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Jupps, 62
Selbstständiger Verlags- und Werbekaufmann
Berlin

Jupps, 62
Selbstständiger Verlags- und Werbekaufmann
Berlin

„Beziehungen waren mir immer wichtiger als der Beruf“

Jupps

kennenlernen?Chiffre: 7E0396KV

Wenn das Nachmittagslicht in sein Geschäft fällt und Jupps mit einem der Stammkunden philosophieren kann, ist er in seinem Element. Der 62-Jährige betreibt einen Druck- und Kopierbetrieb in Berlin. Den ganzen Laden hat er nach und nach selbst ausgebaut und mit liebevollen Details eingerichtet. Das setzt sich in Jupps‘  angrenzender Wohnung fort: Der sich über zwei Etagen erstreckende Altbau verströmt die Aura eines Mannes, der viel vom Leben gesehen hat. Der den alltäglichen Dingen des Lebens genauso viel abgewinnen kann wie er das Besondere, Verrückte, Ungewöhnliche schätzt.

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Vom großen Aquarium zum selbst renovierten, urigen Badezimmer, vom Klavier mit den aufgeschlagenen Noten über seine gut bestückte Werkstatt im Keller: Jupps‘ Wohnung spiegelt sein vielschichtiges Wesen und seinen ungewöhnlichen Lebenslauf wider. Was aber nicht bedeutet, dass Jupps ein besonders materialistischer Typ wäre. „In meinem Leben waren mir Beziehungen immer wichtiger als berufliche Dinge“, sagt er selbst. Jupps, den alle so nennen, obwohl er eigentlich Heinz-Joseph heißt, wollte sein Leben vor allem selbst bestimmen.

„Sprachen zu lernen, ist mir immer leichtgefallen“

Den Wunsch nach Eigenständigkeit entwickelte Jupps schon in jungen Jahren. Als Ältester von acht Geschwistern war er oft der Babysitter für seine jüngeren Geschwister. Statt zur Bundeswehr zog es ihn nach Frankreich, wo er eine Brieffreundin hatte. Mit 19 heuerte er in Paris bei einer Übersetzeragentur an. „Sprachen zu lernen, ist mir immer leichtgefallen“, sagt Jupps. „Auf Englisch oder Französisch kann ich mich fließend unterhalten.“ Als neue sprachliche Liebe kam später Spanisch dazu – und schließlich Italienisch.

Jupps ist ein kauziger, liebevoller Mensch – man könnte ihn einen Lebenskünstler nennen. „Ich habe eigentlich nichts in meinem Leben geplant“, vieles ging einfach so seinen Gang. Manches ging auch in die Brüche. Jupps war zweimal verheiratet und hat aus diesen Ehen drei erwachsene Kinder, zwei Söhne, eine Tochter. Die Kinder sieht er regelmäßig, und auch die weitverzweigte Großfamilie trifft sich einmal im Jahr in kompletter Runde. „Außerdem gehe ich jedes Jahr mit meinen Geschwistern wandern. Zeit mit meinen Lieben zu verbringen ist für mich selbstverständlich.“

„Ich habe mehr als einmal meinen Job hingeworfen“

So gerne er Zeit mit der Familie verbringt – gerade im Beruflichen schätzt Jupps Eigenständigkeit. Autoritäre Strukturen sind nichts für ihn, am liebsten ist er sein eigener Herr. „Ich habe mehr als einmal einen Job hingeworfen“, erklärt Jupps. Nach vielen Jahren, in denen er Erfahrungen in Verlagen, Druckereien und Werbeagenturen sammelte, fand er in Berlin eine feste Anstellung bei einer Computerfirma und entdeckte dort sein Verkaufstalent. „Wenn ich etwas mache, dann will ich es auch so gut machen, wie ich kann“, sagt Jupps. Am Ende verkaufte er wichtigen Kunden des Unternehmens in Anzug und Krawatte komplette EDV-Systeme. Als Jupps das erzählt, muss er schmunzeln – denn ein Business-Typ ist er nie gewesen. Viel mehr reizte ihn die Selbstständigkeit. Mit seiner zweiten Frau gründete er später eine Werbeagentur am Rande Berlins. Vor 17 Jahren ergriff er dann die Chance, ein Geschäft zu eröffnen, das die Angebote eines Copyshops mit den Kreativleistungen einer Werbeagentur verbindet und zusätzlich als Internetcafé fungiert.

„Mich interessiert, wie Menschen ticken“

„Aber, ehrlich gesagt, könnte es auch jeder andere Laden sein“, sagt Jupps. „Worum es mir geht, was mich interessiert, ist Kommunikation. Sprache vor allem.“ Sehr geschätzt hat er den Philosophieprofessor, der jahrelang zu ihm kam und seine Bürotätigkeiten bei Jupps im Laden erledigte. Mittlerweile ist er weggezogen. „Ab und zu besuche ich ihn noch mit dem Motorroller, wenn ich auf dem Weg nach Italien bin.“ Jupps ist gerne in den Ländern südlich der Alpen, Fernreisen braucht er in seinem Leben nicht unbedingt. „Mich interessieren viel mehr die Menschen, wie sie ticken. Ich fahre deshalb am liebsten dorthin, wo ich die Sprache verstehe.“

Es macht Spaß, sich mit Jupps zu unterhalten: Er ist ein toller Gesprächspartner, hört aufmerksam zu, obwohl die spannendsten Geschichten er selbst erzählen könnte. Wie beiläufig berichtet er: „Ich mache ehrenamtlich Theaterarbeit mit Jugendlichen und auch mit schwerbehinderten Kindern. Wir lesen ein Stück, lesen es wieder und immer wieder, und irgendwann können diese Kinder tatsächlich eigenständig ihre Rollen mitsprechen. Das macht viel Freude.“

„Und irgendwann stellen wir fest: Gemeinsam ist alles schöner“

Der 62-Jährige weiß, dass Dinge ihre Zeit brauchen, auch das Entstehen einer Beziehung. Jupps ist ein sensibler, emotionaler Mann, spontan, aber kein Mensch für Schnellschüsse. In Bars oder auf Tanzveranstaltungen auf die Pirsch zu gehen, ist nichts für ihn. „Mein Wunsch ist: Ich lerne eine Frau kennen, wir stellen fest, dass es Überschneidungen gibt, wir reden, schauen uns gerne an – und irgendwann stellt man fest: Gemeinsam mit dem anderen ist alles schöner.“ Gut wäre es, wenn die Partnerin auch gläubig ist, Jupps ist praktizierender Christ. „Ich fühle mich einfach mehr beheimatet bei jemandem, mit dem ich das teilen kann.“

Zurück in seinem Reich im Süden von Berlin wünscht Jupps dem letzten Stammkunden einen guten Tag, lässt durch die halb geöffnete Ladentür noch etwas Luft und Licht in den Laden. „Im Grunde ist jeder für sein Glück selber verantwortlich. Es kommt nicht angeritten“, sagt er mit einem Augenzwinkern. „Aber mit etwas Glück finde ich eine Frau, die mein Leben bereichert, und ich das ihre. Und das könnte dann wirkliches Glück sein.“

Was Jupps mag:

  • Fremdsprachen – und sie anwenden
  • Klavierspielen und Singen
  • Frankreich, Italien und das Mittelmeer

Was Jupps nicht mag:

  • ein durchgetaktetes Leben
  • Karriere machen
  • verrauchte Bars und überfüllte Räume

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(Portraitfotos: sceneline studios)

Jupps

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