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Sascha, 43
Archäologe
Frankfurt

Sascha, 43
Archäologe
Frankfurt

„Was gibt’s Schöneres als Kinder?“

Sascha

sucht nicht mehr

Archäologe, Bundeswehrsoldat, Discothekenchef und Hobbykoch in einer Person. Sascha ist alles, nur eines nicht: ein Langweiler. Blaue Augen, randlose Brille, kurze dunkelblonde Haare, sportliche Figur – auf den ersten Blick ein netter, ganz normaler Mann. Doch wenn der 43-jährige Odenwälder aus seinem Leben erzählt, wird aus dem ’normal‘ ein ‚ungewöhnlich‘.

„Ich bin ein kritischer Mensch“

„Bist du verrückt?“ rufen seine Freunde ungläubig, als Sascha sich nach dem Abitur entschließt, zur Bundeswehr zu gehen. Er hat im Radio einen Werbespot gehört und entscheidet spontan, die Offizierslaufbahn einzuschlagen und sich für zwölf Jahre zu verpflichten. Sein Ziel: ein Studium der Wirtschafts- und Organisationswissenschaften bei der Bundeswehr. Es kümmert ihn wenig, was die anderen denken. „Hauptsache, ich bleibe mir treu“, erklärt er heute und formuliert damit sein Lebensmotto. Dass es doch nur sechs Soldaten-Jahre werden, hängt vielleicht genau mit diesem Motto zusammen: Es ärgert ihn, dass in Seminaren Wirtschaftsthesen aus den USA unreflektiert gut geheißen werden, die soziale Aspekte wie das Gesundheitssystem und Renten nicht einbeziehen. „Da habe ich das Interesse am Studium verloren“, erzählt er, „ich bin ein kritischer Mensch.“ Dennoch sind seine Erinnerungen an die Bundeswehr gut. Seine beiden besten Freunde stammen aus dieser Zeit. Mit einem bereiste er schon zweimal den afrikanischen Kontinent. Kein Wunder, dass er heute noch immer gerne seine Uniform trägt: „Die steht mir gut“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Wenn auch nur in Ausübung seines Ehrenamtes: Seit er wieder in seiner alten Heimat Breuberg im Odenwald wohnt, ist er im zivilen Katastrophenschutz tätig. Im Ernstfall koordiniert er Hilfsarbeiten zwischen der Kommune und der Bundeswehr, die unter Ausnahmebedingungen auch im Inneren zu Hilfseinsätzen kommt – wie er gerne erklärt.

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Er ist ein nachdenklicher Mensch, der auch in einem Gespräch den Dingen auf den Grund geht und sich intensiv mit einer Sache beschäftigen kann. Und sei es die Weincremetorte aus Biskuitteig mit zwei Schichten Füllung – ein Schmunzeln: „Ich bin ein häuslicher Typ, koche und backe unheimlich gerne“, sagt er. Wenn er aus dem Fenster seiner sachlich modern eingerichteten Wohnung schaut, blickt er auf den Wald und die Burg Breuberg. Ein Ausblick, der idyllischer nicht sein könnte. Dafür nimmt er auch die Pendelei an die Universität in Frankfurt in Kauf, die ihn täglich fast vier Stunden Zeit kostet. „Im Zug kann ich lesen, ich betrachte das als Freizeit“, erklärt er. Dicke Bücher scheut er nicht.
Das ist sein Ausgleich zur Doktorarbeit – er promoviert im Fachbereich Archäologie über römische Geschichte. Ein Herzenswunsch seit Kindertagen, als ein Ausflug mit den Eltern ihn zu einer römischen Villa führte. Vor einigen Jahren hat er ihn sich erfüllt, als er sich für das Studium der Archäologie einschrieb – da war er 32 Jahre alt und hatte bereits aufregende Berufsjahre hinter sich: als Geschäftsführer eines Nachtclubs.
Der Mann im korrekten Hemd mit Strickjacke – ein Discothekengeschäftsführer? Sascha, der über einen wunderbar trockenen Humor verfügt, muss lächeln. Er weiß, wie ungewöhnlich das klingt. Aber als seine Eltern ihre guten Jobs in Breuberg aufgaben, um eine Discothek in Graz zu betreiben – die sie anfangs nur mitfinanziert hatten – zögerte er nicht lange und stieg mit ein. Er, ihr einziger Sohn, folgt ihnen nach seiner Bundeswehrzeit nach Österreich. Schließlich wird er Betriebsleiter der Disco. Das klingt nach Nachtleben und Cocktails an der Bar – aber Sascha spricht von Personalführung, Lagermanagement und Marketing.

Vom Nachtclub zur Archäologie

Er ist ein solider Geschäftsmann, der schließlich das Angebot bekommt, einen Nachtclub im südenglischen Ashford zu leiten. In das Abenteuer Ausland wagt er sich gemeinsam mit seiner späteren Ehefrau, die er noch in Graz kennen lernt. Auf die beiden wartet mit der Neueröffnung des neuen Nightclubs eine ganze Menge Arbeit. „Die Sprache war noch das geringste Problem“, erzählt er, „viel schwieriger war es, als Deutscher bei den Behörden die erforderlichen Genehmigungen zu bekommen.“
Zwei erfolgreiche Jahre werden es in England, bis Sascha und seine Frau in den heimischen Odenwald zurückkehren und eine Wohnung unter dem Dach im großen Haus seiner Eltern beziehen. „Die Schichtarbeit in England hatte mich ziemlich ausgebrannt“, sagt er. Zeit, für einen Neuanfang. „Ich dachte: Wenn nicht jetzt, wann dann?“ erzählt er von seinem Sprung ins kalte Wasser – dem Archäologiestudium. Heute untersucht er Bronzefunde aus der Römerzeit, versucht im Rahmen seiner Doktorarbeit nachzuweisen, zu welchen Statuen sie gehörten, wo diese wiederum standen und zu welchem Zweck. Rund 5000 Fragmente hat er mit einer Kollegin gesichtet – die wollen ausgewertet werden.

„Ich könnte auch Hausmann sein“

Mit seiner Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität ist Sascha glücklich – doch seine Ehe ist auseinander gegangen. „Wir haben zu Beginn unserer Beziehung versäumt, über das Thema Kinder ernsthaft zu sprechen“, bedauert er im Rückblick. Er möchte gerne Nachwuchs haben: „Was gibt es denn Schöneres als Kinder, denen man etwas auf ihren Weg mitgeben kann?“ fragt er rein rhetorisch und sagt ganz ohne Witz: „Ich hätte auch nichts dagegen, Hausmann zu sein.“ So abwechslungsreich sein bisheriges Berufsleben verlaufen ist, wäre das nicht die größte Überraschung. Vielleicht hat er ja Glück und bei dem nächsten ElitePartner-Date trifft er die Richtige. Pragmatisch, wie er ist, geht er auch die Partnerfindung an: Ein Kennenlernen gibt’s nur bei einem klaren: „Kinder erwünscht“.

Was Sascha mag:

  • Hähnchen
  • guten Wein
  • Gelassenheit

Was Sascha nicht mag:

  • Rhabarber
  • Verbissenheit
  • Ignoranz

(Portraitfotos: sceneline studios)

Sascha

sucht nicht mehr

Sascha

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Glück, Erfahrungen, Ziele – hier erzählen Singles:

Heike, 47

Amtsleiterin

Rainer, 65

Coach

Kurt, 59

Jurist

Tanja, 33

Ärztin

Grace, 37

Supply-Chain-Managerin

Natalie, 32

Projektleiterin