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Hilla, 54
Lehrerin
Langenberg

Hilla, 54
Lehrerin
Langenberg

„Ich habe täglich acht Millionen Ideen im Kopf“

Hilla

sucht nicht mehr

Hilla ist alles, nur nicht gewöhnlich. Die 54-Jährige aus Langenberg liebt es mit behinderten Kindern zu arbeiten, freut sich aber auch 40 Kühe zu melken, eine Kurzgeschichte zu schreiben oder Parkett zu verlegen. Welcher Mann zu diesem Allround-Talent passt? „Jeder, nur kein typischer Bildzeitungs-Leser.“

Bei Hildegard – kurz: Hilla – ist die Brille nicht nur eine Sehhilfe, sondern auch ein Spiegel ihrer Persönlichkeit. Denn das Gestell, das auf der Nase der 54-Jährigen thront, ist kein langweiliges 08/15-Modell, sondern so farbenfroh wie die Phantasie seiner Trägerin und im Design so gegensätzlich wie man Hilla nicht besser beschreiben könnte. Das eine Brillenglas ist nämlich rund, das andere viereckig. Eine Verschiedenheit, die erst irritiert, auf den zweiten Blick aber unheimlich erfrischend und interessant wirkt. Eine interessante Frau zu sein, ist übrigens auch das Kompliment, das Hilla am meisten zu hören bekommt. Wobei diese Beschreibung genau genommen nicht ausreicht. Aufregend, begeisterungsfähig, neugierig, herzlich, fröhlich und, vor allem, in all diesen Eigenschaften ansteckend, trifft es wohl eher.

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Wenn man beispielsweise Hillas Erzählungen von ihrer einjährigen Backpacking-Reise nach Neuseeland, Thailand und Island lauscht, bekommt man sofort Lust, sich mit ihr in den nächsten Flieger zu setzen. Dafür müsste man allerdings genau so mutig sein wie die Mutter zweier erwachsener Kinder. Sie hat vor der Reise nämlich all ihr Hab und Gut verkauft und ist mit nicht mehr als ihrem Ersparten und einem Van, den sie vor Ort gekauft hat, in die Ferne gezogen. Wer nun glaubt, die Fachlehrerin an einer Sonderschule habe sich mit der Reise ein laues Jahr Auszeit genommen, der irrt. Hilla hat die Ärmel hochgekrempelt und sich in der Fremde Bauernhöfe gesucht, auf denen sie tatkräftig mithelfen konnte. „Ich war selbst überrascht, wie viel Verantwortung mir übertragen wurde. Obwohl ich es vorher noch nie gemacht hatte, reparierte ich plötzlich Melkanlagen, übernahm Aufgaben der Hofleitung und half sogar, ein Kalb zur Welt zu bringen.“ Das Schönste war für Hilla aber die Arbeit mit den Islandpferden. „Das Glück der Erde liegt nämlich auf dem Rücken der Pferde“, sagt die begeisterte Reiterin, die hier in Deutschland eine Reitbeteiligung hat.

„Viele vertragen mein Temperament nur in kleinen Dosen“

Seit August ist Hilla nun wieder in Deutschland und geht ihrem Beruf als Fachlehrerin und ihrer Eigenschaft als Powerfrau nach. Im Handumdrehen hat die Rothaarige eine neue Wohnung gesucht, hier in Eigenregie den Boden verlegt und Tapeten geklebt, Möbel gekauft und ein Heim eingerichtet, dessen Gemütlichkeit andere nach Jahren des Heimwerkens nicht erreichen. Hilla ist eben auf Zack. Und genau das sei es auch, was viele Männer abschreckt. „Viele vertragen mein Temperament nur in kleinen Dosen“, scherzt Hilla. Ob sie recht hat? Jein. Zwar ist man von ihrer Lebendigkeit und Schnelligkeit im ersten Moment überwältig – manch einer vielleicht sogar überrannt. Allerdings fühlt man sich in Hillas Nähe weder gehetzt, noch gezwungen nachzuziehen. Im Gegenteil: Hilla strahlt bei all ihrer Vielschichtigkeit auch viel Ruhe, Herzlichkeit und Unkompliziertheit aus. Wie schon bei ihrer Brille, ist es diese Gegensätzlichkeit, die fasziniert. Wer mithalten will, muss allerdings auf alles vorbereitet sein: In einem Moment zieht die Powerfrau die fertigen, selbst gezeichneten Pläne für ihren Traum – ein ebenerdiges Haus in Containerbauweise – aus der Schublade. Im nächsten Moment überlegt sie, sich mit einer Art Single-Agentur selbstständig zu machen oder bereitet einfach nur die Zutaten für einen gemütlichen Kochabend vor. Nein, langweilig wird es mit der Hobbyköchin nicht. Und übrigens: Hilla würde sich freuen, eine neue Liebe zu finden, die ebenfalls Lust auf den Containerhausbau hat. „Das wäre schön, ist aber nicht zwingend.“

„Ich habe täglich acht Millionen Ideen im Kopf“

In Hillas Leben ist nämlich nichts zwingend. So ist es nicht mal dringend nötig, dass Hilla einen Partner findet. „Ich kann gut allein sein. Ich brauche keinen Mann, weil ich einsam bin. Ich wünsche mir aber einen Partner, weil ich mein Leben gerne bereichern und die schönen Dinge teilen will.“ Hilla ist erschrocken darüber, dass viele Männer eine Frau suchen, die vor allem Kochen und Bügeln können soll. „Ich beherrsche zwar all diese typischen Frauensachen, aber das reicht mir nicht für eine Beziehung. Ich habe am Tag acht Millionen Ideen im Kopf, die jedenfalls zum Bruchteil umgesetzt werden wollen“, lacht Hilla.

„Alles ist möglich. Fix ist nix.“

Hilla liebt es zu lachen. Und Wortgefechte liebt sie auch. „Ein gutes Gespräch, in dem man sich neckt, schlagfertig scherzt und flirtet, macht einfach Spaß.“ Ihre Liebe zur Sprache lebt die gelernte Physiotherapeutin nicht nur in Gesprächen, sondern auch im Schreiben von Kurzgeschichten oder im Theaterspielen aus. Der Kreativität sind eben keine Grenzen gesetzt. Den Möglichkeiten ebenso wenig. Die Frau, die schon 20 Mal umgezogen ist, kann sich alles vorstellen. Nach ihrer Rückkehr aus Island ist sie zwar ganz bewusst in die 20.000 Seelen-Gemeinde Langenberg bei Gütersloh gezogen, sie kann sich aber auch mit dem Gedanken anfreunden, wieder in die Stadt oder ganz woanders hin zu ziehen. Bei Hilla gilt: Alles ist möglich. Fix ist nix. Zumindest fast nichts: Der Partner an ihrer Seite ist es nämlich schon. „Ich lege großen Wert auf Treue. Und ich wünsche mir einen Mann, der für mich die Nummer eins ist – und andersherum genauso.“ Und alles, was der tun muss: Die Welt ein bisschen durch Hillas Brille sehen.

Was Hilla mag:

  • Abwechslung
  • Freunde treffen
  • Wortgefechte

Was Hilla nicht mag:

  • Fanatismus
  • Dummheit
  • gebratene Leber

(Portraitfotos: sceneline studios)

Hilla

sucht nicht mehr

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Natalie, 35

Projektleiterin

Ulrike, 39

Psychotherapeutin & Habilitantin

Philipp, 31

Wirtschaftsingenieur

Jan, 28

Außenhandelskaufmann

Agnes, 38

Paartherapeutin

Grace, 37

Supply-Chain-Managerin