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Vino, 41
Augenarzt
Bochum

Vino, 41
Augenarzt
Bochum

„Ich trage zwei Welten in mir“

Vino

bereits "verkuppelt"

„Barmherzigkeit“ ist nicht unbedingt das, was man von einem Oberarzt als Lebensmotto erwarten würde. Doch Vino muss keinen Moment darüber nachdenken, worauf es ihm im Leben ankommt. Der 41-jährige Augenarzt aus Bochum ist beruflich zwar durchaus ehrgeizig, dazu ein ebenso lebensfroher wie leidenschaftlicher Fußballfan, ein Mann mitten im Leben also. Doch ganz gleich, was er auch anpackt, das Thema Nächstenliebe schwingt bei ihm stets ein wenig mit.

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Möglicherweise hat diese Einstellung mit seinen Wurzeln zu tun. In Salzkotten bei Paderborn als Sohn indischer Einwanderer geboren „trage ich zwei Welten in mir“, wie Vino es selbst formuliert. Seine ambitionierte und wohl deutsche Seite brachte ihn weit herum, ließ ihn in Boston forschen oder an der Uniklinik ein Tumorzentrum gründen; die eher indisch geprägte Seite begründet sein großes Interesse an allem Geistigen. Es ist kein Zufall, dass er neben seinem durchaus fordernden Beruf noch Medizinische Ethik studiert. „Die wichtigsten Fragen in der Medizin sind heute ethischer Natur“, erklärt er.

Und so ist Vino seinen Eltern nicht böse, dass diese ihm nach dem Abitur von seinem eigentlichen Traumstudium Mathematik, Physik und Philosophie abgeraten haben. „Sie meinten, sie könnten ruhiger schlafen, wenn ich Medizin studiere“, erzählt er und lacht. Die richtige Entscheidung, wie er heute weiß, war diese doch die Grundlage für viele prägende Erlebnisse: von seinem Studienbeginn in Aachen über die Promotion in Hamburg bis zur Phase an der Berliner Charité.

Dazwischen lag allerdings eine ganz besondere Zeit: Mit 29 Jahren bekam der Westfale die Chance, für ein halbes Jahr Schiffsarzt zu werden. Mit der „Thor Heyerdahl“, zu der Zeit ein schwimmendes Internat, reiste er von Guatemala über die Bermudas bis zu den Azoren. Nicht nur für die 11. Klasse an Bord, die an einem Tag das Thema Vulkane durchgenommen hat, um am nächsten auf einen solchen zu steigen, war dies ein Traum, auch für ihn selbst. Statt Assistenzarzt zu sein, habe er für Schüler und Mannschaft die medizinische Verantwortung getragen, sagt er. „Wenn man das einmal in sich aufgenommen hat, gibt man diese Denkweise nicht mehr auf.“

„Reichtum ist nicht Geld, es sind die menschlichen Kontakte“

Kein Wunder, dass es Vino danach nur zwei Jahre als Assistent an der Charité hielt. An einem Institut in Boston hat er danach zu „Proteinen der Augenoberfläche“ geforscht. „Beruflich war das der Knaller“, schwärmt er noch heute. Nicht nur die Inhalte, auch die Begegnungen mit Wissenschaftlern aus aller Welt haben ihn begeistert. „Reichtum ist ja nicht Geld“, so seine Überzeugung. „Es sind die menschlichen Kontakte.“ Und diese sind ihm auch heute als Oberarzt an der Bochumer Uniklinik wichtig. Dort beschäftige er sich nicht nur mit Augentumoren, berichtet er, besonders gerne untersuche er auch Kinder, Frühchen auf Netzhauterkrankungen zum Beispiel. Der Arztberuf, sagt der 41-Jährige zufrieden, „ist einer, der mich gut ernährt und der sinnhaft ist“. Sicherlich trage er auch eine große Verantwortung, aber damit komme er klar. „Ich bin selten angespannt.“

„Ich wünsche mir eine Familie“

Dennoch habe er sich bislang wohl ein wenig zu sehr auf das Berufliche konzentriert, räumt Vino dann plötzlich ein. „Da bin ich bereit, in Zukunft Abstriche zu machen.“ Aller Neugierde zum Trotz und aller beruflichen und privaten Vorhaben, zu habilitieren genauso wie demnächst mit Yoga anzufangen, sei ihm vor allem die Familie wichtig, sagt er. Seine Eltern und die beiden jüngeren Geschwister meint Vino damit genauso wie seine engsten Freunde. „Und natürlich eine mögliche eigene Familie. Das wäre schon etwas, was ich mir wünsche.“

Seit einem halben Jahr lässt er sich bei der Suche nach einer Partnerin von ElitePartner unterstützen. Einige Frauen habe er bereits getroffen, „das waren alles sehr angenehme Begegnungen, das hatte immer Niveau“. Für den Mediziner ein wichtiges Kriterium, auch wenn es bislang noch nicht zu einer Beziehung reichte. Intelligenz nämlich finde er faszinierend, sagt er mit einem Grinsen. Lebensfreude könne ihn bei einer Frau ebenfalls begeistern „und ein edles Wesen“, sinniert Vino, während er sich in seinem so schlicht wie stilvoll eingerichteten Wohnzimmer auf einem der zwei Sofas ausstreckt. Über ihm hängt ein Bild aus Boston, an der anderen Wand blickt er auf eines der Hamburger Landungsbrücken. Das Meer, meint er, symbolisiere für ihn die Freiheit genauso wie das schon ein wenig verwaschene Jimi-Hendrix-T-Shirt, das er einst für zehn Dollar in den USA erstanden hat.

Ob eine künftige Partnerin seine Reiseleidenschaft ebenfalls teilt, ist für Vino überraschenderweise gar nicht so wichtig. Auch wenn ihm das Reisen hilft „aus Routinen auszubrechen“, könnte er sich ebenso vorstellen, jedes Jahr an denselben Ort am Meer zu fahren. „Den Wert einer Sache erkennt man dadurch, was man dafür bereit ist, aufzugeben“, sagt er dann, halb philosophisch, halb verschmitzt.

„Im Stadion kann ich prima abschalten“

Auf seine samstäglichen Ausflüge ins Stadion von Borussia Dortmund würde Vino aber wohl nie ganz verzichten. Für ihn bedeutet das „in die Emotion der Massen eintauchen. Da kann ich prima abschalten“. Dasselbe gilt für den Sport, ob nun im Fitnessstudio oder beim Laufen. Andere Dinge in seinem Leben ändern sich hingegen. Früher habe er beispielweise Trubel gebraucht, heute suche er eher Entspannungsmomente. Und vom Nachtmenschen hat er sich nach und nach zum Morgenfreund entwickelt, der nun für Sonnenaufgänge schwärmt.

Was Vino hingegen nie verlassen wird, das ist das Wertesystem, das ihm seine Eltern mitgegeben haben. Ein christliches im Übrigen, wie es im indischen Kerala gar nicht so selten ist, geprägt von Liebe und Wertschätzung. Vielleicht ist auch das ein Grund, warum der Augenarzt auf einer beruflichen Zwischenstation in Essen 2009 Mitbegründer des dortigen „Medinetz“ war, einer Menschenrechtsinitiative, die die medizinische Versorgung für illegale Flüchtlinge und Menschen ohne Papiere sicherstellt. Denn diesen Leuten in der Not zu helfen, die sich sonst nirgendwo melden können, auch das ist für ihn „eine Art von Barmherzigkeit“.

Was Vino mag:

  • Lebensfreude
  • Werte
  • Familiensinn

Was Vino nicht mag:

  • Intoleranz
  • Nicht gönnen können
  • Gewalt

(Portraitfotos: sceneline studios)

Vino

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