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Alexandra, 37
Managerin
München

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„Ich liebe die Natur und die Jagd“

Alexandra

sucht nicht mehr

Die gebürtige Österreicherin Alexandra hat International Business studiert, arbeitet in München bei einem Flugzeughersteller und geht leidenschaftlich gerne in die Natur. Der perfekte Partner? „Liebt Tiere und hat keine Angst vor schmutzigen Schuhen“, sagt die 37-Jährige.

Auf dem Schreibtisch stapeln sich die Bücher, „Jagdliche Praxis“ steht darauf, „Haarwild“, „Federwild“. Alexandra steckt gerade mitten in den Prüfungen für ihren Jagdschein, je eine schriftliche, mündlich und praktische, seit einem Jahr arbeitet sie darauf hin – und freut sich begeistert darauf, ihr Wissen unter Beweis stellen zu dürfen. Dass es nicht so viele Frauen mit diesem Hobby gibt, lässt die zarte Österreicherin kalt. Sie liebt es einfach! „Man lernt dabei viel über das Verhalten der Tiere, den Naturschutz, über Biotopverbesserung, Vögel, Bäume, Pflanzen“, erzählt sie in ihrem weichen Dialekt. Dass sie auf Tiere schießen muss – da muss sie eben durch: „Es ist nun mal notwendig. Weil es zum Beispiel keine Wölfe mehr gibt, die den Bestand regulieren. Außerdem hat das Wildfleisch praktisch Bio-Qualität und keine Stresshormone, das gibt gute Schnitzel.“

Die Natur liegt ihr schon immer am Herzen: Sie ist südwestlich von Wien in einem 900-Seelen-Dorf in Niederösterreich aufgewachsen, dem waldreichsten Bezirk Österreichs. Drum herum Berge und viel Landwirtschaft. Wunderschön – aber sie wollte mehr, gerade was ihre Ausbildung betraf. Denn schon vor ihrer Geburt ließ der Vater die Familie im Stich, die Mutter kümmerte sich zusammen mit der Großmutter alleine um das kleine Mädchen. Alexandra wurde bald bewusst, dass nur sie aus ihrem Leben das machen konnte, was sie sich vorstellte. Sie wurde zur Macherin, die etwas erreichen will. Statt also auf dem Land zu bleiben und sich später womöglich mit wenig Bildung von einem Mann abhängig machen zu müssen, ging sie mit 14 Jahren auf ein Klosterinternat in der Wachau. „Die Zeit dort wurde eine der schönsten Phasen meines Lebens“, erzählt sie und kommt ins Schwärmen – wegen der Ausflugsfahrten mit dem Schlauchboot zum Pflanzenbestimmen in der Au, der netten Schwestern, dem eingeschworenen Mädels-Team, den Unterkünften ganz oben im Kloster mit dem wunderschönen Ausblick auf das Donautal …

 „Das Motto der Kanadier: Your problem is my problem“

Danach ging es weiter nach Wien und kürzeren Ausflügen nach Moskau und Kanada, um Landwirtschaft und International Business zu studieren. In Toronto lernte sie ihren heutigen Ex-Mann kennen. Sie fand dort einen spannenden Job bei einem Flugzeugbauer und lebte nach ihrem Studium sechs Jahre in der Stadt. „Die Offenheit der Kanadier ist super, der Teamspirit, das Motto Your problem is my problem und der respektvolle Umgang miteinander“, erzählt sie. „Aber die Stadt platzt aus allen Nähten, die Luft- und Wasserverschmutzung nimmt zu, der Lebensstandard ist nicht so hoch wie in Europa.“ Für die Firma konnte sie dann ein Jahr nach Zürich gehen und landete im Anschluss vor zwei Jahren in München. Die Ehe mit ihrem Mann war da schon vorbei, nach 13 Jahren Beziehung. „Wir haben beide gemerkt, dass es einfach nicht mehr funktioniert und sind im Guten auseinander gegangen. Immerhin weiß ich jetzt, dass ich beziehungsfähig bin“, sagt sie lachend und ohne eine Spur Groll. „Er ist nach wie vor in Kanada und wir sind inzwischen gute Freunde.“

 „Immerhin weiß ich, dass ich beziehungsfähig bin“

München gefällt ihr sehr. Sie geht gerne in Museen und die Oper, vor allem wenn Mozart oder Strauß auf dem Programm steht. Was sie auch mag: von ihrem Einzimmerappartement in rund 30 Minuten mit dem Rad durch die Felder zur Arbeit fahren, dabei Hasen, Turmfalken, Turteltauben oder Rebhühner beobachten und sich den Wind um die Nase wehen lassen. Dennoch ist ihre Liebe für die österreichische Hauptstadt ungeschlagen: Ein Walzer etwa entspannt sie sofort. „Und ich kenne in der Innenstadt fast jedes Bauwerk und deren Geschichte. Wenn ich in Wien bin, laufe ich die ganze Stadt ab, manchmal gehe ich auch in eine Plenarsitzung ins Parlament oder in die umliegenden Weinberge, danach immer in ein nettes Gasthaus oder eine k.&.k-Hofzuckerbäckerei für eine Torte. Neulich wurden es sogar drei verschiedene Konditoreien hintereinander“, erzählt sie. „Nach Wien zieht es mich immer wieder – und ich genieß es auch sehr, Freunden die schönsten Flecken der Stadt zu zeigen.“

„Nach Wien zieht es mich immer wieder“

Dass sie unternehmungslustig und quirlig ist, merkt man sofort. Ihre Augen blitzen, manchmal verdeckt von ein, zwei Strähnen ihres halblangen, dunkelblonden Ponys. Am liebsten würde sie sofort zu einer Radtour aufbrechen, an der Donau entlang oder Richtung Bodensee, um dort auch die Seefestspiele zu besuchen – solche kleinen Abenteuer wären sehr nach ihrem Geschmack. Was dagegen gar nicht geht: Rauchen, alle anderen Süchte und jemand, der es sich im Wirtshaus und dem Wohnzimmer ein bisschen zu gemütlich macht. Stattdessen will sie ihrem Partner einfach blind vertrauen können, der es natürlich idealerweise genau wie sie mag, unterwegs zu sein, vor allem in der Natur, vielleicht sogar auf der Jagd.

„Ich schreibe auch schon mal als erstes“

Ob sie nicht nur Wild, sondern auch Männer gerne jagt? „In Bars nicht. Aber im Internet schreibe schon auch ich mal als erstes.“ Kurz, knackig und am besten so, dass ihr der andere den Ball, den sie zuspielt, schlagfertig zurückwirft. „Um herauszukitzeln, wie jemand tickt, necke ich andere auch gerne. Ist die Reaktion schlagfertig und auf meiner Humorebene, ist das schon die halbe Miete.“ Was die Krönung wäre: Wenn der Mann an ihrer Seite auch gerne ein paar Haus- und Wildtiere ums Haus herum wollen würde. Es zieht sie eben doch zurück aufs Land – irgendwann.

(Portraitfotos: sceneline studios)

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