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Peter, 47
Unternehmer
Frankfurt

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„Vielleicht bin ich ein Spätentwickler“

Peter

bereits "verkuppelt"

Peter ist 47 Jahre alt und lebt seit vier Jahren in Frankfurt am Main. Beruflich hat er sich gerade mit einer eigenen Firma selbständig gemacht, privat ist der sportliche Mann Single und kinderlos – das will er gerne ändern.

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Jeans, barfuß, Drei-Tage-Bart, die dunklen Haare hinters Ohr gestrichen – Peter ist auch mit 47 Jahren noch der junge Mann, der er immer war. „Vielleicht bin ich ein Spätentwickler“, lacht er über sich selbst und begründet seine Einschätzung damit, dass er erst mit 23 Jahren aus seinem Heimatdorf am Mittelrhein weggezogen sei. Er hat es sich bequem gemacht auf der großen Couch, dem Herzstück seines aufgeräumten Wohnzimmers. Hinter ihm hängt eine beeindruckende Fotografie im Großformat an der Wand, die Aufnahme zeigt in satten Grüntönen den bröckelnden Charme eines alten kubanischen Hauses. Das Werk eines Fotografen, das er in einer Galerie erstanden hat. Das Bild an der anderen Wand hat er dagegen selbst gestaltet: Ein neongrüner Elefant strahlt ins Zimmer, aus Packpapier, das ihn so an Elefantenhaut erinnert und zu dem Bild inspiriert habe.

„Ich musste raus in die Welt“

Peter hat eine kreative Ader, die in dem dörflichen Umfeld, in dem er aufwächst, nur wenig zur Entfaltung kommt. Sie spiegelt sich in seiner Kleidung, die auffiel in der 500-Seelen-Gemeinde, in der er sich als Teenager im Grunde wohl fühlte und die für ihn heute noch ein Anker im Leben ist. Er wächst als ältester Bruder zweier Geschwister auf. Die Mutter ist Hausfrau, der Vater arbeitet als Angestellter. Nach der Realschule und dem Fachabitur absolviert er eine Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten. Das Leben geht zunächst seinen vorgezeichneten Gang: Eine Arbeitsstelle bei der Krankenkasse, die ihn gut Geld verdienen lässt, eine Partnerin, die er liebt, viele Freunde, der Sportverein. Doch dann kommt die Wiedervereinigung und mit ihr weht ein neuer Wind durch Deutschland, der auch sein Leben verändert: „Ich habe einfach gemerkt, dass es mir nicht reicht, nach dem Fußballspielen mit den Kumpels im Vereinsheim Bier zu trinken und den Spielverlauf Revue passieren zu lassen. Ich musste raus in die Welt“, sagt er, lacht kurz und wird wieder ernst. Wie gefesselt habe er sich gefühlt.

„Fußball und Bier? Das reichte mir nicht.“

1990 ist Peter 23 Jahre jung und von der Aufbruchsstimmung mitgerissen. Ohne lange zu überlegen, lässt er seine wohl behütete Jugendzeit hinter sich und macht sich auf den Weg nach Berlin. „Meine Mutter hat mir noch einen Koffer ohne Rollen geschenkt – der war gepackt an die 40 Kilo schwer“, sagt er mit dem ihm typischen freundlichen Lachen und erklärt gleich, warum die Erinnerung ihm heute noch Spaß bereitet: In Berlin-Lichtenberg kommt er an und macht sich mit schwerem Gepäck auf zu seiner neuen Arbeitsstelle in der Ost-Berliner Niederlassung seines Arbeitgebers. Dort angekommen, sieht er, dass er noch einen ewig weiten Weg den Zaun entlang zurücklegen muss, um zum Tor zu gelangen, und den schweren unförmigen Koffer auch noch diese Strecke zu schleppen, darauf hat er keine Lust. Kurzerhand wuchtet er ihn mit Schwung über den zwei Meter hohen Zaun und klettert hinterher. „Ich konnte ja nicht ahnen, dass meine zukünftigen Kollegen hinter den Fenstern stehen und zuschauen“, lacht er, „damit hatte ich meinen Ruf weg.“ Aus der geplanten dreimonatigen Unterstützung in Ostberlin werden zwei Jahre, in denen er seinen Ruf festigt: als zuverlässiger Kollege und Partyveranstalter, der Feiern organisiert, um das Einanderkennenlernen der Menschen aus Ost- und Westdeutschland zu beschleunigen. So organisiert Peter Mitarbeiterfeste, die bis heute legendären Ruf genießen.

„Eine 60-Stundenwoche ist eine Bewährungsprobe für die Beziehung“

Spaß an dem, was man tut, ist Peter wichtig im Leben. Beruflich schlägt er einen sehr erfolgreichen, aber anstrengenden Weg abseits der Partyzone ein. Er arbeitet im Vertrieb für verschiedene Unternehmen, lebt in Düsseldorf, in Koblenz und steigt 2000 in die boomende Telekommunikationsindustrie ein, verdient gut. Aber zunehmend bewegt er sich am Limit des Leistbaren. Daran scheitert auch eine langjährige Beziehung. „Wenn man 60 Stunden die Woche arbeitet, ist das eine harte Bewährungsprobe für jede Beziehung.“ In dieser Zeit reift sein Plan, sich selbstständig zu machen.

Seit 2010 lebt er in Frankfurt, ist in eine schöne Wohnung in bester Lage umgezogen, geht morgens im benachbarten Park joggen und erarbeitet mit viel Energie den Traum von seiner Selbstständigkeit. Alle Erfahrungen aus den Jahren seiner Berufstätigkeit hat er gebündelt, um Unternehmen in Fragen interaktiver W-LAN-Lösungen zu beraten. Sein offenes Naturell, seine Begeisterungsfähigkeit und sein Potential für kreative Ideen, bilden das Fundament seines Projektes. Und weil Peter heute sehr darauf achtet, ausreichend Freiräume für sein Privatleben zu lassen, hat er die Hoffnung auf Frau und Kinder nicht aufgegeben. „Meine Freunde wollen mich immer wieder verkuppeln, aber ich möchte mir meine Frau schon selber aussuchen“, sagt er und lässt wieder sein typisches, tiefes Lachen hören. Darum nimmt er sein Schicksal auch privat lieber selbst in die Hand, denn: „Heute ist das ja nicht mehr peinlich über eine seriöse Partnervermittlung wie ElitePartner einen Lebenspartner zu finden.“ Das ein oder andere Treffen hat der sportliche Mann schon gehabt, die Richtige war noch nicht dabei. Aber vielleicht trifft er sie ja noch nach seiner großen Radtour von Transsilvanien in die Walachei in diesem Sommer. Vielleicht ist er ein Spätentwickler – aber besser spät als nie.

(Portraitfotos: sceneline studios)

Peter

bereits "verkuppelt"

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