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Marc, 42
Air Trafffic Controller
München

Marc, 42
Air Trafffic Controller
München

„Ich bin ein super Beschützer“

Marc

sucht nicht mehr

Eine leicht abgewetzte Lederjacke mit passender grauer Tasche, etwas Patina am Schrank, dem Esstisch, dem Sideboard in der Küche und vier Oldtimer in der Garage: Marc liebt Dinge, die Geschichten erzählen und Wert haben. Sie sind authentisch, schreien nicht laut, aber trotzdem deutlich „Hier!“ und sind dabei wohltuend lässig – wie er selbst, ein Allgäuer, der seit zwanzig Jahren in München lebt, einen kleinen Sohn hat und Fluglotse ist. Seinen Job merkt man ihm schon durch die Gegensprechanlage an: „Du fährst mit dem Aufzug ganz nach oben!“ Okay, wird gemacht.

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„Schade, dass es heute keinen Sonnenuntergang zu bewundern gibt“, sagt Marc nach der Begrüßung. „Der ist hier wirklich spektakulär.“ Wir sind im sechsten Stock, unter uns breiten sich die Dächer Münchens aus, nur: der Himmel ist zu verhangen für das große Tagesfinale. Aber egal, die Wohnung macht auch so genug her. Der Mann natürlich auch. Er macht erst mal Cappuccino, denn nach dem Gespräch muss er noch los, Nachtschicht. Als Radarlotse koordiniert er am Münchner Flughafen ein ordentliches Stück Flugraum vom Boden bis sechs Kilometern Höhe.

Was man dafür können muss? „Teamfähig sein, gut Kopfrechnen, multitasken – und das als Mann! Dass bei uns erstaunlich viele Männer arbeiten, hat mein Weltbild anfänglich ins Wanken gebracht“, sagt er augenzwinkernd. Seinen Job findet er super: „Man wird schon gefordert, aber es ist kein 24-Stunden-Dauerfeuer. Es gibt auch ruhigere Phasen während der Acht-Stunden-Schicht.“ Inzwischen ist er zudem Ausbilder und Prüfer und weiß die Benefits zu schätzen. Nur 175 Arbeitstage pro Jahr bei einer 32-Stunden-Woche zum Beispiel. Alle vier Jahre kann er außerdem für einen Monat auf Präventiv-Kur gehen, „nächstes Jahr bin ich wieder dran“, freut er sich schon jetzt. Er könnte sogar für maximal vier Jahre nach Dubai.

Vom Eishockey-Kommentator zum Fluglotsen

Seine Laufbahn ist interessant: Im Allgäu groß geworden, wusste er nach dem Abi erst mal nicht, wo es hingehen soll. „Ich habe dann angefangen, vorsichtshalber und trotz schlechter Jobperspektiven in München Erdkunde und Englisch auf Gymnasial-Lehramt zu studieren. Irgendwie wusste ich aber immer: Meine Chance und Zeit kommt noch. Mit Mitte 20 war es dann tatsächlich so. Zufällig bin ich bei einem lokalen Radiosender gelandet, habe die folgenden zehn Jahre recht erfolgreich Eishockey-Berichterstattung gemacht. In dieser Zeit war ich auch Praktikant beim Fernsehen und hätte anschließend dort volontieren können. Nachdem ich aber auch als einer von fünf Prozent den Einstellungstest für Fluglotsen bestanden hatte, konnte ich es mir aussuchen – und bin Lotse geworden.“

„Ich freue mich auf den Vorruhestand“

Auch wenn Marc seinen Job mag: Auf den Vorruhestand, der sehr beanspruchten Berufsgruppen wie Fluglotsen zusteht, freut er sich schon jetzt. Mit spätestens 55 Jahren ist es so weit, vielleicht auch schon in zehn Jahren. „Ich werde mich aber nicht zur Ruhe setzen, dafür bin ich viel zu g’schafltig. Wer weiß, vielleicht habe ich dann ganz viel Zeit für weiteren Nachwuchs? Auch meine Leidenschaft für Oldtimer, Immobilien und Gitarre spielen könnten und sollten dann mehr in den Vordergrund rücken. Ich kann mir auch vorstellen, dann wieder länger am Stück zu verreisen. Mein Sohn wäre dann auch groß genug um mitzukommen.“

Jetzt ist der Kleine dreieinhalb, das Sorge- und Umgangsrecht teilt Marc sich mit seiner Ex-Frau, zu der das freundschaftliche Verhältnis völlig entspannt ist. Im kommenden Jahr wird Marc sogar in ihre direkte Nachbarschaft im Norden der Stadt ziehen. Das macht es dem Jungen leichter, zwischen ihm, seiner Mutter und deren neuem Partner hin und her zu springen. „Ich bewohne also bald eine Doppelhaushälfte, zu zwei Dritteln der Zeit, wenn also mein Sohn nicht bei mir ist, sogar ganz alleine. Da ist durchaus Platz für eine liebe, nette Frau. Die Richtige darf auch gerne schon eigenen Nachwuchs haben.“

Marcs Traumfrau? „Schlagfertig, empathisch, sportlich“

Was eine Frau haben sollte, die Marc begeistert? „Wir sollten uns gut unterhalten und gemeinsam lachen können. Schlagfertigkeit ist herzlich willkommen. Sie darf ruhig sportlich sein, ich spiele nach einigen Jahren Pause zum Beispiel wieder begeistert Tennis, mag und kann aber eigentlich alle Ballsportarten, geh mountainbiken, Bergwandern und notfalls auch ins Fitnessstudio. Und die Optik spielt ehrlicherweise auch eine Rolle“, sagt er.

Womit eine Frau klar kommen sollte, ist natürlich: sein Sohn. „Er ist ein aufgewecktes Kerlchen und zum Glück sehr handzahm“, beruhigt der Papa grinsend. Und dann ist da noch Marcs auf den ersten Blick selbstbewusste, manchmal vielleicht unnahbar wirkende Art. „Durch meinen Job bin ich es gewohnt zu sagen, wo es lang geht. Aber wenn jemand mal meine Gunst und mein Interesse geweckt hat, bekommt er alles von mir. Ich bin auch gefühlvoll, höre zum Beispiel sehr gerne melodiöse Rockmusik. Der weiche Kern in mir muss nur geweckt werden, denn meine Einfühlsamkeit will ich nicht jedem schenken. Ich bin außerdem ein super Beobachter, guter Zuhörer und Beschützer. Ich übernehme gerne viel Verantwortung.“

„Es liegt mir einfach, vorneweg zu gehen“

Diese Affinität zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben: „Schon mit 16 Jahren musste ich in der Familie große Verantwortung übernehmen. Aber es liegt mir einfach, vorneweg zu gehen.“ Ein weiteres, sehr prägendes Erlebnis war definitiv auch der Versuch eines bekannten Journalisten-Kollegen, Marc als Radioreporter zum Bayerischen Rundfunk zu holen. „Dass der auf mich zukam und mich abwerben wollte, hat mein Selbstbewusstsein enorm wachsen lassen, auch wenn die Sache schließlich im Sand verlief.“

Heute ist er überaus dankbar für das, was er hat und freut sich über sein gutes Leben. Auch für seinen Sohn. Durch ihn sieht Marc inzwischen sehr viel deutlicher, was seine eigene Mutter, größtenteils alleinerziehend, geleistet hat. „Ich glaube, wir hatten noch nie eine so starke Bindung wie jetzt. Das ist sehr schön und ich möchte ihr noch unbedingt ganz viel geben, vor allem emotional.“ Und nicht nur seiner Mama: „Ich komme alleine grundsätzlich sehr gut zurecht. Aber mit der Traumfrau an meiner Seite wäre das Leben einfach noch schöner.“

Was Marc mag:

  • Tennis
  • Wenn man sich selber nicht ganz so ernst nimmt
  • Exotische Reisen

Was Marc nicht mag:

  • Rauchen
  • Seinen DHL-Boten
  • Die Seitenbacher-Müsli-Werbung im Radio

(Portraitfotos: sceneline studios)

Marc

sucht nicht mehr

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Bernadette, 29

Ärztin

Jörn, 50

Automatisierungsingenieur

Jupps, 62

Selbstständiger Verlags- und Werbekaufmann

Kai Philipp, 36

Jurist

Violeta, 37

Mediendesignerin

Heike, 47

Amtsleiterin