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Silvie, 45
Podologin
Wermelskirchen

Silvie, 45
Podologin
Wermelskirchen

„Sprache ist der Schlüssel“

Silvie

kennenlernen?Chiffre: 7E81D9CE

In Ouagadougou leben mehr als 1,2 Millionen Menschen, in Wermelskirchen sind es keine 35.000. Auch kulturell dürften sich die beiden Städte ein wenig unterscheiden. Und doch fühlt sich Silvie, einst in der Hauptstadt Burkina Fasos geboren und aufgewachsen, in der Kleinstadt im Bergischen Land ungemein wohl. Hier hat die Podologin ihre Freunde, ihre Arbeit, pflegt sie ihre Hobbys. „Ja, es ist längst meine zweite Heimat“, sagt die 45-Jährige voll Überzeugung – und strahlt.

Kein Zweifel. Die temperamentvolle Frau mit den kunstvoll geflochtenen Zöpfchen fällt auf, hier, inmitten der charmanten Fachwerkhäuser des beschaulichen, bergischen Städtchens. Und doch gehört sie genau hierher. Nicht nur, weil sie mitten im Zentrum ihre Praxis für Podologie, also nichtärztliche Heilkunde am Fuß, betreibt. Die Leute in Wermelskirchen mögen sie, schätzen ihre Arbeit. „Man muss seinen Beruf gerne machen, dann kommt der Erfolg“, davon ist sie überzeugt.

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Und Silvie muss es wissen. Vor 14 Jahren hat sie sich selbständig gemacht, bezog schon bald darauf größere Räume, längst beschäftigt sie eine Sprechstundenhilfe. Ihr Geschäft läuft gut, so gut, dass sie vor einiger Zeit das Altbergische Haus kaufen konnte, in dem sich ihre Praxis seit 2004 im Erdgeschoss befindet. Liebevoll hat sie in den vergangenen zwei Jahren die darüber liegende Wohnung, in der sie mit ihrer sechsjährigen Tochter und Kater Fernando wohnt, saniert. „Das sah nicht immer so aus“, macht sie bei einem Rundgang deutlich, es sei viel Arbeit gewesen. Den Dielenboden in der großen Wohnküche hat sie zwar von Spezialisten abschleifen lassen, vieles aber habe sie auch selbst gemacht, die Malerarbeiten zum Beispiel. Und im großen Garten, den Silvie sehr liebt, werkelt sie nun gerne während der Sommermonate. „Zum Abschalten“, wie sie sagt.

Wenn Silvie dann so erzählt, von Kind, Praxis, Haus und Garten, dann fragt sie sich manchmal selbst, wie sie das alles schafft. Gerade nach der Trennung von ihrem Mann 2012. „Ich kann es gar nicht genau sagen. Man macht einfach“, gibt sie sich bescheiden. Möglicherweise, meint sie dann, habe das schon auch mit ihrer Herkunft zu tun. Wer in Burkina Faso etwas erreichen wolle, der müsse anpacken. „Vielleicht steckt davon einfach was in mir drin.“

„Sprache ist der Schlüssel“

Da dürfte viel Wahres dran sein. Als sie nämlich 1991 mit ihrem ersten Mann, einem deutschen Arzt, der in Ouagadougou an einer Klinik gearbeitet hatte, nach Deutschland kam, sprach Silvie kein Wort Deutsch. „Aber Sprache ist der Schlüssel“, findet sie. Und deshalb fuhr sie zunächst  jeden Tag nach Solingen und hat dort an einer Sprachschule ein Jahr lang intensiv Deutsch gelernt. Danach hat die junge Frau zunächst den Haupt- und dann den Realschulabschluss nachgeholt, weil ihre Schulabschlüsse hier nicht anerkannt worden waren. Und nicht nur zur Podologin, auch zur Aerobic- und später zur Zumba-Lehrerin hat sie sich in den Jahren ausbilden lassen. Bis vor kurzem hat Silvie abends noch regelmäßig Kurse gegeben, als Alleinerziehende sei das allerdings immer schwieriger geworden.

„Tanzen macht glücklich“

An ihrer Begeisterung an der Bewegung hat das allerdings nichts geändert. „Ich liebe Sport. Fitness und Laufen sind meine Leidenschaft“, sagt sie. Ein Lauf durch den Wald, die Natur, und schon fühlt sich die 45-Jährige wohl. Genauso, wenn sie ihre Lieblingsmusik hört, Funk, Soul oder House. „Und natürlich afrikanische Musik und lateinamerikanische Rhythmen.“ Dann kann es passieren, dass Silvie zu Hause tanzt, einfach so, alleine oder zusammen mit ihrer Tochter, ob in der Küche oder im Wohnzimmer. „Warum nicht?“, fragt sie und setzt dabei ihr gewinnendes Lächeln auf. Sie könne das jedem nur empfehlen. „Das macht dich glücklich.“

„Der Richtige war noch nicht dabei“

Doch Tanzen allein hilft freilich nicht immer. Wieder einen Partner an der Seite zu haben, das wünscht sich Silvie schon. Einen, mit dem sie auch gerne reisen würde, „einfach das Leben genießen“. Ständig rauszugehen und Männer kennenzulernen, das sei mit Kind einfach nicht möglich, sagt sie. Vor einem guten halben Jahr hat sie sich deshalb bei ElitePartner angemeldet, sich seitdem auch schon mit zwei Männern getroffen. „Aber der Richtige war noch nicht dabei.“

Ein Mann muss ein gutes Herz haben

Doch Silvie gibt die Hoffnung nicht auf, diesen Richtigen noch zu finden. Auf was sie dabei Wert legt? Ausstrahlung müsse ein Mann haben, das sei klar. „Aber vor allem ein gutes Herz“, schiebt sie schnell hinterher. Ob das bei einem Menschen zutreffe, merke man ziemlich schnell, glaubt sie. Wenn er dann noch Kinder mag, könnte es passen. Und falls er selber welche hat, kein Problem. „Ich bin ja selber in einer großen Familie aufgewachsen.“ Bei dieser war sie allerdings schon länger nicht mehr, „der Beruf lässt das kaum zu“, erklärt Silvie. Doch immerhin ist ihre Mutter schon mehrfach aus Afrika  im Bergischen Land zu Besuch gewesen, was sie sehr freut.
Dass sich Silvie auch in den anderen Zeiten nicht einsam fühlt, dafür sorgen allein „viele, liebe Freunde“, mit denen sie sich insbesondere trifft, wenn die Tochter das Wochenende beim Vater verbringt. Ob es an jenen freien Abenden dann zum Essen, in einen Club oder ins Kino geht, wird nicht selten kurzfristig entschieden. Die Lage von Wermelskirchen erweist sich dabei als echter Standortvorteil: In Leverkusen sei man mit dem Auto in nicht mal 20 Minuten, erzählt Silvie. Nach Köln, Wuppertal oder Solingen braucht man kaum eine halbe Stunde, auch das Ruhrgebiet liegt quasi um die Ecke.

Fremde einfach mal grüßen

Ja, sagt Silvie. Sie sei wirklich dankbar für diese, ihre zweite Heimat. Nie habe sie schlechte Erfahrungen mit den Menschen hier gemacht oder gar offene Fremdenfeindlichkeit erlebt. Nur eines vermisst Silvie tatsächlich. „In Afrika grüßen sich die Leute auf der Straße, auch Fremde“, erzählt sie ein wenig wehmütig. Und manchmal, wenn ihr gerade danach ist, macht sie das in Wermelskirchen einfach auch.

Was Silvie mag:

  • französische Küche
  • handgeschriebene Briefe
  • gutgelaunte Menschen

Was Silvie nicht mag:

  • Schwimmen
  • Kälte
  • Unzuverlässigkeit

(Portraitfotos: sceneline studios)

Silvie

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