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Monica, 49
Sales Manager
Hamburg

Monica, 49
Sales Manager
Hamburg

„Wenn ich kein Ziel habe, bekomme ich schlechte Laune“

Monica

kennenlernen?Chiffre: 7E866A90

Monica heiratete ihren ersten Mann trotz des Wissens um seine schwere Krebserkrankung. Heute lebt die 49-Jährige mit ihrem Sohn in Hamburg. Die sportliche Frau mit den fröhlichen Sommersprossen liebt Technik und Boote. So leidenschaftlich, dass es einen ansteckt – man kann nachfühlen, warum sich ihr Mann damals in die hübsche, energische Frau verliebte.

Monica mag die ehrlichen, von Hand gemachten Dinge. Wenn sie einen Latte Macchiato zubereitet, zelebriert sie die Technik. Sie stellt die Glaskanne auf den Herd in der gemütlichen Wohnküche, bis die Milch dampft, und pumpt kräftig per Hand. Dann der Espresso, und der funktioniert ja so: Das Wasser muss unter Hochdruck aus dem Kaffeepulver extrahiert werden. Den Druck macht bei Monica nicht der elektrische Strom, sondern sie selbst. Sie besitzt eine wunderschöne alte Handhebelmaschine von Pavoni.

„Ich muss viele Dinge einfach selbst machen.“

Monica: „Ich muss viele Dinge einfach selbst machen. Das hat für mich hohen Wert. Handwerk, mit den eigenen Händen etwas schaffen. Altes bewahren. Nicht einfach nur konsumieren. Viele Lampen in unserer Wohnung haben mein Mann und ich zusammen selbst gebaut. In ein Posthorn haben wir Kabel und Birne eingezogen. Aus einer Nockenwelle wurde die interessanteste Lampe. Und die Veranda im Garten – auch selbst gezimmert.“

ElitePartner: Eine Menge Holz haben Sie da verbaut. War das Ihr größtes Projekt?

Monica: „Nein. Ein Boot. Komplett selbst gebaut aus Mahagoni. Ich war 2001 nach Hamburg gezogen, und eine Freundin fand, ich sollte hier die Bootsmesse besuchen. Sie wusste, dass ich schon Törns im Mittelmeer und im Atlantik gemacht hatte. Ich schaute mir Segelboote an. Aber welches war das richtige? Und wofür überhaupt? Für die Alster, die Ostsee, die Nordsee? Eine kleine Jolle oder etwas Großes für sechs Leute? Nichts aus dem großen Angebot sprach mich an und so war ich ratlos. Man muss wissen: Wenn ich kein klares Ziel habe, bekomme ich schlechte Laune.“

Dabei machen Sie einen so fröhlichen Eindruck. Sind Sie dann frustriert wieder nach Hause gegangen?

„Ich war tatsächlich im Begriff, die Messehalle grummelnd durch den Hintereingang zu verlassen, da sah ich ein Schild: Segelboot zum Selberbauen. Ich fragte, wie das geht. Der Konstrukteur des Bootes am Stand fragte zurück: Kannst du sägen? Ja. Schleifen? Ja. Zeichnungen lesen? Ja. Hast du jemanden, der dir helfen kann? Eine Garage? Da musste ich überlegen. Und er darauf: Ich kenne zwei, die bauen sich gerade eines. Die habe ich also angerufen.“

Die werden sich gedacht haben: Na Glückwunsch, eine Frau!

„Mit Leidenschaft führe ich das Hobby meines Mannes weiter: So kümmere ich mich heute um einen Mini, der noch diese kleinen 10-Zoll-Räder hat. Einen Triumph Spitfire. Und eine Triumph Vitesse Estate.“

Der Mann von Monica ist im Oktober 2013 nach langer Krankheit gestorben. Die erste Diagnose kam kurz nachdem die beiden zusammengezogen waren. Sie heirateten und bekamen einen Sohn. Die Ärzte gaben ihrem Mann anfangs nur drei Jahre. Es wurden elf.

Monica hat die Gabe, von dieser Zeit voller Wärme und Lebensfreude zu berichten. Fast so, als sei dieser Abschnitt in ihrem Leben vor allem ein großes Abenteuer gewesen. Sie möchte nicht, dass es in diesem Gespräch viel um ihren verstorbenen Mann geht. Sie möchte lieber davon berichten, was sie nun anpacken möchte: neue Abenteuer. Das ist verständlich. Andererseits: Man kann ihr heutiges Leben nicht verstehen, wenn man ihren Mann ausblendet. Die Oldtimer, zum Beispiel.

„Ich habe drei von meinem Mann geerbt. Einen Mini, der noch diese kleinen 10-Zoll-Räder hat. Einen Triumph Spitfire. Und eine Triumph Vitesse Estate.“

Vitesse Estate? Nie gehört.

„Kein Wunder. Das ist die Kombi-Ausführung, es wurden nur wenige gebaut. Selbst Autofans kennen das Modell oft nicht. Mit der Vitesse fällt man schon sehr auf. Trotzdem werde ich sie wohl verkaufen. Zwei Autos reichen. Mit dem Mini und dem Spitfire sind mein Sohn und ich immer mal wieder unterwegs, ich am Steuer, er mit der Karte auf dem Schoß. Wir verreisen sowieso gern. Er ist jetzt bald zehn, wir waren zuletzt in Ägypten, viel schwimmen und schnorcheln. Bald wird er alt genug sein, um mit dem Rucksack Thailand zu erkunden. Ich kann es kaum erwarten, ihm mehr von der Welt zu zeigen. Fremde Kulturen finden wir beide sehr interessant. Durch China bin ich mit einer Freundin gereist, vier Wochen auf eigene Faust.“

Sie sind gern unterwegs?

„Schon. Sonst hätte ich meinen langjährigen Job gar nicht machen können. Ich war für den deutschen Raum zuständig und habe Produkte einer Papierfabrik verkauft. Spezielle Papiere.“

Zum Beispiel?

„Eine Zeit lang habe ich feine Weingüter besucht und hochwertiges Papier für die Etiketten verkauft. Die Anforderungen, die sich ergeben, wenn man es mit verschiedenen Ansprechpartnern wie dem Einkäufer, den Technikern an der Abfüllmaschine oder mit der Marketingabteilung zu hat, hatten für mich einen eigenen Reiz. Die Menschen erkennen den Wert, sobald etwas funktioniert. Ich konnte ich über Qualität und Service verkaufen, nicht über den billigsten Preis.“

Wenn Monica erkannt hat, was zu tun ist, dann packt sie das an. Dass sie nach dem Tod ihres Mannes wieder einen Partner suchen würde, war allen lange klar: ihr selbst, ihrem Mann und ihrem Sohn. Sie hat sich bei ElitePartner angemeldet, weil sie nicht nur flirten will. Sie meint es ernst. Sie braucht keinen Versorger, sondern einen Gefährten – aber so jemand ist nicht leicht zu finden.

„Es gab schon einige Kontakte, auch ein paar Dates. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht: Die meisten Männer finden, dass ich zu aktiv bin. Die Oldtimer, das Boot, mein Sohn, der seinen Vater verloren hat. Viele wollen es einfach ruhig angehen lassen, die haben schon genug Stress in ihrem Alltag – oder sie wollen den Stress endlich hinter sich lassen. Ich mag auch gern mal ausspannen, aber ich möchte ein aktives Leben: reisen, etwas aufbauen. Auch beruflich will ich mich weiterentwickeln. Diese Sicht auf das Leben sollte mein Partner teilen.“

„Ich möchte ein aktives Leben: reisen, etwas aufbauen.“

Welche Ausbildung haben Sie gemacht?

„Lithografin, also Drucktechnik. Ich stieg schnell auf und führte eine Abteilung. Aber ich merkte: Nur Technik alleine, das ist es nicht, ich sollte BWL studieren. Also habe ich ein Abendstudium angefangen. Da blieb kaum noch Zeit zum Klavierspielen.“

Das auch noch?

„Ich habe erst als Erwachsene angefangen, da tut man sich natürlich schwer. Mit der Lehrerin war ich befreundet, sie wollte eine Musikschule aufbauen. Zur Gründungssitzung lud sie ein paar Leute ein, auch mich. Ich ahnte schon, warum. Sie gründete einen Verein und brauchte aber eben auch eine Geschäftsführung. Das konnte ich schlecht ablehnen. So wendete ich vieles an, was ich gerade im Studium lernte. Eine tolle Übung. Nach kurzer Zeit hatten wir 20 Musiklehrer und über 400 Schüler.“

In Ihnen steckt eine Unternehmerin.

„Na ja, die Freundin hat die Schule operativ geleitet, ich habe den kaufmännischen Teil übernommen. Aber es stimmt: Ich bereite gerade die Gründung meiner eigenen Firma vor, im Pharmabereich.“

„Ich sage mir einfach: Ich schaffe das.“

Da haben Sie sich einen harten Markt ausgesucht, der stark reguliert ist.

„Das stimmt. Ich gehe mit einer gewissen Naivität durchs Leben. Ich sage mir einfach: Ich schaffe das.Sonst hätte ich es nie geschafft, einen Marathon zu laufen. Oder ein Boot zu bauen. Diese Einstellung braucht man – neben Fachwissen, Durchhaltevermögen und Kreativität – um ein Unternehmen zu gründen. Sonst packt man es doch nie an.“

(Portraitfotos: Inga Sommer PHOTOGRAPHIE)

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