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Monika, 37
Autorin
München

Monika, 37
Autorin
München

„Manchmal sitze ich bis drei Uhr nachts an meinem Buch“

Monika

bereits "verkuppelt"

In Monikas Leben dreht sich seit einigen Monaten alles um ihren ersten veröffentlichten Roman: Sechs Jahre lang schrieb die heute 37-Jährige in jeder freien Minute daran, kündigte für das Projekt schließlich sogar ihren Job als Unternehmensberaterin. Die Leser sind begeistert, das zweite Buch ist bereits in Arbeit. In ihren historischen Mittelalter-Romanen erschafft die sportliche Wahlmünchnerin ihre Helden selbst. Nun fehlt Monika noch ein Held aus Fleisch und Blut mit einer starken Schulter zum Anlehnen.

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Spontaner geht’s kaum: Das Treffen mit Monika kommt gleich für den nächsten Tag zustande. Lächelnd öffnet die 37-Jährige die Tür ihrer Zwei-Zimmer-Wohnung im Münchner Stadtteil Schwabing. Sie hat Kaffee gemacht und Kekse auf den Tisch gestellt. An den Wänden hängen selbst gestaltete Bilder: „Do! Don’t be shy. Don’t be afraid“ steht auf einer großen Leinwand, darunter viele andere persönliche Vorsätze. „Wer will, der macht“ auf einer anderen. Dutzende eingerahmte Karten und Fotos schmücken den Flur und erinnern an Reisen und schöne Momente mit Freunden und Familie. In der Küche wachsen frische Kräuter, die Lampen sind allesamt Designerstücke und im Wohnzimmer lädt eine große, elegante Couch dazu ein, sich niederzulassen.

„Vor einigen Jahren hatte ich eine Zwischenmieterin, die überrascht war, als sie erfuhr, dass ich in der Finanzbranche arbeite“, erzählt Monika mit charmant rollendem „R“. „Sie dachte, ich würde beruflich etwas Kreatives machen.“ Eine Einschätzung, die Monika damals zum Nachdenken bringt, denn sie schreibt tatsächlich seit einigen Jahren an ihrem Roman, der aber wegen ihrer 60-Stunden-Woche als Unternehmensberaterin nicht recht vorankommt. Auch eine verschleppte Erkältung, Schicksalsschläge im Bekanntenkreis und eine zunehmende Abneigung gegen die gefühlskalte Finanzwelt lassen sie an ihrem Lebensentwurf zweifeln.

„Du hast nicht ewig die Möglichkeit, deine Träume in die Tat umzusetzen“

Für Mitte November 2015 bucht Monika ein Wochenende in Paris. Sie liebt solche Kurztrips und hat in dem Jahr schon zwölf andere Städte erkundet. Doch diesmal ist alles anders: Als sie am 13. November nach einem gemütlichen Abendessen aus einem Pariser Restaurant kommt, ist die Nacht voll von seltsamen Geräuschen. Schüsse? Später findet sie heraus: Einer der fünf Anschlagsorte der Attentate von Paris ist nur zwei Straßen entfernt. Dieses Erlebnis ist für Monika so traumatisch wie lebensverändernd. Zurück in München ist der Entschluss, ihren festen Job zu kündigen, endgültig gefallen. „Du hast nicht ewig die Möglichkeit, deine Träume in die Tat umzusetzen“, sagt sie heute.

Einen Teil ihres Lebensunterhalts verdient die studierte Bankwirtschaftlerin zwar immer noch im Finanzsektor – jetzt aber als Selbstständige, nur für ein begrenztes Kontingent an Tagen im Jahr und in Projekten, die ihr persönlich zusagen. Außerdem hat sie sich als Stadtführerin ausbilden lassen, was ihrem Interesse für Geschichte sehr entgegen kommt. Den Großteil ihrer Zeit jedoch verbringt Monika zuhause: Dann macht sie es sich mit einer guten Tasse Kaffee gemütlich und tippt in ihren Laptop. „Ich arbeite heute auch 60 Stunden pro Woche, aber das Schreiben fühlt sich überhaupt nicht wie Arbeit an“, schwärmt sie. „Manchmal sitze ich bis drei Uhr nachts an meinem Buch.“ Zum Ausgleich geht Monika je nach Wetter joggen oder mountainbiken und lädt häufig Freunde zum Essen ein.

„Zu meiner Familie habe ich einen sehr guten Draht“

Ihre Eltern, die anfangs nicht gerade begeistert auf Monikas Kündigung reagierten, sind mittlerweile sehr stolz auf den schriftstellerischen Erfolg ihrer ältesten Tochter. Der Familienzusammenhalt ist groß: Monika hat drei Geschwister, alle wohnen in der Nähe ihres Heimatdorfes bei Augsburg. „Wir sehen uns zwar nicht ständig und sind sehr unterschiedliche Charaktere, aber wir haben einen sehr guten Draht zueinander“, sagt Monika. Mit ihrer jüngsten Schwester hat sie schon viele Reisen unternommen, ihr Bruder hat sie vor kurzem zur stolzen Tante einer kleinen Nichte gemacht.

Auch eigene Kinder fände die 37-Jährige toll: „Ich stelle es mir sehr schön vor, Kindern Grundwerte und Liebe mitgeben zu können“, sagt sie. Der Mann an Monikas Seite sollte gepflegt, groß und stark sein – eine echte Beschützernatur: „Einer, der mitten im Leben steht und selbstbewusst Entscheidungen trifft, der aber auch einfühlsam ist und Halt geben kann.“ Männer mit extremen Ansichten findet Monika schwierig: „Jeder kann doch auf seine Art glücklich werden, es gibt nicht die eine Wahrheit.“ Loyalität ist ihr in einer Beziehung wichtig: „Wir sollten zu 100 Prozent zueinanderstehen.“ Das heißt jedoch nicht, dass sie ihren Partner immer um sich haben muss: „Ich brauche auch meinen Rückzugsraum“, sagt sie.

„Seinen Partner sollte man sorgfältig auswählen“

Seit vier Jahren ist Monika als Single glücklich. Ihre letzte Partnerschaft ging nach acht Jahren auseinander, „weil es einfach nicht auf ewig gelangt hätte“. Die 37-Jährige vergleicht eine Beziehung gern mit einem Stuhl, auf dem man 24 Stunden sitzen muss, ohne sich vom Platz zu bewegen: „Diesen Stuhl wählt man sehr sorgfältig aus. Genauso sollte man es mit einem Partner tun“, ist sie überzeugt.

Wo ihr passender „Stuhl“ steht, ist Monika im Grunde egal – sie reist ja von Herzen gern. Aus München als Wohnort allerdings bekommt sie so schnell nichts mehr weg: „Ich habe mich mit 14 in diese Stadt verliebt, bin vor vier Jahren hergezogen. Hier fühle ich mich wohl und sicher – München hat bei mir ,klick´ gemacht.“

Der Mann, bei dem es für Monika „klick“ macht, gewinnt das Herz einer tollen Frau, die mit sich selbst im Reinen ist, keine Angst vor Veränderungen hat und mit einem bewundernswerten Elan ihr Leben in die Hand nimmt. Ganz nach dem Sinnspruch in ihrer einladenden Küche: „Wer will, der macht“.

Was Monika mag:

  • München – aus ihrer Herzensstadt will sie nicht mehr wegziehen
  • Auf ihrer sonnendurchfluteten Fensterbank sitzen, guten Kaffee trinken und schreiben
  • Städtereisen

Was Monika nicht mag:

  • Männer, die sich nicht entscheiden können
  • Beim Online-Dating: langes Hin- und Herschreiben statt sich einfach zu treffen
  • Extreme Ansichten, die keinen anderen Standpunkt zulassen

(Portraitfotos: sceneline studios)

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