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Susanna, 29
Klassische Sängerin
München

Susanna, 29
Klassische Sängerin
München

„Mein Partner sollte sich bei Opern nicht die Ohren zuhalten“

Susanna

sucht nicht mehr

Sie ist die Frau für die Gänsehaut: Susannas wunderbarer Sopran ergreift die Seele sofort. Die 29-Jährige ist ausgebildete Opernsängerin, gibt Konzerte und unterrichtet in ihrem kleinen Studio in der Münchner Innenstadt Gesang. Sie ist eine lebendige, mit ihrer Begeisterung ansteckende Frau, sie liebt die Kunst, die Natur – und die Vorstellung vom Mann fürs Leben, der nicht nur ihr Liebster, sondern auch ihr bester Freund ist.

Susanna hat ein breites Grinsen auf den Lippen, als sie im kalten Münchner Winter auf ihrem Rad um die Ecke biegt. Sie freut sich auf unser Gespräch und darauf, ihr Allerheiligstes zu präsentieren: ihren Übungsraum im ersten Stock eines kleinen, typisch altmünchnerischen Hinterhauses. Hier gibt sie Unterricht, Workshops und Seminare. Im Gegensatz zu ihrer kleinen Wohnung im benachbarten Stadtteil stört sie hier niemanden, wenn sie sich auf eines ihrer Konzerte vorbereitet. Drei bis vier Mal pro Monat tritt die junge, elegante Frau öffentlich auf – bei Liederabenden zum Beispiel oder freien Opern-Produktionen. Das Klischee einer Diva, nach deren Pfeife alle tanzen sollen, erfüllt sie dabei überhaupt nicht: Sie ist ein sehr angenehmer, authentischer Mensch, der sich wunderbar begeistern lässt, sehr kultiviert und gebildet ist, deren Grazie schon beim Sprechen deutlich wird und die weiß, was sie will: singen!

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Schon mit acht Jahren beschloss sie das. Klick gemacht hatte es während eines Konzerts mit ihrem Kinderchor in einem Hamburger Einkaufszentrum. Ganz alleine trug sie vor 800 Zuhörern das „Vilja-Lied“ aus „Die lustige Witwe“ vor. Auf der Bühne zu stehen, die Menschen mit ihrem Gesang zu berühren: Diesen Zauber entdeckte die kleine Susanne damals – und er ließ sie nie mehr los. Fortan bekam sie Gesangsunterricht. Ein Kindertraum? Nein, sie meinte es wirklich ernst, sogar während der Pubertät übte und übte sie weiter. Ihre Eltern unterstützten sie auch finanziell sehr, das Verhältnis zu ihnen ist nach wie vor sehr innig. 2005 wurde Susanna schließlich für Gesang an der Münchner Hochschule für Musik angenommen. Derzeit treibt sie ihre Promotion in Soziologie und Musikpädagogik voran.

„Im Wohnwagen einschlafen – für mich der schönste Ort der Welt“

Der Umzug nach Bayern fiel dem Nordlicht – sie ist in Kiel geboren, hat lange in Schleswig-Holstein bei Hamburg gelebt – nicht schwer. Zu groß war die Freude auf das, was kommen würde. „Auch wenn ich mich mit dem Wasser immer noch sehr verbunden fühle, gerade mit der Ostsee. Im Wohnwagen einschlafen, das Meer rauschen und die Möwen quietschen hören, das ist im Sommer für mich der schönste Ort der Welt. In München bin ich auch glücklich, aber eben nur zu 99,9 Prozent.“ Zurück will sie trotzdem nicht: „Hier und rings um passiert musikalisch viel, deshalb muss ich für meine Auftritte nicht so viel hin und her reisen. Dass die Wirtschaft boomt und die Stadt nach vorne schaut, gefällt mir auch. Ich bin gerne hier, alles ist gut. Nur mit der richtig großen Liebe hat es bisher nicht geklappt.“

„Beste Freunde sein, sich akzeptieren, gemeinsam etwas aufbauen“

Ihr Singleleben findet sie in Ordnung, aber irgendwie unnatürlich: „Menschen sollten zu zweit leben und wenn sie möchten, auch irgendwann Kinder haben, das ist etwas völlig Normales, finde ich.“ Wovon sie träumt, ist nicht überanspruchsvoll: „Ich wünsche mir einfach jemanden mit einem guten Herz, mit dem ich ein Team bilden kann. Beste Freunde sein, sich gegenseitig akzeptieren, unterstützen, füreinander freuen und gemeinsam etwas aufbauen – das sollte doch nicht so schwer sein, oder?“, fragt sie und lacht. Musiker oder Künstler muss er nicht sein, aber: „Er sollte sich bei Opern nicht die Ohren zuhalten müssen.“ Ehrlichkeit von Anfang an ist ihr besonders wichtig: „Wenn sich einer erst anders gibt, als er wirklich ist, nur um jemanden für sich zu gewinnen und ein paar Monaten später sein wahres Ich zeigt, das nicht passt – davon hat doch keiner was“, sagt sie und hat entsprechend ernüchternde Erfahrungen gemacht. Mit Susannas beruflicher Freiheit sollte ihr potentieller Partner ebenfalls umgehen können: „Ich habe schon erlebt, dass Männer missgünstig waren, mir den Applaus nicht gönnten und nicht damit klar kamen, dass ich keinen geregelten 9-to-5-Job habe. Das fand ich sehr schade und energieraubend.“

„Manche gehen nicht mehr zum Therapeuten, sondern zu mir“

Ihre Energie steckt sie lieber in ihre Arbeit. „Ich bin fürs Singen berufen, es erfüllt mich sehr“, erzählt sie mit mitreißendem Blitzen in den meerblauen Augen. „Ich kann tun, was ich liebe und muss nicht das machen, was andere von mir wollen. Das versuche ich mir auch zu erhalten. Wenn ich etwa einen Kurs annehme, bei dem ich merke, das bin ich nicht, nehme ich mir die Freiheit heraus, ihn zum nächstmöglichen Zeitpunkt wieder abzugeben.“ Dass ihre Arbeit als Gesangslehrerin seelisch durchaus anspruchsvoll sein kann, stört sie dagegen nicht im Geringsten. Sie hört viele Lebensgeschichten, muss ihre Schüler oft auffangen oder stabilisieren. „Man kann durchs Singen so viel in einem Menschen erreichen, gerade Selbstbewusstsein. Manche gehen sogar nicht mehr zum Therapeuten, sondern kommen zu mir. Das erfordert viel Verständnis und das nehme ich sehr ernst.“ In laute Kneipen gehen, Party machen oder sich vom Fernseher berieseln lassen – das passt auch deshalb nicht so gut in ihr Leben. „Ich gehe zum Ausgleich lieber in die Natur, fahre Rad oder schwimme, besuche Galerien oder Museen, führe gute Gespräche oder lese.“ Auf dem Nachttisch liegen derzeit vor allem Künstlerbiografien, Bücher über Erfolg und Shortstorys über die Gesellschaft.

„Ich bin nicht der Typ, der jammert oder kapituliert.“

Susanna malt sehr gern, in ihrem Studio hängen ein paar ihrer Werke: fast immer bunt, oft surreal, manches witzig, manches romantisch. Sie hat es sich selbst beigebracht und ist stolz darauf, alles auf Leinwand bringen zu können, was sie möchte. „Mich weiterbilden, Neues entdecken und nie in der Entwicklung stoppen ist generell sehr wichtig für mich. Ich habe eine unglaubliche Energie, etwas zu erreichen, einen sehr positiven Ehrgeiz.“ Klar mache sie auch mal Fehler oder fahre als Freiberufler gegen die Wand. „Aber ich weiß solche Probleme dann zu lösen. Ich bin nicht der Typ, der jammert oder kapituliert. Ich habe auch nie an meinen Fähigkeiten gezweifelt, dafür bin ich sehr dankbar.“ Vielleicht kenne sie auch deshalb keine Stimmungsschwankungen, sagt sie – und man glaubt es ihr sofort: Sie ist eine durchweg positive Frau, die weiß, was ihr guttut und was nicht, die ihren Traum lebt und zu deren endgültigem Glück nur noch eines fehlt: der richtige Partner.

Was Susanna mag:

  • Glitzern in den Augen
  • Hummer
  • Bildung

Was Susanna nicht mag:

  • Fast Food
  • Resignation
  • Schubladendenken

(Portraitfotos: sceneline studios)

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