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Marco, 48
Künstler
Berlin

Marco, 48
Künstler
Berlin

„Manchmal baue ich mitten in der Nacht Möbel“

Marco

bereits "verkuppelt"

Marco sucht eine Frau, mit der er den Rest seines Lebens verbringen kann. Der 48-jährige gelernte Autoschlosser arbeitet heute selbstständig in der Werbung, baut in seiner Freizeit am liebsten Möbel, schreibt Gedichte und macht mit Hündin Anouk ausgedehnte Spaziergänge. Viel Arbeit steckt er in den Ausbau seines Heims, die ehemalige Bäckerei seiner Eltern in der Nähe von Berlin. Marco mag es, wenn Dinge eine Geschichte haben. In einer Beziehung liegen Marco Toleranz, Ehrlichkeit und Loyalität besonders am Herzen.

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An der Stelle, an der Marcos Vater früher Bleche voller Brötchen und Brotlaibe in den riesigen Backofen schob, steht heute Marcos selbstgebautes Sofa. In Ahrensfelde, am grünen Rand von Berlin, hat der 48-Jährige sich mit viel Liebe zum Detail ein neues Zuhause in der alten Backstube geschaffen. Dass er nun da lebt, wo seine Eltern einst arbeiteten, findet er „unheimlich schön“. Sein Brot backt er selbstverständlich selbst und auch im Kochen ist er versiert.

In die Werkstatt mit Händel und einem Glas Wein

Wenn Marco nicht an seinem Computer Werbung für Autos, Schaufenster oder Textilien entwirft, baut er am liebsten Möbel oder schweißt kunstvolle Skulpturen. „Manchmal auch in meiner besten Hose“, grinst er. „Wenn es mich packt, vergesse ich auch mal gerne, dass das die Hose fürs Kino ist.“ Dann nimmt er sich eine Flasche Wein und ein Oratorium von Georg Friedrich Händel mit in den Keller, wo er seine Werkstatt eingerichtet hat. Ein wunderschönes Schubladenelement aus Holz und Metall steht in der Ecke der großräumigen hellen Wohnung und fällt gleich ins Auge, wenn man hereinkommt. „Da hab ich mal die Rollen gefunden und dachte, damit will ich was bauen.“ Der Couchtisch ist eine einzigartige Mischung aus rustikalem Metall und feinem Holz und natürlich hat Marco auch den Kerzenständer selbst gemacht, der darauf steht.

„Über unsere Ehe können wir heute lachen“

Vor mehr als zehn Jahren hatten sich Marcos damalige Frau und er getrennt, die mittlerweile erwachsenen Kinder Anika und Theo blieben bei ihrer Mutter, sie sollten in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können. Marco musste noch einmal ganz von vorne anfangen. Schnell war klar, dass er in die alte Bäckerei ziehen würde. Doch auch einen Kundenstamm und Freundschaften musste er sich neu aufbauen, sein altes Zuhause liegt rund 40 Kilometer von Ahrensfelde entfernt. Heute verbindet ihn mit seiner Ex-Frau eine gute Freundschaft. „Wir lachen über unsere Ehe und die blöden Fehler, die wir gemacht haben.“ Er sei heute deutlich zufriedener mit sich und der Welt. „Ich habe verstanden, dass niemand anderes für mein Glück verantwortlich ist, nur ich alleine.“

„Manchmal muss man sich durchbeißen“

Dass er die Trennung damals gut überstanden hat und gestärkt daraus hervorgegangen ist, hat Marco seinem Vater zu verdanken. „Er hat mir beigebracht, dass es immer irgendwie weitergeht. Dass man sich manchmal durchbeißen muss.“ Marco ist keiner, der sich so schnell etwas ausreden lässt. Diese Zähheit schlägt manchmal in Dickköpfigkeit um, vor allem, wenn andere an ihm zweifeln. „Wenn mir jemand sagt, das schaffst du nie, das kannst du vergessen, dann … komm mal mit raus“, Marco grinst über beide Ohren und macht einen großen Ausfallschritt über seine altdeutsche Schäferhündin Anouk, die im Flur Mittagsschlaf macht. Er zeigt auf die Außenwand seines Hauses, wo sich Natursteine in allen Größen und Formen anordnen. „Die Steine hab ich alle auf dem Feld gesammelt und dann die Hauswand damit gemauert. Alle haben gesagt, ich hätte einen Vogel.“

„Ich habe kein großes Fernweh“

Marco liebt es, draußen in der Natur zu sein, am liebsten mit Anouk. „Spazieren ohne Hund find ich ein bisschen langweilig, da fehlt was.“ Er mag die deutschen Landschaften und ihre Vielseitigkeit, egal ob Meer oder Berge, Seenplatte oder Weingebiet. Und Marco ist einer, der Wurzeln schlägt. „Ich habe kein so großes Fernweh, bin sehr gerne hier.“ Wenn es auf Reisen gehen soll, dann kein Pauschalurlaub, sondern ein Ferienhäuschen auf Island, in Norwegen oder eine Städtereise nach Barcelona oder Krakau.

Marco liebt Ringelnatz und Erich Fried

Für eine Beziehung ist ihm geografische Nähe wichtig. „Ich möchte nicht all meine Brücken abbrechen müssen, das hab ich schon einmal gemacht.“ Marco sucht eine Partnerin, die „meine letzte Frau wird“. Seine Sturm-und-Drang-Zeit sei vorbei. „Mir ist wichtig, dass man auch den Alltag zusammen leben kann.“ Seiner neuen Partnerin sollte klar sein, dass die Zeit der Schmetterlinge irgendwann auch wieder vorbeigehen wird und einen gewissen Realismus besitzen. Irgendwann komme die Steuererklärung und das Auto müsse in die Werkstatt und das Altglas zum Container. Auch diesen Alltag sollte die neue Partnerin bereit sein, mit Marco zu teilen.
Trotz seines Realismus’ ist Marco ein zutiefst romantischer Gefährte. Er liebt es, Gedichte zu schreiben und bewundert Erich Fried und Joachim Ringelnatz. Das Schreiben hat ihm nach seiner Trennung geholfen, seine Gefühle zu ordnen. Manchmal arbeitet er mit einem guten Freund an seinen Texten. Ob die nun gut oder schlecht sind, sei für ihn nicht so wichtig, er mache das für sich. „Vielleicht schenke ich sie irgendwann mal meiner Mutter als Buch gebunden.“

„Mit der Richtigen sehe ich mir auch einen Diavortrag im Seniorenheim an“

Einen besonderen Frauentyp hat Marco nicht, ob blond, braun, rothaarig, klein oder groß ist ihm egal. Ehrlichkeit, Loyalität und Toleranz sind ihm besonders wichtig. Auch wenn er natürlich kein Patentrezept für lebenslanges Glück hat, sind das für Marco die Hauptelemente. Den anderen so lassen wie er ist, sei unverzichtbar. „Und wenn das eben auch mal heißt, dass ich mitten in der Nacht aufstehe und ein Möbelstück baue.“ Eine gewisse Begeisterungsfähigkeit sollte sie auch mitbringen. „Mit der richtigen Frau sehe ich mir auch einen Diavortrag im Seniorenheim an und wenn sie gerne Briefmarken sammelt, macht mir das überhaupt nichts aus.“ Marco geht gerne ins Kino, liebt Woody Allen und Wim Wenders und sieht sich viele Ausstellungen in Berlin an. Über Fragen zum Kennenlernen denkt er erst einmal ein Weilchen nach, er will sie so präzise wie möglich beantworten. Dann legt er los, kein bisschen schüchtern, mit einer sanften Stimme und Berliner Akzent.
Marcos Oma, die nach dem Krieg mit drei Kindern und einem Leiterwagen aus Oberschlesien in die Nähe von Berlin kam, hat ihm einen wichtigen Leitsatz mitgegeben: „‚Junge, hör auf deinen Bauch’ hat sie immer gesagt. Ich versuche, mich daran zu halten.“

Was Marco mag:

  • Menschen und Dinge mit Geschichte
  • Lange Spaziergänge mit seiner Hündin
  • Dinge nicht zu kaufen sondern selbst zu bauen

Was Marco nicht mag:

  • Unehrlichkeit
  • Schlechte Manieren
  • Ständiges Herumkritteln am anderen

(Portraitfotos: sceneline studios)

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