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Kurt, 59
Jurist
Bielefeld

Kurt, 59
Jurist
Bielefeld

„Ich möchte mein Ich gegen ein Wir tauschen“

Kurt

sucht nicht mehr

Kurt ist weder auf den Mund gefallen noch über sonstige Hürden des Lebens gestolpert. Sein Motto lautet Ganz oder gar nicht. In der Liebe zählt für ihn die Devise Wir statt Ich. Der 59-jährige Jurist will nun die Frau finden, die Elan, Optimismus und seine Spezial-Spaghetti mit ihm teilt.

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Das schicke Loft in der Bielefelder Innenstadt spiegelt seinen Bewohner ziemlich gut wieder: Hier wohnt ein Mann, der das Leben liebt. Und am liebsten mittendrin ist. „Als Single ist es super, in der Stadt zu wohnen. Ich muss nur vor die Tür treten und schon bin ich unter Menschen“, sagt Kurt. In einer Beziehung kann er sich auch vorstellen in der Natur oder überhaupt woanders – vielleicht irgendwo im Süden oder am Meer – zu leben. Doch in seiner jetzigen Situation hat er genau diese Wohnsituation gesucht und gefunden. Die vier Meter hohen Wände verhindern, dass Kurt die Decke auf den Kopf fällt, die großen Fenster spenden Licht und jeder Quadratzentimeter bietet Platz. „Und zwar Platz für eine Frau an meiner Seite. Ich brauche persönlichen Kontakt. Für mich ist alles einfach schöner, wenn ich es teilen kann. Ich möchte mein Ich gegen ein Wir tauschen“, sagt der Optimist.

„Ich liebe Menschen und das Gespräch mit ihnen“

Den Kopf in den Sand steckt der Jurist nicht so schnell. Auch wenn er sehr bedauert, allein zu sein, ist der 59-Jährige kein Kind von Traurigkeit. „Ich liebe Menschen. Und das Gespräch mit ihnen. Es kann schon mal passieren, dass ich mit meinen Kumpels auf dem Weinfest eine Polonaise anzettele, an der schließlich 800 Leute teilnehmen.“ Dass der Mann mit den französischen Vorfahren keinen Scherz gemacht hat, beweist der Zeitungsartikel über die Riesenpolonaise in der Bielefelder Innenstadt. Apropos Zeitung: Medial war Kurt schon immer oft vertreten. In den 90er Jahren war er erfolgreicher Kandidat unzähliger Game- und Gerichtshows. „Von Glücksrad bis Bingo war alles dabei. Ich glaube, die Castingagentur hat mich immer wieder angesprochen, weil sie wussten, dass ich gern quatsche“, lacht Kurt, betont aber, dass er auch gut zuhören kann.

„Ich kann das Leben nehmen, wie es ist“

Ein offenes Ohr und Empathie sind beispielsweise dann gefragt, wenn er seiner ehrenamtlichen Tätigkeit bei Weißer Ring e.V. nachgeht und Verbrechensopfern helfend zur Seite steht. Der Mann, von dem Bekannte behaupten, er würde stets auf der Sonnenseite des Lebens stehen, weiß nämlich wie es ist, wenn das Schicksal einen eiskalt erwischt. „Wenn ich mein Leben von oben betrachte, sehe ich irgendwie nur Extreme – in die eine wie die andere Richtung“, erklärt der Witwer, der neben seiner Frau auch seinen Sohn verloren hat. Anmerken tut man der Frohnatur davon nichts. Doch natürlich hinterlassen massive Einschnitte Spuren. Allerdings andere als man zunächst vermuten würde. So wie seine Lachfältchen die Linien von Zorn oder Trauer überlagern, überwiegt auch in Kurts Herz das Positive die Rückschläge. „Ich habe verstanden, zu akzeptieren. Ich kann das Leben nehmen, wie es ist, und fühle mich dabei gefestigt, mutig und humorvoll.“ Lernen könne man diese Haltung nicht. „Eine positive Lebenseinstellung liegt einem in den Genen.“

„Allein koche ich doppelte Portionen, aber mit halber Freude“

Allerdings ist es möglich und wichtig, sich seine Stärke immer wieder selbst zu bewiesen. Im Sport zum Beispiel: Mehr als zehn Jahre hat Kurt in der ersten Handballbundesliga gespielt. Einmal ist er mit seiner Mannschaft sogar Deutscher Meister geworden. „Von den Mannschaftskollegen auf den Schultern durch die überfüllte Dortmunder Westfalenhalle getragen zu werden, war überwältigend“, schwärmt er. Aber nicht nur im Sport hat Kurt gelernt jedes Spiel bis zum Schluss und mit vollem Einsatz zu bestreiten, auch bei der Bundeswehr sammelte er Erfahrungen fürs Leben. „Ich war bei den Einzelkämpfern. Das prägt mich noch heute. Zwar möchte ich mein Leben nicht im Alleingang bestreiten, ich weiß aber, dass ich mich auf mich selbst verlassen und versorgen kann. Und zwar nicht nur im übertragenen Sinne“, scherzt der Jurist und erklärt: „Ich koche nämlich gern.“ Am liebsten Meeresfrüchte oder Spagetthi Bolognese mit Cornichons als Geheimzutat. Am allerliebsten für die Frau seines Herzens. „Für mich allein koche ich doppelte Portionen, aber nur mit halber Freude.“ Die übrigen Portionen friert Kurt übrigens ein.

„Handwerklich habe ich leider zwei linke Hände, dafür bin ich in emotionalen Dingen stärker“

„Selbst ist der Mann“, scherzt der Bielefelder, der mit dem Kochlöffel besser umgehen kann als mit Hammer oder Nagel. „Handwerklich habe ich leider zwei linke Hände. Dafür bin ich in emotionalen Dingen stärker.“ Empathie und Sensibilität seien ebenfalls wertvolle Souvenirs seiner Vergangenheit, die der neuen Frau an Kurts Seite zuteilwerden. Hohe Kommunikationsbereitschaft, Treue und viel Zweisamkeit sind die Dinge, die der Single in einer Partnerschaft erwartet. Und ein wenig Verständnis für den einen oder anderen seiner Fehler: „Perfekt ist doch niemand. Je älter man wird, desto mehr Ecken und Kanten. Das ist nicht schlimm, das ist einfach so.“

Was Kurt mag:

  • Mit Menschen ins Gespräch kommen
  • Gemeinsam Kochen
  • Wenn sich Paare etwas zu sagen haben

Was Kurt nicht mag:

  • Graupen
  • Mangelnde Höflichkeit
  • Wenn in einer Partnerschaft Perfektion erwartet wird

(Portraitfotos: sceneline studios)

 

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