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Violeta, 37
Mediendesignerin
Augsburg

Violeta, 37
Mediendesignerin
Augsburg

„Ich wollte nicht weiter in der Vergangenheit leben“

Violeta

bereits "verkuppelt"

Die Mediendesignerin Violeta hat ein Faible für Farben, für französisches Art Déco, für gutes, gesundes Essen – und klangvolle Musik. Wer mit ihr Zeit verbringt, wird mit viel Wärme, Herzlichkeit und einem charmant gerollten R umarmt.

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Ein perfekter Herbsttag, der Himmel strahlt, das Weinlaub vor dem Augsburger Café, in dem wir uns treffen, leuchtet dunkelrot. „Toll, diese Farben, oder?“ Violeta freut sich über die geballte Ladung Bunt. „Die Vielfalt, mit der man täglich konfrontiert wird, begeistert mich immer wieder. Alleine das Anschauen macht mich glücklich und gibt mir Energie“, sagt die Frau mit den tiefdunklen Haaren, den großen Augen und dem sanften Blick.

Sie hat einen großen Rucksack dabei, in dem sich ihre Lieblingsdinge für die Detailbilder der Ich! Zeig Profil-Seite versammeln. Denn Violeta steckt mitten im Umzug, sie ist aus einer größeren Wohnung, in der sie bis vor einem Jahr mit ihrem Ex-Mann lebte, in ein kleineres Apartment gezogen. Dort herrscht noch ein bisschen Chaos – nicht der richtige Ort, um zu zeigen, wer sie ist, was sie ausmacht, welche Dinge ihr am Herzen liegen.

„Bei mir sollte man immer genug Knoblauch dabei haben“

Gebürtige Augsburgerin ist sie nicht, das ist schnell klar: Sie spricht Hochdeutsch mit leichtem Akzent und rollendem R, eine interessante internationale Mischung – wie die ganze Frau: Ihr Vater ist Deutscher, ihre Mutter Ungarin, aufgewachsen ist sie in Rumänien, genauer: in Kronstadt, Transsilvanien. „Bei mir sollte man also immer genug Knoblauch dabei haben“, sagt sie mit einem breiten Lächeln auf den Lippen. Als sie 17 war, zogen ihre Eltern mit der kleinen Schwester nach Kempten im Allgäu, später gingen sie nach Augsburg. Violeta blieb zunächst zurück: Sie wollte Genetik studieren, hatte sich intensiv darauf vorbereitet. Doch alleine zu sein, fand sie schlimm: „Ich habe meine Familie schrecklich vermisst: Wir hatten sonst immer ein volles Haus, plötzlich war niemand mehr da.“ Nach acht Monaten wurde auch noch ihre Schwester schwer krank. „Da wusste ich: Ich muss nach Deutschland. Zwei Tage später war ich da und habe erst später in Rumänien alles abgewickelt.“ Auch heute noch ist „Familie“ von herausragender Bedeutung für Violeta.

„Ich wollte nicht weiter in der Vergangenheit leben“

In Deutschland kam sie prinzipiell gut zurecht: Der Abschied tat weh, obwohl die Menschen im Allgäu sehr nett waren und es ihr leicht fiel, die neue Sprache zu lernen. „Ich hing gedanklich sehr an meinem alten Leben. Nach zwei Jahren aber wusste ich, dass ein rigoroser Cut notwendig ist, wenn ich hier ankommen und leben möchte. Ich konnte und wollte nicht weiter in der Vergangenheit leben.“
Statt Genetik studierte sie Mediendesign, arbeitet heute selbstständig als Mediengestalterin. Sie macht Webseiten, Print- und Crossover-Medienkonzepte, gestaltet Kunst für Unternehmen. Ein Werk aus ihrer privaten Kollektion hat sie mitgebracht: ein farbenfrohes Feuerwerk an Formen und Farben, eine kreative Kombination aus digitaler Welt und Natur, die mit kleinen, feinen Details überrascht. Die Natur, immer wieder die Natur: Violeta braucht sie wie die Luft zum Atmen. Vor allem, seit sie das erste Mal auf Bali war und immer wieder auf die Insel gefahren ist.

„Meine Reise nach Bali hat meine Persönlichkeit stark geprägt“

„Davor, so um die 20, war ich eher an Mode und Zeitgeist orientiert, wollte ständig neue Parfüms und Schuhe, bin viel ausgegangen. Doch das Leben und die Menschen auf Bali haben meine Persönlichkeit stark geprägt. Sie waren arm und trotzdem sehr glücklich, hatten dieses besondere Strahlen in den Augen. Ein paar Wochen nach der ersten Reise wollte ich deshalb ganz viel ändern, weil mir so vieles einfach nicht mehr wichtig war.“ Heute weiß sie die kleinen Dinge zu schätzen, genießt eine Wanderung an einem klaren Bergsee oder die satten Farben des Herbsts.

„Manchmal geht es mit mir durch und ich tanze  in meiner Wohnung“

Ein bisschen Luxus darf trotzdem noch sein: „Ich sammle französische Art Déco-Objekte. Sowas zum Beispiel“, sagt sie und packt aus ihrem schwarzen Rucksack ein gigantisch schönes Gefäß aus. Es ist eine originale René-Lalique-Vase, das Glas schillert opalescent blau. „Ich finde die Sensibilität der Künstler ist ihren Stücken deutlich anzusehen. Von ganz besonderen Stücken wird auch eine romantische Seite zum Schwingen gebracht“, sagt sie und streicht über die Kirschen, mit denen die Vase verziert ist. Worauf sie auch höchst ungern verzichten würde sind ihre kabellosen Kopfhörer: „Für Filme, Jazz oder klassische Musik ist das toll, als wäre man im Konzertsaal. Manchmal höre ich auch House, das erinnert mich an die Zeit, in der ich so viel ausgegangen bin. Dann geht es schon mal mit mir durch und ich tanze in meiner Wohnung.“
Dass sie seit eineinhalb Jahren eine Heilpraktiker-Ausbildung macht, passt hervorragend zu dieser geerdeten Frau. Ein Jahr berufsbegleitende Wochenend-Schule liegt noch vor ihr. Die gewonnenen Erkenntnisse will sie unter anderem in einem Kochbuchprojekt anwenden: Sie möchte einen undogmatischen Spagat zwischen Rohkost und warmer Küche schlagen, mit Rezepten, die gesund sind, gut schmecken und schnell gehen.

„Ich mag französischen und englischen Humor“

Der Spaß geht dabei garantiert nicht verloren. Sie hat eine Gar-Methode für das Gemüse entwickelt, die sie „Sauna“ nennt und kichert, als sie davon erzählt. Worüber sie sonst lacht? „Ach, über so viel! Ich mag vor allem französischen und englischen Humor.“ Von Hintergründigem bis hin zu Hollywood-Komödien à la Leslie Nielsen ist sie für Vieles zu begeistern.
Gemeinsam zu lachen ist für sie deshalb auch eine der wichtigsten Eigenschaften, die eine Beziehung ausmacht. „Außerdem sollte ein ‚Wir‘ existieren. Ich find es völlig okay, sich das zu erarbeiten, indem man zusammen nach Lösungen sucht. Hauptsache, man sitzt gemeinsam in einem Boot.“

Was Violeta mag:

  • Begeisterungsfähigkeit
  • Kunst
  • Gesundes und leckeres Essen

Was Violeta nicht mag:

  • Aus einer Mücke einen Elefanten machen
  • Wenn man vergisst, im Leben dankbar zu sein
  • Fehlender Kampfgeist

(Portraitfotos: sceneline studios)

Violeta

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