoga aus. Eine Quintessenz seiner Reisen, die ihn nach Brasilien führten oder nach Südostasien, in indischen Ashrams war er häufig gleich mehrere Wochen zu Gast. Er reise, um ungewöhnlichen Menschen an ungewöhnlichen Orten in ungewöhnlichen Situationen zu begegnen, sagt er. Das Ziel: Die Welt so zu sehen, wie sie ist. Doch Werner macht sich nichts vor. „Das Bemühen zählt“, meint er lächelnd. „Wenn es Dir gelänge, wärst du ja erleuchtet.“

Gelassen ja – aber nicht auf der Autobahn

Doch immerhin helfe ihm diese Weltanschauung, gelassener zu sein, sagt er. „Von der Autobahn vielleicht mal abgesehen.“ Er sei auch kein Mensch, der hadere, er stehe zu seinen Entscheidungen, auch den unbequemen. Die von ihm gewünschte Trennung von seiner Frau nach 28 Jahren Ehe beispielsweise, wobei es ihm schon wichtig war, dass sein Sohn damals längst sein eigenes Leben führte. Erst später habe er bemerkt, wieviel Sicherheit eine Partnerschaft doch gebe, aber in drei Jahren als Single auch viel gelernt. Heute wolle er „keinesfalls mehr eine Beziehung um der Beziehung willen“. Dass er sich auf den Rat einer Freundin, die durch ElitePartner ihren späteren Ehemann kennengelernt hat, dort ebenfalls angemeldet hat, ändert daran nichts. Ob er so seine Traumfrau kennenlerne, könne man ohnehin nicht vorhersehen, gibt er sich entspannt. „Aber man lernt wieder zu flirten.“

„Man lernt wieder flirten“

Bislang allerdings hatte der 55-Jährige dazu noch keine Gelegenheit, pflegte er mit einigen Frauen doch lediglich E-Mail-Kontakt. Dabei ist er gar nicht allzu festgelegt, was den Frauentyp angeht, nur eher zierlich sollte sie sein. Für eine mögliche Partnerschaft hat Werner hingegen klare Vorstellungen: „Authentizität, Aufrichtigkeit, sich zeigen – das sind für mich die Essentials in einer Beziehung.“ Und wenn es dann tatsächlich funkt? Er denkt nach. „Mein größter Wunsch wäre es, jemanden bereichern zu können“, verrät er dann. Der unkonventionelle Unternehmer, ein echter Romantiker.

Was Werner mag:

  • im Kontakt sein mit der Natur
  • gutes Essen, gerne Bio
  • Theater-, Tanz- oder Performanceabende, die ihn berühren

Was Werner nicht mag:

  • schlechte Gerüche
  • Unehrlichkeit und Unaufrichtigkeit
  • oberflächliche Begegnungen

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(Portraitfotos: Daniel Wocinski Fotografie)

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Glück, Erfahrungen, Ziele – hier erzählen Singles:

Holger, 39

Personalberater

Lanh, 27

Business Analyst

Ahmed , 51

Sales Manager

Monika, 37

Autorin

Jolanda , 40

Assistentin

Friederike, 46

Ärztin