Single-Portraitszurück

Uli, 36
Designingenieur
Puchheim

Uli, 36
Designingenieur
Puchheim

„Marathon war damals die beste Entscheidung meines Lebens“

Uli

sucht nicht mehr

Uli ist Designingenieur bei einem großen Münchner Autohersteller – sein absoluter Traumjob. Autos haben es dem 36-Jährigen angetan, 2,5 Jahre lang renovierte er liebevoll einen alten Mini. Jetzt möchte er aber endlich wichtigeren Dingen in seinem Leben Raum geben.

In Ulis Wohnung duftet es verführerisch: Er hat extra gebacken, seinen Lieblingskuchen mit Kirschen und Zimt. Auf dem Tisch warten außerdem sechs verschiedene Säfte – ein toller Empfang! Dass hier ein Designingenieur wohnt, merkt man schnell: Einen Raum seiner 3-Zimmer-Wohnung füllt eine Fräse und viel Werkzeug. Über seinem Bett hängt ein großer, schicker Ventilator und über die halbe Decke des Wohnzimmers erstreckt sich ein Konstrukt aus Alu-Traversen, an dem der Fernseher hängt. Dadurch lässt er sich so positionieren, dass man vom gemütlich grauen und gigantischen Stoffsofa aus immer einen perfekten Blick auf den Bildschirm hat. „Eigentlich Quatsch. Seit ich das gebastelt habe, habe ich den Fernseher vielleicht drei Mal bewegt. Aber ich mag diese Alu-Aufhängungen einfach“, sagt der studierte Mechatroniker. Ruhig, wohltuend unaufgeregt und grundehrlich ist er, das ist sofort klar. Er will auch nicht einfach irgendetwas reden, sondern überlegt drei Mal, bevor er etwas sagt – und ist dabei ganz präsent.

Dieser Single sucht nicht mehr. Klicken Sie hier, um weitere Singles zu sehen!

Obwohl er am Stadtrand von München großgeworden ist und immer noch in der Gegend wohnt, hat er nie richtig Bayrisch gelernt. Einen weichen, zart-bayrischen Zungenschlag hört man trotzdem – und die Liebe zu seiner Heimat: „Ich finde es hier so schön, dass es mich nie groß weggezogen hat.“ In den vergangenen Jahren hatte er dafür auch gar nicht viel Zeit: Fast die komplette Freizeit ging für die Restaurierung eines alten Minis Baujahr 1971 drauf. Als er ihn vor drei Jahren kaufte, hatte er einen großen Hagelschaden und der Motor war am Ende. Also entkernte Uli alles, machte dabei rund 6.000 Fotos, um später jedem Schräubchen wieder seinen Platz zuweisen zu können und kaufte unzählige Ersatzteile. Denn wenn er was macht, dann richtig. Auch wenn es zweieinhalb Jahre dauert. „Die Restaurierung war superteuer und auch nicht wirklich vernünftig“, erzählt er reflektiert. „Aber es hat mir Spaß gemacht. Jetzt habe ich beinahe einen Neuwagen vor der Tür stehen.“

Ausflug zu „gigantischen Kuchenstücken“

Mit ihm fährt er am liebsten in die Berge, etwa ins berühmte Café Winklstüberl in Fischbachau mit den gigantischen Kuchenstücken. Meistens ist jemand aus der Familie im Gepäck, denn die ist groß. Allein seine Mutter hat sechs Geschwister, die alle in der Gegend wohnen. „Ich finde das toll. Wenn irgendwer von uns mal Hilfe braucht, bei einem Umzug zum Beispiel, stehen immer einige mit Rat und Tat bereit“, erzählt Uli. Verlässlichkeit, Verantwortungsgefühl, Einfühlungsvermögen – das mag und lebt er. Spätestens seit einem Job-Seminar ist ihm auch bewusst, wie toll das ist: „Das Seminar hieß ‚Stärken stärken‘, dabei habe ich viel über mich gelernt, erfahren, wie ich warum ticke. Seitdem habe ich nicht nur ein ausformuliertes berufliches Ziel, sondern auch ein privates: eine Partnerin finden.“ Sich aktiv um sein Liebesleben zu kümmern, macht ihm Spaß: „Ich hätte schon viel früher damit anfangen sollen. Jeden Tag freue ich mich, vielleicht wieder eine Nachricht in meinem Postfach zu finden. Und Interesse zu wecken ist ein gutes Gefühl.“

Marathon-Lauf machte ihn selbstbewusster

Die Sache mit dem Selbstbewusstsein war lange Zeit ein großes Thema für Uli, „vor allem, weil ich nur ein mittelmäßiger Schüler war. Den Schulabschluss im Gymnasium zum Beispiel habe ich sicherlich auch der konsequenten Unterstützung meiner Eltern in der Grundschulzeit zu verdanken. Für mich fühlte sich das deshalb nie nach einer eigenen Errungenschaft an.“ Erst als er mit 19 Jahren anfing, sehr intensiv für Marathons zu trainieren, bekam sein Selbstwertgefühl einen enormen Schub. „Dass ich damals mit dem Laufen angefangen habe, war die beste Entscheidung meines Lebens. Endlich habe ich gesehen: Ich bin besser als viele andere. Das kannte ich bis dahin nicht.“

Studium, Job, Wohnung, Mini – fehlt nur noch die Richtige

Heute genießt er sein Leben sehr: „Ich fühle mich angekommen. Ich habe ein Studium abgeschlossen, bin im Job eingearbeitet, habe meine Wohnung renoviert, meinen Mini fertig. Jetzt kann ich relaxed in den Tag hineinleben.“ Den Extremsport braucht er inzwischen nicht mehr: „Mein Hirn hat mir irgendwann gesagt: Spinn nicht so! Du musst nicht 30 Kilometer am Stück durch den Olympiapark laufen.“ Jetzt fährt er viel Rad, zwei bis drei Mal die Woche zur Arbeit, einfach sind es zwanzig Kilometer. Nicht, um sich Höchstleistungen zu beweisen: „Ich möchte gerne auch mal Unvernünftiges wie viel Schokolade oder Fettiges essen. Da ist das einfach nötig.“

„Ich möchte auf Augenhöhe diskutieren“

Was ihm jetzt noch fehlt ist eine Frau. „Gerade wenn mal wieder niemand meiner richtig guten Freunde greifbar ist. Die meisten haben halt Familie oder Partnerin und sind entsprechend eingebunden. Das wünsche ich mir auch: Jemanden, mit dem ich abends einfach abschalten und eine gute Zeit haben kann.“ Nur auf dem Sofa sitzen ist aber nichts für ihn: Er geht auch gerne in Museen wie die Pinakothek der Moderne oder das Deutsche Museum, zu Konzerten (für Roxette hat er schon Tickets) und ins Kabarett. Sein absoluter Humor-Favorit ist Martina Schwarzmann, wie sie steht auch Rolf Miller schon in seinem Kalender. Was eine Frau haben sollte, damit sie zu ihm passt? „Ihr sollten Werte wie Verantwortung und Familiensinn genauso nah sein wie mir. Auch ein gewisser Intellekt ist mir wichtig, um Themen auf Augenhöhe diskutieren zu können. Und sie sollte ihren Job mögen.“

„Ich habe meinen Traumjob“

Wie Uli auch: Er ist bei einem großen Münchner Autohersteller auf Sitze spezialisiert und die Schnittstelle zwischen Design und Technik. „Wenn wir ein Design abgeben, bin ich verantwortlich, dass es zu den technischen Vorgaben passt. Für mich ist das ein Traumjob. Vor allem, weil ich entscheiden kann, was wichtig ist – und das dann auch mache. Außerdem kann ich kreativ sein, etwa wenn ich technische Konzepte entwickle.“ Wie beim Sport geht es ihm aber auch im Job nicht mehr nur ums Gewinnen: „Ich habe ohnehin einen sehr hohen Anspruch an mich. Wenn ich den erfülle, muss ich mich nicht an anderen messen. Diese Sicht hat mein Leben insgesamt total entspannt.“

Was Uli mag:

  • Bewegung in der Natur
  • Regionale und artgerechte Lebensmittel
  • Mit Freunden essen gehen

Was Uli nicht mag:

  • Rücksichtslose Raucher
  • Sushi
  • Unhöflichkeit

(Portraitfotos: sceneline studios)

Uli

sucht nicht mehr

Uli

sucht nicht mehr

Diesen Single kennenlernen?
Kostenlos anmelden
Bereits Mitglied? Hier klicken.
Glück, Erfahrungen, Ziele – hier erzählen Singles:

Marc, 42

Air Trafffic Controller

Richard, 31

IT-Projektleiter

Franziska , 38

Ärztin

Jutta, 45

Finanzberaterin und Autorin

Sascha, 46

Gastronom

Vino, 41

Augenarzt