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Hajo, 65
Business Angel
Paderborn

Hajo, 65
Business Angel
Paderborn

„Ich möchte mich nochmal richtig verlieben“

Hajo

bereits "verkuppelt"

Hajo aus Westfalen entscheidet – eher untypisch für einen ehemaligen Unternehmer – meistens nach Bauchgefühl. Der 65-jährige Business Angel wünscht sich eine Frau, die sich vorstellen kann, einige Wochen im Jahr mit ihm auf dem eigenen Weingut zu leben.

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Frühstück mit Blick auf den Weinberg. Gemeinsam den Tag angehen. Wandern, kochen, philosophieren, lesen, ins Kino oder Konzert gehen, genießen. Die Jahreszeiten an unterschiedlichen Orten genießen an der Seite eine Frau, „mit der ich alt und runzelig werden möchte“. In spätestens ein, eineinhalb Jahren soll es so weit sein. Dann trennt sich Hajo von einer Unternehmensbeteiligung. Und will mit einer neuen Liebe „alles machen, was Spaß macht“. Wärme und Zärtlichkeit spüren, die Momente genießen.

Das zeitweise Wohnen auf dem Weingut wird einer dieser Neuanfänge, von denen es einige gegeben hat im Leben des 65-Jährigen. Nicht in Beziehungsangelegenheiten – er war 18 Jahre mit einer Frau verheiratet und noch länger mit ihr zusammen. Im Beruf hat Hajo Neuanfänge immer wieder gesucht. Einen Lebenslauf wie den eines guten Freundes, der seit 30 Jahren bei einem Konzern arbeitet und dort die Karriereleiter hochgeklettert ist, hätte Hajo sich nie vorstellen können.

„Es fällt mir schwer, mich in Hierarchien einzugliedern“

Nach dem Studium begann er als Verkaufsleiter eines Weinguts (insofern wird sich mit dem eigenen Weingut ein Kreis schließen). Als er später für ein Textilunternehmen arbeitete, wurde ihm klar, dass er „kein Konzerntyp“ ist und es ihm „eher schwer fällt, mich in Hierarchien einzugliedern“, sagt Hajo, der neben BWL auch Publizistik studiert hat.

1985 begann er, ein eigenes Unternehmen in der Textilbranche aufzubauen. Die Firma lief gut – Hajo begann parallel, sich an Unternehmen zu beteiligen. Recht früh war er finanziell relativ unabhängig. Womöglich wirkt er auch deswegen bis heute entspannt. Vielleicht liegt es auch daran, dass er meistens seinem Bauch vertraut hat.

„Bauchentscheidungen führen zu besseren Ergebnissen“

„Unsicher ist unser ganzes Leben, und die Welt, in der wir leben. Jede Entscheidung birgt ein Risiko“, sagt Hajo. „Und weil Risiken dazu verleiten, alles hundertmal abzuwägen, habe ich erfahren, dass Bauchentscheidungen zu besseren Ergebnissen führen also solche, vor denen zu viel analysiert wird.“ Ganz ohne seinen Kopf einzuschalten wäre er aber doch nicht geworden, was er ist? Hajo überlegt, bevor er sagt: „Stimmt. Mit mir kann man Pferde stehlen, aber ich achte darauf, vorher das Gatter aufzumachen.“ Nur bei seiner Ex-Frau hätte Hajo im Nachhinein lieber früher den Kopf eingeschaltet. Aber da stand die Liebe im Weg.

„Ich habe immer auf Balance geachtet“

Hajo, blonde Haare, neugieriger Blick, hat sich etwas Jungenhaftes bewahrt. „Es gab schon eine Zeit, in der ich sehr viel gearbeitet habe“, sagt er. „Aber ich habe eigentlich immer auf Balance geachtet.“ Als Business Angel beteiligt er sich bis heute an Start-up-Unternehmen. Aber er hat auch Zeit, als Lesepate in einer Schule einem neunjährigen Kind mit ausländischen Wurzeln zu helfen, das er für sehr, die Lehrer aber für weniger intelligent halten. „Wenn ich mit dem Jungen Pizza essen gehe und er mich glücklich anlächelt, dann bin ich es auch“, sagt Hajo.

Die wandfüllenden Bücherregale in seinem Arbeitszimmer zeugen davon, dass er eher Generalist als Spezialist ist. Dort stehen Klassiker der Weltliteratur neben philosophischen Werken von Precht bis Sloterdijk, daneben Krimis, Biografien und Wein-Fachbücher. Er joggt und wandert gern, interessiert sich für Architektur, Kunst und Reisen. Als 18-Jähriger war er mit seiner damaligen Freundin zur Zeit der Nelken-Revolution in Portugal. Das Militär hatte gerade den Diktator abgesetzt, es herrschte Revolution, aber auch Armut, die Analphabetenquote lag bei 45 Prozent, die Cholera ging um. „In dieser Zeit voller Angst und Hoffnung dort zu sein, war beeindruckend.“

„Ich möchte mich noch einmal richtig verlieben“

Auch Reisen möchte er mit seiner Partnerin, die zehn bis vier Jahre jünger sein sollte. Vor allem aber möchte Hajo sich „nochmal richtig verlieben“. Dafür sucht er eine Frau, die am besten ähnlich wie er gern querdenkt und auf den Bauch hört, eine Frau, die sich lieber über das Jetzt und die Zeit, die da kommt, freut als melancholisch zurückzuschaut auf das, was war. „Ich finde, früher war nicht alles besser“, sagt Hajo. „Die beste Zeit ist in diesem Moment.“

Hajo arbeitet nur noch wenig – und sucht deswegen eine Partnerin, die Zeit hat. „Ich weiß, dass das nicht so einfach ist. Zumal ich keine Frau suche, die nur von einem wohlhabenden Mann versorgt werden will.“ Auch die gibt es, hat er bei Verabredungen erlebt. Abgeschreckt hat ihn das nicht.

Also wieder ein Neuanfang. Warum nicht. „Ich war schon immer neugierig auf Neues, ich war nie so geradlinig“, sagt Hajo. Ein bisschen Understatement schwingt mit. Es steht ihm gut.

Was Hajo mag:

  • Morgens, wenn es hell wird, die Schlafzimmertür weit öffnen, den Vögeln zuhören und schnell wieder zur Traumfrau ins Bett kuscheln
  • Auf einer Terrasse sitzen, einen leckeren Weißwein trinken und die Sonne hinter den Bergen oder im Meer sinken sehen
  • Lachen

Was Hajo nicht mag:

  • Nierchen und Trüffel
  • Lange warten (meine eigene Ungeduld)
  • Bedenkenträger

(Potraitfotos: KONZEPTE Gerda Herrmann)

 

Hajo

bereits "verkuppelt"

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