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Gero, 73
Ruheständler
München

Gero, 73
Ruheständler
München

„In den letzten fünf Jahren lernte ich mehr über mich als je zuvor“

Gero

kennenlernen?Chiffre: 7E2454A6

Gero aus München ist im Ruhestand. Oder sollte man besser sagen: im Unruhestand? Denn der zweifach promovierte 73-Jährige spielt großartig und täglich Klavier, ist im Mensa-Netzwerk aktiv und mag flotte Boogies. Was ihn auszeichnet, ist nicht nur sein hoher IQ, sondern auch, dass er sich darauf herzlich wenig einbildet. Seine Partnerin? Muss nicht unbedingt jünger sein als er, sollte aber noch körperlich und geistig fit und offen für Neues sein. Und wenn sie noch Lust auf einen Fortgeschrittenen-Tanzkurs hätte, wäre das auch nicht schlecht.

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Betritt man Geros Wohnung im Münchner Norden, macht man unwillkürlich eine kleine Weltreise: Vorbei an einem Frauen-Aquarell von den südpazifischen Cook-Inseln und einem weiteren aus Hawaii erblickt man einen filigran bemalten Fächer aus dem japanischen Kyoto, drum herum stehen und hängen unzählige andere hochwertige Souvenirs aus Tibet, Neuseeland, Mexiko – und ungefähr dem Rest der Welt. Zentrum von Geros Domizil ist das Wohnzimmer, in einem sanften Grünton gestrichen, passend zur großen, dunkelgrünen Samtcouch. Eins ist also gleich klar: Das ist ein stilvoller Mann von Welt, der das Reisen liebt. Auch für die schönen Künste, allen voran Theater, Oper und klassische Musik, hat er eine große Passion, die er sogar selbst lebt: Auf dem Flügel im Wohnzimmer spielt er täglich. Eine kleine Kostprobe zeigt, wie flink seine Hände über die Tasten fliegen. Seine Lieblingsstücke filmt er mit, schneidet die besten Parts zusammen und brennt sie dann auf DVD.

„Kann man eine Maschine bauen, die weiß, dass sie existiert?“

Klavier spielt er schon seit fast 70 Jahren. „Es ist toll für die geistige Entspannung. Ich kann damit meine Gefühle ausdrücken. Und für den Kopf ist es auch gut“, sagt er in deutlich vernehmbarem Schwäbisch. Aufgewachsen ist er in der Gegend von Schwäbisch-Gmünd, seine 97-Jährige Mutter wohnt noch dort. In Stuttgart studierte er Elektrotechnik, in Karlsruhe Wirtschaftsingenieurwesen, später war er Spezialist für Datenverarbeitung und zuletzt bei großen Entwicklungsprojekten in der Telekommunikation als Controller eingesetzt. Promoviert hat er sogar zweimal: 1971 in Wirtschaftswissenschaften, später mit 68 Jahren noch in Philosophie. Für diese zweite Doktorarbeit stürzte er sich Anfang des neuen Jahrtausends auf die Frage, die ihn schon sein Leben lang beschäftigt hatte: Kann man eine Maschine bauen, die weiß, dass sie existiert? „Ich ging auf eigenes Betreiben wegen Problemen mit den Augen in den vorgezogenen Ruhestand und wurde dann für zwei, drei Jahre ständiger Besucher der Bayerischen Staatsbibliothek. Zwischen Studenten las ich Buch um Buch, von Psychologie über Hirnforschung, Evolution und Informatik bis zu Robotik und künstlicher Intelligenz.“ Daraus wurde sein eigenes Werk, das dritte von sieben, das er später als Promotionsschrift einreichte. 2010 wurde sie anerkannt.

„Ich arbeitete ein Jahr lang unsere Vergangenheit auf“

Ein weiteres Ziel seines Lebens hatte er damit erreicht. „Und dann stand ich da, mehr oder weniger alleine.“ Kinder hat er keine, Geschwister auch nicht – und seine Frau war an Krebs gestorben. Sechs Jahre ist das jetzt her. „Wir waren 30 Jahre lang gut verheiratet. Es war sehr harmonisch, sehr emotional und nie langweilig.“ Was ihm half, über den Verlust hinwegzukommen? „Ich arbeitete ein Jahr lang meine und unsere Vergangenheit auf. Ich ließ zum Beispiel die 40 Stunden Super-8-Filmmaterial von meinen individuellen und unseren gemeinsamen Reisen digitalisieren, habe alles mit einem Computerprogramm nachbearbeitet und auf DVD gebrannt. So konnte ich meine Single- und unsere gemeinsame Zeit nochmal nacherleben und einen gewissen Abstand bekommen.“

„Gestern etwa haben wir uns über die Mikrobiologie der Osterseen unterhalten“

Außerdem trainierte er in dieser Zeit für einen Halbmarathon und suchte sich einen neuen Freundeskreis über das Mensa-Netzwerk. Um dort aufgenommen zu werden, muss man einen IQ-Test machen und mindestens 130 Punkte erreichen. Kein Problem für Gero! „Seitdem treffen wir uns regelmäßig einmal im Monat, aber auch zwischendurch zu unterschiedlichen Veranstaltungen. Gestern etwa haben wir uns auf Englisch über Judo und die Mikrobiologie der Osterseen unterhalten.“ Auch wenn er sowas erzählt, merkt man: Der ist wirklich an Vielem interessiert. Was vielleicht etwas abschreckend wirken könnte, ist es nicht. Denn auf seine Intelligenz bildet er sich recht wenig ein – und auch das macht ein Gespräch mit ihm so angenehm. In seiner Freizeit gibt er sein Wissen auch ehrenamtlich in Nachhilfestunden an Migrationskinder weiter.

„In den letzten fünf Jahren habe ich mehr über mich gelernt als je zuvor“

In seinem Bekanntenkreis gibt es inzwischen auch ein paar Frauen von Partnervermittlungen wie ElitePartner. Berührungsängste vor einem derartigen Kennenlernen hatte er keine, auch seine Frau ist ihm über eine Zeitungsannonce zugeflogen. „Es ist sehr interessant, wen man da trifft und welche Erfahrungen man so macht“, sagt er mit einem kleinen Schmunzeln. „Ich habe in den vergangenen fünf Jahren mehr über mich und die Frauen gelernt als in den vielen Jahre davor, das ist ein guter Spiegel der eigenen Wirkung.“ Drei, vier Kontakte sind ihm als gute Bekannte geblieben, nur: „Die große Liebe hat er noch nicht gefunden.“

„Ich brauche nicht unbedingt eine jüngere Partnerin“

Es ist eben nicht ganz einfach: „Alle Männer stürzen sich auf die superattraktiven Frauen, viele davon sind zehn, zwölf Jahre jünger und deshalb nicht so begeistert von meinem Alter, auch wenn ich noch sehr gut beieinander bin. Für mich muss eine Partnerin nicht unbedingt jünger sein. Aber: Sie sollte attraktiv sein, am besten groß und schlank, körperlich noch mitkommen, denn ich habe noch viel Power, sie sollte zum Beispiel gerne wandern, Ski und Rad fahren. Auch kulturelles Interesse und eine gewisse Intellektualität sollte da sein. Kurz gesagt, eine Frau auf körperlicher und geistiger Augenhöhe. Sonst empfindet mich eine Frau schnell als Überflieger. Außerdem mag ich es, wenn man sich sowohl geistig emotional als auch körperlich nah ist.“ Optimal wäre, wenn die Dame nicht komplett mit Beruf, Kindern, Bekannten und Freizeitaktivitäten ausgelastet wäre, sondern auch wirklich Zeit für Zweisamkeit hätte. Vielleicht jemand mit eigener Wohnung in München oder der nahen Umgebung, damit man mal hier und mal dort sein kann …

Was er im Gegenzug zu bieten hat? „Wäre ich eine Frau, würde ich sagen: Der Kerl wohnt in einer schönen Wohnung in einer schönen Gegend, ist gesund, fit, nicht blöd, weltoffen, unternehmenslustig und hat einen sauberen Charakter – also eigentlich keine schlechte Partie“, sagt er lachend. Und liegt damit goldrichtig.

Was Gero mag:

  • Flotte Boogies
  • Scheinbar unspielbare Klavierstücke
  • Bewegung in der Natur

Was Gero nicht mag:

  • Dicke Bäuche
  • Faulenzer
  • Raucher

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(Portraitfotos: sceneline studios)

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Richard, 44

Arzt

Stephanie, 32

Konzepterin

Patricia, 33

Heilpraktikerin

Nikola, 31

Projekt-Managerin

Grace, 37

Supply-Chain-Managerin

Anton, 61

Sprachtherapeut