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Martin, 52
Journalist und Buchautor
Mainz

Martin, 52
Journalist und Buchautor
Mainz

„Schreiben ist mein Lebenselixier“

Martin

kennenlernen?Chiffre: 7E9BAD20

Reisender zwischen den Zeiten: Als Rundfunkjournalist und Buchautor ist Martin aus Mainz ein gefragter Beobachter für aktuelles Politik- und Zeitgeschehen. Privat liebt der 52-Jährige den Stil der 60er und 70er Jahre: Wenn der promovierte Historiker und Politikwissenschaftler nicht gerade Popart-Lampen vor der Mülltonne rettet oder über Flohmärkte streift, spielt er auf der Gitarre die Musik des kanadischen Singer-Songwriters Leonard Cohen. Besonders wichtig ist ihm sein ehrenamtliches Engagement für Flüchtlingsfamilien, Zeit zum Joggen und für lange Spaziergänge entlang des Rheins. Seiner nächsten Partnerin würde er gerne seine Lieblingsstadt Jerusalem zeigen, die ihn vor allem wegen ihrer Mixtur aus Kulturen, Religionen und Sprachen fasziniert.

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Martin hat keine Angst, Farbe zu bekennen – und das nicht nur in seinen erfolgreichen politischen Biographien oder dem ganz persönlichen Rückblick auf die Generation der „Babyboomer“, auf dem Buchdeckel ist ein Bild von Martin mit Schultüte und Zwillingsbruder vor dem Opel Admiral B ihres Vaters zu sehen. Auch sein Zuhause in knalligen Farben ist ein klares Statement, eine Hommage an das Design und den Zeitgeist der Siebzigerjahre.

„Bevor ich 2016 eingezogen bin, habe ich erst einmal einen orangeroten Boden verlegen lassen“, erzählt der 52-Jährige mit einem Lächeln. Auf den farblich passenden Sideboards aus Draht stehen heute Designklassiker, originale Tischleuchten und Radios in Orange, Kanariengelb und Grün, an den Wänden die abstrakten Bilder des deutschen Künstlers Otto Herbert Hajek. „Ein paar davon hat er mir geschenkt, als wir zusammen ein Buch geschrieben haben“, sagt er. Heute steht es in einer vom Künstler entworfenen Schmuckkassette zwischen Skulpturen und Bücherstapeln.

„Meine verrückten Ideen machen mich kreativ“

Außergewöhnliche Menschen zu treffen, ihren Geschichten und Charakteren auf den Grund zu gehen, das hat Martin schon immer gereizt. Nach der Abitur ging der gebürtige Stuttgarter dafür als Volontär zu einer Tageszeitung in den Schwarzwald. Erst mit 25 Jahren führte sein Weg an die Freiburger Universität – dann aber mit einem klaren Ziel im Kopf. „Ich wollte mich intensiv mit Helmut Schmidt beschäftigen“, sagt Martin, „ich habe eine Schwäche für tragische Helden, und dieser große Politiker mit seinen vielen Facetten und Widersprüchen hat mich schon damals fasziniert“. Bis zur Autorenkarriere, später hat Martin mehrere Bücher über Schmidt geschrieben, war es jedoch ein arbeitsreicher Weg: Immer zwei Wochen Redaktionsalltag plus Abendtermine und zwei Wochen an der Uni im Wechsel – so sah Martins Leben zu Studienzeiten aus, bis er schließlich auch die Promotion über den Altkanzler in der Tasche hatte. „Solche fixen, verrückten Ideen treiben mich an und machen mich kreativ“, sagt der Autor, „und wenn ich mir einmal etwas in den Kopf gesetzt habe, ziehe ich das auch durch!“

Eine Leidenschaft und Power, die Vollblutjournalist Martin weit gebracht hat. Nach Jerusalem zum Beispiel, das Martin wegen der exotischen Mixtur aus Kulturen, Religionen und Sprachen liebt und wo der 52-Jährige vor Kurzem als Redner auf der Bühne saß. Oder nach Brasilien, wo Martin an einem neuen Film mitarbeitet, eine Dokumentation über die Entführung des deutschen Flugzeugs „Landshut“. 1977 war die Boeing von palästinensischen Terroristen auf Mallorca verschleppt worden, bis die Geiselnehmer 106 Stunden später in Mogadischu von einer Spezialeinheit überwältigt werden konnten. „Ich saß damals als Dreizehnjähriger wie gebannt vor dem Fernseher, die Befreiung und das Aufatmen danach werde ich nie vergessen“, erzählt Martin, der solche Schicksalsmomente als Journalist und Historiker aufarbeitet. Vor ein paar Jahren hat er ein Buch über „Die Überlebenden von Mogadischu“ gemacht, jetzt folgt der Film.

„In meinem Leben fehlt die weibliche Hauptfigur!“

„Schreiben ist für mich mehr als irgendein Job, es ist ein Lebenselixier“, sagt Martin, der schon mal Nächte lang oder einen ganzen Urlaub am Schreibtisch sitzt, wenn ein Manuskript dringend in den Druck oder ein Projekt auf den Weg gebracht werden muss, derzeit z.B. ein neues Onlineangebot für den SWR. „Meine letzte Partnerin war auf meine Bücher richtig eifersüchtig“, erzählt Martin, der seit der Trennung im Sommer 2016 umso besser weiß, was er sich in seiner nächsten Beziehung wünscht: „Eine Frau, die selbst ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht hat und ihn heute auch mal jenseits von fixen Bürozeiten ausübt, ob als Medizinerin, Anwältin oder Gartenarchitektin.“ Viele schöne Momente zu zweit, aber auch das gegenseitige Verständnis und die Freiheit, Dinge zu tun, die man liebt, so stellt sich Martin eine Partnerschaft vor.

Bis es soweit ist, stöbert er an freien Tagen über die Flohmärkte, besucht und unterstützt die syrischen Familien in der nahe gelegenen Flüchtlingsunterkunft in Mainz-Gonsenheim. „Ich bin dort inzwischen eine Mischung aus Onkel Martin und dem Jungen für alles“, erzählt Martin, der z.B. im Funkhaus alte Fernsehgeräte oder warme Kleidung für die Familien sammelt oder mit den Flüchtlingskindern Geburtstage feiert. Zur Entspannung zu Hause greift er am liebsten zur Gitarre. Schon als Kind hat Martin die Platten seines Vaters gehört, vor allem Songs des kanadischen Singer-Songwriter Leonard Cohen. Als junger Mann ist er mit zwei Freunden eine Weile mit ihm getourt, hat ihn später als Journalist interviewt. Heute spielt und singt der 52-Jährige Cohens Lieder selbst. „Ich habe als Jugendlicher eine Art inneres Drehbuch geschrieben, in dem ich bis heute immer wieder gerne lese und auch mal ein neues Kapitel hinzufüge“, sagt Martin in seinen eigenen Worten. „Jetzt fehlt nur noch eine weibliche Hauptrolle!“

Was Martin mag:

  • Flohmärkte – „Weil man dort nichts sucht, aber immer etwas findet!“
  • Das Design der 60er und 70er Jahre
  • Seine Lieblingsstadt Jerusalem

Was Martin nicht mag:

  • Ein kühler Einrichtungsstil, z.B.  schwarze Ledercouches und Chromregale
  • Fußball, weil den alle so schrecklich ernst nehmen
  • „Wenn sich eine Frau beschwert, dass ich zu viel Zeit mit Schreiben verbringe“

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(Portraitfotos: sceneline studios)

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